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Zum Ende der Seite springen Taverne "Zum blinden Esel" gegenüber der neuen Urbanerstation
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Nero Helvetius Archias

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17.05.2019 18:25

   
Hier befindet sich die neu eröffnete Taverne "Zum blinden Esel", geführt von Nero Helvetius Archias. Direkt gegenüber steht die neue Station der Urbaner, die in der Subura gerade errichtet wird.

Soldaten von der Station können hier ihren Tag in aller Ruhe ausklingen lassen und zusammen einen heben.



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17.05.2019 18:25 Nero Helvetius Archias ist offline E-Mail an Nero Helvetius Archias senden Beiträge von Nero Helvetius Archias suchen Nehmen Sie Nero Helvetius Archias in Ihre Freundesliste auf
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17.05.2019 19:40

Es hatten sich bereits erste Reaktionen auf das aktuelle Bauprojekt in der Subura des Praefectus Urbi Herius Claudius Menecrates eingestellt, eine davon war unter anderem, dass nicht lange nach der Weihung der neuen Station der Urbaner direkt gegenüber von ihr eine kleine Taverne aufgemacht hatte. Findige Leute hätten darauf spekuliert, dass diese vom Betreiber deshalb eröffnet worden war, um das willige Geld von müden Soldaten in Feierabendlaune einzusacken, die bestimmt gerne dieses neue Angebot nutzen würden, wo sie doch praktisch keinen Steinwurf von der Station entfernt war. Bestimmt war auch dies der Fall, doch es verhielt sich doch etwas anders, wenn man wusste wem die Taverne gehörte und vor allem wer diese Person war; Nero Helvetius Archias.
Seines Zeichens einer der großen Unterweltbosse der Subura, der stets unter seinem Decknamen "Corvus", bzw. "die Krähe" zu operieren pflegte. Archias hatte dieses nette kleine Lokal als seine zivile Tarnung und als Horchposten eröffnet, um direkt an der Quelle allen Übels, der von nun an hier stationierten Urbaner, zu sitzen und sie in ihrem Suff so gut es ging unauffällig auszuhorchen und Informationen über die Station direkt aus erster Hand zu erhalten. Längere Zeit, über Jahre, war es still gewesen um das kriminelle Imperium der Krähe, doch in letzter Zeit hatte es von neuem begonnen.

Die Taverne besaß nicht gerade ein Luxusinterieur, alles war schlicht und rustikal, doch für die Belange der hiesigen Gegend Roms durchaus als solide zu bezeichnen. Es war warm, es zog nicht und es war größenteils sauber. Vermutlich eines der besseren Lokale in der Gegend. So verwunderte es nicht, dass auch die hiesige Zivilbevölkerung schnell das neue Etablissement angenommen hatte. Gerade jetzt ging wieder die Tür auf und im Scheine gleißenden Sonnenlichts betrat ein magerer, ärmlich gekleideter Mann die Schenke. Archias stand gerade hinterm Tresen und wischte Tonbecher. "Ah, Planta mein Freund! Wie schön dich zu sehen! Wieder das übliche?" rief er einem seiner ersten Stammkunden zu, als der Mann zu ihm trat und sich ächzend auf einen Stuhl setzte.

| Sextus Gabinius Planta

"Ja bitte, eine große kühle Cervisia mit viel Schaum." Archias nickte und legte seinen fertig gewischten Becher beiseite, um Plantas Getränk zu holen. Währenddessen sah dieser sich im Raum um. "Na viele Gäste hast du heute aber nicht. Doch andererseits, wen wundert das schon angesichts der jüngsten Ereignisse." Archias war gerade dabei die Schaumkrone von Plantas' Cervisia zu vollenden, als er ihn fragte: "Was meinst du damit?"
Bevor er antwortete, sah er sich kurz nochmal um, ob sie belauscht werden würden, ehe er sich etwas vorbeugte und mit gesenkter Stimme sprach: "Es sind wieder Krähenschädel und auf Wände geschmierte rote Schwingen aufgetaucht!" Archias hob eine Braue. Jetzt wurde es interessant, doch natürlich stellte er sich absichtlich unwissend. "So? Und was hat das zu bedeuten?" Plantas' Augen weiteten sich vor Entsetzen, dass Archias augenscheinlich nicht wusste, was dies verhieß. "Aber weißt du das denn nicht? Rote Schwingen an den Wänden und nackte, weiße Schädel von Krähen an einem Tatort, das sind beides Erkennungszeichen der Krähe! Sie ist wieder in Rom!"
"Alle Achtung! Ich habe nicht allzuviel darüber gehört, doch das ist doch einer dieser große Nummern in der Subura von früher, oder?"
Planta nickte heftig mit dem Kopf, während ihm Archias seine fertige Cervisia überreichte.
"Ja, genau der! Es hat wieder begonnen, genauso wie früher. Freunde von mir mit einem eigenen Laden hatten mir berichtet, dass Männer bei ihnen aufgetaucht waren und regelmäßige Zahlungen verlangt hätten, angeblich dafür, dass sie ihre Geschäfte beschützen vor Einbrechern und anderem Gesindel. Leute sind verschwunden, oder wurden tot in der Gosse aufgefunden, entweder mit einem Krähenschädel auf der Brust, oder die Leiche lag unter roten Schwingen."
"Bei den Göttern! Und macht schon jemand etwas dagegen?" fragte Archias unschuldig und nahm das Reinigen seiner Trinkgefäße wieder auf.
Planta ließ ein freudloses Hüsteln hören. "Von wegen, wir sind hier in der Subura, Mann! Hier hält man für gewöhnlich dicht und regelt seine Angelegenheiten selbst, wenn man nicht des Nachts die Kehle aufgeschlitzt haben will bei all den Räuberbanden hier."
Er nahm einen großen Schluck von der Cervisia. "Ich gebe zu, ich habe selbst ein, oder zwei Mal für die Krähe gearbeitet. Früher, weißt du?"
"Wirklich? Also gehörst du zu seiner Bande?"
Wieder Plantas typisches Hüsteln, "Ach was, nein bei allen Göttern! Ich bin nur ein einfacher Mann mit bescheidenen Bedürfnissen, der seine Familie durchbringen will."
Jetzt lag es an Archias so zu tun, als ob er sich nach Lauschern umsah, ehe er fragte: "Warum hast du ihm dann geholfen? Und waren es schlimme Dinge?"
Planta schloss kurz die Augen, während er den Kopf schüttelte. "Nein, nein. Kleinigkeiten eben. Mal eine Botschaft hier überbringen, mal dort eine Person beschatten, mit der er was vorhatte...nichts aufregendes. Die Männer der Krähe waren dafür immer sehr gut zu mir und für geleistete Arbeit gab es immer Brot für mich und die meinen. Auch einmal den einen oder anderen Sesterz. Das ist schon mal mehr, als sich unsereiner von den ehrenwerten Herren Senatoren und dem anderen reichen Gesocks erwarten kann, oben auf ihren sieben Hügeln!" meinte er mit verhärtetem Gesichtsausdruck mit darauf folgendem tiefen Zug aus der Cervisia. Dann stellte er wieder den Humpen ab und wischte sich über den Mund. "Ich jedenfalls fürchte mich nicht vor der Krähe. Er ist ein Freund für jeden, der gewillt ist für ihn zu arbeiten. Jeden Tag rechne ich damit, dass ich wieder von ihm kontaktiert werde, weißt du? Dann heißt das wieder Brot für meine Familie!"
Eine durchaus interessante Information für Archias, also wäre Sextus Gabinius Planta auf jeden Fall jemand, auf den er zurückgreifen konnte, wenn er einmal wieder einen Niemand von der Straße für eine Aktion brauchte. Der Helvetier machte sich dafür eine geistige Notiz. Bevor er seine neue Taverne eröffnet hatte, hatte er Planta nicht gekannt. Offenbar war er früher von einem seiner Männer, vermutlich Babilus, angeheuert worden. Ein weiterer Vorteil, den er mit seiner hübschen neuen Tarnung als braver Tavernenwirt genoss; Archias hatte die Chance direkter mit jenen Leuten interagieren zu können, die für ihn arbeiteten, ihn aber nicht kannten. Dass dabei einer seiner eigenen Schergen einmal gegen ihn die Hand erheben könnte, im Glauben Archias sei wirklich nur ein kleiner Wirt und nicht sein Boss, da machte er sich keine Sorgen. Egal wo er sich aufhielt, es waren immer und überall entweder Bursa oder Nasica, Archias' menschliche "Bluthunde" unerkannt in seiner Nähe, um für den Schutz ihres Herrn zu sorgen. Auch jetzt saß Bursa in der Nähe der beiden, einen großen Becher Wein vor sich, eine Kapuze tief ins Gesicht gezogen und mehrere Wurfdolche im Gürtel unter seinen Gewändern verborgen.
"Ist das nicht ein wenig unvorsichtig von dir, das alles einfach so hier herumzuposaunen?" fragte Archias Planta.
Doch der winkte ab. "Wer soll es hier schon hören? Etwa die Urbaner? Pah! Denen bin ich sowas von egal, ich und meine ganze Nachbarschaft! Keine Sorge, ich habe aufgepasst und dir vertraue ich, mein treuer Freund und Cervisienspender", sprach er und prostete Archias zu, ehe er wieder einen großen Schluck nahm und den Becher damit leerte.
Archias zeigte ein schmallippiges Lächeln. Wenn Planta nur wüsste...


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17.05.2019 19:40 Nero Helvetius Archias ist offline E-Mail an Nero Helvetius Archias senden Beiträge von Nero Helvetius Archias suchen Nehmen Sie Nero Helvetius Archias in Ihre Freundesliste auf
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