Süßwaren

  • Schokolade kannten die Römer ja noch nicht, Obst dafür wohl doch schon zur Genüge. Ich bin mir sicher, dass die Römer auch schon gerne genascht haben. Nur wie sah das aus? Trockenfrüchte? Kandierte Früchte? Irgendwas mit Honig? Kennt sich da wer aus?

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  • Bereits die Ägypter haben für ihre Pharaonen Feigen und Datteln in Sirup aus Palmblütensaft eingelegt. Römische Frachtschiffe brachten in Honig kandierte Früchte in kostbaren Amphoren vom vorderen Orient nach Rom, wo sie als Höhepunkt raffinierter Genüsse zu den Gastmählern der Antike gereicht wurden.

  • Zitat

    Original von Germanica Calvena
    Bereits die Ägypter haben für ihre Pharaonen Feigen und Datteln in Sirup aus Palmblütensaft eingelegt. Römische Frachtschiffe brachten in Honig kandierte Früchte in kostbaren Amphoren vom vorderen Orient nach Rom, wo sie als Höhepunkt raffinierter Genüsse zu den Gastmählern der Antike gereicht wurden.


    Quelle


    Ansonsten gab es wohl auch Süßholz (zum Kauen, nicht zum Raspeln).

  • Okay, seit wann gibt's Marmelade/Konfitüre? *nachguck* Google und Wikipedia machen mich im Augenblick nicht wirklich schlauer, aber da Zucker kombiniert mit unterschiedlichen Früchten bestimmt schon sehr lange Marmelade ist... Getrocknet und gepökelt wird seit Menschengedenken. Also gab's bestimmt Trockenobst. Ich nötige mal Google zu mehr Infos. Bei Wikipedia finde ich nämlich nur etwas über die normale Esskultur im Römischen Reich und um die geht's mir grade nicht.


    Ich habe nur einen kleinen Artikel gefunden, in dem etwas von Kuchen, Torten und kleinen Gebäckstücken steht, die die Römer von Ägyptern und Griechen übernommen haben sollen.


    Ich habe grade ein goldiges Schulprojekt gefunden. :D Leider keine Süßwaren, ansonsten aber gar nicht so übel.

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    Einmal editiert, zuletzt von Áedán ()

  • Süßholz wurde meist auch zur Mundhygiene verwendet (auch später im Mittelalter) Man kaute solange drauf rum. Hat eine antiseptische Wirkung. Ansonsten wurde auch Salz zum Zähneputzen verwendet (schmeckt aber echtt scheußlich)

  • Laut Wikipedia is Lakritze für so ziemlich alles gut. Die Ägypter haben das Zeug auf jeden Fall vor allem als Arzneimittel. Süßholzwurzeln helfen zweifellos bei Erkältungen mit Bronchialbeteiligung. In Bronchialtees sind die häufig drin. Genauso wie in Hustenpastillen.


    Hab jetzt mal dieses schlaue Online-Lexikon nach Trockenfrüchten gefragt und sortiere jetzt mal aus nach: Gab es schon, gab es nicht. (Gab es nicht lass ich weg).


    Äpfel, Birnen, Pflaumen, Zwetschgen (Dörrpflaume), Weitraubenn (Rosine, Korinthe, Sultanine, Zibebe), Erdbeeren, Kirsche, Aprikosen (Pfirsiche gab es erst später in Europa, Aprikosen gibt es seit 70 v Chr) & einige rote Beeren wie Berberitze und Hagebutte (die erst nach dem ersten Frost erntereif, dann aber schon so gut wie trocken ist). Sämtliche Südfrüchte knicken wir mal.

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  • Es gibt, auch glaube bei Plinius in einem naturwissenschaftlichen Werk, in Apians Kochbuch oder irgendwoanders (ich habe das bloß leider gerade nicht zur Hand), ein Rezept für einen künstlichen Süßstoff. Dazu muss man Wein und Weinessig in einer Bleipfanne verdampfen lassen, es soll sich ein kristallines Pulver absetzen, dem eine große Süßkraft nachgesagt wird. Damit kann man dann alles süßen, es löst sich schließlich so gut auf wie moderner Zucker aus Zuckerrohr oder Rüben. Jedoch ist das Zeug vermutlich auch gesundheitsschädlich, von wegen Bleioxid oder so.


    Wein wurde vermutlich teilweise aus Gefäßen getrunken, die innen mit Pech bestrichen waren oder mit Wachs (letzteres findet man bei Ovids Version von Philemon und Baukis) - zunächst einmal zum Abdichten, denn Glas, Metall oder glasuierte Keramik konnten sich die meisten Konsumenten nicht leisten, also mussten Holz und Ton her, die irgendwie wasserdicht gemacht werden mussten. Das hat ihm ein ganz eigenes, süßlliches Aroma gegeben - jedoch würde ich das im Rl auch nicht nachmachen wollen, wenigstens das mit dem Pech nicht.

  • Zitat

    Original von Áedán
    Sämtliche Südfrüchte knicken wir mal.


    Warum? Einen Zitronenverschnitt gab es bereits, die Zitronatzitrone. Zwar nicht vergleichbar mit unseren heutigen Zitronen, aber immerhin. Zu den Südfrüchten zählt übrigens auch der Granatapfel, den es zu der bespielten Zeit schon gab.


    Allerdings gab es Pomeranzen offensichtlich noch nicht, zumindest datiert die Wikipedia auf etwa 300 nach Christus - in unserer WiSim finden sie afair aber Verwendung.


    edit: Warum in die Ferne schweifen, wenn die (Teil-)Antwort so nah liegt...

  • Die Kelten kannten bereits ein Honiggebäck, das aus Mehl, Fett, Nüssen und eben Honig hergestellt wurde. In einem Gräberfeld bei Wederath in der Eifel hat man ein verkohltes Teilchen davon gefunden und versucht, das Rezept zu rekonstruieren. Diverse Rezepte der sog. Keltenkringel findet man im Internet. Im Übrigen sind die richtig lecker, man sollte sie aber essen, wenn sie noch warm sind, dernn kalt können sie richtig hart werden ;).
    Außerdem kannten die Assyrer bereits im 8.Jhd. v. Chr. einen Vorläufer des heutigen türkisch/ arabischen Baklavas, einem pappsüßem Gebäck, das u.a. auch aus Honig und z. T. auch aus Nüssen hergestellt wird. Durch griechische Kaufleute kam es dann auch nach Griechenland und früher oder später dann auch nach Rom. ;)

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