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Thema: Feedback-Runde Kaiserwechsel-Kampagne
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 23
Hits: 4633

27.08.2013 19:27 Forum: Ideen-Board

Die Perspektive, welche ich beisteuern kann, ist SimOn augenscheinlich die eines "Gewinners", auch wenn ich mir dessen noch nicht so sicher bin. SimOff ist sie ein wenig eingeschränkt, da ich bis auf jene Teile, in welche Gracchus direkt involviert war, und einiges in Rom nur sehr wenig mitgelesen habe.

SimOff-Kommunikation
Die SimOff-Kommunikation auf der "Siegerseite", respektive "Initiatorenseite" setzte eine Weile vor dem Zeitpunkt ein, zu welchem die ganze Geschichte zu einer Kampagne wurde. Denn tatsächlich entwickelte sie sich wohl mehr aus einer vermeintlich tödlichen Sackgasse einer privaten Story heraus. Zu diesem Zeitpunkt schaltete sich die SL recht bald ein, diskutierte und offerierte diverse Möglichkeiten, nahm auch Vorschläge von Spielern an und versuchte für alle Beteiligten eine passable Lösung zu finden - dies war m.E. nach recht gelungen.
Nachdem ein grober Plan entworfen worden war, endete diese Diskussion, danach war ich in keine SimOff-Kommunikation mehr involviert. Ein wenig mehr Information über die zeitlichen Aussichten hätte ich mir im späteren Verlauf der Kampagne durchaus gewünscht, war der begrenzte Handlungsspielraum und die zeitliche Ungewissheit gegen Ende hin doch sehr enervierend.

Zeitmanagement
Für eine das gesamte Imperium umfassende Kampagne war diese aus meiner Sicht zu lange. Selbst das Ende, welches letztlich übers Knie gebrochen erschien, zog sich (zumindest in Rom) wie Kaugummi - vor allem, da es für viele Charaktere die Einschränkung auf einen einzigen Handlungsstrang bedeutete, was in Anbetracht unterschiedlicher Reaktionszeiten unterschiedlicher Spieler stets suboptimal ist.
Der Punkt des Zeitmanagements, welches im IR ohnehin sehr unkontrollierbar ist, spricht somit eher gegen eine das gesamte IR umfassende Kampagne. Denn je mehr Spieler beteiligt sind, desto mehr Abhängigkeiten gibt es untereinander - und während die einen zu wenig Zeit haben alles auszugestalten, wird den nächsten schon langweilig, da es nicht voran geht, die Zeitebenen driften in allen Provinzen auseinander während gleichzeitig deren Handlungen aufeinander basieren, oder ganze Handlungsstränge brechen weg, da Spieler aussteigen oder sich ins Exil abmelden müssen (nicht jeder weiß zwei Jahre im Voraus, ob seine SimOff-Realität zum Zeitpunkt des Kampagnenfinales vermehrte Aktivität zulässt). Dies alles mag auch bei kleineren Kampagnen geschehen, doch dann sind nur wenige Spieler betroffen und es können leichter Änderungen umgesetzt und Wünsche berücksichtigt werden.

Charaktere
Wie könnte ich PVS nicht mögen? Augenzwinkern
Cornelius war m.E. von Anfang an als NSC deutlich zu erkennen und im Gegensatz zu Salinator mit all seinen Launen, Eigenheiten, Stärken und Schwächen durchaus ein wenig blass. Allerdings schienen mir die ulpianischen Kaiser auch stets recht unspezifisch, weshalb ich kaum mehr erwartet habe - auch wenn ein vielschichtigerer Kaiser durchaus interessanter wäre.
Von anderen NSC, muss ich gestehen, habe ich nicht sonderlich viel mitbekommen.

Handlung
Dazu mag ich wenig sagen, denn ich habe schon kurz nach Salinators Machtübernahme den Faden verloren. Gegen Ende schien es indes, dass niemand mehr recht Lust hatte und nurmehr ein schnelles Ende gefunden werden sollte (zumindest soweit sich das aus Fragmenten und SimOff-Aussagen beurteilen lässt).

Fazit
Hierbei bin ich letztlich recht zwiegespalten. Ich denke, dass die Kampagne durchaus einiges an gutem Spiel generiert hat. Die Extremsituationen, welche sie bisweilen für einige IDs hervorgebracht hat, mag so manche Pläne durchkreuzt haben, andererseits bietet so etwas wunderbares Potential für tiefgründiges Rollenspiel. Was indes die Möglichkeiten begrenzt hat war die weitreichende Planung des ganzen, das fest definierte Ende über einen so langen Zeitraum, in welchem so viel geschehen kann. Hierbei wäre die Planung kürzerer Zeiträume mit mehreren optionalen Handlungssträngen wünschenswert (und auch einfacher, etwa um auf Wegfälle von Schlüsselrollen-IDs oder nicht eingeplante Spieleraktionen zu reagieren), was schlussendlich auch im P&P oder LARP die guten Storys von den faden trennt.

Die bereits angesprochene offene Kommunikation über festgelegte Ziele würde ich befürworten. Es muss dies ja nicht von Beginn an sein, doch zu dem Zeitpunkt, zu welchem "eigentlich" ohnehin allen Spielern die Richtung klar sein dürfte, sollte diese Richtung auch offen gelegt werden, so dass unangenehme Überraschungen vermieden werden. Dabei könnte auch noch einmal klar kommuniziert werden, dass gute Vorschläge durchaus von allen Spielerseiten willkommen sind (und diese auch angenommen werden) - denn ich denke nicht, dass dies immer allen Spielern bewusst ist.

Eine Möglichkeit, dass das Kind nicht erst nach Ende der Kampagne in den Brunnen fällt, wäre zudem eine mehr oder weniger regelmäßige Evaluation schon während der Kampagne. Eine einfache Umfrage im Tabularium könnte dabei ausreichen, um ein grobes Stimmungsbild innerhalb einzelner Gruppierungen (Einheiten, Städtebewohnern, Provinzen) und allfällig einige Anregungen zur Verbesserung zu erhalten. Dies mag die Situation einzelner IDs nicht unbedingt abfangen, doch wenn etwa alle Soldaten einer Legio oder alle Einwohner einer Stadt genervt oder gelangweilt sind, weil sie sich nicht einbezogen, in ihrem freien Spiel behindert oder durch in ihren Augen unsinnige Aktionen abgespeist fühlen, dann können sicherlich auch zeitnah Lösungen gefunden werden.

Hier oder im Allgemeinen Forum wurde auch schon Möglichkeit von Umfragen zur aktiven Einbeziehung aller Spieler bei weitreichenden Entscheidungen erwähnt ("Wer soll der nächste Kaiser werden?“). Das bedingt zwar wieder eine offenere Planung mit mehreren Alternativen, würde aber in Verbindung mit der offenen Kommunikation über das Ergebnis zweifelsohne für mehr Klarheit und Akzeptanz der Ereignisse bei den Spielern führen.

Persönlich hat mir das Ende Salinators nicht gefallen. Ich verstehe zwar, dass die SL dies bewusst vage gehalten hat (und vielleicht auch einfach keine Lust mehr da war), aber ein wenig mehr Drama wäre dem Dicken doch würdig gewesen (das mag aber auch daran liegen, dass ich immer noch das geplante Ableben seit seiner Erschaffung vor Augen habe ...).

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