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Marcus Iulius Dives

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01.03.2013 13:02

| Tsuniro

>> Tsuniro meinte um ihr Leben zu rennen, während sie vom Atrium in Richtung des Gästezimmers der Casa Iulia eilte. Die Götter hatten ihr nach gefühlten Jahren der Entbehrung endlich eine Freundin in dieses Haus geschickt, mit der sie über praktisch alles reden konnte - insbesondere über Männer, Kleider, Schmuck und Mode; eben über alles, worüber frau mit Männern niemals ernsthaft sprechen könnte! Es konnte, nein, es DURFTE jetzt einfach nicht sein, dass dieser Umsturz ihr all das wieder nahm, bevor sie es überhaupt richtig gehabt hatte! Sie musste zur Aemilia, musste zu Caenis - und wenn es das Letzte wäre, das sie tat...
"Caenis! Aem..aemili..ia! Wir.. raus, wir müssen raus! Sie.. sie kommen!", keuchte Tsuniro und stützte sich für einen Moment mit ihren Händen auf den Oberschenkeln ab, bevor sie ihren Oberkörper wieder aufrichtete. Erleichtert nahm sie zur Kenntnis, dass die Aemilia sich scheinbar selbst bereits für die Flucht fertig gemacht hatte. Dann deutete sie mit dem rechten Arm in Richtung des Atriums, das sie auf dem Weg in den Hortus noch durchqueren müssten, wenn sie nicht durch irgendwelche Fenster steigen wollen.

In diesem Moment eilte der alte Iulius Potitus leicht humpelnd und mit zwei stützenden Sklaven links und rechts unter seinen Armen an ihnen in die gezeigte Richtung vorbei, während man in entgegengesetzter Richtung den Cellarius Alexander hörte: "Crassus, raus! Raus hier! Wir müssen alle raus!" Die ägyptische Sklavin reagierte auf die Stimme ihres geliebten Alexander und spähte kurz in die Richtung, aus der das Rufen zu hören war, bevor sie sich ihrer Aufgabe besann und mit wieder etwas mehr Atem die Aemilia erneut aufforderte: "Komm mit!", winkte sie Caenis zu sich heran, um dann dem alten Iulius Potitus folgen zu können. Sie konnte nur hoffen, dass die Aemilia dem auch nachkommen würde und nicht etwa noch einen anderen Plan in ihrem Kopf hatte...



SKLAVE - CASA IULIA

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Aemilia Caenis

Wohnort: Alexandria / Provincia Alexandria et Aegyptus

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01.03.2013 18:36

Von der Seite kamen Schritte näher und eine ihr bekannte Stimme rief ihren Namen. Tsuniro! Sie war gekommen, um sie abzuholen. Natürlich hatte man sie nicht vergessen. Erleichterung wusch ihre vorige Angst und Verzweiflung weg. Es würde alles gut werden. Jetzt, wo ihre Freundin da war- sie kannte sicherlich einen guten Ausweg!
Gerade als Caenis ein paar eilige Schritte in Richtung der Sklavin gemacht hatte, hörte sie hinter sich den Gang entlang eine Männerstimme. Die junge Aemilia erkannte die Stimme als die des Cellarius Alexander, mit dem sie ein paar flüchtige Worte gewechselt hatte innerhalb der letzten Wochen. Er rief... Crassus. Er wollte zu ihm... Er war auch in der Casa...! Auch Tsuniro spähte den Gang entlang, also war der Name nicht Einbildung gewesen.
"Er ist noch... Crassus... Lass uns zusammen mit Alexander und Crassus fliehen...!", fiepte Caenis vor Aufregung eher als das sie es rief und drehte sich auf dem Absatz um.


01.03.2013 18:36 Aemilia Caenis ist offline E-Mail an Aemilia Caenis senden Beiträge von Aemilia Caenis suchen Nehmen Sie Aemilia Caenis in Ihre Freundesliste auf
Marcus Iulius Dives

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02.03.2013 11:18

| Tsuniro

Bitte??? Sie wollte was?!? Die ägyptische Sklavin fand es ja schon schlimm genug, dass sich ihr Alexander für diesen.. diesen.. grrr.. diesen.. unnötig in Gefahr bringen musste (sie hätten ja auch schon längst drüben, bei den Nachbarn, sein können). Nein, jetzt spielte auch noch die Aemilia verrückt und wollte ebenfalls wegen dem, diesem.. diesem.. boah.. diesem.., ihr Leben aufs Spiel setzen! Was war das hier? 'Alle lieben Crassus', oder was?! Tsuniro überlegte kurz, wie sie Caenis davon überzeugen könnte den Kerl hier im Zweifelsfall den Plünderern zu überlassen, doch prompt hatte die sich auch schon umgedreht. Die ägyptische Sklavin verzweifelte, konnte sie so schnell bei der Aufregung und Panik doch nicht denken und erst recht keine Argumente finden, sodass sie letztlich kurzentschlossen den Kopf für einen Wimpernschlag in den Nacken warf.
"Huh, na schön! Dann komm und beeil dich! Wir dürfen keine Zeit verlieren!", quietschte Tsuniro hysterisch, rannte los, an der Aemilia vorbei und in Richtung des Cubiculum dieses Crassus. Immer wieder blickte sie sich auf ihrem Weg durch die Casa um, um zu sehen, dass sie Caenis auch ja nicht verlieren würde. Dabei fragte sie sich wieder und wieder, wie nur jemand sein Leben für diesen Kerl zu geben bereit sein könnte - und wieso ausgerechnet sie, Tsuniro, die ihn absolut nicht ausstehen konnte, das just in diesem Moment tat. Dass der eigentliche Grund dafür, dass sie sich auf all dies hier überhaupt eingelassen hatte, keineswegs ein römischer, sondern vielmehr ein attraktiver makedonischer war, war ihr bei all der Aufregung, Panik und Hysterie noch nicht ganz bewusst geworden.
"ALEX! ALEX..ANDER!", quiekte sie beinahe fiebrig in wortwörtlich höchsten Tönen als das Zimmer des Crassus in Sichtweite kam. Die Tür stand offen und dem aus dem Cubiculum fallenden Schatten zufolge stand der Makedone im Innern. Bei Isis, Alexander! Völlig außer Atem und mit praktisch ruinierter Frisur erreichte die ägyptische Sklavin ihren Fels in der Brandung und sah sich hernach erneut nach Caenis um. Kleine Schweißperlen - ob nun aufgrund der Anstrengung oder aber der Panik geschuldet - bildeten sich an ihren Schläfen. Doch sie hatte Alexander erreicht und war bei ihm. Das war für einen Wimpernschlag lang alles, das zählte. >>



SKLAVE - CASA IULIA

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Marcus Iulius Dives

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Elegie auf einen treulosen Schönen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen
27.09.2014 15:51

Sim-Off: Tja, die anderen Casa-Themen sind aktuell ja alle schon irgendwie besetzt, sodass ich dich jetzt einfach mal hierher entführe. ^^

Es war wieder einmal einer dieser Tage. Gestern und in den 15 Tage davor hatten die Cohortes Urbanae mit der Absicherung der Ludi Romani alle Hände voll zu tun gehabt. Da hatte auch ein iulischer Tribun vor lauter Aufgaben und Pflichten kaum großartig die Zeit gefunden, um sich über seine eigenen privaten Probleme gedanken zu machen. Heute nun, da diese ganze Feierei erstmal wieder ein Ende gefunden hatte, brachen die Sorgen des Iuliers dafür nur umso gewaltiger über ihn ein.
"Nebenan der Schrein des schönen Apoll, den hast du ja gesehen, nicht?", erkundigte sich der auf dem Bett liegende Hausherr bei seinem daraufhin nur stumm nickenden Gast. Den Blick an die Decke gerichtet lagen seine Beine auf dem Schoß des auf dem Bett sitzend gegen die Wand gelehnten Caeliers. "So etwas fern vom geschäftigen Treiben der Sklaven- und Dienerschaft gelegen hatte ich mir diesen Ort als das PERFEKTE Paradies hier vorgestellt! Er hätte mich IMMER besuchen können und wir hätten die ganze Nacht hier verbacht.", träumte Dives seinen verloren Traum. "Und was hätte deine Frau dazu gesagt?", bemerkte Caldus, dem das Szenario mit diesem blöden Faustus statt seiner selbst darin weit weniger zusagte, leicht kritisch. "Nichts.", gab der Iulier unbeirrt und ganz und gar leichtfüßig von sich. Doch in diesem Moment klopfte es an der Tür. Ein Sklave kündigte sich an.

"MOMENT!", tönte der Hausherr also von innen, bevor er sich hernach wieder aufrichtete und aufstand vom Bett. Er öffnete die Zimmertür und wurde informiert über eine persönliche Botschaft, die er zu erhalten hätte. Dann fiel der Blick des jungen Sklavenburschen auf den gleich von der Porta mitgebrachten Boten. Dives folgte diesem Blick.
"Salve.", grüßte er den Unbekannten sodann ein wenig unschlüssig. Wer schickte ihm zu dieser Stunde noch anscheinend wichtige persönliche Botschaften? ...mit Blumen (?) noch dazu, wenn er das verhüllte Gebilde in den Händen des Fremden richtig deutete. Hoffentlich kam dieser Bote nicht von Lepidus, der sich hier zu entschuldigen versuchte. Wobei es andererseits natürlich auch wieder schön wäre, würde Lepidus aufgegangen sein, dass ihre Verbindung an Stärke (zueinander) verloren hatte in letzter Zeit. Wiederum andererseits wären Blumen allerdings wohl kaum der Stil des Tiberiers... sondern höchstens vielleicht der seiner Schwester. "Was hast du da für mich?", erkundigte er sich letztlich also. Denn es half ja alles nichts. Die Nachricht würde den Absender sicher schon verraten.



DECURIO - OSTIA
TUTOR - IULIA TORQUATA
VICARIUS PRINCIPIS FACTIONIS - FACTIO VENETA
27.09.2014 15:51 Marcus Iulius Dives ist offline E-Mail an Marcus Iulius Dives senden Homepage von Marcus Iulius Dives Beiträge von Marcus Iulius Dives suchen Nehmen Sie Marcus Iulius Dives in Ihre Freundesliste auf
Faustus Decimus Serapio

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02.10.2014 22:57



Goldhaar? Vorhanden. Saphirblaue Augen? Aber ja. Korallenrote Lippen? Eher weniger, aber das verbuchte der Besucher unter künstlerischer Freiheit. Aufrichtiges Verstehen spiegelte sich in seinen lebhaften Zügen, als er den Iulier betrachtete. Ja. Da konnte Mann schon mal den Kopf verlieren.
"Einen wunderschönen guten Abend!" grüßte er raumgreifend, mit resonanter Stimme und geschliffener Intonation. "Cluvius Philonicus mein Name. Ich bin hier im Auftrag eines Freundes."
Eine kleine Kunstpause folgte, seine melancholisch umschatteten Augen verfolgten jede Regung des Publikums. Beziehungsweise: des Iuliers. Dämmerte da schon... eine Ahnung? Ein Verstehen? Eine Furcht? Ein Amüsement? Ein Überdruss? Eine Sehnsucht? Ein Zorn? Oder etwas ganz anderes?
"Er sendet dir diese Blumen...."
Mit diesen Worten präsentierte Philonicus den Strauss in seinen behandschuhten Händen, und während er ihn bereits dem Iulier überreichte, löste er die faltenreiche Verhüllung, der rote Stoff glitt beiseite, und darunter kam ein kunstvolles Arrangement von Pflanzen und Blüten zu Vorschein:
da waren üppig grüne Brennesseln, die sich anmutig um das Ensemble herum gruppierten, da waren hoch aufragende Disteln, reichlich mit Stacheln versehen, ein fahlweißer Schierlingszweig bildete einen interessanten Blickfang, im Dialog mit einem nachtschattigen Reis, geschmückt von prallrotschwarzen Tollkirsch-Beeren. Vollkommen vertrocknet und verdorrt waren hingegen die roten Rosen und die weißen Dianthusblüten, die sich um eine einzelne Blume im Zentrum des Strausses scharrten: eine einsame weiße Narzisse, makellos, gefertigt aus duftigem Seidenstoff.
"Sowie einige Verse."


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Marcus Iulius Dives

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05.10.2014 05:56

Cluvius Philonicus, Cluvius Philonicus, Cluvius... Nein, da klingelte kein Glöckchen bei Dives bezüglich dieses Namens, sodass die nachdenklich etwas zusammengezogenen Augenbrauen des Iuliers für den Moment noch einen kleinen Augenblick länger nachdenklich zusammengezogen blieben. Um eine Information immerhin wurde er sodann mit dem nachfolgenden Satz reicher: Der Cluvier schien ziemlich sicher nicht von der Tiberia, einer Frau, zu kommen... sofern diese nicht verdeckt oder im Auftrag ihres Bruders gehandelt hatte und der Bote hier nun Bezug auf 'einen Freund' Lepidus nahm. Aber um derart viele Ecken, wie man für diese Possibilität denken musste, erschien dieselbe wohl vergleichsweise unwahrscheinlich zu sein. Doch wer nun sollte dann der persönliche Botschaft schickende Freund dieses Cluvius sein? Wer sonst hätte Grund dazu?
Der Bote mit der hohen Stirn präsentierte das Geschenk, die vermuteten und zugleich doch ganz und gar unerwarteten Blumen. Denn mitnichten war dies ein sonderlich hübsch geratener Strauß. Die Mundwinkel des Iuliers senkten sich bereits beim ersten Blick auf die teils unechten, teils verdorrten und teils auch einfach nur durch die vielen aggressiven Stacheln unschön anzusehenden Blüten und Pflanzen. Und keinen Wimpernschlag später war ihm sodann auch ohne jeden Zweifel glasklar, welchem Absender er diesen Gruß zu verdanken hatte: Faustus - jenem, den er einst im Theater zu Ostia selbst blumig begrüßt hatte; jenem, der ihn bei seinen Feierlichkeiten zum Festtag der Fors Fortuna ebenfalls mit einem Kranz aus Blumen geschmückt hatte; jenem, dem es wohl durchaus zuzutrauen war, dass er mit diesem widerlichen Strauß die zuvor doch überaus schöne Erinnerung an die floral gesprochenen Worte bewusst zunichte machen wollte.

Dives blickte an dem kunstvollen Arrangement vorbei zu Boden, während die Denkfalte von seiner Stirn verschwand. Anschließend schloss er für einen kurzen Moment seine Augen, ganz als könnte er dadurch seine schönen Erinnerungen schützen und bewahren vor diesem üblen Angriff: Narzissen, das wusste wohl jeder, waren DAS Symbol der Eitelkeit. Wer kannte nicht die Erzählung vom über alle Maßen schönen Narcissus, der jede Verehrerin und jeden Verehrer gleichermaßen herzlos zurückwies und letztlich allein, verliebt nur in sein eigenes Spiegelbild, starb? - Eine weiße Narzisse, makellos, hübsch und rein, doch dabei unecht, leblos und einsam bis an ihr Ende.
Die roten Rosen als DAS Zeichen der Liebe waren indes genauso vertrocknet und verdorrt wie die weißen Zeus-Blumen, die als Symbol des Noch-zu-haben-seins wohl am Anfang nicht nur der gemeinsamen Zeit von Dives mit Faustus standen. Dazu die Brennesseln, Diesteln und Belladonnae, bei denen es schon zu wissen reichte, dass sie teils überaus stachlig, teils überaus giftig und teil gar beides zusammen waren... ganz zu schweigen vom nicht einmal mehr ansatzweise positiv interpretierbaren Schierling, welcher inform des sicher gut bekannten Schierlingsbechers weit mehr als nur eine handvoll Menschen ihr Leben gekostet hatte.

"N..nun denn.", sprach der Iulier, nachdem er seine Augen wieder geöffnet und seinen Gegenüber nach einem kurzen Hochziehen der eigenen Nase erneut angeblickt hatte. Mit bereits in Ansätzen glasigem Blick nahm er den Strauß entgegen und schloss beim Umfassen desselben noch einmal einen Wimpernschlag lang die Augen. Die Brennesseln brannten in seiner Hand. Dives atmete noch einmal tief ein, wobei ihm nun auch der Duft der vermutlich nur einparfumierten Narzisse in die Nase stieg. "S..so sage mir, w..was du zu sagen hast.", bat er den Cluvier hernach mit einem Lächeln, das man schon aktiv suchen musste, um es zu finden. Gegen seine bereits vor Angst vor dem noch Kommenden und Bevorstehenden leicht bebenden Lippen biss er sich sodann von innen auf selbige. Warum? - Er hatte nicht vor, diesem fremden Cluvius gegenüber noch zur Gänze sein Gesicht zu verlieren. Und nicht zuletzt gönnte er auch Faustus die vermutliche Genugtuung aus seiner Tat nicht.



DECURIO - OSTIA
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05.10.2014 05:56 Marcus Iulius Dives ist offline E-Mail an Marcus Iulius Dives senden Homepage von Marcus Iulius Dives Beiträge von Marcus Iulius Dives suchen Nehmen Sie Marcus Iulius Dives in Ihre Freundesliste auf
Faustus Decimus Serapio

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16.10.2014 19:54

| C. Cluvius Philonicus

Mit gebannter Aufmerksamkeit vefolgten die dunklen Augen des Philonicus das Mienenspiel des Iuliers. Nicht alleine, weil Faustus ihn darum gebeten hatte – es war vor allem anderen das Schauspiel des Menschlichen, welches den Künstler hier fesselte, so wie es ihn Zeit seines Lebens zu fesseln vermocht hatte, wenn es sich, fernab der Bühne, jäh auf eine so wahrhaftige Weise verdichtete. Anfangs hatte er diesen Auftrag lediglich für die amüsante Kaprice eines Verschmähten gehalten, nun erhaschte er einen Blick auf den schmerzvollen Urgrund dieser Affäre!
"Es ist etwas länger" kündigte er seinen Vortrag, sanft untertreibend, an, "es könnte ratsam sein, Platz zu nehmen."
Sobald das blonde Publikum bereit erschien, nahm Philonicus mit Grandeur die Pose des Vortragenden an, entrollte mit Schwung einen langen Papyrusstreifen, und lies sie erklingen, die Elegie auf - oder war es doch eher eine Ode an? - den treulosen Schönen.
Schwärmerisch glänzten die Augen des Interpreten, tiefe Melancholie ließ seine Brust erbeben, und eine abgrundschwarze Bitterkeit verhärtete seine Gesten. Man hätte beinahe meinen können, dem Autor dieser Zeilen selbst gegenüber zu stehen – beinahe nur, denn Philonicus' war im Gegensatz zu diesem ein Profi. Seine Darbietung zog alle Register der Vortragskunst und unterstrich die Worte, ausdrucksstark bis in die elegante Beugung des kleinen Fingers hinein, so dass die Verse aus seinem Munde vielleicht sogar noch wahrer und echter erklangen, als der Urheber selbst dies vermocht hätte...


"Sage mir mein schönster Freund: Was ließ Deine Lippen welken?
Die doch einst so lockend prangten, rubinsamtiger Korall...
Lachend, Liebesworte wispernd, bebend von der Glut der Küsse,
Flammend höchste Gunst verschenkend, bei der Nymphen stillem Hain.

Welches Leid hat Dich befallen, raubte Deiner Schönheit Zauber,
Ließ die heiße Lohe sinken, und zu fahlem Staub vergehen?
Ist's das Gift der Heuchelworte? Ist's der Seim der schalen Lüge?
Hat das zage Ungesagte sie so grämlich hart gemacht?

Oder warn's die scharfen Worte, die Du gleich der Messer Klingen
Deinem Freund ins Herz gejagt, welche Deine armen wunden
Lippen gleichsam aufgeschlitzt? Elend siecht, was einst in Blüte,
schwärt nun qualvoll, ob der Falschheit, die du ihnen selbst gebot'st!



Sage mir mein goldner Freund: Wer stahl Deinen Sonnenglanz?
Flirrend in den seidnen Locken, tanzte er auf tausend Weisen,
Liebevoll vom Wind gezaust... Als Dich pfeilschnell in der Biga
Einst der Rösser Sturm getragen, warst Du selbst dem Lichtstrahl gleich.

Zürnen Eros, dessen Huld Du närrisch unterm Fuß zertrat'st,
Und Anteros, der die Pfeile auf dem Wetzstein rächend schärft? -
Ist darum der Glanz so stumpf nun, und Dein Leuchten fahl vergraut?
Oder zogen schon die Nebel trüben Herbstes in Dein Haus?

Ist's Xanthippes Zank und Hader, welcher Deine güldnen Locken
Vor der Zeit mit Reif betaut? Oder mahnt das Weiß den Zagen,
Der nur sommers innig liebte, als dem Freund das Glück noch hold war -
Und ihn in des Winters Eissturm grausam in die Kälte stieß!



Sag mir, zauberischer Freund: Wohin floh der Augen Blitzen?
Deren lichte Himmelsbläue einstmals jedes Herz betört',
Deren kristallklares Dämmern rätselhaft Verheißung barg,
Dem, der kühn in Meerestiefen nach saphirnem Glück getaucht.

Stolzer Blaustern, ranke Iris, Frühlingsveilchen, hoher Enzian,
Hingesiecht von Zwist und Zank... Welke Blüten rascheln staubig,
Ausgedörrt Dianthusblumen, leichengrau Vergissmeinicht
Unter Deinem Schritt verwesend, auf dem Irrweg den Du gehst.

Wann erlosch zu stumpfem Stieren Deines Blickes Zauberglanz?
War's, als Du die Augen treulos schlossest vor dem Leid des Freundes,
Und fortan zu lügen wähltest, dass die klaren Seelenspiegel
Trüben Tümpeln gleich verschlammten, Pfühle schleimigen Morasts!



Sag mir, vielgeliebter Freund, was den Rücken Dir gekrümmt,
Den Du einst so aufrecht hieltest? Gleich Praxiteles Apollon,
Meisterwerk von Mamorstein, war der Liebreiz, war die Spannkraft,
Deines wohlgestalten Leibes, der die Sehnsucht hell entflammt'.

Feingemeißelt warn die Züge, stramm der Glieder Muskelspiel,
Kraftvoll streckten sich die Schultern, und es rundeten sich köstlich
Die perfekten Hinterbacken, heiß verlockend, pfirsichschön -
Und auch Priapos, der Mächt'ge, hatte reichlich dich beschenkt,

So dass die Erhörten freudig ihre Opfergaben brachten
Auf dem Altar deiner Pracht. Damals flossen reich die Ströme,
Sprudelnd Nektar und Ambrosia... Jetzt ist der Altar verwaist,
Seit Du in das Joch dich beugtest - schlaff an Seele wie an Leib...!"


16.10.2014 19:54 Faustus Decimus Serapio ist offline E-Mail an Faustus Decimus Serapio senden Beiträge von Faustus Decimus Serapio suchen Nehmen Sie Faustus Decimus Serapio in Ihre Freundesliste auf
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17.10.2014 13:40

Platz nehmen? Damit die decimischen Verse zu allem Überfluss auch noch von oben herab auf ihn einschlagen würden? - Nein, diese Option schloss der Iulier sogleich kategorisch aus, während er sich jedoch wohl oder übel eingestehen musste, dass er sich nicht ganz sicher war, ob er einem längeren Vortrag bitterer Worte - und mit nichts anderem war nach diesem Blumenstrauß inhaltlich zu rechenen - stützungsfrei standhalten würde. Darob also bat er den Cluvier mit einer etwas widerwillig einladenden Geste herein in das Zimmer, wo der Mann im Zentrum des Raumes sicherlich eine angemessene Vortragsposition würde einnehmen können, während Dives eine Kommode an der Wand zum Anlehnen zur Verfügung stünde - wann immer er in die Verlegenheit geraten sollte, eine derartige Möglichkeit zum Anlehnen in Anspruch nehmen zu müssen...
Der Vortrag begann - und erst dabei realisierte der Iulier, wie wörtlich er die Ankündigung einiger Verse zu nehmen hatte: Lyrik lag in der Luft. Doch einmal mehr sollten auch die so kunstvoll dargebrachten Worte nur genauso verletzend wie zuvor schon die durch die kunstvoll arrangierten Blumen übermittelte Botschaft sein:

'Sage mir, mein schönster Freund', jaja. Der erste Vers war noch nicht einmal komplett gesprochen, da trafen Dives die ersten Worte, gar doppelt gleich. Denn nicht nur, dass Faustus gleich für den Beginn mit der Schönheit nur ein vergleichsweise äußerliches Attribut gewählt hatte, das einmal mehr nahelegte, dass es letztlich auch nur genau das war - das Äußerliche -, welches ihn am Iulier reizte. Nein, darüber hinaus wählte er auch noch den Superlativ, welcher zweifellos Dives nur zu einem Freund von mehreren, vielen gar machte - sei er nun der schönste all jener oder auch nicht. Die folgenden Verse dann, welche für einen kurzen Moment die Erinnerung an das Vergangene ein vorerst letztes Mal erwachen ließen, trieben dem iulischen Publikum das Wasser in die Augen, bevor er sich bei den anschließenden Anschuldigungen bemühte, jene Feutigkeit möglichst unauffällig wieder wegzublinzeln oder beiläufig aus seinen Augen zu streichen. Heuchelworte und Lügen warf Faustus ihm vor... und in der Tat spielte er für einen kurzen Augenblick die Szenen in Trans Tiberim und auf seiner Hochzeit gedanklich nach. Doch wann hatte er Faustus etwas vorgeheuchelt? Wann sollte er ihn gar belogen haben?! Auf diese Fragen wollten ihm so schnell keine passenden Antworten in den Sinn kommen.
Und wieder spielte Faustus kurz darauf mit den schönen Erinnerungen an diese von zwei strahlend weißen Rösser gezogene Biga, welche einst ganz imposant und beeindruckend mit Faustus am Lenkgeschirr direkt vor Dives hielt. Wie weggeblasen wurde jener schöne Augenblick sodann, als es hieß, dass das iulische Haar ergraute! - Zugegeben, er hatte das Pech, dass er bereits in so vergleichsweise jungen Jahren mit den ersten Geheimratsecken zu kämpfen hatte. Diese waren, genauso wie seine Liebe zum eigenen Haar, auch der Grund dafür, dass er jenes niemals so sonderlich kurz trug. Aber grau waren seine Haare deshalb noch lange nicht! - Dazu gesellte sich der Vorwurf, er hätte Faustus in die eisige Winterkälte gestoßen. Da zogen sich, denn auch dies hatte er doch in einer ganz anderen Art und Weise in Erinnerung, seine Augenbrauen einmal mehr verärgert etwas enger zusammen.

Hernach ging es dann nach seinen Lippen und seinem Haar um die nächste schöne Äußerlichkeit, seine Augen. In diesem Part wollte Dives jetzt auch so langsam aufgehen, worauf Faustus hier mit den Lügen anzuspielen versuchte: Es ging ihm um den 'Irrweg', den der Iulier seiner Meinung nach durch die und seit der Eheschließung mit Fausta beschritt. Doch ließ der Autor hierbei einen nicht ganz unwesentlichen Punkt völlig außen vor: Welche 'normale' Ehe, die in ihren Kreise folglich in aller Regel eine arragnierte war, begründete sich schon irgendwie mit Liebe? Aber warf man den Paaren deshalb vor zu lügen? - Zugegeben, wo sich manche Ehepartner im Verlaufe ihres Zusammenlebens noch ineinander verliebten, da war dergleichem beim Iulier von Beginn an im Prinzip ausgeschlossen. Aber letztlich entwickelte sich auch nicht zwischen jedem 'normalen' Ehepaar dieses intime Gefühl...
Darüber hinaus die Augen vor dem Leid des Freundes verschlossen zu haben, das konnte sich Dives seiner eigenen Auffassung nach ebensowenig vorwerfen lassen. Geopfert und gebetet hatte er für Faustus Wohl! Um Fürspruch und Hilfe hatte er in seinen Unterhaltungen mit Sedulus und Großonkel Licinus gebeten! Sobald er von der Freilassung des Geliebten erfahren hatte, war er in Trans Tiberim bei ihm gewesen, hatte mit ihm geredet, hatte versucht auf ihn zuzugehen und hatte ihn letztlich sogar wieder und stärker gar als zuvor einbinden wollen in sein eigenes Leben - Stichwort Trauzeugenstand! Und welche Reaktion hatte er auf all das bekommen? 'Wenn du heiratest, ist es aus mit uns!', das hatte er gesagt. Und dieser Satz hatte sich als traurige Gewissheit eingebrannt, spätestens nach Faustus Auftritt bei der Hochzeit: Dives hatte geheiratet (und hatte mit seiner Frau geschlafen); jetzt war es aus.

'Sag mir, vielgeliebter Freund', eröffnete der Cluvier endlich dann den letzten Part seines Vortrags mit ebenso stechenden Worten wie schon ganz zu Beginn. Denn in der Tat musste es sich hier doch zweifellos um eine Antiphrase handeln, eine ironische Hyperbel, so vielgeliebt. Dann allerdings verglichen Faustus Worte den Iulier mir dem göttlichen Apoll - diesem nicht zum ersten Mal gehörten Kompliment hatte sich Dives noch nie sonderlich erfolgreich verschließen können... Und so blieb er auch die restliche Rede über mit seinem Gesäß an die Kommode gelehnt und hörte sich einmal mehr an, wie ein zunächst herrlich aufgebautes Bild nun also zum vierten Mal schlussendlich doch nur verbal kurz und klein geschlagen wurde. Anschließend herrschte trauriges Schweigen. Dives blickte auf seine Füße herab und konnte und wollte nicht so recht glauben, was er soeben gehört hatte... die letzten Worte von Faustus an ihn.

| Caius Caelius Caldus
SCRIBA LOGEI - BIBLIOTHECA MARINAE

Dafür allerdings konnte ein anderer im Raum sich nach allem Gesehenen und Gehörten nun nicht länger zurückhalten:
"Hach.", lachte Caldus einmal trocken und bitter ironisch auf. "Ist er das?" Ein 'der so viel besser ist als ich' schwang dezent aber erkennbar mit, während er erwartungsvoll in den Augen des ihn daraufhin unfreundlich ansehenden unglücklichen Iuliers nach einer Antwort forschte: Er war es!
"Dann tut es mir Leid, Dives, wenn ich das so direkt sage. Aber was willst du dann noch von soeinem?!" Wo er doch auch genügend andere - allen voran natürlich Caldus selbst - haben könnte! "Ich meine, DU hast ihn so vergöttert, dass du sogar bereit warst, ihm einen ganzen Tempel zu bauen!", wusste der Caelier hier ohne Rücksicht auf Verluste anzuführen. "Und im Gegenzug liebt DER dich was?? So VIEL, dass er, sobald das..." Äh. Ja. "zwischen euch nicht exakt nach seinen Vorstellungen läuft, dir lieber SOWAS hier schreibt", deutete er abschätzig hinüber zum Cluvier, "als mit dir PERSÖNLICH zu sprechen und GEMEINSAM eine Lösung für die Situation zu finden?!?", provozierte Caldus unentwegt weiter, bis sein gastgebender Iulier dann tatsächlich eine erste Träne verlor, den Blumenstraußen aus den Händen gleiten ließ und sich fluchtartig zunächst einfach nur durch die Tür hinaus ins Freie stürzte, um erst am freudig vor sich hin plätschernden Venusbrunnen innezuhalten * und sich mit dessen Wasser sodann die Zeichen der schmerzenden Verletzung aus dem Gesicht zu waschen.

Sim-Off: * Wo du mich in diesem Thread bleibend also noch finden kannst, falls du das willst. ^^

"SEHR schön hat er das gemacht, dein Freund! Das kannst du ihm sagen.", kommentierte Caldus im Innern des Zimmers indes bissig an den Cluvier gewandt. Dann erhob er sich von seinem Bett, auf welchem er zuvor gesessen hatte, den Freund des Ex-Freundes seines Freundes fest fixierend. "Ich denke, du solltest jetzt besser gehen.", formulierte er im Anschluss nach außen hin höflich aber bestimmt.



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20.10.2014 21:26

| C. Cluvius Philonicus

Der Vortrag hatte eingeschlagen. Kein Applaus belohnte Philonicus, doch die lebhaften Gemütsbewegungen, die er bei seinem Zuhörer beobachten durfte, war ihm ein zufriedenstellender Spiegel seiner Vortragskunst.
Philonicus wollte den Iulier an sich ja nichts böses. Er war bejahrt genug, um zu der Weisheit gelangt zu sein, dass die Frage nach der Schuld bei zerbrochenen Lieben etwa soviel Aussicht auf Beantwortung hatte wie die Frage, ob nun eher Wahrheit schön, oder doch eher Schönheit wahr sei. Zudem kannte er, noch von früher, Flosculus' (beziehungsweise jetzt Faustus, doch er hatte ihn damals als Flosculus kennengelernt) hispanisches Temperament und Hang zu unglücklichen Liäsons, und glaubte nicht, dass der Iulier wirklich gar so kaltherzig, böse und gemein wie geschildert gewesen war. Schon gar nicht, nachdem er dessen feuchte Augen gesehen hatte.
Doch Philonicus war hier nur der Bote, er tat hier einfach nur das, was er am besten konnte.

Während der "treulose Schöne" traurig schwieg, war dessen aufgebrachter Freund nicht um Worte verlegen. "... ihm einen ganzen Tempel zu bauen" prägte sich Philonicus insbesondere ein, denn diese grandiose Metapher gefiel ihm. Doch missbilligend zuckte sein Mundwinkel, als der hübsche aber unsublime Zornige so langweilige Dinge sagte wie persönlich sprechen und gemeinsam eine Lösung finden. Wie lau. Kein Sinn für große Gesten.
Der Iulier stürzte hinaus, Philonicus machte Anstalten den Papyrusstreifen wieder aufzurollen, und – bemerkte bestürzt, dass er die Zeilen auf der Rückseite übersehen hatte. Die letzte Strophe! Er hatte nicht damit gerechnet, dass da noch etwas kam, denn es war ein elendes Hin und Her mit dieser letzten Strophe gewesen, erst hatte Faustus sie nachträglich noch hinzugefügt, sie dann unter dem Vorwand, das Versmaß gefalle ihm nicht, wieder weggestrichen, dann doch nochmal geschwankt, sie wiederum abgelehnt – und letztendlich also offenbar doch wieder hinzugefügt.

Der Zornige erhob sich. Philonicus hatte ein ungutes Gefühl von körperlicher Bedrohung, und wich sogleich einen Schritt zur Türe, nichtsdestotrotz kommentierte er sarkastisch zurück:
"Der Beifall gebührt Dir, explosiver Eifersüchtiger. Bei Liebesleid geht doch nichts über einen Gefährten, der ordentlich Salz in die Wunden reibt!"
Worauf er eilig den Raum verließ. Schnellen Schrittes ging er durch das Peristyl, wollte schnurstracks den Weg zurück zur Porta nehmen, oder sich von einem Sklaven dorthin begleiten lassen, als ihm eine Bewegung am Brunnen auffiel, und dann der Glanz des Blondhaares, von dem gerade schon so viel die Rede gewesen war. Er zögerte, sah etwas beklommen über die Schulter, dann wieder zum Brunnen, und trat schließlich auf den Pfad, der zum Zentrum des Garten führte.
Philonicus räusperte sich, um, so seine Schritte dies noch nicht getan hatten, die Aufmerksamkeit des Iuliers auf sich zu ziehen, und vollendete den Vortrag, wenn auch nicht mehr so ganz bei der Sache, mit der letzten Strophe:

"Sage mir, verlor'ner Freund... der du kränker jeden Tag,
Soll dich gänzlich denn zermalmen dieses Joches Atlaslast?!
Stähle dich, und wirf es von dir! Heile dich mit heißen Küssen!
Brenne, schwing dich aus der Asche, Marcus carus, phönixgleich!"


Darauf überreichte er ihm die Papyrusrolle und empfahl sich...


20.10.2014 21:26 Faustus Decimus Serapio ist offline E-Mail an Faustus Decimus Serapio senden Beiträge von Faustus Decimus Serapio suchen Nehmen Sie Faustus Decimus Serapio in Ihre Freundesliste auf
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21.10.2014 16:42

Der Caelier brauchte einen Augenblick Bedenkzeit. Schlagfertigkeit war nämlich nicht ganz seine Stärke. Dann fiel ihm eine passende Erwiderung ein: 'Das Salz an sich ist harmlos; es ist die Wunde, die es so schmerzen lässt!' War das gut? Nein, das ging noch besser: 'Jeder gute Arzt streut Salz in die Wunde! ..um damit eine Entzündung dergleichen zu verhindern!' Ja, egal welche Narben dabei entstanden, die wären es allemal wert, wenn damit nur dieser schädliche 'Freund' des Iulier ein für alle mal aus dem divitischen Leben getilgt wäre! - Andererseits klang die erstere Variante doch im Geiste des Caeliers noch ein ganzes Stück schlagfertiger. So also wollte er gerade zu seiner Erwiderung ansetzen... als er bemerkte, dass der Cluvius das Zimmer bereits längst in Richtung Haustür verlassen hatte. 'Naja, beim nächsten Mal.', nahm er sich folglich vor und positionierte sich erst noch einmal kurz vor dem kleinen Spiegel, bevor er Dives nachgehen wollte.

Jener Iulier indes wurde am Venusbrunnen vom zuvor Vortragenden erreicht und sah den Cluvier nach dessen Räuspern nur etwas ungläubig stumm an. Und dann setzte dieser Mann doch tatsächlich zu einer weiteren Strophe an! Wollte er etwa noch nachtreten? ..einen bereits am Boden liegenden?
'Sage mir, verlor'ner Freund... der du kränker jeden Tag,
Soll dich gänzlich denn zermalmen dieses Joches Atlaslast?!'

Nein, das sollte es gewiss nicht. Darin waren sich Autor und Publikum wohl einig. Würde man allerdings beide befragen, um welches Joch es hier ginge, die Antworten wären vermutlich verschieden. Denn in der Tat konnte sich Dives gut vorstellen, dass Faustus hier von Fausta und der Ehe mit ihr zu sprechen gedachte. Er selbst hingegen stand jedoch vor der Frage, ob sein wahres Joch nicht weniger seine Ehe mit Freiräumen, als vielmehr seine Liebe zu einem Mann war, der jene Liebe nicht in dem Maße zu erwidern vermochte. Denn mancheiner, das kannte man nicht nur aus den unzähligen Liebesgeschichten der Götter- und Heldenwelt, würde einer geliebten Person auch lachend in den Hades folgen, Hauptsache man wäre zusammen vereint. Dives indes stand hier allein, allein in seinem eigenen kleinen (gesellschaftlich früher oder später notwendigen) Hades.
'Stähle dich, und wirf es von dir! Heile dich mit heißen Küssen!
Brenne, schwing dich aus der Asche, Marcus carus, phönixgleich!'

Je nach Interpretation der beiden vorherigen Verse gelangte man nun selbstredend auch hier zu zwei verschiedenen Sichtweisen auf diese Worte. Denn auch hier ging es einmal mehr um das Joch, welches er von sich werfen sollte. Und heiße Küsse sollten die eigene Flamme der Leidenschaft hernach neu entfachen, phönixgleich. Doch heiße Küsse von wem? Wäre die Ehe mit Fausta das Joch, so mochte Faustus es sein, der küssende Heiler. Wäre das Joch hingegen die Liebe zu Faustus, so konnte man auch den Eindruck gewinnen, dass der Iulier sich hier Faustus aufgebend und vergessend durch eine neue Liebe Heilung verschaffen sollte. Und hatte sie, die Strophe, nicht auch in schon in diesem Sinne begonnen, mit der Anrede als bereits verlor'ner Freund..?

Einen Dank für den Vortrag und eine Entschuldigung für seine eigene Flucht auf den Lippen blieben jene letztlich dennoch stumm, als Dives die Papyrusrolle an sich nahm. Dann verschwand er, der Cluvier, und ließ den ratlosen Iulier allein zurück. Was hielt er hier in seinen Händen? War es einmal mehr der decimische Versuch auf ein Ende der Ehe mit Fausta zu drängen? Oder aber handelte es sich hier tatsächlich um einen endgültigen Abschied, ein Einreißen aller Brücken, ein Ende aller Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft?
"Ich hoffe, der Kerl hat dir nicht noch mehr wehgetan.", meldete sich kurz darauf Caldus aus dem Hintergrund. "Ich habe gesehen, dass er eben nochmal bei dir war." Mit der Schriftrolle in der linken Hand und beiden Händen auf den Rand des unteren Brunnenbeckens gelehnt blickte der Iulier nur stumm ins bewegte Wasser. Der Caelier stellte sich an die rechte Seite seines Freundes, legte seine Hände ebenfalls auf den Beckenrand und dabei seine linke ganz beiläufig auf die iulische rechte. "Wer dich hier allein lässt und das romantische Gästezimmer, in dem ich heute Nacht wohnen darf, einfach verwaisen lässt, der hat dich einfach nicht verdient.", versuchte sich Caldus in tröstendem Zuspruch. "Du wirst deinen Traummann auf dem weißen Ross.." Bei diesem Worten musste Dives unweigerlich an Faustus auf der Biga mit den weißen Pferden denken und entzog dem Caelier seine Hand. "Was ich sagen will. Du wirst den richtigen schon noch finden, der sich dein kleines Liebesnest hier genauso wie ein Paar goldener Ringe mit dir teilt. Ja, und wer weiß, vielleicht bist du dem Glück ja in diesem Moment schon viel näher, als du denkst.", bezog er jene Worte selbstredend auf sich selbst. Er wartete nur kurz, dann wandte er sich um und ging gemäßigten Schrittes zurück in 'sein' romantisches Gästezimmer. Der Iulier nun ratlos und verwirrt würde sich in der nächsten Stunde in sein Officium zurückziehen. Dort fühlte er sich am sichersten und konnte folglich auch am besten nachdenken... über alles.

Was der Hausherr nicht wusste und sein caelischer Gast nicht einmal ahnte: An manchen Orten dieses Hauses hatten die Wände Ohren. Ganz gewiss traf dies nicht zu auf die Privatgemächer und Gästezimmer. Doch so offen im Hortus stehend sah dergleichen mitunter schon ein wenig anders aus...



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21.10.2014 16:42 Marcus Iulius Dives ist offline E-Mail an Marcus Iulius Dives senden Homepage von Marcus Iulius Dives Beiträge von Marcus Iulius Dives suchen Nehmen Sie Marcus Iulius Dives in Ihre Freundesliste auf
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23.10.2014 00:11

Zitat:
Original von Marcus Iulius Dives
Was der Hausherr nicht wusste und sein caelischer Gast nicht einmal ahnte: An manchen Orten dieses Hauses hatten die Wände Ohren. Ganz gewiss traf dies nicht zu auf die Privatgemächer und Gästezimmer. Doch so offen im Hortus stehend sah dergleichen mitunter schon ein wenig anders aus...

.. worauf mein lieber Göttergatte aber Gift nehmen konnte! Wie man sehen konnte, war es ja auch absolut notwendig, dass ich hier mit allen Mitteln Augen und Ohren offenhielt!

Aber von Beginn an: Nach dem Essen hatte sich mein Liebster mit seinem komischen Gast (ich hatte immernoch nicht ganz verstanden, wieso genau Marcus jetzt vor einiger Zeit in Ostia bei diesem Caelius gestrandet war) zurückgezogen. Angeblich musste er diesem Kerl ja unbedingt persönlich das Gästezimmer zeigen! - Was hatte ich also gemacht? Ich hatte meine Leibsklavin Callisto in die Spur geschickt, um herauszufinden, was genau da zwischen den beiden abging. Im Nachhinein hätte ich mich natürlich selbst dafür schelten können, weil mir hätte klar sein müssen, dass dieses Sklavengör als zusätzliches Auge und Ohr echt nicht viel taugte..
Während sich also die erst zwei, dann drei und später wieder nur zwei im Gästezimmer unterhielten, spielte sich Callisto an einem der Rosenbüsche einen. (Zu allem Überfluss schnitt sie sich dabei sogar noch an einer der Rosen!) Worum es im Zimmer ging: Sie konnte mir später nicht ein Wort darüber berichten! Aber als mein Marcus da am Brunnen stand, da hatte auch sie ihren Moment - und wusste schon da, dass ich toben würde vor Wut, wenn ich hörte, dass mein Marcus und dieser seltsame Kauz, dieser Caelier, hier offensichtlich meiner Ehe mit Marcus zum Trotz planten, auf irgendeine irrwitzige Weise zu heiraten!

Es war beinahe ein Jammer, dass mein Mann so attraktiv war. Kaum hatte ich seit meiner Hochzeit erstmal etwas Ruhe mit diesem missratenen "Faustus", da wollte mir der nächste Kerl mein Glück nehmen. Ich wusste noch nicht genau was ich tun würde. Aber meinen Mann bekam dieser komische Caelier sicherlich nicht - und schon gar nicht kampflos...!


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13.02.2015 16:29

| Caius Caelius Caldus

Viel zu lange schon hatte Caldus die Gastfreundschaft der Casa Iulia in Anspruch genommen - erst nur für ein paar Tage, dann für eine ganze Woche und später nun gar ohne irgendeine weitere selbstgesetzte Frist. Stattdessen war er zum Dauergast geworden, ließ sich sogar dann und wann Briefe in die Casa schicken und genoss die Vorzüge, welche dieses Haus in nahezu jedem Punkt verglichen mit seiner kleinen Wohnung in Ostia zu bieten hatte. Auf der faulen Haut indes lag er deshalb nicht. Er arbeitete auch weiterhin für die Bibliotheca des ostiensischen Stadtteils Marina - nur eben von Roma aus. Denn war es nicht auch eine geniale Idee von ihm gewesen, hier in Roma einfach eine Zweigstelle des mariner Muttergeschäfts aufzubauen?! Caldus und nach einiger Überzeugungsarbeit auch sein ostiensischer Chef waren jedenfalls mittlerweile beide von dieser Idee überzeugt. In fünf Tagen stand die Eröffnung des Tochtergeschäfts an, sodass der Caelier aktuell durchaus viel zu tun hatte.
"Ja, dann lass ihn rein.", kommentierte er die Ankündigung irgendeines Corvinius dann auch bloß und rechnete damit, dass sich einer seiner etwas spezielleren Freunde einfach mal wieder bei ihm blicken lassen wollte. Da war die Wahl eines Pseudonyms für ihn ganz und gar nichts Ungewöhnliches, obgleich er sich so spontan an einen Alias Corvinius jetzt nicht erinnern konnte. Jedoch wechselten manche ja auch ihre Namen von Zeit zu Zeit, um stets auf der sicheren Seite zu bleiben, sodass Caldus schlussendlich wohl einfach sehen würde, wer ihn hier besuchte. An einem kleinen Tisch am Fenster sitzend - der Blick auf den Hortus war heute wieder schön - empfing er seinen überraschend unbekannten Besucher. Und diese Überraschung sah man dem Caelier auch durchaus an...



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13.02.2015 16:29 Marcus Iulius Dives ist offline E-Mail an Marcus Iulius Dives senden Homepage von Marcus Iulius Dives Beiträge von Marcus Iulius Dives suchen Nehmen Sie Marcus Iulius Dives in Ihre Freundesliste auf
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14.02.2015 19:03

Ich konnte es nicht fassen, mein Riecher war richtig gewesen. In der Casa Iulia hatte sich der eingenistet, der der entfernt werden sollte, egal auf welche Art, je weiter weg um so besser. Meine Anspannung wuchs zusehends, nachdem mich der Hüne, nach meiner Berichtigung, des falsch genannten Namens, gebeten hatte ein zutreten. Nun musste ich mir genau den Weg einprägen, man konnte ja nie wissen wie schnell man das Anwesen verlassen musste. Einen längeren prüfenden Blick warf ich in den Garten, als wir an den überdachten Peristylgang angekommen waren. Nun an dem Gästezimmer angekommen, nutzte ich die kurze Wartezeit für ein paar prüfende Griffe an Kleidung und allem was daran befestigt war. Schon stand ich drinnen. Betrachte den der dort mit abgewandten Gesicht saß. Was dann kam, als jener, den ich zu suchen hatte, mich ansah, schlug förmlich wie ein Blitz aus heiterem Himmel bei mir ein. Solche Augen hatte ich noch nie gesehen. Wie angewurzelt stand ich da und starrte das wunderschöne Gesicht an. Oh ihr Götter, flehte ich, der ich nichts mit den Göttern zu schaffen hatte, was für ein Possenspiel treibt ihr mit mir. Jetzt wo ich endlich gefunden habe, was ich Zeit meines Lebens suchte, soll ich mir selber mein Glück zerstören? Nach der anfänglichen Schockstarre befanden sich meine Gedanken in einem Wirbel, aus dem ab und an einzelne Fragmente herausgeschleudert wurden und den Weg nach draußen suchten. ..Wieso er?… Der muss bleiben…. In Rom, für mich erreichbar… ihm darf nichts geschehen ….Er oder die Nimbati? …. Nein lass dich nicht drauf ein…. Du zerstörst sonst deine Zukunft… Es kann brandgefährlich für dich werden….. Ich will ihn, ganz für mich alleine.
Die Augen schließend seufzte ich, holte tief Luft, starrte ihn an. „Salve“ kam mit belegter Stimme. „Du kennst mich nicht, mein Name ist“ ein kurzes zögern, „Corvinius, ich habe den Auftrag dich zu suchen.“ Das musste reichen. Außerdem brauchte ich jetzt eine Pause, eine Reaktion von ihm. Erwartungsvoll hingen meine Augen an seinem schönen faszinierendem Gesicht.


14.02.2015 19:03 Gurox ist offline E-Mail an Gurox senden Beiträge von Gurox suchen Nehmen Sie Gurox in Ihre Freundesliste auf
Marcus Iulius Dives

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15.02.2015 00:11

| Caius Caelius Caldus

Na der war ja süß. Ein feines Lächeln umspielte die Lippen des Caeliers. "Und stell dir vor, du hast mich gefunden. Aber wie wärs, willst du dich nicht erstmal setzen?" Sein Blick fiel für einen kurzen Moment auf das Bett. "Der Stuhl hier", wies er auf ebenjenen freien Platz auf der anderen Seite des Tisches, "ist leider kaputt. Aber du kannst es dir ruhig auf meinem Bett bequem machen." Sein freundliches Lächeln wich einem mehrdeutigen Grinsen. "Komm nur, sei mein Gast! Mein Bett beißt auch nicht." Nein, das _Bett_ bestimmt nicht. "Wenn du willst, dann gesell ich mir sogar zu dir, mein Hübscher.", erklärte er schlussendlich mit leuchtenden Augen.
Oder etwa doch nicht? - Denn wieso sollte Caldus hier seine Zeit mir irgendwelchen langen Vorreden verplempern?! Nein, der Caelier erhob sich ganz ohne irgendwelche Worte einfach von seinem Platz. Dann reduzierte er Schritt für Schritt den Abstand zwischen sich und diesem Corvinius. Er blickte den Unbekannten an, forschte tief in dessen Augen und als er nurmehr eine Elle von diesem Corvinier entfernt stand, da packte er ihn ganz plötzlich mit seinen Händen an den Schultern und riss ihn wie ein Löwe eine Gazelle von seinen Beinen. Er schmiss und drückte ihn gegen die nächste Wand und bedeckte den corvinischen Mund, noch bevor aus jenem auch nur ein Wort der Beschwerde hätte dringen können, mit einem feurig heißen Kuss. Anschließend dann nahm das Schicksal seinen Lauf...

Aber nein, so verlockend die beiden Gedankengänge auch sein mochten, Caldus tat weder das eine noch das andere. Stattdessen lächelte er zunächst nur ein wenig eigenwillig in sich hinein. Denn ja, nur weil er Dives wirklich gern hatte und ihm letztlich sogar einen Ring an den Finger stecken würde, würde er sich so ein bisschen Spaß am Rande hier bestimmt nicht entgehen lassen. Dafür war er viel zu sehr ein Genießer der Freuden des Lebens - von den kulinarischen über die kulturellen bis hin zu den sinnlichen! Und so wie dieser Corvinius hier aussah, gehörte der potenziell ganz sicher in die Kategorie sinnlicher Genüsse.
Allerdings war und blieb das natürlich immer so eine Sache. Die wenigstens trugen ganz offen irgendwelche Erkennungszeichen ihrer sexuellen Vorlieben. Und selbst wenn man in der Öffentlichkeit mal je-mann-den in leuchtendem Scharlachrot oder einer mauve- bis amethystfarben lilanen Kleidung 'erwischte' - beide Farben galten doch als überaus weiblich -, so lief man noch im Zweifelsfall noch immer Gefahr, dass ebenjener feminin gekleidete Mann sich nur versehentlich in seiner modischen Unkenntnis in der Kleidertruhe vergriffen hatte. Für Männer liebende Männer war das Leben in dieser Welt folglich alles andere als leicht. - Nur musste man sich wohl realistisch fragen, wann es jemals besser werden würde? Denn wo die Wissenschaft später einmal eine gleichgeschlechtlich orientierte Quote bei männlichen Menschen von etwa zehn Prozent ermitteln würde, da wäre wohl von vornherein klar, dass jene zehn Prozent nie und nimmer zu einer Mehrheit werden würden. Und Minderheitenakzeptanz war ja sowieso stets so eine Sache für sich. Dafür mussten die Ausländer gegenüber den Römern ja noch nicht einmal tatsächlich in der Minderheit sein, um das ganz objektiv zu erkennen. Vielleicht würde es helfen, wenn der nächste Kaiser da selbst so ein bisschen offener in diesem Punkt wäre und auch ganz offiziell einen männlichen Partner hätte? Vielleicht.

"Salve, Corvinius.", grüßte der Caelier seinen Gegenüber letztlich also mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen, aber dennoch etwas zurückhaltender. "Du hast den Auftrag mich zu suchen? Du hast mich gefunden. Ich bin Caelius Caldus.", gab er dann an. Denn unter einem anderen Namen kannte ihn in diesem Haus niemand - zumindest der nubische Ianitor nicht. Caldus deutete auf den freien Platz auf der anderen Seite des Tisches.
"Komm und setz dich. Möchtest du einen Becher Wein?", gab er dann den zuvorkommenden Gastgeber, bevor er sich mit einem Finger am Kopf kratzte. Szeneschwestern, aber auch die meisten Gelegenheitstäter würden dieses Zeichen wohl zu erkennen und zu deuten wissen. "Und bitte entschuldige meine Neugier, aber was genau sieht dein geheimnisvoller Auftrag denn jetzt vor, da du mich hier gefunden hast?" Ein verspieltes Lächeln huschte über die caelischen Lippen. Vielleicht war dies hier ja auch ein verspätetes Geburtstagsgeschenk eines seiner Freunde? Ja, das wäre nur noch ein Grund mehr, diesen süßen Typ hier keinesfalls von der Bettkante zu stoßen...



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15.02.2015 00:11 Marcus Iulius Dives ist offline E-Mail an Marcus Iulius Dives senden Homepage von Marcus Iulius Dives Beiträge von Marcus Iulius Dives suchen Nehmen Sie Marcus Iulius Dives in Ihre Freundesliste auf
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15.02.2015 13:21

War das gerade ein Lächeln was ich sah? Aufmerksam studierte ich das Gesicht, den Mund, spürte im Geiste schon die Lippen auf den meinen. Sah ich Ablehnung? Bang begann mein Herz zu hämmern. Überlegte er ob er mich schmähen, verhöhnen sollte oder mir mehr als die übliche Besucheraufmerksamkeit schenken sollte? Warum nur war ich so schüchtern, so zurückhaltend? Sonst war ich doch auch nicht zimperlich. War es die Faszination die von ihm ausging oder war es mehr, etwas gänzlich anderes? Ich, der es meist gewohnt war zu nehmen wen immer ich begehrte. War es die stille Sehnsucht auch einmal begehrt zu werden oder eher die Kluft die zwischen uns war? Sein Äußeres, seine Kleidung seine Umgebung verrieten mir alles. Es war ein Hemmschuh, zwischen uns lagen Welten. Dennoch meine Begierde war geweckt. Mein Auftrag vergessen. Ich würde alles machen, zu Kreuze kriechen, mich zu Boden werfen und ihm die Füße küssen, wenn ich nur seiner werden dürfte.

Seine Stimme, seine Worte gaben mir den Rest, warfen die letzte Vorsicht über Bord. Kein Hohn, kein Spott, keine Ablehnung spürte ich, nein nur freundliche Neugierde. Freundliche Gesten und Worte forderten mich auf, luden mich zum verweilen und genießen ein. Flüchtig streifte mein Blick erst das Bett, dann schickte ich eine sehnsuchtsvollen zweiten Blick hinterher.
Seine Worte plätscherten an mein Ohr, wurden langsam lauter, verwirrten mich, holten mich zurück in die Wirklichkeit. Mein Auftrag, ja was war doch gleich mein Auftrag? Entsetzen breitet sich in mir aus, Angst um ihn umklammerte mein Herz.
Hier war das Zeichen, sein Zeichen, er gab sich mir zu erkennen und erhoffte mehr und ich sollte meine Anwesenheit erklären, den Grund für meine Suche nach ihm nennen. Sicher wollte ich Wein, Wein um den faden üblen Geschmack loszuwerden.
Fast schon traurig begann ich, „Salve Caelius Caldus“, begann ich und kratzte mich mit einem Finger an meinem Kopf . Sollte ich nun mehr über meinem Auftrag verraten oder belangloses erzählen oder gar ein Lügengebilde errichten, um mir meine Sehnsucht zu erfüllen. Doch wie lange würde dies Bestand haben?
„Ob ich das freundliche Willkommen verdiene wird sich zeigen. Meine verschiedenen Planmöglichkeiten zur Ausführung meines Auftrages wurden bei deinem Anblick über den Haufen geworfen. Den ersten Teil, dich mit nur der Angabe deines Namens, zu suchen, vermutete ich als den schwierigsten. Dein Anblick, deine Geste mit dem Zeichen, lässt gerade die restliche Ausführung als unmöglich für mich erscheinen. Nur soviel sei dir verraten, jemandem missfällt deine Anwesenheit hier und in Rom.“
Bemüht nüchtern zu sein, versuchte ich alle meine Sinne zu schärfen und meinen Gegenüber genau zu beobachten, um je nach seiner Reaktion handeln zu können.


15.02.2015 13:21 Gurox ist offline E-Mail an Gurox senden Beiträge von Gurox suchen Nehmen Sie Gurox in Ihre Freundesliste auf
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11.03.2015 20:02

| Caius Caelius Caldus

Der Corvinier grüßte zurück. Und war es Zufall? War es Absicht? Oder spiegelte er einfach nur die caldische Geste? Er kratzte sich mit einem Finger am Kopf! Ein entzücktes und ganz und gar vorfreudiges Lächeln huschte über die caelischen Lippen. Der gesuchte Gefundene erhob sich von seinem Platz, die Augen seines Gegenübers dabei nicht aus dem Blick lassend. Derweil sprach der Corvinius irgendetwas Kryptisches, irgendein Zeug, das in den Ohren des Caeliers sonderlich viel Sinn auf Anhieb so jetzt nicht ergab. Nur eines wurde für ihn langsam klarer: Der Corvinius wollte es auch!
"Jemandem missfällt meine Anwesenheit hier.", wiederholte er dann, während er einen Schritt auf seinen Gegenüber zuging. Er lächelte vielsagend und ging hernach noch einen weiteren Schritt vorsichtig auf seinen unerwarteten Gast zu. "Das bist doch nicht etwa du, dem meine Anwesenheit hier missfällt, oder Corvinius?", wollte er dann flirtend wissen und näherte sich abermals einen Schritt seinem Gegenüber. Anschließend legte er seine rechte Hand auf die linke Schulter des Corviniers. "Sieh, ich würde es doch... überaus bedauern, wenn du es wärst.", erklärte er und biss sich auf die Unterlippe, während sein Blick zu springen begann zwischen den corvinischen Augen und diesen überaus einladenden Lippen des aufregend Unbekannten. "Sag mir, dass nicht du es bist, dem meine Anwesenheit hier missfällt...", verlangte er dann, während sich sein Körper immer weiter dem des Corviniers nährte; während sich sein Kopf immer weiter dem des Corviniers nährte; während sich seine Lippen immer weiter denen des Corviniers nährten...



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11.03.2015 20:02 Marcus Iulius Dives ist offline E-Mail an Marcus Iulius Dives senden Homepage von Marcus Iulius Dives Beiträge von Marcus Iulius Dives suchen Nehmen Sie Marcus Iulius Dives in Ihre Freundesliste auf
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14.03.2015 14:47

War ich jetzt von Sinnen? Wollte ich mir meine Prüfung selber verderben? Ich musste mich unbedingt auf meine Aufgabe besinnen. Doch wie konnte ich das? Kaum umfasste mein Blick den Näherkommenden, da wurde sein Körper umschmeichelt, wanderte tiefer unter die Stoffhüllen, sein Gesicht liebkost, seine Augen lockten wie seine Lippen, deren Süße ich schon durch bloßes sehen auf den meinen spürte. Seine Frage rauschte an mir vorbei, hielt inne und kehrte langsam zurück, ehe sie in mein Hirn eindrang. Ein Kloß im Hals hinderte mich an einer Antwort und so kam nur ein Kopfschütteln zustande. Ein erschauern durchrieselte meinen Körper als die Hand auf meiner Schulter ruhte. Unfähig jeder Äußerung kam ein stummes Nicken mit gebannten Blick auf die sich nähernden Lippen.

Es kann, es darf nicht sein rief etwas mahnendes in mir. Du musst ihn hier entfernen. Wie aber, antwortete ich dem ETWAS. Mein Körper streikt, der möchte etwas anderes. Dann benutze deinen Körper dazu, lock ihn mit diesem fort. Mein Körper will ihn aber jetzt und hier. Lass ihn machen denk aber an das kleine scharfe Teil was du bei dir trägst, zur Not benutze dieses und du hast deine Bewährung bestanden. NEIN schrie ich in mir auf, während mein Kopf sich langsam zurückzog, wogegen Augen und Lippen suchen fordernd zeigten. Ich will das er mich benutzt, ich will ihn nicht verlieren ich will ihn haben.

„Wie könnte mir deine Anwesenheit hier missfallen. Ich war doch schon mein Leben lang auf der Suche nach dir und am Ziel wird sie mich gewiss stören. Bedanken muss ich mich, dass ich auf die Suche geschickt wurde.“ Weiter bog sich mein Kopf nach hinten. Sollten einfach meine Hände seinen Kopf umschließen und ihn zu meinen Lippen ziehen? Nein eine letzte Gewissheit brauchte ich noch, es konnte auch nur, obwohl seine Augen etwas anderes sagten, eine List sein um mir zu entkommen. Mich an der Ausführung meines Auftrages zu hindern, mich versagen lassen. Eins konnte ich mir in meiner Sehnsucht nicht versagen, meine Zungenspitze lies ich die Lippen anfeuchten, bevor ich sie wieder wartend, fordernd öffnete. Nun sollte er sich entscheiden, ob dies jetzt der Anfang oder das Ende war.


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Marcus Iulius Dives

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14.03.2015 21:40

| Caius Caelius Caldus

Mit jedem Digitus, den er dem Corvinier jetzt näher kam, schaltete Caldus Denkapparat ein bisschen mehr ab und überließ stattdessen den natürlichen Instinkten des Caeliers das Feld. Denn ausgehend von seinem vorherigen Gedanken an ein verspätetes Geburtstagsgeschenk hatte er sich im Zusammenhang damit, dass irgendwem seine hiesige Anwesenheit hier missfiel, doch ein vergleichsweise harmloses Szenario zusammengereimt: Offenkundig, so schien ihm, hatte einer seiner Freunde ihm diese lockende Versuchung ins Haus geschickt - nicht nur vielleicht als verspätetes Geschenk zum Geburtstag, sondern auch um ihn daran zu erinnern, dass es doch einer der vermeintlichen Vorteile gleichgeschlechtlicher Liebschaften unter Männern war, dass ebendiese Liebschaften angeblich nicht selten alles andere als exklusiv waren. Ja, offenbar machte sich einer seiner Freunde ein bisschen Sorgen darum, dass der Caelier hier nun aber dennoch etwas Exklusiveres vom verheirateten Dives wollte - und versuchte Caldus folglich in dieser charmanten Weise zu zeigen, dass er sich nicht selbst beschränken sollte durch ein vielleicht mit rosarotem Blick blind gesprochenes Versprechen.

"Pscht.", forderte er dann mit seinem linken Zeigefinger auf seinen vorfreudig lächelnden Lippen liegend. Denn die vermeintliche Sorge eines Freundes war natürlich süß. Doch einen Grund zur Sorge gab es hier bei Caldus erwähntermaßen ganz gewiss nicht: Er war und blieb ein Genussmensch - in jederlei Hinsicht... Mit der rechten Hand noch immer auf der linken Schulter des Corviniers liegend strich der Caelier nun also mit seiner linken sanft durch das schwarze Haar seines Gegenübers, von der Schläfe bis zum Hinterkopf. Hernach wanderte seine Hand weiter bis in den Nacken dieses Corvinius, bevor er dessen so verführerisch befeuchteten Lippen nicht länger widerstehen konnte. So in der Folge ließ seine linke Hand den corvinischen Kopf nicht weiter zurückweichen, während seine Lippen schnell und auf direktem Wege den Kontakt mit denen seines unerwarteten Besuchers suchten: Ein bisschen rau, ein bisschen kratzig, aber doch unglaublich sexy fühlte er sich an, dieser Kuss. - Dennoch löste er seine Lippen nach diesem ersten kurzen Genussmoment wieder von denen seines Gegenübers. Dabei öffnete er auch seine zwischenzeitlich geschlossenen Augen erneut, um sodann zu ergründen, inwieweit der Corvinius auf dieses wohl mehr als offenkundige Angebot nun eingehen würde...



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28.03.2015 15:22

Oh diese Augen hätte ich sie doch nie gesehen, würden sie mich nicht so locken.Fieberhaft begannen meine Gedanken abermals zu rasen. Hier der Wunsch, das Verlangen und da der Auftrag die Probe. Was würde geschehen, mit mir geschehen, wenn ich meiner Sehnsucht, meinem Verlangen nachgeben würde? Würde die Nimbati mir das verzeihen, was wäre der Preis dafür? Was wäre der Preis für die andere Seite? Ihn verlieren? Verfolgt, gejagt durch Rom?
Eine riesige Faust umklammerte mein Herz. Ihn aufgeben bedeutete, ihn für immer verlieren. Ihn nicht aufgeben bedeutete bestimmt genauso meinen Untergang. Ich musste einen Ausweg finden und zwar nicht nur schnell, schneller als schnell.
Abrupt drehte ich mich um, ging mit schmerzendem Herzen einige Schritte zurück. „Es geht nicht, ich brauche einen Ausweg.“
Drehte mich wieder zum Caelier. „Verstehst du? Egal wie ich mich entscheide ich zahle die Zeche. Gleich wie ich mich entscheide, zahlen muss ich dafür:“
Sehnsüchtig umschmeichelten meine Augen sein Gesicht, seinen Körper. Plötzlich glomm etwas wie Hoffnung in mir auf. Vielleicht wusste er einen Ausweg, eine List.


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29.03.2015 16:57

| Caius Caelius Caldus

Was... war das? Irritiert sah der Caelius seinem vor ihm fliehenden Gast hinterher. Was sollte das heißen, er brauche einen Ausweg? Wollte er jetzt entspannen und eine Nummer schieben oder nicht? Oder war ihm Caldus einfach nur zu selbstbewusst und fordernd aufgetreten? Doch was hätte das damit zu tun, dass er einen Ausweg haben wollte. Was zum Henker meinte er damit?!
"Nein, ich fürchte ich verstehe nicht.", antwortete er seinem Gegenüber dann auch entsprechend mit einem sichtlich ratlosen Blick. "Wenn ich deine Signale falsch gedeutet habe, dann tut mir das wirklich aufrichtig Leid. Dann... Ich..." Ja, wie rechtfertigte man sich dafür? Am besten gar nicht. "Dann vergiss einfach, was gerade passiert ist" Er dreht dem Corvinius ob dieser Situation halb enttäuscht, halb peinlich berührt den Rücken zu. "und sag mir, warum du eigentlich hier bist." Dabei hatte es doch wirklich so gut ausgesehen, oder? Er hatte so gut ausgesehen. Und interessiert hatte er gewirkt. Ja, hatte er nicht eindeutig gezeigt, dass auch er Interesse hatte? Was zum Henker also hemmte ihn jetzt? Hatte er sowas wie einen festen Freund? Aber warum wäre er dann überhaupt hier? War er dann vielleicht einfach noch... eine Jungfrau? Diesen Eindruck hatte er zwar äußerlich nicht gemacht, doch vielleicht war es ja dennoch so. Vielleicht verstellte er sich einfach nur gut. Vielleicht verlangte sein Körper nach einem anderen Mann im Bett, während sein Kopf diesen ominösen Ausweg wollte. Vielleicht hatte er Angst davor, dass er es einmal mit einem Mann tat und dass es ihm gefiel und dass er es dann immer wieder mit einem anderen Mann tun wollte. Vielleicht fürchtete er sich vor irgendwelchen gesellschaftlichen Konsequenzen oder so... denn in der Tat musste man wohl stets recht vorsichtig sein.

"Also.", fasste sich Caldus nach kurzer Denkpause sodann ein Herz, drehte sich dem Corvinius wieder zu und ging geradewegs auf ihn zu. "Ich habe mir das doch bestimmt nicht alles eingebildet, oder? Ich habe doch gesehen, wie du zurück geflirtet hast. Ich habe doch gehört, was du gesagt hast." Seine Lippen hatte der Corvinius doch geleckt und davon gesprochen, wie er Caldus gesucht und nun endlich gefunden hatte. Er fasste mit seinen Händen die corvinischen Schultern. "Ich will dir keine Angst machen, Corvinius. Und ich zwinge dich bestimmt nicht, etwas zu tun, was du nicht willst." Er ließ hernach eine kurze Kunstpause, weil ihm durchaus wichtig war, genau jenen Satz auch zu betonen. "Aber wenn du dich nur um die Sache selbst sorgst und darum, was danach womöglich passiert... dann möchte ich dir sagen, dass wir doch alle einmal an einem ähnlichen Punkt standen." So mehr oder weniger. Denn der Caelier selbst hatte sich nie überhaupt erst auf die Suche nach einem Ausweg begeben. "Ich will sagen, du bist gewiss nicht der einzige, der verzweifelt einen Ausweg zu finden versucht." Manche Menschen akzeptierten eben früher, andere später - und wieder andere gar nicht. "Falls dir das hilft, so kann ich dir jedoch sagen, dass der einzige echte Ausweg der ist, zu probieren. Nur so wirst du deinen inneren Konflikt wirklich auch auf Dauer los.", wenn man eben nicht schon vorher wusste, was man wollte und was eben nicht. Noch einen Augenblick lang schaute Caldus den Corvinier eindringlich an, bevor er dessen Schulter zunächst wieder losließ.



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29.03.2015 16:57 Marcus Iulius Dives ist offline E-Mail an Marcus Iulius Dives senden Homepage von Marcus Iulius Dives Beiträge von Marcus Iulius Dives suchen Nehmen Sie Marcus Iulius Dives in Ihre Freundesliste auf
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