An Bord der "IMPERATOR"

  • http://www.modellbahnecke.de/bilder/academy/1416.jpg


    Ich meldete mich wie befohlen bei dem Kapitän, der mir gleich ein Ruder zuwies.


    Männer! Wir laufen sofort aus! Weiteres werde ich Euch auf See erklären! Soldaten! Leinen looooosssss!



    Kaum das ich meinen Platz einnahm, ertönte schon das Kommando zum rudern. Was war passiert? Ich sah, wie die Hermes, daß Schiff der Hafenkommandantur gleichfalls ablegte. Ob die Liburne da vorn links und die Trireme vor uns auch zu unserer überstützten Abreise gehörten? Es mußte sehr wichtig sein, wenn sie schon die Soldaten von der Straße einsammelten.

  • Auf See sprach der Kapitän zu uns:


    Soldaten! Wir, die Hermes, die Imperator, diese spanische Trireme und die Liburne, welche ihr seht, gehören zu einem Verband, welcher Piraten jagen soll. Der Duumvir von Ostia befindet sich wie der Hafenkommandant an Bord der Hermes. Warum, wissen die Götter. Also macht mir keine Schande und fangt diese Vögel so schnell es geht! Für unseren Caesar!


    Hurra! scholl es aus unseren Kehlen


    Für unseren Augustus!


    Hurraaa!!!!!


    Für unseren Imperatorrr!!!!!


    Hurrrraaaaaaa!!!!!!!! schlug unsere Begeisterung Wellen.



    Nach dieser kurzen Ansprache, welche wohl auf allen 4 Schiffen stattfand, so still wie sie lagen, formierten sie sich zu einem Suchstreifen ind er wir in der Mitte lagen, dann die Triremen rechts von uns und die Liburne als leichtestes Schiff am weitesten links in Sichtweite des Landes. Wir fuhren nach Süden. Die Abstände waren so bemessen, daß wir uns noch mit Lichtzeichen verständigen konnten.

  • Nach einem kurzem Zwischenhalt auf Sardinien, wo wir frisches Wasser und Lebensmittel bunkerten, ruderten wir erst nordwärts Richtung Corsika. Die Zeit verstrich und sämtliche Schiffe,die wir trafen, waren Handelsschiffe.
    Niemand wußte etwas von Miros. Nur die Nachricht von einem Seegefecht, wo die Trümmer und Überreste eines Schiffes in der Ägäis gefunden wurden, welches Fischer fanden, ließ uns aufhorchen. Ob das Miros mit seinen Gesellen war, welche weider ein Schiff überfallen hatten? Oder war es nur ein vom Sturm an Land getriebenes Schiff, welches an den Klippen zerschellte?

  • Dämonen verfolgten uns! Zuerst der Wind.Nichtsahnend weiter rudernd. Dann Sturm und Stimmen im Gebälk. Wir empfingen sie gebührend nach altem Seemannsbrauch.


    http://members.aol.com/swolf1020/myhomepage/4intern.jpg



    Ich nahm meine Lunula und hielt sie in die Richtung, aus der der Sturm kam.


    http://www.metaaldetectors.nl/vondsten/gfx/lunula.jpg


    "qui hic minxerit aut cacarit habeat deos superos et inferos iratos"


    Der Sturm warf uns wie einen Spielball hin und her. Wir tanzten auf den Wellen und unter dem kaltem Regen litten wir besonders.


    Und siehe da, für den Augenblick hatten die Götter ein Erbarmen und wir bannten die Dämonen. Der Sturm legte sich.

  • Zitat

    Original von Sinona Matinia


    Sim-Off:

    Er ist nur ein Probatus, die haben die Längengrade noch nicht besprochen...


    Sim-Off:

    Er KÖNNTE die Längengrade, wenn er die Ausbildung mitmachen würde, was er aber nicht tut! Langsam krieg ich echt das Gefühl, der will unbedingt Ärger mit mir. Wenn das hier von IRGENDJEMANDEN legitimiert wurde, der auch dazu befugt wurde, dann möge er mir das bitte per PN mitteilen, ansonsten denke ich, dass Catilina ein riesiges Problem kriegen wird, von wegen Entführung eines Schiffes der Classis und so weiter... X(

  • Portus Syracusanus. Endlich. Der Sturm mit seinem hohem Seegang verdarb uns unseren Proviant.Das Wasser verdorben. Die Segel zerrissen. Die Ruder zerbrochen und teilweise abhanden gekommen kamen wir nur langsam vorwärts.


    Die HERMES bleib in unserer Nähe. Wir hofften,daß die MERCURIUS nicht untergangen war und es ebenfalls bis in den Hafen schaffte.


    Wir dankten den Göttern, als die hohe Küste von Corsika uns begrüßte.


    http://www.dirty-fellows.com/b…/images/korsika_bm_55.jpg

  • In Portus Syracusanus angekommen reparierten wir die die angeschlagenen Schiffe. Ich schleppte frische Lebensmittel noch und nöcher auf unser Schiff. Andere zimmerten fleißig am Rumpf herum und besserten die 2 Segel aus.


    Im Laufe des Tages erfuhren wir, daß die Mercurius sich sehr vom Sturm mitgenommen nach Aleria geschleppt hat. Neptun sei Dank, daß sie nicht untergegangen war. Dort, so sagten uns Fischer auf dem Markt, soll vor nicht langer Zeit ein Schiff untergegangen sein. Die Fischer sahen Wrackteile im Meer treiben. Da einige im Wasser treibende Leichen blutig waren, munkelt man von Piraten. Unser Kommandant und der an Bord der Hermes fahrende Hafenkommandant wurden sofort hellhörig und machten sich zur Hafenkommandantur in Aleria auf.
    Wir waren gespannt, wenn sie morgen zurückkehren würden, was sie uns zu berichten wußten. Ob es wirklich Piraten waren, die hier ihr Unwesen trieben? Und wenn, war es der von uns gesuchte Miros?

  • http://webuser.main-rheiner.de…en.maegdefrau/theater.jpg


    Nach getaner Arbeit, Waffenübungen und dem obligatorischem Schiffsreinigen bekamen wir Ausgang bewilligt. Ich schloß mich einer Gruppe von Soldaten an, welche das örtliche Amphitheater aufsuchen wollten, um sich einen schönen Abend zu machen. Der Quell der Einheit bedeutete mir viel. Andere besuchten die Bordelle und Tavernen der Stadt. Viel Wein wurde sowieso nicht geduldet, da wir wir morgen abend nach Aleria, welches eine halbe Tagesreise entfernt war auslaufen würden, um den Kapitän und Hafenkommandanten wieder an Bord zu nehmen. Den Tag morgen würden wir mit weiteren Ausbesserungsarbeiten verbringen und hoffen, daß uns Neptun jetzt wohl gesonnen blieb.

  • Nachdem wir am anderem Tag Neptun einen Stier opferten und um glückliche Reise und Suche baten, traten wir auf unseren überholten Schiffen zur Ausfahrt an. Eine Woche war seit dem Sturm vergangen und wir bekamen auch Post. Der Inhalt war geheim und nur dem Kapitän und dem Hafenkommandanten, dem ProCurator. Es sollte Nachricht aus Ostia sein, wie die Schiffsbesatzung des Schnellseglers sagte.


    Was solls, heute brauchte ich zum Glück nicht aus dem Hafen rudern. Die unterschiedliche Geschwindigkeit und Ruder einholen, zu Wasser lassen konnte den besten Seemann nerven und wehe ein Ruder blieb an einem Schiff oder der Mole hängen... .


    So war ich mit meiner Aufgabe am Kiel ganz zufrieden. Loten, Loten, Loten. Zwar auch nicht die abwechslungsreichste Arbeit, aber dafür ruhig und gediegen.


    Und so tat ich meine Arbeit:
    0,5 palmus- 1 palmus- 1 pes- 2 pes- 2 pes- 5pes.- 4 pes- 6pes-10pes


    Wir waren draußen auf See. Nun hatte ich wachfrei und wenn es hieß Segel reffen und Segel setzen, dann sollten wir uns bereit halten. Wir kamen gut voran und marschierten Richtung Norden- Aleria, wo die Mercurius wieder zu uns stoßen sollte. Man hatte dort, so sagte uns der Kapitän Tag und Nacht daran gearbeitet, um sie wieder seeklar zu bekommen. Wir waren guten Mutes. Morgen würden wir sie sehen und unsere Kameraden wieder begrüßen können.

  • Auf der Fahrt nach Aleria übten wir fleißig das Rudern. Wir stellten sogar im Verband einen neuen Rekord auf. 8 Knoten. Für die großen Ruderschiffe nicht schlecht. Links vorbei zog die Küste Korsikas mit ihren steilen Klippen. Das blaue Meer und der blaue Himmel luden zum verweilen ein, was ich genoß. Die Ruderer wiederrum schwitzten in der Sonne, sodaß der Schweiß ihnen in Strömen herunterfloß. Heute hatte ich es gut und so konnte ich in aller Ruhe Kormorane und Delphine beobachten,welche im Wettstreit mit den Schiffen zu stehen schienen.


    Der Tag neigte sich und Aleria kam in Sichtweite. Heute abend würden wir noch einmal Ausgang haben und morgen mit der hoffentlich überholten Mercurius auslaufen, um diesen Miros endlich zu finden.


    http://www.dirty-fellows.com/b…/images/korsika_bm_60.jpg

  • Ein Schiff kam uns entgegen. Der Adler am Segel zeichnete es als römisches Kriegsschiff aus. Wir holten nach rechts aus und nahmen Kurs Nordost- Richtung Elba. Es müsste die MERCURIUS sein, wie uns der Steuermann erzählte. Da wir langsame Fahrt machten, kam sie schnell näher und schon bald sahen wir, wie sie das Wasser in hohem Tempo schnitt.


    http://www.imperium-romanum.it…ioni_romane/trireme03.jpg


    In Elba sollte es Höhlen geben, in denen früher Piraten hausten. Diese galt es zu erkunden. Genug Mann waren wir und wohlgemut, diese Aufgabe zu erfüllen.

  • Elba. Ein ödes unbewohntes Eiland. Mannschaft wurde ausgesetzt, um die kleine Insel zu durchsuchen. Eigentlich rechneten wir nicht damit, daß hier jemand Unterschlupf suchte. Trotzdem machten sie sich mit aller Vorsicht auf den Weg, während ein kleiner Trupp frisches Wasser und Brennholz holen ging.


    http://www.wissen.swr.de/sf/be…20x/bg0020xx/bg_rr02s.jpg



    Nichts trübte die Idylle und als am Abend die Mannschaft an Bord der Schiffe wieder vereint war, wurde beschlossen, die Nacht über hier zu ankern. Die Insel war nicht bewohnt.

  • Zitat

    Original von Quintus Terentius Alienus


    Sim-Off:

    Er KÖNNTE die Längengrade, wenn er die Ausbildung mitmachen würde, was er aber nicht tut! Langsam krieg ich echt das Gefühl, der will unbedingt Ärger mit mir. Wenn das hier von IRGENDJEMANDEN legitimiert wurde, der auch dazu befugt wurde, dann möge er mir das bitte per PN mitteilen, ansonsten denke ich, dass Catilina ein riesiges Problem kriegen wird, von wegen Entführung eines Schiffes der Classis und so weiter... X(


    Sim-Off:

    das glaub ich eher nicht, den Römern war so etwas nicht bekannt ....

    Stolze Nachfahren von Romulus und Remus. Mit der Venus unserer Ahnherrin stark !

  • Mehrere Tage harrten wir hier aus. Ständig patroillierte ein Schiff zwischen der insel und der Küste, die ja nicht weit weg war. Nichts. Noch nicht einmal Frachtschiffe kamen vorbei. Die See war wie ausgestorben und auch kein Pirat legte an der Insel an obwohl wir bereit waren, sie zu empfangen. So wurde beschlossen, daß wir nordwärts fuhren.


    Ein paar römische Meilen weiter sahen wir plötzlich einen Masten am Horizont auftauchen. Es würde noch Stunden dauern, bis wir heran waren, denn das Schiff schien ebenfalls nach Norden zu fahren.


    Nebeneinander mit je 1 Meile Abstand nahmen wir die Verfolgung auf.

  • Sim-Off:

    weiter: An Bord der ANCILLA


    Schiff voraus!!! Der Ruf schallte über das Deck und alles was frei hatte und stürzte zum Bug. Neben dem Schiff, welches wir verfolgten, tauchte ein anderes auf. Sie waren so eng beieinander, sodaß es keinen Zweifel gab. Piraten griffen dort an! Das waren sie!


    AAALLLLAAAARRRRMMMMMM!!!!!!! rief der Kapitän und wir stürzten zu unseren Waffen und Rüstungen, um sie anzulegen. Noch war Zeit. Doch wir näherten uns und fieberten mit den armen Seeleuten an Bord des Schiffes. Würden wir es noch rechtzeitig schaffen? Die Trommeln dröhnten im schnellerem Takt. Die Ruder schlugen erbarmungslos das Wasser. Die Lichtsignale wanderten wie zuckende Blitze von Schiff zu Schiff. Spannung machte sich bereit.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!