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Nero Helvetius Archias

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23.05.2019 22:46

   
Tief in der Subura gelegen, befindet sich in einer verwinkelten Nebengasse ein größeres Haus mit Hof und mehreren Vorsprüngen. Es ist zwei Etagen hoch und vollkommen ohne Fassadenschmuck. Die Wände sind nur rau verputzt, sodass es inmitten der anderen Häuser überhaupt nicht auffällt, trotz seiner Größe. Hier wohnt Nero Helvetius Archias mit seiner Familie und hier liegt auch das Zentrum seines kriminellen Imperiums.
Tag und Nacht befinden sich überall am Gelände verteilt Wachposten, nur dürftig gekleidet und leicht mit Bettlern zu verwechseln, doch sind sie gut genährt und kräftig und tragen Knüppel unter ihren Gewändern verborgen. Archias' wichtigste Ratgeber und Untergebene leben ebenfalls in dieser Casa.



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24.05.2019 00:57

Nach der Weihe ging Archias mit vollgeschlagenem Bauch nachhause. Da die neue Station am Rande der Subura lag, brauchte er eine Weile, bis er in ihrem schmutzigen und engen Inneren bei seinem Haus anlangte. Am Tor zum Hof hinein lungerten mehrere Gestalten herum; einige seiner Männer, die Wache hielten. Im Vorbeigehen nickte ihnen Archias zu. Im Inneren ging er hinauf in den ersten Stock und dort dann in den Ostteil des Hauses, wo er einen großen Raum betrat, den man wohl als Archias' officium bezeichnen konnte. Mehrere Aktenschränke mit Papyrusrollen zogen sich die Wände entlang, ein Schreibtisch fand sich in der Ecke und Listen und eine große Karte der Subura hingen an den Wänden. Der Schatz dieses Raumes befand sich jedoch in der Mitte. ein riesiger Tisch war es, dessen Tischplatte ebenfalls eine Karte zeigte, jedoch dieses Mal von ganz Rom. Auf der Karte befanden sich verschiedene, mit verschiedenfarbiger Wolle abgesteckter Areale über den spinnengleichen Linien, die so ziehmlich alle Straßen und Gassen der Stadt abbildeten, samt vielen Gebäuden. Auch mehrere bunte kleine Fähnchen befanden sich darauf. Über diesen Tisch hatte sich gerade ein älterer Mann mit schneeweißem Haar und einem teigigen Gesicht gebeugt gehabt, als Archias das Zimmer betrat. Der Mann richtete sich auf.

| Ferox

"Salve, Corvus", grüßte er Archias mit einem leichten Nicken. Archias begrüßte ihn seinerseits: "Salve Ferox, was gibt es Neues?"
Hinter Archias schlüpfte beinahe unbemerkt noch jemand lautlos in den Raum; Bursa, einer der Bluthunde. Er bedachte Ferox mit einem seiner ganz eigenen undeutbaren Blicke und zog sich daraufhin in einen Schatten zurück, während Archias zum Tisch ging und Feroxs Bericht erwartete. "Es hat wie vorrauszusehen gewesen war Widerstand gegeben, Egilius' Territorium zu übernehmen. Einige seiner Banden sind zu uns übergelaufen, doch an den Hängen des Cispius gab es einen kleinen bewaffneten Zwischenfall. Jeder der nicht schon tot war konnte aber fliehen, bevor die Urbaner zur Stelle waren." Archias nickte.
"Es war zu erwarten, dass das passieren würde. Wie verhält es sich mit den anderen? Decrius? Silius? Pedanius? Oder Raecius?"
"Keine Reaktion bisher auf unsere Unternehmungen."
Das war eine gute Nachricht dachte Archias, währen er den Tisch studierte.
"Sende unsere Vögelchen zu jedem der anderen Bosse Roms aus und teile ihnen mit, dass ich auf keinen Krieg mit ihnen aus bin. Ich hole mir nur mein altes Revier von Egilius zurück, mehr nicht."
Ferox jedoch hatte da durchaus einige Bedenken, denn so einfach sich das anhörte, so war es das keinesfalls in der Realität.
"Silius ist ein enger Verbündeter von Egilius. Gewiss wird er nicht tatenlos zusehen, wie wir ihn aus dem Geschäft drängen, es wird also so oder so böses Blut fließen, wenn wir weitermachen."
"Und die anderen? Würden sie uns auch Steine in den Weg legen?"
Ferox schüttelte den Kopf. "Nein, außer vielleicht Pedanius, da sein Revier direkt neben dem von Egilius bzw. jetzt uns liegt. Er könnte vielleicht nervös werden und ebenfalls zuschlagen."
"Pah, um Pedanius mache ich mir keine Sorgen. Er ist nur ein kleiner Fisch. Doch um Silius müssen wir uns wirklich vielleicht kümmern, bevor es in einem Bandenkrieg ausartet und vielleicht die Urbaner sogar noch Wind von der Sache bekommen. Ferox, arrangiere ein Treffen mit Silius, aber an einem neutralen Ort." Jetzt lag es an Ferox zu schnauben. "Verzeih mir die Frage, Corvus, jedoch wo sollte dieser "neutrale Ort" liegen, wenn nicht im Revier eines anderen Bosses? So oder so wäre das unmöglich" Doch Archias hatte schon eine Idee. "Die Katakomben vor Rom an der Via Appia. Dort werden wir uns treffen. Bereite also alles vor."
Ferox nickte und schwieg eine Weile. Wozu überhaupt mit Silius sprechen? Genausogut konnte man doch einfach auch ihn umlegen und sein Territorium übernehmen. Doch auch wenn derartige Gedanken in Feroxs Ungeduld, ihm soeben durch den Kopf geschossen waren, so wusste er natürlich, dass das nicht möglich war, wenn man ein größeres Blutvergießen, oder die Aufmerksamkeit der Urbaner riskieren wollte. Die Beziehungen der Unterweltbosse untereinander waren fein und engmaschig miteinander verwoben. Alles befand sich in einem sehr fragilen Gleichgewicht. Alle zehn, oder zwanzig Jahre kippte dieses Gleichgewicht des Schreckens und ein Bandenkrieg in der Subura, oder in ganz Rom war die Folge, in dem die Karten neu gemischt wurden. Doch normalerweise versuchten die Bosse derlei Aktionen zu vermeiden. Schlecht fürs Geschäft.
So musste Archias all sein Fingerspitzengefühl aufwenden, um Egilius und seine Bande kalt zu stellen und sein Revier zu übernehmen, ohne dass die anderen Bosse allzu offensiv darauf reagierten. Hätte Archias sich nicht noch von früheren Zeiten beträchtliche Macht und einen nicht zu unterschätzenden Ruf in der Unterwelt erhalten, er war sicher, die anderen wären längst über ihn hergefallen und hätten ihn gnadenlos zerfleischt. So jedoch übten sie sich in Vorsicht und warteten ab wie sich die Dinge entwickelten.
"Warst du bei der neuen Station?" riss ihn da Ferox aus seinen Gedanken. Archias blickte auf. "Ja war ich. Sie wollen das wirklich durchziehen, es ist ihnen ernst damit. Ich verfolgte, wie sie den künftigen Bauplatz geweiht hatten." Ferox nickte und holte ein gelbes Fähnchen hervor, das er auf der Tischkarte der Stadt exakt an jene Stelle setzte, wo die neue Station der Urbaner im Entstehen begriffen war. "Ich nehme an du wirst verhindern wollen, dass die Urbaner diese Station jemals vollends in Betrieb nehmen werden?"
Archias' Blick verdüsterte sich. "Natürlich, doch jetzt im Moment ist die Station zweitrangig. Zuerst gilt es unsere Position in Rom vor den anderen Bossen zu behaupten und dafür will ich Egilius' Kopf, koste es was es wolle! Kümmere dich um das Treffen mit Silius."
Ferox neigte den Kopf und machte sich auf in Richtung Tür. Bursa löste sich aus seiner Ecke und machte ihm die Tür auf. Anschließend drehte er sich zu Archias um.

| Bursa

"Babilus ist vor der Tür." Archias nickte. "Er soll reinkommen." Bursa öffnete die Tür ein Stück weiter und zog sich erneut in seine Ecke zurück, während Babilus, einer von Archias' Hauptmännern den Raum betrat.

| Babilus

"Heil dir, Krähe!" grüßte der Schurke. "Salve, Babilus. Was kannst du mir berichten?" Babilus kratzte sich an seinem bärtigen Kinn, als er antwortete: "Meine Männer haben heute ein paar Meilen vor Rom auf der Via Tiburtina einen schwerreichen Händler aufgebracht. Fette Beute, wir haben sie einstweilen in unser Zwischenlager vor den Mauern der Stadt gebracht." Das waren gute Neuigkeiten, also wieder mehr Geldmittel, die Archias in seinen Geschäften verwenden konnte. "Sehr gut, was wurde aus dem Händler?" Babilus fing zu grinsen an.
"Liegt mit aufgeschlitzter Kehle im Feld neben dem Straßenrand."
Eine Kinderei die der Räuberhauptmann einfach nicht lassen konnte.
"Schön. Bring die Beute nach und nach hierher und lagere sie vorerst im Keller. Nimm dafür einige Männer von hier, vom Haus mit und achte darauf, dass sie nicht zuviel auf einmal durch die Stadttore bringen! Das könnte Misstrauen erwecken. Wie sieht es in deinem Bezirk aus?" wollte Archias anschließend wissen.
"Die Schutzgeldbesuche sind weit fortgeschritten. Beinahe alle Läden zahlen. Zwei oder drei waren noch etwas aufsässig, doch nach dem einen oder anderen Feuerchen, oder zerbrochenen Keramik waren auch die Kerle schnell bei der Stange." Wieder bleckte Babilus seine gelben Zähne. "Nicht mehr lange und alle Läden aus meinem Bezirk werden das Schutzgeld bezahlen."
Ganz so wie die anderen Bosse auch hatte Archias sein Territorium innerhalb Roms in kleinere Bezirke unterteilt, denen jeweils ein Hauptmann wie Babilus vorstand, der innerhalb seines klar abgesteckten Areals die konkreten Aktivitäten von Archias' Bande überwachte und steuerte. Seine Untergebenen arbeiteten nur für Babilus und auch die erpressten Händler zahlten ihr Gold einzig und alleine an den Hauptmann. Dieser leitete es dann seinerseits an seine Höhergestellten weiter, also Ferox und Archias. Die einfachen Kriminellen, bzw. "Soldaten" hatten keinerlei Kontakt zur Krähe, sondern kannten diese nur vom Hörensagen. Ihre Befehle bekamen sie nur von Babilus, bzw. ihrem jeweiligen Hauptmann, so war sichergestellt, dass jede Zelle eines jeden Hauptmanns unabhängig für sich operierte und die anderen (oder den Boss selbst) nicht verraten konnte. Archias' Haus hatte auch noch einmal einen ganzen eigenen Tross an Männern (z.B. die Wachen am Tor), die jeder Hauptmann je nach seinen Befehlen für Einsätze hernehmen konnte, die direkt mit Archias, oder seinem Haus und dessen Bewohner zu tun hatten. Direkt beim Haus gab es nur loyale Männer und es war eine große Ehre für jeden Soldaten von einem Bezirk zum Dienst im Haus der Krähe befördert zu werden. Diese Extratruppe war eine weitere Vorsichtsmaßnahme, dass die gemeinen, niederen Banditen von der Straße nichts verraten konnten. Auch bei den Hauptmännern verhielt es sich ähnlich mit der Undurchsichtbarkeit. So kannte Babilus seinerseits zwar schon auch noch den einen, oder anderen Hauptmann, jedoch kannte niemals jeder alle und wer als Soldaten für den jeweils anderen arbeitete, war ebenfalls unbekannt. So konnte niemals die gesamte Organisation von der Obrigkeit ausgehoben werden. Kritisch wurde es erst auf der Führungsebene über den Hauptmännern, da hier alle Fäden zusammenliefen.
"Ich bin zufrieden, du kannst dich zurückziehen." Babilus neigte den Kopf als Zeichen des Respekts und verschwand. Archias hatte sich zum Fenster gewandt und blickte hinaus auf den Hof seines Hauses. So war vorerst alles geregelt. Ferox würde sich um das Treffen mit Silius kümmern, Babilus würde ihm zu zusätzlichen regelmäßigen Geldern in seinem Bezirk verhelfen und seine kindlichen Spione waren noch auf dem Fest bei der Station, um das Gesagte und alle Schritte des Praefectus Urbi zu überwachen. Soweit so gut. Doch Archias wollte noch mehr tun, er wollte noch näher am Geschehen sein. Vielleicht sollte er ein klein wenig aus dem Schatten treten und unter seiner zivilen Identität anfangen einen zusätzlichen Schutzschild gegen die Urbaner aufzubauen. Eine Tarnung, die ihn persönlich über jeden Zweifel erhaben machen würde, auch wenn es riskant war; es war an der Zeit eine Taverne zu eröffnen.


24.05.2019 00:57 Nero Helvetius Archias ist offline E-Mail an Nero Helvetius Archias senden Beiträge von Nero Helvetius Archias suchen Nehmen Sie Nero Helvetius Archias in Ihre Freundesliste auf
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