[Grundausbildung] Lucius Octavius Sebastianus

  • Hier absolviert der


    Tiro
    Lucius Octavius Sebastianus


    unter Anleitung von


    Centurio


    Marcus Octavius Maro


    seine Grundausbildung.



    Ausbildungsplan:
    Grundausbildung - Lucius Octavius Sebastianus


    I. Einführung / erste Exerzierübungen
    II. Theorie
    III. Kampf- und Waffenübungen - Ringen - Scutum- Gladius - Hasta - Schleuder
    IV. Formationen
    V. Schwimmübungen
    VI. Häuserkampf


  • Sebastianus kam in voller Ausrüstung zum Exerzierplatz. Nun endlich würde er mehr lernen, als das was er bereits wusste. Er hatte schon viel mit einem Gladius geübt und war der Meinung das er dies gut beherrschen würde. Aber der Schild war ihm mehr als suspekt.


    Als er auf dem Exerzierplatz ankam, schaffte er sich einen kleinen Überblick. Hier würde er also den Großteil seiner Zeit verbringen. Die Sonne stand noch recht tief, schließlich war es noch recht früh.

  • Und wieder mal stand Maro auf dem Exerzierplatz vor einem Haufen frischer Tirones. Er selbst hatte aber diesmal den brandneuen roten Querbusch auf dem Helm, das Schwert an der richtigen Seite und das fühlte sich auch alles sau gut an.


    "So Tirones. Ich bin Centurio Marcus Octavius Maro und zuständig für eure Grundausbildung. Ich werde euch beibringen wie, man marschiert, wie man seine Rüstung sauber hält, wie man schwimmt, wie man eine Formation baut. Vor allem aber werd ich euch Schwächlingen beibringen,"


    Dramatische Pause


    "wie. man. kämpft. Das ist unser Geschäft. Wir schützen die Bürger der größten und besten Stadt, die der Erdkreis je gesehen hat und tun dies im Dienste des erhabenen Imperator selbst. Der verlässt sich auf die Cohortes Urbanae, weil er weiß, dass hier nur die geduldet werden, die es auch tatsächlich in den Knochen haben, diesen Dienst zu leisten. Und es ist auch meine Aufgabe, die auszusieben, die nicht kräftig genug sind für diese beste Einheit dieses von den Göttern geliebten Gemeinwesens. Unsere Eigenschaften sind Gehorsam gegenüber den Kommandeuren, Gewissenhaftigkeit bei unserer Aufgabe und Grausamkeit gegenüber unseren Feinden. Ist das klar?!"


    Natürlich war das klar


    "So. Genug geschwätzt. Damit eure fauligen Säfte mal ein bisschen in Schwung geraten, dreht ihr jetzt zehn Runden um den Exerzierplatz. Auf gehts. Wer zu langsam ist, den hau ich mit dem Teil hier blau."


    Maro zeigte auf den braundneuen Stecken, den er sich zur Beörderung angeschaft hatte. Er hatte den Eindruck, dass die Botschaft angekommen war.

  • Sebastianus setzte sich mit einigen der anderen Tirones in Bewegung, der Rest folgte schließlich. Er gehörte mit zu der Gruppe die das Tempo angab. Er wäre durchaus in der Lage gewesen schneller zu laufen, wollte sich aber seine Kräfte einteilen. Es würde schließlich noch ein langer Tag werden.


    Einer der Tiro hielt an und stellte seinen Schild ab und lehnte sein Gladius dagegen. Ihm schien das laufen mit Schild und Gladius zu anstrengend zu sein. Sebastianus musste schmunzeln als er das sah, das würde sicher Ärger bedeuten für den Tiro, oder aber für den Rest, weil sie so dumm waren in voller Montur zu laufen.

  • Das wurde ja immer doller hier. Da ging doch tatsächlich einer hin und machte erstmal ein Pauschen. Stellte den Schild ab undpflanzte sich auf den Platz. Maro dachte erst, er selbst hätte was an den Augen und Sol, dessen Lich unbarmherzig vom Himmel knallte hätte ihm eine bizarre Vision geschickt. Aber es war leider keine Fata Morgana.


    Kumpelhaft legte er den Arm um den Hals des Tiro
    "Gallicus. Du bist einzigartig, weißt du das eigentlich? IHR ANDEREN: WEITER LAUFEN. ICH GLAUB ICH KOTZE GLEICH HIER. LOS LOS.


    Gallicus, schau mal. Es ist wirklich phänomenal. Die Ausbildung hat noch gar nicht richtig angefangen und du hast schon so hart versagt, wie ich es noch ganz selten gesehen hab. Ich erklär dir auch warum. Ist ganz einfach. Stell dir vor, hinter dir und deinem Trupp rennt ein ganzer Haufen Subura-Abschaum her, ja? Und du bleibst zurück. So wie gerade eben. Das wäre nicht nur katastrophal für dich, sondern auch für die Einheit, wenn einer fehlt. Obwohl wir noch klären müssen, ob du u mehr taugst, als zum Scheiße schaufeln. Die Einheit muss auch als Einheit funktioniern. Und genau das tun was der Kerl mit Kommando vorne sagt, was sie tun sollen. Ich hatte euch befohlen, zehn Runden zu drehen. Du hast beschlossen Mittagspause zu machen.
    Pass auf Gallicus: WENN SOWAS NOCHMAL AUCH NUR ANSATZWEISE VORKOMMT, BEISS ICH DIR DEINEN STINKENDEN HALS DURCH, IST DAS KLAR? SO UND JETZT SETZ DICH IN BEWEGUNG, BEVOR ICH HUNGER KRIEG!"


    Das konnte ja heiter werden.

  • Sebastianus musste schmunzeln, als er sah wie Maro seinen Arm um Gallicus legte. Er sah einmal einen Löwen in der Arena, der um einen Menschen kreiste, es war irgendwie das selbe Bild.


    Die anderen Tirones liefen weiter ihre Runden und Sebastianus hatte als zweiter seine 10 Runden absolviert. Die Sonne brannte erbarmungslos vom Himmel, aber dennoch strengte Sebastianus die 10 Runden nicht so sehr an, wie er es ursprünglich angenommen hatte.
    Die Tirones stellen sich in einer Linie auf und warteten darauf was nun als nächstes dran war.

  • Als der Haufen fertig war, atmete der Centurio nocheinmal tief durch.


    "So. Nachdem ihr mir gezeigt habt, dass ihr zumindest nicht so lahm seid, dass ihr zum Medicus müsstest, wirds jetzt Zeit, um schon mal ein bisschen Milites zu spielen, sprich so auszusehen wie das, was ihr mal werden wollt. Euer leuchtendes Ziel sozusagen, von dem ihr im Moment so weit entfernt seid, wie von den den Pyramiden Ägyptens. Und für de Idioten: Das ist sehr weit entfernt.


    Erster Schritt: Gleich auf meinen Befehl in einer GERADEN Linie aufstellen.


    Dann: Haltung annehmen. Schön die Körperspannung. Kopf gerade, Hände an den Körper. Keine Angst ich sag euch schon wenns falsch ist. Mal sehen.


    Und wenn ihr so weit seid - was hoffentlich noch vor Sonnenuntergang der Fall sein wird - wird uns Sebastianus hier die Rangstruktur der Cohortes erläutern.


    Los jetzt. Tiiiiiirones! In aciem venite*! Staate**!


    Sim-Off:

    * In Reihe antreten** Stillgestanden

  • Die Tirones standen in einer geraden Linie. Offensichtlich waren sie nicht ganz so unfähig wie es den Anschein hatte. Mit dem Haltung annehmen, hatten einige wohl noch ihre Schwierigkeiten, wussten sie schließlich nicht, was genau von Ihnen verlangt wurde. Es dauerte ein wenig bis das alles seine Richtigkeit hatte.


    Nach einer kleinen Weile trat Ruhe ein und die Tirones hatten das Gefühl gerade zu stehen. Auch die hatten sie das Gefühl das sie die richtige Haltung eingenommen hatten.


    Sebastianus sollte die Rangstruktur der CU erläutern. Er wartet kurz, damit Maro erstmal kontrollieren konnte, ob sie auch tatsächlich richtig standen. Vielleicht hatte er ja etwas zu beanstanden.

  • Während des entstehenden Chaoses schritt Maro die "Linie" ab, verteilte zur Korrektur böse Blicke und Anweisungen und dirigierte die Rekruten mit dem Vitis in die richtige Position.


    "Na also, Tirones. Das sieht doch schon fast aus, wie etwas, das man nach einer durchzechten Nacht bei den Spielen mit zwei Hohlmaß Falerner im Kopf als Linie bezeichen könnte. Das werden wir in eurer Ausbildung so lang drillen, bis ihr euch aufreiht wie eine Perlenschnur der Augusta. Warum ist das wichtig? Zum einen ist das gut für Einheitlichkeit und Disziplin, zum anderen ist es im Kampf wichtig grade und geschlossen zu stehen, sonst ist die komplette Einheit hinüber. Dürfte auch dem größten Rindvieh unter euch einleuchten, nicht wahr Gallicus?


    Also. Und jetzt: Merkt euch, wer neben euch steht. Die werden euch ab jetzt begleiten. Wahrnscheinlich bis einer von euch drauf geht. Oder halt bis eure Dienstzeit endet. Optiomaterial kann ich hier nicht erkennen, also wirds auf diese zwei Möglichkeiten hinaus laufen.Die an den beiden Enden habens einfacher, die müssen sich nur eine Visage merken. Hoffe für euch, ihr kriegt das hin."


    Er ließ es für diesen Zweck durchgehen, dass die Tirones gehetzt die Köpfe wandten um sich einzuprägen, wer da neben ihnen stand.


    "Ja ja. Von jetzt an habt ihr fester zusammen zu kleben, als ein Dieb an seiner Beute. Gewöhnt euch dran. Wenn ich mitkriege, dass sich Leute hier nicht vertragen, werd ich den Schuldigen auftreiben und bestrafen. Ohne gegenseitige Kameradschaft und gutes Verhalten, ist diese Einheit verloren."


    Er schritt die Reihe ab auf der Suche nach Sebastianus.


    "Du. Auf gehts."


    Offensichtlich die Aufforderung jetzt die Rangstruktur zu erläutern.

  • Sebastianus nickte und sagte:


    "Zu Befehl Centurio"


    er dachte nur kurz nach und Begann schließlich,


    "An der untersten Stelle sind die Tirones, also wir. Wir sind die Rekruten der Cohortes Urbanae, und werden nach unserer Ausbildung entweder in den Dienst übernommen, oder als untauglich entlassen. Danach kommt der Miles, er ist der einfach Soldat der CU und das Herzstück dieser. Der nächste Rang ist der eines Optio. Er ist der Stellvertreter des Centurio und erhält im Normalfall seine Befehle von diesem. Der Optio bildet die Tirones aus oder wird mit anderen Aufgaben betraut. Auf der selben Stufe des Optio steht noch der Cornicularius, der seines Zeichens Büroleiter ist und meist administrativen Aufgaben nachgeht. In der Rangstruktur als nächstes kommt der Centurio. Sie sind mit die erfahrensten und führen eigenständig eine Centurie. Ihre Befehle bekommen sie vom Tribun der, der Kommandeur einer Stadtkohorte ist. Ihm überstellt und somit Vorgesetzter ist der Praefectus Urbi. Er ist Stadtpraefect von Rom und Kommandeur der Cohortes Urbanae. Noch mehr zu sagen hat nur noch der Kaiser"


    Sebastianus hoffte alles richtig wiedergegeben zu haben, schließlich hatte er die Hirachie schon vorher gelernt, er hatte viel vor bei der CU und wollte weit kommen.

  • Gut. Immerhin hatte Sebastianus keine Schande über die Familie gebracht.


    "Also. Merkt euch das. Die Leute hier haben keine Geduld für Rindviecher, die die Rangordnung vergessen, könnt ihr euch ja vorstellen. Und nochmal in aller Deutlichkeit: Ihr seid ganz unten. Nein korrigiert das. Gallicus ist ganz unten. Ihr seid fast ganz unten, wenn euch das tröstet. Sollte es aber nicht. Im Moment haben die Maultiere, die wir dazu nutzen irgendwelchen Dreck hin und her zu karren einen höheren Rang als ihr.Was besseres müsst ihr euch schon verdienen. So wieder genug gequasselt.


    Es geht weiter zum Ringen. Paarweise zusammen. Wer dreimal geworfen wird hat verloren und wird mit den anderen Versagern die nächste Woche die Latrine machen. Also strengt euch an. Keine Regeln außer: Bringt euch nicht um und verletzt euch nicht schwer. Sonst kaut mir die Medicus wieder unnötig ein Ohr ab wenn er Zeit mit euch verschwenden muss.Und Gallicus: Deine Chance, anzufangen dich wieder aus der Scheiße rauszuarbeiten. LOS JETZT. ICH HAB NICHT DEN GANZEN TAG ZEIT."


    Sim-Off:

    Wenn dir der Full-Metal-Jacket-Ton zu krass wird, sag einfach bescheid :D

  • Sebastianus hatte Gallicus als Partner. Das konnte nicht gut gehen. Körperlich war er Sebastianus klar unterlegen und Sebastianus hatte schon einige Erfahrung im Ringen. Er überlegte kurz ob er sich beim ringen etwas zurück halten solle, schließlich waren sie Kameraden. Diesen Gedanken verwarf er aber recht schnell. Es brachte nichts jemanden zu schonen. Wenn er für die CU nicht geeignet war, sollte er das schnellst möglich merken.


    Beide nahmen Aufstellung und das Zeichen zu beginnen wurde gegeben. Sebastianus stürmte blitzartig auf Gallicus zu, umkreiste ihn, packte ihn an der Hüfte und warf ihn über sich auf den Boden. Gallicus war sichtlich überrascht und stellte sich sofort wieder auf.


    Wieder wurde das Zeichen gegeben und diesmal stürmte Gallicus auf Sebastianus zu. Sebastianus machte einen kleinen Schritt zur Seite und packte den Arm von Gallicus und warf ihn wieder zu Boden. Der Aufprall war hart und Gallicus blieb kurz die Luft weg. Er stellte sich aber sofort wieder auf. Kampfgeist hatte der Bursche, das musste man ihn lassen. Sebastianus gefiel das.


    Nachdem sich beide gegenüber standen, gab man wieder das Zeichen zu beginnen. Diesmal tasteten sich beide eher ab. Gallicus schien zu dem schnell zu lernen und versuchte Sebastiauns diesmal zu umkreisen was ihm sogar gelang. Er packte Sebastianus von hinten und versuchte ihn umzuwerfen. Jedoch wurde jetzt der Kraftunterschied deutlich. Gallicus bekam Sebastianus nicht von den Beinen. Sebastianus löste den Griff und warf Gallicus über die Schulter.


    Gallicus war enttäuscht. Aber er hatte sich gut geschlagen. Sebastianus reichte ihm die Hand und half ihm auf.


    "Das war gar nicht so schlecht, auch wenn meine Meinung wenig zählt"


    Beide standen wieder und warteten wie es jetzt weiter gehen würde.



    Sim-Off:

    Alles gut. Wir sind hier beim Militär und nicht im Kindergarten ;)

  • Sebastianus hatte Gallicus als Partner. Das konnte nicht gut gehen. Körperlich war er Sebastianus klar unterlegen und Sebastianus hatte schon einige Erfahrung im Ringen. Er überlegte kurz ob er sich beim ringen etwas zurück halten solle, schließlich waren sie Kameraden. Diesen Gedanken verwarf er aber recht schnell. Es brachte nichts jemanden zu schonen. Wenn er für die CU nicht geeignet war, sollte er das schnellst möglich merken.


    Beide nahmen Aufstellung und das Zeichen zu beginnen wurde gegeben. Sebastianus stürmte blitzartig auf Gallicus zu, umkreiste ihn, packte ihn an der Hüfte und warf ihn über sich auf den Boden. Gallicus war sichtlich überrascht und stellte sich sofort wieder auf.


    Wieder wurde das Zeichen gegeben und diesmal stürmte Gallicus auf Sebastianus zu. Sebastianus machte einen kleinen Schritt zur Seite und packte den Arm von Gallicus und warf ihn wieder zu Boden. Der Aufprall war hart und Gallicus blieb kurz die Luft weg. Er stellte sich aber sofort wieder auf. Kampfgeist hatte der Bursche, das musste man ihn lassen. Sebastianus gefiel das.


    Nachdem sich beide gegenüber standen, gab man wieder das Zeichen zu beginnen. Diesmal tasteten sich beide eher ab. Gallicus schien zu dem schnell zu lernen und versuchte Sebastiauns diesmal zu umkreisen was ihm sogar gelang. Er packte Sebastianus von hinten und versuchte ihn umzuwerfen. Jedoch wurde jetzt der Kraftunterschied deutlich. Gallicus bekam Sebastianus nicht von den Beinen. Sebastianus löste den Griff und warf Gallicus über die Schulter.


    Gallicus war enttäuscht. Aber er hatte sich gut geschlagen. Sebastianus reichte ihm die Hand und half ihm auf.


    "Das war gar nicht so schlecht, auch wenn meine Meinung wenig zählt"


    Beide standen wieder und warteten wie es jetzt weiter gehen würde.



    Sim-Off:

    Alles gut. Wir sind hier beim Militär und nicht im Kindergarten ;)

  • "Tja. Die die versagt haben, wissen, was sie die nächste Zeit zu tun haben. Lernt draus. Wer versagt schüppt Scheiße. Im wörtlichen wie übertragenen Sinn. Aber das hier ist keine Dialektikvorlesung."


    Maro überging Gallicus - er hatte nur eine begrenzte Zeit, die er mit Nieten wie diesem beschäftigen konnte, bevor es zur Verschwendung von Dienstzeit wurde - und schnappte sich einen Gladius. Einen der echten.


    "Da du uns vorhin so gelehrt geschildert hast, wie die Rangordnung aussieht, kannst du uns sicher auch direkt erklären, was das her ist, Sebastianus. Nur gucken. Nicht anfassen. Dessen seid ihr noch nicht würdig. Ihr übt später mit den Holzteilen. Aber ich schweife ab. Sebastianus?"

  • Sebastinaus war ein wenig verwundert über die Aussage von Maro. Schließlich hatte jeder von ihnen bereits seine Ausrüstung erhalten, somit auch ein Gladius. Er antwortet jedoch recht zügig.


    "Centurio, das ist eine der beiden Waffen und somit das wichtigste Werkzeug, eines Soldaten. Es ist ein Gladius"

  • Die Antwort von Sebastianus war durchaus die, die ein Soldat wissen musste. Trotzdem wollte Maro, dass die Truppe verstand, was "wichtigstes Werkzeug" bedeutete.


    "Korrekt. Aber das reicht mir noch nicht ganz. Was ziehst du aus dem Umstand, dass der Gladius das wichtigste Werkzeug eines Soldaten ist als praktsiche Schlüsse? Gilt übrigends nicht nur für den Gladius sondern für sämtliche Waffen und Rüstungsgegenstände, die ausgegeben werden. Ihr alle: Zuhören. Das hier ist wichtig. Also Sebastianus. Ein bisschen ausführlicher."

  • Sebastianus war unklar worauf genau der Centurio hinauswollte.


    "Verzeih Centurio. Ich weiß nur noch, das diese Waffen das Reich,Volk und den Kaiser dienen und schützen sollen und sie deshalb die wichtigsten Werkzeuge eines jeden Soldaten sind.


    Sebastianus hoffte das er für seine Antwort nicht gerügt werden würde, schließlich war er noch in der Ausbildung. Er hatte sicherlich mehr Wissen als die anderen Rekruten, da seine Familie seit Generationen in den Armeen des Reiches dient, aber alles konnte auch er nicht wissen.

  • Vielleicht war der Exerzierplatz nicht ganz das richtige Ambiente für solche Überlegungen. Sollte man lieber ganz beim Praktischen?


    Aber eigentlich sollten auch die Rekruten des Kaisers die ganze Bedeutung ihrer Ausrüstung erfassen können. Was sie da eigentlich für die Erfüllung ihrer Pflicht einsetzten.


    "Sebastianus weiß nicht so ganz was ich meine. Reich, Volk, Kaiser. Absolut. Aber: Ich erzähl euch, was ichgenau meine. Versucht mal ein bisschen weiter zu denken. Muss man gelegentlich hier bei den Urbanern auch mal machen. Rom wäre ohne die Vollendetheit und Perfektion dieser Waffe nicht einmal im Entferntesten in der Nähe der Größe und des Glanzes, in der sich diese Stadt heute sonnen darf. Sowohl die Ausrüstung, als auch die Ausbildung der römischen Soldaten sind perfekt auf die Nutzung dieser Sorte Kurzschwertes abgestimmt. Kein Gemeinwesen der bekannten Welt war und ist in der Lage eine so hohe Anzahl von Soldaten mit Waffen von so einheitlich hoher Qualität und Güte auszurüsten und auszubilden. Nicht die Griechen in der Phalanx mit ihren zu lang geratenen Grillspießen und auch nicht die Ägypter mit ihren albernen Streitwagen. Und schon garnicht die nördlichen Barbaren die mit allem dreinschlagen, was sie grade so zusammenbasteln können. Es ist Werkzeug des Kriegs und des Todes. Das gute Besteck Plutos. Auch und besonders die Soldaten des hohen Augustus, ist das klar? Ein solcher Gegenstand muss von jedem, der es benutzt also mit gebührendem Respekt behandelt werden."


    Diese Rede hatte er schon mehrlmals gehalten und jedes Mal andere Reaktionen bekommen. Mal sehen, was dieser Haufen sagen würde.

  • Maro schien vielleicht zuviel für ein Gladius empfinden, aber seiner Rede, konnte man durchaus folgen. Jeder nahm für sich das mit raus was ihm am meisten zusagte, denn schließlich hatte jeder der Rekruten eine andere Intention sich der CU oder überhaupt dem Militär zu verpflichten. Dennoch brüllten die Rekruten allesamt


    "VERSTANDEN CENTURIO"


    Sebastianus indes freute sich endlich da drauf, seine Kampfkünste mit dem Gladius zeigen zu können. Gedanken machte er sich nur über die Handhabung des Schildes, hatte er schließlich bisher immer nur mit dem Gladius trainiert.

  • "Das werden wir ja sehen."


    Wahrscheinlich war um die ganze Bedeutung der Waffen im Allgemeinen und die des GLadius im Speziellen eine gewisse Vertrautheit mit der Sache nötig, die die Tirones mit der Zeit erst erwerben würden.


    Ich verrat euch, wenn ich euch das glaube. Wenn ihr in einem Jahr noch lebt. Diejenigen, die dann fehlen, werdens nicht verstanden haben. Aber die können dann Pluto n der Unterwelt erklären, warum sie sein Besteck nicht richtig benutzt haben."


    Er deutete auf den Haufen Holzschwerter und Scuta vor ihm.


    "Vorerst werden wir uns mit diesen da behelfen. An den echten würdet ihr euch beim Rumfuchteln bloß aufschneiden und ich müsste mir den scheiß Tag das Gejammer anhören.Dann geht ihr da hinten zu den Pflöcken und betreibt folgende Übung bis ich sage dass sie fertig ist: Hinter den Schild ducken und dann in einer schnellen, kraftvollen und fließenden Bewegung auf den Pflock einstechen. In etwa so."


    Als er die Bewegung demostriert hatte deutete er zum Zeichen, dass es losging nocheinmal auf das Übungsmaterial.

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