Porticus

Aus Theoria Romana

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Eine porticus (trotz -us als Endung weiblich! Pl. porticus mit langem u) ist eine lange, von Säulen getragene, einseitig offene, ein- oder auch mehrschiffige, und gewöhnlich von einem Dreiecksgiebel gekrönte Halle. Nach außen offene Säulengänge in höheren Stockwerken werden ebenfalls porticus genannt.

Als typisches Bauglied an antiken Gebäuden kommen der porticus vielfältige Aufgaben zu. Optisch geben vorgelagerte Säulenhallen Gebäudefronten entlang öffentlicher Plätze, insbesondere den Foren der Städte, ein repräsentatives einheitliches Aussehen. Als schattige und trockene Aufenthaltsplätze im öffentlichen Raum kommen ihnen auch gesellschaftlich Funktionen zu, indem sie Platz für Verkaufsstände, Gerichtsverhandlungen oder Schulen boten.

Die griechische Entsprechung zur porticus ist die stoa, was ursprünglich auch 'Säulenhalle' bedeutet. Eine unterirdische Wandelhalle mit Mauern an beiden Langseiten heißt cryptoporticus.

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