C~I | Die Porta

  • Keraunos kam gerade aus Mantua zurück und hatte seinem Herrn einiges neue (was an anderer Stelle erst geschrieben werden muss) zu berichten und brachte die Pferde die er, wie fast immer, im gestreckten Gallopp nach Hause getrieben hatte knapp vor dem Eingang zum Tempelbezirk zum stehen in dem er Dolabella zu finden hoffte.


    Der Dreck spritzte hoch als die Pferde reagierten und besudelten eine Frau, die vor dem Tempelbezirk auf dessen Eingang zustrebte, mit dem Boden der Urbs Aeterna. Dies sehend stieg Keraunos besser zur anderen Seite aus.

  • Der Weg bis hierher war nicht weit, nur einige Minuten brauchte sie von der Casa Sergia bis hierher. Ein kleiner Spaziergang, wenn man so will.
    Aber immerhin hatte es auch einen Grund, warum sie hier war.


    Bei dem Testament ihres verstorbenen, geliebten Gatten, tauchte ein Name auf, der ihr bis dato nicht bekannt war, also recherchierte sie einige Wochen lang und fand heraus, dass sich jene Person hier aufhalten soll.


    Immer näher trat sie an die Porta heran, während ihr das Geräusch trabener Pferde an die Ohren drang. Nicht weiter kümmerte sie sich darum, sondern trat einfach weiter auf die Porta zu.


    Allerdings... geschah etwas, was eigentlich hätte verhindert werden können.
    Genau an ihr vorbei trabten die Pferde, befleckten den Stoff ihrer Kleidung mit Fleck... Den schönen weißen Stoff...
    ... Sie blieb stehen. Starrte noch einige Sekunden lang auf die Flecken, auf diese ekelhaften, braunen Flecken, ehe sie den Blick wieder hob und sich nach dem Übeltäter umsah. Pferde liefen ja nicht einfach so durch die Gegend...


    Zeig dich, der du meine Kleidung befleckt hat!


    Die Stimme der Frau hallte regelrecht über das Tor hinweg, sodass sie wahrscheinlich auf der ganzen Anlage zu hören war...

  • Keraunos schaute über den Rand des Wagens hinweg, sah eine sehr schöne und sehr sehr wütende Frau und duckte sich wieder.


    Nach einigen Sekunden begann er mit seiner Verteidigung


    "Es war der Fehler des Führungspferde, nicht meiner, Herrin. Normalerweise nehme ich die Kurve geschmeidig."


    es hob wieder den Kopf und schaute sie treuherzig an

  • Natürlich war sie wütend! Sehr wütend sogar! Aber...


    ... dass ihre Kleidung nun befleckt war, ließ sich auch nicht mehr ändern. Es würde sich nicht lohnen, den ganzen Weg zur Casa zurückzugehen, um sich dort um zu ziehen.


    Es war schon recht früh am Abend, deshalb würde Dru wohl gleich in der Casa bleiben.


    So seufzte sie nur resignierend und richtete den Blick auf den Sklaven.



    "Ich nehme an, du gehörst hierher, Sklave. Als Entschädigung führst du mich zu Spurius Tiberius Dolabella, sofern er dir bekannt ist! Ich habe ein wichtiges Gespräch mit ihm zu führen!"


    ... das mochte vielleicht ein wenig arrogant klingen, doch wer würde in dieser Situation nicht ein wenig... sauer sein?

  • "Folgt mir"


    Keraunos wollte die leidliche Sache am besten sofort aus der Welt schaffen, sah sich aber noch kurz das Fahrgestell an und schnalzte dabei nach alter Gewohnheit mit der Zunge


    "Er müsste in seinem Officium sein, Herrin, nach euch..."


    was sicher den besseren Blick bot

    Einmal editiert, zuletzt von Keraunos ()

  • Zusammen mit der neuen, potentiellen Angestellten seines Herrn kam Keraunos an der Porta an.

  • Gloria folgte Keraunos in einigem Abstand und blickte sich immer wieder ein wenig misstrauisch um. Wo war nun dieser Typ? Dieser Sklave auf jeden Fall redete wie ein Wasserfall. "Tja...sagen wir es einmal so...mit Pferden hab ichs nicht und nähen kann ich nicht...damit dürfte wohl alles gesagt sein oder?"

  • Immer noch grinsend wurde der kleine nun forsch


    "Ich bin einer der besten Lenker und sicherlich auch einer der besten Kunden. Eine kleine Runde vorab würde mich sicher ..."

  • Weiter ließ sie den frechen Sklaven gar nicht kommen, denn sie holt aus und gibt ihm eine saftige Ohrfeige. Schmunzelnd meinte sie nur "So behandelt man aber keine Dame, du frecher Dachs!"

  • Währendessen öffenete sich die Porta und Dolabella trat heraus, sah Keraunos, dachte sich seinen Teil und begrüßte Gloria


    "Ich denke er belästigt euch. Er macht dies gern, doch hat er auch andere Qualitäten die man bei Gelegenheit MIT DER KNUTE HERVORHOLEN kann." und reichte ihr die Hand


    "Ich bin Spurius Dolabella, wolltet Ihr zu mir?"

  • Gloria lacht ein wenig übertrieben geziert bei Dolabellas Bemerkung mit der Knute und reichte ihm dann die Hand. "Tja ich schätze dann will ich wirklich zu dir. Ich habe von einer Stellenanzeige für eine ganz besondere Stelle gehört und hier bin ich."

  • "Dann lass uns in den Garten gehen, da können wir das nähere besprechen"


    er öffnete die Porta weit und wies Keraunos mit einigen eher burschikosen Worte eine widerwärtige Arbeit an.

  • Vielleicht war es Neugierde, vielleicht war es auch der Drang ein Mittel zu finden, um seine Krankheit im Zaum zu halten. Publius war alles andere als abergläubisch, doch hatte der Cultus, der sich hier in einem öffentlichen Gebäude regelmäßig zusammenfand, sein Interesse geweckt. Imbrex' Leibsklave hatte sich in den letzten Tagen darum gekümmert mehr über diese geheimnisvolle Vereinigung herauszufinden, die sich selbst als Cultus Ishtaris bezeichnete. Dennoch erhoffte sich der Aurelius von diesem Besuch mehr, nämlich Aufklärung.


    Obwohl sich der Patrizier ohnehin in einem dunklen Kapuzenmantel gehüllt hatte, um nicht unfreiwillig erkannt zu werden, suchte er die Räumlichkeiten des Kultes erst am späten Abend auf. Imbrex streifte sich die Kapuze vom Kopf und klopfte dann zweimal fest an die Porta, woraufhin er eine Antwort abwartete.

  • Erst vor kurzem war Prisca - in der Begleitung von Tiberius Ahala und seinem neugeborenen Kind, sowie ihrer Cousine Lentidia und dem Sohn ihres Cousins Ursus (dem kleinen Durus) - nach Rom zurück gekehrt. Endlich! Die urbs aeterna hatte sie wieder! Die Lage in der Hauptstadt hatte sich stabilisiert und, seit der neue Kaiser seine Pflichten als neuer Herrscher offiziell wahr nahm, konnte das Leben endlich zur Normalität zurück finden. Und Prisca konnte endlich wieder ihren "alten" Gewohnheiten nach gehen, zu denen natürlich das ausgiebige Erkunden der Stadt gehörte, mit den unzähligen Basaren und Läden die es zu "plündern" galt und, ... -selbstverständlich auch der vielen Tempel und Kultstätten, die sie gerne besuchte um dort ein wenig Ruhe und Besinnlichkeit zu finden.


    Die Neugier wiederum führte Prisca eines Tages zum Tempel der Ishtar, den sie noch von früher her kannte. Du meine Güte, wie lange ist das jetzt her?, überlegte Prisca und erinnerte sich wieder an den Tiberer der ihr, wegen einer kleinen verlorenen Wette, damals Einblick in den eher unbekannten Kult gegeben hatte. Was wohl aus Tiberius Dolabella geworden ist? Hatte ihn am Ende ein ähnlich schlimmes Schicksal ereilt wie dem Mann ihrer verblichenen Cousine Flora, seinem Verwandten, den Consul Tiberius Durus? War Dolabella ebenfalls tot? Dahin gemeuchelt, oder gar dem Suizid verfallen …?


    Ein herber Verlust wäre es allemal .. und so beschloss Prisca kurzerhand sich nach dem Verbleib des sympathischen älteren Herrn zu erkundigen, der sie damals so galant in den Bann gezogen hatte, in dem sie einen ihrer Sklaven vor schickte um durch selbigen an der Pforte des Tempels anklopfen zu lassen. Nur der Gewissheit wegen ....


    *… klopf klopf … *


    Sim-Off:

    edit: TippEx

  • Von gewissen Dämpfen benebelt war Dolabella gerade mit etwas zugange, was hier, ob seinem ihm stringent innewohnenden Mystizismus, nur am Rande erwähnt werden sollte als ihm Aurealia Prisca, Eingeweihte des dritten Phigmas gemeldet wurde. Den langen Kaftan, aus kultischen Zwecken mit Lapislazuliknöpfen geschlossen und mit Tigerblut gefärbt mit den Händen gerafft eilte er zur Türe um eben diese (Nicht die Türe sondern schon AP), zu bewillkommnen.


    Prisca, Schwester im Blute der immerwährenden Göttin, sei mir gegrüßt.


    Zur Seite tretend um sie einzulassen fiel ihm der Kaftan herunter was ihn verdrossen machte.


    Nun werde ich die Zeremonie wiederholen müssen ....


    grummelte er in sich hinein

  • Dem klopfenden Sklaven verschlug es - angesichts des unvermittelt tiefen Einblicks, in die herbstliche Blüte des Tiberers - glatt die Sprache, sodass er darüber völlig vergaß seine (mittlerweile hinzu getretene) Herrin gebührend anzukündigen, während Prisca der Szene durchaus etwas amüsantes abgewinnen konnte, nachdem sie den ersten "Schreck" überwunden hatte. Nichtsdestotrotz suchten ihre Augen hastig nach einem Fluchtpunkt, um ihrem Mentor Gelegenheit zu geben sich in Würde wieder zu bedecken, und fand diesen in Form einer seltsamen Inschrift nahe der Pforte:


    Ich bin alles, was noch nicht geworden ist und ist und sein wird, und mein Gewand hat noch kein sterblicher abgestreift.


    "Tiberius! Welch´ Freude dich so…", kurz riskierte Prisca einen Seitenblick und spürte wie ihre Wangen glühten: "Ehm, ... in solch guter Verfassung anzutreffen. Ich war in höchster Sorge, dass dir womöglich schlimmes widerfahren wäre. …" Sie lächelte erleichtert.


    Der Einladung folgend wollte Prisca den Tempel betreten, doch seine Bemerkung ließ sie zögern: "Ich hoffe doch, ich komme nicht ungelegen? … Von welcher Zeremonie sprachst du gerade?"

  • Sim-Off:

    Eingentlich sollte ja nur der geraffte Kaftan, also der Saum den Dolly in den Händen hielt, nach unten fallen. Doch ist wohl mehr geschehen ... :)


    Nachdem er sich wieder ein wenig gebührlicher gekleidet hatte grinste Dolabella grenzdebil


    Mir geht es gut, zumindest gut genug um die Räumlichkeiten für Initiationen des vierten und fünften Phigmas vorzubereiten, liebe Freundin. Doch muss ich diese, ob der Verunreinigung meines Kultgewandes welche ihr gerade mitansehen musstet, wohl wiederholen müssen. Doch tretet doch ein....


    Das konnte man doch nicht ablehnen, es hätte dem Antistes doch das Herzelein gebrochen.


    ... doch wie erging es Dir, in diesen dunklen Tagen geschah so manches was nicht hätte geschehen sollen.

  • Sim-Off:

    Oh, … entschuldige, da ist dann wohl meine Phantasie mit mir durchgegangen. 8):D


    Das "kleine Malheur" war nicht weiter der Rede wert und daher schnell vergessen, zumal ein derartiger Anblick ja auch niemandem völlig fremd war. Unzählige Statuen, Mosaiken und sonstige Bildnisse von (halb-) nackten Menschen, würden noch Jahrtausende später davon zeugen wie freizügig es bei den alten Römern zugegangen sein musste. Ja ja die ollen Römer, je oller je … naja, sooo alt ist er ja nun auch wieder nicht … (Ganz nebenbei bemerkt zeigten Priscas Gedanken gerade, dass das Alter und das älter werden sie doch sehr beschäftigten. Insbesondere wenn es um ihr eigenes Alter ging.) Aber gut, in Augenblick fühlte Prisca sich alles andere als das.


    " Du hast Recht, werter Tiberius, so manches hätte nicht passieren dürfen und es war für unser beider Familien eine Recht schwere Zeit", seufzte Prisca in Erinnerung an das Vergangene und den Toten: "Mich verschlugen die Wirren des Krieges sogar bis nach Manuta, doch dank deines Verwandten, Aulus Tiberius Ahala Tiberianus, fand ich sicheres Geleit zurück nach Rom" Ein erneuter (diesmal eher versonnen klingender) Seufzer entrang sich Priscas Kehle während sie den Tempel betrat und Dolabella weiter durch die Hallen folgte.


    "Ich bin jedenfalls sehr erleichtert, dich wohlbehalten anzutreffen und auch, dass diese Kultstätte hier den Krieg heil überstanden hat" Von der geringen Verunreinigung seitens Dolabellas mal abgesehen. Die Bemerkung über die Initationen ließ Prisca schließlich aufhorchen: "Das vierte und fünfte Phigma? Oh, … ich wusste gar nicht, dass es schon Illuminati mit diesem Grad gibt?!"Sie selbst hatte bis dato "nur" das 3. Phigma erreicht, dank der sehr "nebulösen" Zeremonien des Kultes, welcher die neugierige Aurelia in seinen Bann gezogen hatte.


    edit: TippEx

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