Vom langen Weg zum Ruhm

  • Reatinus und der Zug, der ihm folgte hatten sich schnell den Weg durch Mantua bahnen können. Noch waren die Nachwirkungen der Seuche groß und man merkte es spürbar, dass die Leute noch Angst hatten, die Häuser zu verlassen. Hinzu kam allerdings auch die erschwerende Tatsache, dass es nicht mehr so viele Leute gab, die überhaupt hätten hinausgehen können. Zu viele hatte der Tod sich geholt und über den Styx nach Elysio geschickt. Zu sehr wogen die fatalen Auswirkungen der Seuche, vor der nicht nur die Menschen, sondern auch die Stadt selbst nicht gefeit war. Angesichts dessen, was sie durchgemacht hatten, blieb Reatinus ein Kloß im Hals stecken, als Mantua hinter ihm immer kleiner wurde und später gänzlich verschwand.
    Ihr Weg führte Reatinus mit seinem Trüppchen den Fluss Padus entlang in Richtung Ravenna. Sie waren nicht geplagt von Unwetter, im Gegenteil. Die Sonne war ihr steter Begleiter auf dem Weg über das italienische Flachland zu ihrer ersten Reisestation. Sommerlich saftige Wiesen und idyllische Waldlandschaften prägten die Strecke, welche sie einschlugen und eine sanfte Brise trug den Duft von Gras in ihre Nase. Da Reatinus für Schutz gesorgt hatte, wurden sie nicht geplagt von Räubern, nicht behelligt von zwielichtigen Landstreichern und anderen unangenehmen Gestalten, die einem sonst über den Weg liefen.


    Sie kamen sehr bald in Ravenna an, wo die Classis Ravennas vor Anker legte und sie über den Seeweg in ein neues Land, nach Ägypten transportieren würde. Es waren noch heißere Gefile als Italien. Ein noch fremderes Land.
    Und mit diesem Wissen legten sie auch ab, segelten über das adriatische Meer Richtung Südosten nach Alexandria...

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