• Zwischen tausenderlei Blüten und bunten, zarten Farben mischte sich der Duft nach den vielgestaltigen Gewächsen der Natur, gewunden von kundigen Händen, für diesen einen Tag gesammelt und zusammengestellt, um den Geist der Feiernden zu erheben, und zu feiern, dass das Getreide nun seine Blüten geöffnet hatte, ein sicheres Zeichen für einen gesunden Wuchs und eine reich zu erwartende Ernte. Ganz Rom hatte sich auf diesen Feiertag vorbereitet, und auch wenn die floralia zumeist als ein plebejisches Fest galten, so mochte es doch auch viele Patrizier geben, die sich von der ausgelassenen und lockeren Stimmung dieses Tages anstecken ließen. Ein munteres Lachen und das Summen vieltausender Stimmen erfüllte die urbs aeterna seit dem frühen Morgen, und die lupae trugen an diesem Tag ihre feinsten Tuniken und die beste Schminke, konnten sie doch gerade heute auf gute Geschäfte hoffen, wenn der Fruchtbarkeit so gehuldigt wurde.


    Aber auch Musikanten wussten den Feiertag der Flora für sich einzusetzen, so manche Münze wechselte den Besitzer, um feierliche Lieder zu Ehren der Göttin anstimmen zu lassen und so den Segen der Fruchtbarkeit für das folgende Jahr auf das eigene Haus herabzurufen. Schauspieler führten fröhliche Stücke, oft mit viel Witz vorgetragen, an den Ecken der größeren Straßen auf, und wer sich nicht in den circus begeben hatte, um den traditionellen Tierhatzen auf Hasen und Ziegen beizuwohnen, fand bei den zotigen Witzen und oftmals gewagten Kostümen der Schauspieler einiges an Unterhaltung. Während sich eine Gruppe an schon zum Mittag angeheiterter junger Männer durch die feiernden Menschen drängte und aus vollen Händen Erbsen- und Bohnensamen über die Köpfe der Umstehenden warf, weil es zum gesitteteren Ausstreuen wohl nicht mehr reichte, wurden andernorts schon die Gebete zu Floras Ehren gesprochen. Zwischen ehrwürdige Matronen mischten sich hierbei die grell gekleideten Prostituierten, die Flora als ihre besondere Schutzgöttin verehrten, und nicht wenige der höher stehenden Frauen rückte von den käuflichen Liebesdienerinnen ab, sehr zur Erheiterung der jederzeit zu Spott und Lachen bereiten jungen Römer.


    Doch solche kurzen Episoden konnten den Feiernden kaum die Laune verderben, die Sonne schien, am strahlend blauen Himmel zeigte sich kein überflüssiges Wölkchen, und wie es aussah, waren die Götter den Feiernden an diesem schönen Tag gewogen - vielleicht war es nicht die sittenstrenge Iuno, welche allzu genau auf die Menschen blickte, eher der Freund vieler Frauen und ihr Gemahl, Iuppiter, doch eine von schlechtem Wetter ungestörte Feier mochte sich allemal abzeichnen.


    Viele Römer hatten es aber auch durch unblutige Opfer verstanden, sich den Göttern als ehrerbietig und fromm zu erweisen, immer wieder konnte man eine Taube in den Himmel aufsteigen sehen, die Tische der Priester bogen sich von selbstgebackenen Köstlichkeiten, die als Opfergaben dienten. So mochte es an diesem schönen Tag für einen jeden möglich sein, etwas zu finden, was dem persönlichen Geschmack des Feierns entsprach - oder aber man wurde durch die ausgelassene, fröhliche Stimmung einfach angesteckt, und konnte auf diesem Weg seinen persönlichen Gefallen an den Floralia finden.

  • Da sie schon einmal in Rom war, war auch sie bei diesem Fest mit dabei. Sie hatte sich eine zartgelbe Tunika angezogen und wurde von ihren Aufpassern begleitet als sie sich einen Weg durch die Menschenmassen bahnte. Sie hatte gesehen, dass hin und wieder weiße Tauben flogen und sie fand es einen schönen brauch, da er einfach unblutig war und weiße Tauben hatten so etwas unschuldiges an sich und das mochte sie einfach.
    An einem der Stände ließ sie sich einen Becher mit Wasser und Wein geben und erinnerte sich einen Moment wirklich an den guten Met aus Germanien den sie getrunken hatte. Am nächsten Tag hatte sie Kopfschmerzen gehabt, aber diese hatte sie einfach in kauf genommen und versucht zu ignorieren denn der Abend ansonsten war wirklich gut gewesen, auch wenn er nun schon eine Zeit zurück lag. Auch dachte sie an Oktavianus bei dem sie nicht einmal Zeit gehabt hatte sich zu verabschieden. Sie konnten sich ja nicht sehen also musste sie auch das hinnehmen was sie auch tat. Vielleicht würde ihr Bruder ja so lieb sein und ihm bescheid geben sollte er sich trauen zu fragen wo sie nun war. Aber sie freute sich auch auf den Ausflug, den sie noch zusammen mit Sextus vor hatte. Den Ausflug zu den Pferden.


    So vollkommen in Gedanken versunken rempelte sie eine Person neben sich an. "Oh bitte um Verzeihung ich habe nicht auf den Weg geachtet," entschuldigte sie sich leise und bemerkte, dass sie ihrem Gegenüber ausversehen etwas WasserWein übergeschüttet hatte. Es war ihr fürchterlich peinlich dieses Missgeschick.

  • Sim-Off:

    Ich hoffe, man darf mitposten!


    Schon bei Sonnenaufgang dieses Tages hatten die klare Luft und das glühende Orange des Himmels verraten, dass Rom die Floralia bei strahlendem Wetter würde begehen können. Von dieser frühen Helligkeit war auch Plotina geweckt worden. Sie hatte ihr Frühstück eingenommen, eine dezente Auswahl an Kleidungsstücken angelegt und sich schon früh aus dem Haus begeben, voller Spannung, was sie an diesem Festtag erwarten würde.


    Und, was soll man sagen: Nicht alles gefiel ihrem ausgesuchten Geschmack, manches dagegen sehr. Sie schlenderte durch die Straßen und ließ sich einfach von der fröhlichen Stimmung anstecken. Da sie dies nicht alleine tat, sondern mit unzähligen anderen, musste sie sich schon bald in der immer noch wachsenden Menschenmenge gegen Stöße und Püffe behaupten. Und weil solches schlaucht, machte Plotina schließlich eine kleine Pause an einem der Stände und nahm einen Becher mit gemischtem Wein zur Erfrischung. Aber auch mit diesem Unterfangen war sie nicht die einzige, auch hier herrschte großes Gedränge, Plotina versuchte sich noch zurückzuziehen, aber gegen den Rempler einer jungen, blonden Frau kam jede "Gegenwehr" zu spät.


    Plotina war mehr erschrocken als ärgerlich. Sie wusste gar nicht, ob nicht sie es gewesen war, die diesen Rempler provoziert hatte. Die junge Frau ihr gegenüber aber entschuldigte sich sofort und sah ganz geknickt aus.


    "Wenn dir das Kunststück gelingt, in diesem Gedränge einen Weg auszumachen, sollltest du die römischen Truppen führen",


    lachte Plotina sie an.


    "Ich glaube, wer die fröhliche Stimmung hier genießen will und sich freiwillig in dieses Menschenbad begibt, muss damit rechnen, dass es nicht ganz ohne Körperkontakt abgeht. Und wenn dann der Kontakt von einer so sympathischen Frau wie dir her kommt, sollte man der Göttin Flora danken. - Übrigens, ich heiße Plotina, Sergia Plotina."

  • Sorana war total rot in ihrem Gesicht geworden. Es war ihr einfach peinlich, dass ihr so etwas geschehen konnte. Sicher würde das Flecken auf der Tunika der Frau geben der sie das Getränk nun übergeschüttet hatte und eigentlich erwartete sie nun ein riesen Donnerwetter, aber zu ihrer eigenen Überraschung blieb dieses aus und ihr Gegenüber nahm es ziemlich gelassen, dass auch Sorana wieder ein Lächeln schaffte.


    "Nun vielleicht sollten wir genau das mal versuchen die römischen Truppen zu führen, wer weiß schon zu was wir Frauen alles fähig sind," lachte sie nun ebenfalls und strahlte die Frau an. Sie hatte recht es war ein schöner und fröhlicher Tag und da sollte man bei dem Gedrängel nicht böse auf die anderen sein.


    "Salve, es frut mich deine Bekanntschaft zu machen auch wenn sie ein wenig feucht-fröhlich ausgefallen ist. Ich bin Annaea Sorana und für einige Tage hier in Roma. Die Götter meinen es heute aber auch gut. Die Stimmung ist gut und das Wetter noch viel schöner." In der rechten Hand hielt sie noch immer ihren Becher in dem nun nicht mehr so viel drinne war wie vorher und das lag nicht daran, dass sie schon getrunken hatte wie sie ja selber wusste. "Ich nehme an du lebst hier in Rom? Hättest du Lust einige Schritte zu laufen falls es in dem Gedränge möglich ist?"

  • "Es wäre mir eine große Ehre, mit dir ein paar Schritte zu gehen!"


    Plotina freute sich sehr darüber, dass die junge Frau ihre Fröhlichkeit und ihr Lachen so schnell wiedergefunden hatte! Weil sie aber immer noch ein kleines bisschen schuldbewusst auf den fast leeren Becher in ihrer rechten Hand schielte, wandte sich Plotina rasch noch einmal zurück zum Stand und ließ sich einen neuen, vollen Becher mit gemischtem Wein geben, den sie Sorana lächelnd reichte.


    "Du hast Recht mit deiner Vermutung, ich lebe tatsächlich hier in Rom, aber erst kurze Zeit. Aufgewachsen bin ich in Ägypten. Für mich ist also auch noch alles fremd und neu hier, auch diese Feste - und dieses Gedränge!"


    Plotina schaute lachend zu Sorana hinüber.


    "Und du bist für einige Tage hier, sagst du? Darf ich so neugierig fragen, wo du sonst lebst?"

  • "Danke," sagte sie als sie den neun Becher mit dem WeinWasserGemisch bekam. "In Ägypten? Wie war es da zu lebn? Bis jetzt habe ich nur davon gehört aber ob ich es jemals sehen werde weiß ich nicht," lächelte sie. Es war ja ein großer Sprung wenn mn in Ägypten aufgewachse ist nach Rom zu komme. "Heßt das, dass du uch ägptischer Herkunft bist? Entschuldige wenn ich so neugierig bin."
    Verlgn lächelte sie und hielt dann den neuen Becher in der Hand, den sie etwas hin und her dreht.
    "Ursprünglich lebte ich hier in Rom, aber ich war auf der Suche nach meinem Bruder den ich dann auch in Germanien fand, deswegen lebe ich nun dort. Ich war nur hier um für ihn einige Sachen zu erledigen und werde bald wieder zurückreisen."
    Sorana musste einem Mann ausweichen der wegen der Masse oder wegen dem Wein ein wenig ins Schwanken geraten war und kicherte leise.

  • Und schon wieder hieß es an diesem Tage "Obacht!", denn schwer torkelnd näherte sich Plotina und Sorana ein Mann, dem die beiden jungen Damen Mühe hatten, auszuweichen. Beide mussten lachen.
    Plotina aber verlor keine Zeit, sich ihrer neuen Bekannten wieder zuzuwenden.


    "In Germanien, sagst du, lebst du? Das ist ja eine schöne Begegnung! Ob du es glaubst oder nicht, erst vor wenigen Tagen habe ich mit Bekannten darüber gesprochen, wie es wohl ist, in Germanien zu leben."


    Sie sah Sorana an und überlegte, ob diese vielleicht wie eine Germanin aussehe - aber nein, sicher nicht, sie kam ja aus einer römischen Familie.


    "Weißt du, wenn man in Ägypten aufgewachsen ist, ist Germanien etwas ganz Exotisches. Ich stelle mir vor, dass das Wetter dort ganz anders ist, kalt und feucht, während Ägypten ja heiß und feucht oder trocken ist, je nachdem, wo in Ägypten man lebt. Und auch die germanische Sprache klingt sicher ganz anders als die unsere oder Griechisch oder auch Ägyptisch. - Ich hoffe sehr, irgendwann einmal nach Germanien reisen zu können."


    Plotina nahm einen Schluck aus ihrem Becher Wein - bevor der noch anderweitig verschüttet werden würde.


    "Ich werde immer an meiner alten Heimat Ägypten hängen, auch wenn ich römischer Herkunft bin. Schade, dass du nur kurze Zeit in Rom bist, wie du sagst. Möglicherweise werde ich nämlich bald für einige Zeit wieder nach Ägypten fahren; von Ostia aus mit dem Schiff ist es ja gar nicht so weit. Du hättest mich gerne begleiten können!"

  • Es tat richtig gut mit einer anderen Frau zu reden, denn in Germanien hatte sie bis jetzt es nur geschafft sich kurz mit Verina zu unterhalten, aber wirklich andere Bekanntschaften hatte sie noch nicht schließen können auch nicht in der Familie der Duccier was sie sehr schade fand.
    Nachdem sie den Mann hinter sich gelassen hatten nahm sie auch wieder einen neuen Schluck aus ihrem Becher denn sie hatte auch die Sorge, dass sie vielleicht wieder etwas verschütten könnte.
    "Wenn man irgendwoe lebt ist das alltäglich aber wenn man in ein Land kommt was man nicht kennt wird es einem immer exotisch vorkommen so wäre es bei mir auch mit Ägypten. Es muss wunderschön sein und nunja wie ist Germanien, Das habe ich mich auch immer gefragt und dachte es wäre ein dunkles und unheimliches Land, vielleicht trifft das auch auf einige Bereiche zu aber nicht auf alle. Es ist eigentlich total normal da und die Menschen die ich bis jetzt gesehen habe sind sehr nett da."
    Sie versuchte sich das Ägypten vorzustellen aber das war fast unmöglich wenn man es noch nie gesehen hatte.
    "Wenn ich es hätte einrichten können hätte ich sicher gerne darüber nachgedacht es mit dir zu besuchen, auch wenn wir uns ja eigentlich nicht kennen," schmunzelte sie. "Doch ich bin so glücklich meinen Bruder gefunden zu haben und es steht noch eine Hochzeit an, dass ich da nicht wegbleiben kann. Es gibt auch noch einige andere Dinge die ich erledigen müsste in Germanien." Einen kleinen Augenblick leuchteten ihre Augen auf.

  • Plotina hörte Sorana aufmerksam zu und vergaß dabei fast den Trubel um sie herum, zumal Sorana wirklich sehr lebendig von ihrem Leben erzählte.


    "Aus deinen Worten kann man heraushören, dass du dich in Germanien wirklich gut eingelebt hast. Das freut mich so für dich! Es war bestimmt am Anfang auch nicht einfach für dich."


    Plotina blickte Sorana lächelnd an.


    "Ich bewundere Menschen, denen es gelingt, fern ihrer Heimat in einer neuen Provinz Fuß zu fassen. Ich weiß nicht, ob mir das hier in Rom schon so wirklich gelungen ist."


    Dabei sah sie nachdenklich vor sich hin und schrieb mit ihrer Fußspitze Muster in den Boden. Dann aber lachte sie Sorana wieder an.


    "Na, dir wünsche ich jedenfalls von Herzen alles Gute für deine Erledigungen in Germanien! Ich werde für dich beten!"

  • "Nun am Anfang ist es schon ungewöhnt und man merkt, dass man in einem komplett anderen Land ist auch wenn wir versuchen unsere Kultur dort einzubringen. Sie haben anderes Essen und Trinken und ihre Art ist auch anders als unsere aber die Germanen die ich bis jetzt kennenlernen durfte waren sehr Gastfreundschaftlich und mein Bruder wird auch eine Germanin heiraten wenn ich wieder zurück bin."
    Sorana folgte mit ihren Blicken den Zeichen die Plotina auf dem Boden machte. "Hast du viele Freunde hier in Rom? Vielleicht wenn du willst, auch wenn wir uns eben erst kennen gelernt haben, vielleicht möchtest du mir ja einfach schreiben und vielleicht irgendwann einmal besuchen kommen solange es mich nicht wieder hier her zieht?"
    Es war einfach eine spontane Idee gewesen und Sorana würde sich über Briefe auf jeden Fall sehr freuen. Sie hatte ansonsten niemanden dem sie wirklich schreiben konnte, denn die Geschwister schienen alle ein wenig beschäftigt zu sein und dachten nichts ans Briefe schreiben.
    "Wenn sich unsere Wege trennen wünsche ich dir auch alles gute und vor allem alle möglichen Kräfte die du brauchst. Danke, dass du für mich beten willst ich werde das selbige für dich machen."

  • Plotina blickte dankbar zu Sorana.


    "Ja, eine Freundin könnte ich wirklich gut gebrauchen! Es ist hier in Rom ja auch gar nicht so leicht, einfach mal mit einer fremden Frau ins Gespräch zu kommen. Überall begegnen einem sonst Männer; das stelle ich mir in Germanien sogar noch schlimmer vor, denn dort gibt es sicher viele Grenzsoldaten."


    Mitfühlend schaute Plotina auf ihre neue Bekannte; dann musste sie aber wieder lachen.


    "Ist das nicht komisch? Da haben sich die Götter mal wieder was ausgedacht, wie sie uns beide zusammengeführt haben: durch ein bisschen verschütteten Wein!"

  • "Die Wege der Götter sind unergründlich. Es ist wie mit der Liebe, sie schleicht sich einfach ein ob man sie gebrauchen kann oder nicht ist ihr dabei egal auch ob man Probleme bekommt oder nicht. Aber hioer haben es die Götter wirklich gut gemeint, denn es stimmt mich glücklich, dass wir uns getroffen haben," sagte sie mit einem fröhlichen Lächeln.
    "In Germanien ist es schlimmer ja. Es scheinen wirklich fast nur Männer unterwegs zu sein, denn sie sichern die Strassen udn sehen zu, dass es zu keinen Ausschreitungen mehr kommt wie vor kurzem aber daar ich zum Glück noch nicht da gewesen, als das alles so schlimm war und Überfälle in der Stadt herrschten."
    Wieder nahm sie während des Laufens einen kleinen Schluck aus ihrem Becher.
    "Meinst du nicht auch, dass man manchmal den Anschein bekommt, dass die Männer Angst haben keine Frau mehr abzubekommen und sich deswegen auf jedes weibliche Wesen stürzen was sie sehen?"

  • Als Sorana von den Überfällen und Ausschreitungen in Germanien erzählt hatte, hatte Plotina besorgt zu ihrer neuen Freundin hingesehen - und war umso beruhigter, als sie hörte, dass im Moment wieder Ruhe herrsche. Hoffentlich für lange!
    Ja, und die Männer ...


    "An dem, was du über die Männer sagst, ist viel Wahres dran. Ich glaube, es gibt aber auch sehr viele Männer, die ungebunden bleiben wollen, denn eine Ehe ist ja doch mit gewissen Pflichten verbunden. Für einige Männer ist es, glaube ich, nur so ein Sport, eine Frau anzusprechen. Gerade viele einfache Soldaten können sich eine Ehe ja vielleicht auch gar nicht leisten."


    Plotina versuchte sich vorzustellen, wie es sein musste, mit einem einfachen Soldaten-Gehalt eine Familie zu ernähren. Dann fiel ihr aber noch etwas ein:


    "Dein Bruder wird aber demnächst heiraten? O, dann scheint er natürlich gar nicht in die Kategorie Männer zu fallen, die ich gerade beschrieben habe." :P

  • Irgendwie brachten sie diese Worte zum Grübeln, denn sie kannte da ja auch noch einen gewissen Optio mit dem sie schon eine Verabredung gehabt hatte. Sie hatte Recht ein einfacher Soldat konnte wirklich keine Familie unterhalten. Innerlich seufzte sie immer wieder auf und dachte dann auch noch an den Duumvir. Sie hatte es in Sachen Männer auch nicht grade einfach im Moment.
    "Ja da hast du wirklich recht ein einfacher Soldat kann sich das nicht wirklich leisten und auch mit meinem Bruder hast du recht, er ist kein einfacher Soldat sondern der Centurio Statorum und jagt die Bösen sozusagen."
    Lächelnd zuckte sie mit den Schultern. "Wenn er nicht mein Bruder wäre könnte ich mir vorstellen mich in ihn zu verlieben, wenn ich ehrlich bin." Sorana musste einfach loslachen wenn sie sich das nur vorstellte.
    "Was ist mit dir hast du schon jemanden gefunden?"

  • Auch Plotina musste schmunzeln bei dem, was Sorana da so erzählte.


    "Also, erstmal bin ich froh, dass dein Bruder so gut auf dich aufpassen kann; ich hätte gar nicht gedacht, dass Germanien immer noch so eine Unruheprovinz ist, hier in Rom bekommt man davon viel zu wenig mit. Wenn du wieder zurück in Germanien bist, musst du mich unbedingt auf dem Laufenden halten, ob es dir gut geht!"


    Eigentlich hätte sich Plotina gerne vor der letzten Frage Soranas gedrückt, doch wollte sie die aufkeimende Freundschaft natürlich nicht mit mangelnder Offenheit gleich am Anfang ersticken.


    "Na ja, was mich angeht, ich muss wohl selbstkritisch sagen, dass ich ziemlich eigensinnig bin und nur schwer zu lenken. Für mich interessieren sich Männer im Allgemeinen nicht."

  • "Ja aufpassen tut er auf einen ziemlich gut und vor ihm bleibt auch nicht wirklich ein Geheimnis geheim. Er ist schlimm in dieser Hinsicht aber er ist eben auch in Sorge und will nur das beste. Ich werde dir gerne ganz viele Briefe schreiben und vielleicht komme ich dann auch bald wieder nach Rom und besuche dich, je nachdem ob du dann noch hier sein wirst oder nicht, oder ich komme nach Ägypten."
    Genau das würde sie sicher irgendwann machen, damit sie ihre neue Freundin besuchen konnte und sie freute sich jemanden hier kennengelernt zu haben denn leider waren auch die alten Kontakte hier aus der Stadt ziemlich abgebrochen.
    "Das kann ich mir aber nun gar nicht vorstellen, dass sich Männer für dich nicht interessieren. Du bist doch eine nette und hübsche junge Frau und ich bin mir sicher, dass dir dein Mann auch noch über die Füße laufen wird.Wir sind doch noch beide jung und so lange wir die Möglichkeiten haben und die Männer selber auszusuchen passt das schon, oder? Sag wo soll ich eigentlich meine Briefe hinschicken wenn ich dir schreibe?"

  • Zitat

    Original von Annaea Sorana
    " ich bin mir sicher, dass dir dein Mann auch noch über die Füße laufen wird."


    Plotina musste lachen.


    "Ja, aber hoffentlich trete ich ihm dann nicht auf die Füße! Sowas kann ich nämlich vorzüglich!"


    Sie sah Sorana dankbar an.


    "Soviel Lob bin ich gar nicht gewöhnt, das tut richtig gut. Dir kann ich es auch gleich zurückgeben; du bist bestimmt sehr umschwärmt, und ich würde mich gar nicht wundern, wenn ich bald von deiner Hochzeit hören würde. Ja, allerdings, wohin du mir schreiben könntest, das ist eine gute Frage. Hier in Rom wohne ich natürlich in der Casa Sergia in der Via nomentana, aber im Moment ist es noch ein bisschen unsicher, wohin mein Weg mich führen wird."


    Plotina überlegte einen Moment - und versuchte dabei recht erfolgreich, ihre eigene Sorge vor der Zukunft zu verdrängen.


    "Am besten ist, ich schreibe zunächst einmal dir. Sonst gäbe es da natürlich noch die Möglichkeit, uns zu verständigen per ..."


    Sim-Off:

    ... PN :D

  • "Ich werde einfach auf deinen Brief warten oder mein Glück versuchen, vielleicht ist es ja dann auf meiner Seite. Auf jeden Fall merke ich mir die Adresse und werde mich riesig freuen wenn ich von dir etwas lesen kann und wenn wir uns dann vielleicht wiedersehen werden. Ich auf jeden Fall werde dir mal schreiben wenn ich wieder zurück in Germanien bin. Und dem den du auf die Füße trittst der wird dich anlächeln und dann ergibt sich der Rest von alleine," meinte sie mit einem großen Schmunzeln.


    "So leid es mir aber tut werde ich mich aber langsam verabschieden müssen da ich die anderen Dinge noch erledigen muss. Ich bin wirklich froh, dass wir uns begegnet sind und hoffe, dass wir es noch öfters werden, wenn auch nicht regelmäßig."

  • Plotina seufzte und wurde wieder einmal ein bisschen melancholisch: Warum mussten nur alle schönen Dinge in diesem Leben so schnell zu Ende gehen? Aber wer weiß, vielleicht war das ja auch nur ein neuer Anfang ...


    "Ach, Sorana, ich beneide die Deinen in Germanien, die dich bald schon wieder in ihrer Mitte haben werden und dann jeden Tag in deiner Gesellschaft verbringen können! Wir beiden werden erst einmal weit voneinander getrennt sein, aber vielleicht sind uns die Götter doch gnädig, dass wir uns nicht ganz aus den Augen verlieren. Es kann doch kein Zufall sein, dass wir uns hier getroffen haben."


    Plotina sah ihre neue Freundin noch einmal liebevoll an.


    "Ich wünsche dir alles Gute: auf deiner Reise und dann auch im Kreise deiner Familie in Germanien! Vielleicht ist das hier in Rom nicht üblich, ich weiß es nicht, aber ich berufe mich jetzt einfach mal darauf, dass ich ja in Ägypten aufgewachsen bin - und nehme dich zum Abschied herzlich in die Arme!"


    Dies tat Plotina und drückte Sorana noch einmal an sich. Es fiel ihr schwer, sie gehen zu lassen ...

  • Es tat Sorana ja auch leid, dass sie schon gehen musste, aber eigentlich war sie ja auch nicht zum Vergnügen hergekommen sondern weil sie einen Auftrag hatte und den hatte sie nun erledigt. Die Worte von ihr ließen sie etwas erröten wie so oft schon. Aber sie nahm ihre Freundin ebenfalls in die Arme und drückte sie sanft und doch fest und hätte sie am liebsten nicht mehr los gelassen. Es kam selten vor, dass man für eine neu kennengelernte Person soviel Sympathie empfinden konnte.
    "Ich danke dir und ich wünsche dir ebenfalls auf deinen Wegen alles gute und, dass sich unsere als bald wieder treffen werden. Ich freue mich sehr wenn ich Nachricht erhalte, das wäre dann auch die Insula in Mogontiacum, Insula Annaea, Duccia, das habe ich ganz vergessen zu sagen. Aber die Post wird schon ankommen denke ich."
    So verabschiedete sie sich von Plotina und würde sie so schnell nicht vergessen. Und wieder musste sie sich durch das Gewühl von Menschen schlängeln.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!