Marcus Livius Drusus (2)

Aus Theoria Romana

Wechseln zu: Navigation, Suche

Marcus Livius Drusus (* um 124 v. Chr., † 91 v. Chr.), auch "Marcus Livius Drusus der Jüngere" genannt, war der Sohn von Marcus Livius Drusus dem Älteren und ein Politiker der späten Römischen Republik.

Livius Drusus war Volkstribun im Jahr 91 v. Chr. Er wollte im Konsens mit dem jüngeren Marcus Aemilius Scaurus und mit Marcus Licinius Crassus Dives allen italischen Verbündeten das Bürgerrecht gewähren. Um dazu die Unterstützung des römischen Volks zu bekommen, richtete er eine Kommission ein, die sowohl in der Umgebung Roms als auch in den Kolonien weiteres Land verteilen sollte. Außerdem sorgte er zu diesem Zwecke dafür, dass der Getreidepreis gesenkt wurde.

Er wollte das Rechtssystem reformieren, möglicherweise durch die Zusammenlegung der Gerichtshöfe des Senats und der Ritterschaft (die dann auch einem besonderen Gesetz zur Bekämpfung der Korruption unterworfen werden sollten), oder auch durch eine Erweiterung des Senats um Equites, die als Richter im senatorischen Gerichtshof auftreten sollten. Dieses Vorhaben wurde von beiden Seiten so stark bekämpft, dass er, trotz seiner Freundschaft mit Marcus Licinius Crassus, in weiten Teilen die Unterstützung von Senat, Ritterschaft und Bevölkerung verlor. Die Stadtrömer wollten ihre italischen Nachbarn nicht als Bürger sehen und die reichen Grundbesitzer fürchteten Land zu verlieren. Seine Gesetzesvorlagen wurden ungültig erklärt. Er selbst wurde kurz darauf ermordet, was den Marsischen Krieg auslöste. Die von ihm vorgeschlagene Erweiterung des Senats wurde im Jahr 81 v. Chr. von Lucius Cornelius Sulla umgesetzt.


Literatur: Wikipedia

Nicht die gesuchte Person? Für weitere Personen mit demselben Namen siehe: Marcus Livius Drusus.

Persönliche Werkzeuge