• Zu früher Stunde trafen zwei Gruppen - einige Straßenzüge vom Rand der Subura entfernt - aufeinander. Es handelte sich um eine Centurie der Cohortes Urbanae, die durch Sonderbefehlvon den Baracken zur Subura abkommandiert wurden.


    Sie verschmolzen mit der zweiten, zahlenmäßig deutlich kleineren Gruppe, die vom Praefectus Urbi angeführt wurde und aus der Villa Claudia aufgebrochen war. Klienten, Sklaven und Enkelin Silana begleiteten den Claudier. Als Mann unmittelbar an seiner Seite wählte er für das Vorhaben Iulius Antoninus.

  • Inzwischen hatte sich der Quintilier, im Gegensatz zu seinem früheren Leben, an die deutlich früheren - zum Glück aber auch regelmäßigen - Aufstehzeiten am frühen Morgen gewöhnen können. Wirklich viele Informationen hatten die Milites nicht bekommen, umso mehr überraschte ihn dafür dann aber auch das Aufgebot um den Praefectus Urbi, den er bisher tatsächlich nur einmal gesehen hatte - auf der anderen Seite schien es aber auch wieder normal.


    Der Marsch selbst war nicht sonderlich ungewöhnlich gewesen und in seinen Gedanken hatte sich bereits manifestiert, dass es sich hier um eine weitere, außerordentlich langweilige Aufgabe handeln würde. Doch hatte er sich nicht eben dafür gemeldet? Langeweile Aufgaben? Zumindest hatte es die Formation um den Centurio geschafft, ohne irgendwelche Zwischenfälle am scheinbar vereinbarten Orten einzutreffen. Dies war für Canus nicht selbstverständlich, kannte er den ein oder anderen Kameraden immerhin noch aus seiner Ausbildung. Als er seinen Blick schweifen ließ, war die einzig ungewöhnliche Person die ihm auffiel, tatsächlich die Frau an der Seite des Claudiers. Was hatte sie hier zu suchen? Vermutlich würde er das aber nie herausfinden, weshalb er sich damit begnügte kurz auf sein Scutum hinabzublicken und seinen Griff noch einmal zu festigen, war ihm der Griff doch leicht aus der Hand gerutscht. Allein schon die mitgebrachte Ausrüstung kam ihm merkwürdig vor, doch genaue Informationen hatten die Männer dennoch nicht bekommen - so ließ der Miles zunächst seine Gedanken schweifen.

  • Maro war natürlich nicht eben erbaut gewesen, als sie den Befehl erhalten hatten, zu einer neuen Station in der Subura zu marschieren. Offenbar hatte der Praefectus höchstpersölich diese Aktion angeleiert. Aber natürlich gab es da nichts zu lamentieren und eigentlich fand er die Idee auch ganz sinnvoll.


    Die Urbaner mussten dringend mehr Präsenz zeigen in der Subura. Er fragte sich bloß, ob eine Statio dazu ausreichen würde. Wenn er der Praefectus gewesen wäre, hätte er gleich die Castra Praetoria in das Viertel verlegt. Die Leute aus den abgerissenen Husern hätte er in der alten Castra untergebracht. Worüber die sich wahrscheinlich nicht mal beschweren würden. Aber das wkostete wahrscheinlich mal wieder zu viel Geld.


    Nun war Maro gespannt auf das, was der Praefectus so zu sagen hatte. Der hatte immerhin eine ganze Enturage mitgebracht. Er musste der Angelegenheit also durchaus Bedeutung beimessen.

  • Da es sich beim Vorhaben nicht um einen Ausflug handelte, sondern eine militärische ... Operation, galten die üblichen Verhaltensregeln. Disziplin und Ordnung bildeten ein belastbares Gerüst, auf dem die Funktionalität der Corhortes Urbanae fußte.
    Wieder war es der Optio, der beim Eintreffen des Claudiers befahl:
    "Milites, state! Oculus prosam! Praefectus urbi adest!"


    Menecrates ließ den Blick über die Männer schweifen. Sie stellten also seine neue Hoffnung für eine besser bewachte Subura da.
    "Movemini!" Er wollte die Ordnung nicht aufheben, nur das Starre. Sie hielten keinen Appell ab und nahmen auch an keiner Parade teil.
    "Milites! Wir befinden uns heute auf einer besonderen Außenmission: Wir suchen den zukünftigen Standort für unsere neue Station. Darüber hinaus wird das Gebiet, was wir nachher betreten, euer zukünftiges Einsatzgebiet sein. Lernt es kennen, verinnerlicht es. Wenn euch nachts jemand weckt, dann müssen zukünftig bestimmte Koordinaten wie ein Geschützfeuer aus euren Mündern kommen.
    Fangt schon heute an, das Viertel mit anderen Augen zu sehen. Legt euch innere Landkarten an. Jeder mag diesbezüglich eine eigene Vorgehensweise haben. Wichtig ist, jeder einzelne kommt ans Ziel. Unser Ziel ist es, das Viertel so gut kennenzulernen, dass wir uns nachts sicher orientieren können. Das Pflaster ist heiß und momentan besitzen die Straffälligen den Heimvorteil, weil sie sich auskennen. DAS muss sich schnellstens ändern. Wir nehmen ihnen stückweise diesen Vorteil fort und beginnen heute mit dem ersten Schritt auf diesem Weg."

    Menecrates fürchtete nicht, dass einer der Soldaten beim Aufbruch an einen Freizeitausflug dachte, aber er wollte die Truppe von Anbeginn richtig einstimmen.


    "Nichts destotrotz ist unser primäres Ziel heute die Auffindung eines geeigneten Standorts für die Station. Es kann sich - und wahrscheinlich wird es sich sogar - um ein bebautes Grundstück handeln. Es muss strategisch günstig liegen - ähnlich einer Castra, wobei wir nicht mit einer Belagerung rechnen müssen. Eine gute Zuwegung von allen Seiten erhält also den Vorzug vor einer Rückendeckung.
    Wer etwas Entsprechendes sieht, darf sich zu Wort melden. Es wird euer aller Zuhause sein, also teilt die Verantwortung dafür."


    Er blickte nochmals in die Runde. "Fragen?"

  • Gemäß den Befehlen des Optio nahmen die Milites Haltung an, richteten ihre Augen geradeaus - ja, dass der Präfekt anwesend war, hatten viele ohnehin schon vernommen. Schließlich aber wurde die starre Haltung der Urbaner durch den Praefectus Urbi aufgehoben - dabei aber natürlich nicht die Ordnung der Formation und man durfte anschließend seinen Worten lauschen.


    Canus selbst war froh über die Direktheit, die der Claudier an den Tag legte. Der Auftrag war klar, beschönigt wurde nichts - auch wenn es ihm, wie wohl vielen seiner Kameraden, eher weniger gefiel welchen Einsatzort man hier ausgewählt hatte und was dies alles hier nach sich ziehen sollte. Niemand hatte wohl Lust an diesem Ort eine Station einzurichten und vor allem auch zu betreiben. Eine undankbare Aufgabe, doch Befehl war eben Befehl.


    Die Anweisungen waren klar, die detaillierte Ausführung des Auftrages lag dabei wohl beim Centurio - wobei sich Canus nicht so ganz über die Funktion der Entourage des Praefectus klar war. Fragen hatte er selbst dabei keine und selbst wenn, so hätte er es sich tatsächlich nicht getraut diese gegenüber dem Präfekten direkt zu stellen - so erging es wohl auch den allermeisten seiner Kameraden. Der Quintilier wartete lieber die Befehle des Centurio ab.

  • Nein, der Centurio hatte keine Fragen mehr. An sich war die Idee mit der Statio absolut sinnvoll. Wenn das unter seine Zuständigkeit fallen sollte, so nahm er sich vor eimmer ein paar besonders kernige Typen aus seiner Truppe hier zu haben. Es ging hier so wie er das verstand auch und vielleicht vor allem um die Signalwirkung.


    Andererseits kannte Maro das Viertel durchaus. Es würde schwer sein, das perfekte Plätzchen für die Station zu finden. Vielleicht ein gut zu verteidigene Insula? Verkehrsgünstg musste sie liegen. Man sollte von da zügig zu jedem Ort im viertel kommen und auch einen adäquaten Rückzugsweg bieten, falls das einmal nötg werden sollte.


    Ja das konnte schon wirksam sein. Maro nahm sich vor, die Einrichtung dann mit so viel Aufsehen und Brimborium wie möglich einzuweihen, wenn es dann mal soweit war. Die Leute sollten merken, dass man ihnen auf die Finger sah.


    Er sah zum Praefectus und wartete auf das Zeichen zum Abmarsch.

  • "Gut", kommentierte Menecrates die Tatsache, dass keine Fragen gestellt wurden. Zum jetzigen Zeitpunkt gab es offensichtlich keine Unklarheiten. Er hätte sich nun wie ein typischer Praefect verhalten können und seine Überlegungen einzig mit den Stabsoffizieren teilen, die wiederum das Gehörte an die Offiziere weitergaben und diese ihrerseits weiter in die unteren Ränge transportierten. Da die Station aber ein für alle Beteiligten neues Feld darstellte, sollten sie es auch gemeinsam bestellten.
    "Wir befinden uns hier nordöstlich vom Forum Romanum. Die Castra Praetoria liegt in unserem Rücken." Da er frontal zur Centuria sprach, wählte er die Standorterklärung passend für die Soldaten, nicht für sich selbst, denn sein Blick richtete sich aktuell zur Castra. Er drehte sich leicht und wies mit dem Arm nach Südwesten.
    "Wir werden gleich hier entlang marschieren und in Kürze die Randausläufer der Subura erreichen. Absolut wünschenswert und strategisch sinnvoll wäre es, wenn wir ein geeignetes Grundstück, eine Insula finden, bevor wir das Zentrum der Subura erreicht haben. Ich hätte gern die neue Station möglichst direkt und leicht für nachrückende Verstärkung aus der Castra sowie einen Rückzug unsererseits in Richtung Castra errichtet." Er blickte in die Runde und fügte an: "Wobei ich nicht hoffe, dass dies einmal nötig sein wird."


    Die Marschrichtung war klar, die Suche umschrieben, der Radius eingegrenzt. Menecrates blickte zu Centurio Ocatvius und nickte einmal zum Zeichen, dass der seine Männer anmarschieren lassen sollte.

  • Dies war für den Quintilier tatsächlich der erste Moment seiner bisher nicht allzu lang währenden militärischen Karriere, in der er einen Moment länger die Anwesenheit des Präfekten genießen durfte. Die Instruktionen waren klar und verständlich - etwas, womit er nun nicht unbedingt gerechnet hätte. Doch seiner bescheidenen Meinung nach sollte es heute wohl keine Probleme geben. Jedenfalls hoffte Canus dies.


    Schließlich wartete auch der Miles darauf, dass der Centurio den Befehl zum Marsch gab. Dabei war der Quintilier insgesamt gespannt, wie die Präsenz der Urbaner wohl aufgenommen werden würde. Für den Moment jedenfalls war es seine Aufgabe den Mund zu halten, in der Formation zu bleiben und die Befehle abzuwarten - seinen zahlreichen Gedanken zum Trotz. Dabei fiel ihm allerdings auch auf, dass seine Ortskenntnisse hier nicht gerade die Besten waren. Zu lange war er nicht in der Hauptstadt gewesen - leider, aus mannigfaltigen Gründen.


    Sim-Off:

    Ich habe mich dann mal rein gedrängelt da ich das Gefühl hatte, als ob auf mich gewartet würde, auch wenn ich in diesem speziellen Moment nicht allzu viel beitragen konnte :)

  • Sim-Off:

    Ich habe nichts gegen drängeln. :)


    Trotz ausreichend langem Blickkontakts und dem aufmunternden Kopfnicken des Preafectus Urbi geschah seitens des Centurio nichts. Menecrates wusste, dass Octavius fast zeitgleich zu seiner Einsetzung befördert wurde, fragte sich aber inzwischen, ob sich der Offizier zum Führen einer Centurie eignete, zu zeitig befördert wurde oder generell lieber im Rang eines Optio verblieben wäre. Dieser Eindruck würde sich verstärken, wenn Menecrates im Nachhinein vom morgendlichen Antreten der Centrurie hören würde, was ähnlich schweigsam verlief.


    Menecrates verspürte keine Lust, noch länger auf Octavius' Kommandos zu warten und da er vor Urzeiten selbst einmal im Kleinen kommandierte, übernahm er kurzerhand die Regie. Eine Mischung aus positivem Rückblick und ungewohntem Einsatz überkam ihn, als er sich wieder frontal den Männern gegenüberstellte.


    "Milites, state!" Er wandte den Kopf zu Antoninus, Silana und den anderen Zivilisten und wies mit seinem Arm nach rechts, um ihnen zu signalisieren, wohin er beabsichtigte zu gehen. Da er nicht vorhatte, gänzlich die Rolle eines Centurio zu übernehmen, würde er sich auch nicht an dessen übliche Position beim Marsch halten. Sie würden durch den Ausfall des Centurios alle improvisieren müssen, was eine erste Bewährung darstellte. Vielleicht aber fing sich Octavius auch wieder, wer konnte das schon voraussagen.
    "Ad dextram! Pergite!"


    Nach der Drehung und dem Anmarschieren setzte sich Menectrates ebenfalls in Bewegung. Sein Blick suchte bereits das Ziel, das sie in Kürze erreichen würden.

  • Wie zu fast allen Außenterminen, begleitete Marco auch heute seinen Herrn. In Anbetracht des anvisierten Ziels hielt er den Blick geschärft und die Ohren auf. Sein Auftrag lautete außerdem, ein wachsames Auge auf die Enkelin zu habe, die nach seiner Erfahrung stets für Überraschungen sorgte. Frauen und Kinder zu hüten, gehörte weder zu seinen Lieblingsbeschäftigungen noch zu seinen Stärken, aber Anweisungen mussten ausgeführt werden. Er hoffte auf so wenig wie möglich Zwischenfälle und außerdem, dass sich Großvater und Enkelin möglichst immer in die gleiche Richtung unter Beibehaltung eines vergleichbaren Tempos bewegten.

  • Der Miles dachte sich nichts weiter dabei, als dann doch der Praefectus Urbi das Kommando über die Centurie übernahm. Dennoch war es eine ungewohnte und auch surreale Situation für ihn, als dieser sich vor die Formation stellte und seine Befehle den Männern gegenüber äußerte. Dennoch waren die Befehle des Claudiers klar, der Marsch führte zunächst nach rechts: Die Formation begann sich auf den Befehl hin zu bewegen.


    Das Ziel des Präfekten schien klar, dem Quintilier war es noch gänzlich unbekannt. Doch scheinbar hatte dieser schon einen Favoriten für die neue, angedachte Position, ansonsten hätte er die Milites wohl nicht so sicher in eine bestimmte Richtung geführt. Canus würde sich überraschen lassen, aber die zivile Begleitung des Praefectus Urbi war ihm irgendwo immer noch suspekt. Was für eine Funktion sollten diese genau ausüben?

  • Der Praefectus schien auch relativ genau zu wissen, wo er hin wollte und was er suchte und so marschierten sie in gemäßigtem Tempo los.


    Maro hatte auch immer ein Auge auf die Leute in der Umgebung. Es kam nicht eben häufig vor, dass sich eine komplette Centurie inklusive dem Oberkommandierenden mit Entourage durch die Straßen manöverierte. Es bestand immer die Gefahr, dass sich jemand gefährlich schwer gestört fühlen würde. Eigentlich war eine Einheit dieser Größe relativ sicher. Doch seit dem Sklavenaufstand hatte sich Maro solche Annahmen abgewöhnt.


    Stets suchte er in die Augen der Leute zu blicken. Wendeten die den Blick nach unten: Furcht. Wendeten sie ihren Kopf in einer Bewegung zur Seite: Wut. Zurückstarren: Hass. Eine Mischung aus allem: Gefährlich.


    Maro hatte seinen Männern nachdrücklich eingeschärft immer auf der Hut zu sein und jede Auffälligkeit zu melden. Waren die Gassen voll und Kinder in der Nähe, war ein wütender Mob unwahrscheinlich. War die Straße am hellichten Leer war das ein verdammt schlechtes Zeichen.


    Er führte sich das Szenario noch einmal vor Augen. Es gab viele Möglichkeite diesen Einsatz und die "Besetzung" der Subura, die da ausbaldowert werden sollte, zu gestalten. Maro kam zu dem Schluss, dass die Urbaner hier mehr als nur Mannstärke zeigen mussten. Mit jeden Schritt mussten sie ihre Dominanz, absolute Überlegenheit und Selbstbewusstsein ausstrahlen. Das hatte etwas mit Haltung zu tun. Mit dem gewissen Stil. Für die Schatten waren die Prätorianer zuständig. Die Urbaner mussten mit hrem ganzen Sein mögliche Unruhestifter einschüchtern und Sicherheit für die rechtschaffende Bevölkerung projezieren.Er würde diese und andere Überlegungen mit dem Praefectus teilen, wenn sie an dem gesuchten Platz ankamen und konkrete Vorschläge machen.

  • Ja, sie erregten Aufsehen, als sie die Ausläufer der Subura erreichten und tiefer in das Gebiet vordrangen. Die Begehung war keinem vorher kundgetan und wie eine der üblichen Streifen wirkte die Abordnung nicht. Anwohner blieben auf der Straße stehen oder lehnten sich über die Fensterbrüstungen, als Menecrates den Arm hob.
    "Consistite!" Die Hinteren würden es den Vorderen gleichtun, denn das Fußgetrappel verschluckte den Befehl. Immerhin war das Handzeichen erkennbar gewesen, denn der Straßenabschnitt verlief gerade und nicht im Bogen. Vor ihnen lag eine Gabelung und linkerhand folgte alsbald eine Kreuzung.
    Menecrates wandte sich an Antoninus. "Die Position wäre hier oder wenig weiter ideal, weil wir den direkten Rückzugsweg zur Castra hätten und gleichermaßen eine Verstärkung aus der Castra direkt und schnell bei uns eintreffen könnte." Er ließ den Blick schweifen, bevor er sich an den ranghöchsten Offizier wandte. Es schien ihm ratsam, Maro aktiv mit einzubinden.


    "Ungeachtet dessen, welches Grundstück wir erwerben können, welche Einschätzung nimmst du vor, wenn wir die freie Auswahl hätten?" In der Spitze der Gabelung stand ein Gebäude - eingezwängt zwar, aber Menecrates wollte ja ohnehin abreißen lassen. Zwei Seiten führten jeweils auf die Straßen der Gabelung, die Front richtete sich nach Nordosten - der Richtung, aus der die Urbaner kamen. Die Rückseite wurde von anschließenden Gebäuden eingenommen und schien deswegen keine Fenster zu besitzen.
    Wenig weiter mündete die linke der Straßen in eine Kreuzung. Der gewährte Einblick gab die Sicht auf vier Häuser frei. Keine der Kreuzungsseiten war unbebaut. Platz durfte nicht verschenkt werden. Die verschiedene Bauart der Häuser spielte eine untergeordnete Rolle, einzig die Position des späteren Stationsgebäudes sollte strategisch günstig sein, sodass die Wahl der käuflich zu erwerbenden Insula ausschließlich diesen Aspekt berücksichtigen musste. Über die Kreuzung oder doch lieber davor? Oder doch lieber die vorangehende Gabelung?
    "Der Rückzug oder die Verstärkung sind nur ein Aspekt bei der Auswahl. In erster Linie wollen wir Streifen losschicken. Das ist unser Hauptaufgabenbereich. Die geplante Essensausgabe ist nachrangig und dürfte kaum besondere Aufforderungen an die Zuwegung stellen." Er überlegte einen Moment, dann blickte er zurück.


    "Falls jemand von euch", er ließ den Blick über die aufgestellte Centuria streichen, "sich in Sachen Vermessung oder Statik ein wenig auskennt oder auch nur glaubt, einen strategischen Gesichtspunkt einwerfen zu wollen, nur zu."

  • Maro nickte und sah sich um.


    "Das hier ist wahrscheinlich die beste Ecke die wir für diesen Zweck finden können, Praefectus. Wenn wir viel weiter rein gehen, wird es zu eng. Hier geht es noch. Die Wege sind ordentlich. Wir könne nschnell hier weg und wieder da sein. Wenn du mich fragst, kommen jetzt die kritischen Fragen. Wie soll unsere Präsenz hier genau gestaltet sein? Wollen wir eine Befestigungsanlage, mit der Wir die Umgebung dominieren können? Oder ein eher normales Gebäude um den Bewohnern nicht zu sehr aufzufallen. Der mentale Aspekt diese Mission ist der Teil an dem sich der erfolg oder Misserfolg entscheiden werden. Ich für meinen Teil glaube, dass wir hier unmissverständlich zeigen sollten, wer der Herr der Subura ist. Keine Banden und keine Kriminellen, sondern wir haben die meisten Schwerter und wir sollten auch eine entsprechende Stimmung verbreiten.Das karitative Arrangement ist aber auch von größter Wichtigkeit. Zuckerbrot und Peitsche. Und beides richtig und mit größter Kraft ausgeführt. Hohe Frequenz sowohl was Patrullien, als auch was die Suppenausgaben angeht. Wir sollten auch Kontakte zur lokalen Wirtschaft etablieren und die Handwerker mit Aufträgen beim Bau und Instandhaltung der Statio berücksichtigen. Unsererseits sollten wir unsere Baukenntnisse bei der Verbesserung der Lebenssituation hier anwenden. Wenn wir immer mal wieder eine Insula vor dem Einsturz bewahren, wird uns das hier sehr weiter bringen, Praefectus."


    Das waren Punkte, die weit über das übliche Engagement einer soclhen Truppe einer Statio hinaus gingen. Aber wenn sie das Viertel schon nicht platt machen und ausräuchern konnten, mussten sie halt die harte Arbeit rein stecken.


    Sim-Off:

    Hearts and Minds ;)

  • Der Centurio begann und je länger Menecrates zuhörte, umso mehr beglückwünschte er sich zu seiner Wahl. Er hätte nach der kurzen Amtszeit und der damit verbundenen Unkenntnis über die Qualität und das Engagement der einzelnen Offiziere auch einen weniger hilfreichen zukünftigen Leiter der Station auswählen können. Zustimmend nickte er, als von einem weiteren Eindringen in das Viertel abgeraten wurde. Er selbst fand die Position ebenfalls günstig. Das Grundstück erschien ihm nicht nur strategisch günstig gelegen, sondern auch groß genug, um verschiedene Varianten der zukünftigen Station durchzuspielen, was der Centurio ganz von selbst vornahm.
    Mit anhaltender Aufmerksamkeit folgte er dessen Ausführungen. Sein Mundwinkel hob sich leicht, als die Variante der offensichtlichen Dominanz bevorzugt dargestellt wurde. Er nickte auch dazu.
    Gern hätte er auch die Meinung des ehemaligen Tribuns Antoninus gehört, aber solange dieser schwieg, lagen wohl auch keine Einwände vor. Er vergewisserte sich dessen, bevor er antwortete.


    "Im Grunde genommen hast du das in Worte gefasst, was mir vorschwebt", begann Menecrates, während sein Blick zurück zu Maro wanderte. "Ich möchte auf der einen Seite ein Hilfsangebot für Bedürftige installieren und gleichzeitig eine Instanz schaffen, die für Ruhe und Ordnung sorgt. Das klingt leicht, ist es in der Subura aber nicht und allein deswegen müssen wir Stärke beweisen und natürlich auch an jeder verfügbaren Stelle zeigen. Das beginnt beim Entwurf der Station, wie du richtig bemerkt hast, und zeigt sich in unserem Auftreten. Interessant finde ich, dass du vorschlägst, ansässige Handwerker einzubinden." Er schwieg einen Moment, dann fuhr er fort. "Das ist eine gute Idee. Wem unsere Aufträge nützen, der sitzt automatisch im Boot.
    Über die Aufgaben der Patrouillen, werden wir zu gegebener Zeit noch sprechen. Ich vermerke mir bis dahin, dass diese auch ein Auge auf die Bausubstanz werfen sollen. Immerhin kündigen sich Einstürze häufig genug durch Risse in der Hauswand an."
    Auch diesen Vorschlag, drohende Einstürze rechtzeitig zu erkennen und abzuwenden, begrüßte Menecrates. Er gab durch ein Kopfnicken seinem Sekretär zu verstehen, den Gedanken festzuhalten.


    "Kommen wir zum Bauobjekt. Der Standort ist gewählt, wir bleiben an dieser Gabelung und nutzen die angrenzenden Gebäude als Rückendeckung. Die bestehende Insula muss abgetragen werden, ohne dass diese angrenzenden Bauten größeren Schaden nehmen. Unversehrt werden sie den Abbruch sicherlich nicht überstehen. Gerüste müssen her, Abstützungen und die Bewohner müssen aus Sicherheitsgründen zeitweilig wo anders untergebracht werden." Wieder ging ein Fingerzeig in Richtung Sekretär.
    "Um die dauerhafte Umsiedlung der aktuellen Bewohner unseres Standortes kümmert sich mein Büro. Das ist alles bereits abgesprochen.
    Wir müssen heute eine Vorentscheidung treffen, in welcher Form unsere Station errichtet werden soll. Ich persönlich tendiere zu einer Befestigungsanlage in leichter Ausführung. Ich möchte weder einen Fremdkörper schaffen noch ein Gebäude, das aussieht wie jedes andere. Es muss trotz allem nicht nur den Sicherheitsstandards entsprechen, sondern auch auf den ersten Blick klar machen, dass hier Soldaten stationiert sind, die - wie du bereits gesagt hast - die Obergewalt im Viertel anstreben und halten.


    Hast du Vorschläge für eine leichte Ausführung einer befestigten Anlage?" Es böte sich ein Haupttor unmittelbar in der Gabelung an. Ein seitlich gerichtetes wäre aber genauso denkbar.

  • Der weitere Marsch unter Kommando des Praefectus Urbi war tatsächlich nicht allzu lang gewesen, bis der Befehl zum Stopp kam. Die Formation hielt, so auch Canus. Er mochte diese Märsche in Formation ja, diese Einheit, die Synchronität - erreicht durch wieder und wieder vollzogene Übung. Warum hatte er sich nur nicht früher für den Dienst gemeldet? Eine absolute Erfüllung. Doch trotz all dieser positiven Gefühle galt diese Begehung einem ganz anderem Zweck, als dem persönlichen Gefallen des Quintiliers. Da er weiter vorne stand, fiel es ihm auch nicht schwer den Ausführungen des Präfekten zu lauschen und in Canus' Augen klang alles recht schlüssig, wennbei er bei der offenen Frage des Claudiers zunächst schwieg - glücklicherweise ergriff der Centurio das Wort. Zwar wäre dem Miles das ein oder andere in den Sinn gekommen, doch seine Stellung gab es schlichtweg nicht her, als Erster das Wort zu ergreifen. Dies war tief in ihm verankert.


    Vor allem die Ausführungen des Centurio waren dabei Gold wert und da er gerade nichts anderes zu tun hatte stellte Canus mit Genugtuung fest, dass der Praefectus Urbi die genannten Aspekte tatsächlich aufnahm. Doch auf die Frage des Claudiers hin, welche wohl eher an den Centurio gerichtet gewesen war, überlegte der Quintilier kurz. Er atmete tief durch, ihm kamen Gedanken in den Sinn, doch sollte er sie äußern? Sicher stand ihm dies nicht zu. Doch der Präfekt hatte schon zuvor eine Frage offen an alle Soldaten, gestellt und er hatte die einfachen Soldaten nicht ohne weiteres übergangen, sie wie schlichte Handlager behandelt, auch wenn sie dies im Endeffekt waren. So fasste der Quintilier seinen Mut, wenngleich nicht allzu viel davon nötig war, denn was hatte er auch zu verlieren? Er hatte bereits viel schlimmes erlebt, war auch einige Jahre älter als viele seiner Kameraden und nicht mehr derart von Autorität und Stellung eingeschüchtert.


    "Ich würde, abseits vom Gebäude selbst, nur in den vorderen Bereich hin, von uns aus gesehen, eine Befestigung mit Tor sowie Vorhof empfehlen," begann der Quintilier nun also laut seine Ausführungen aus der vordersten Reihe der Formation. "Eine Befestigung um das gesamte Gebäude herum würde einerseits zu viel nötigen Platz einnehmen, als auch eine eher abschreckende als integrierende Wirkung in diesem Viertel erzielen. Vor allem wenn es zu drei Seiten Tore mit Wachposten gäbe. Im unwahrscheinlichen Falle eines Angriffes, durch wen oder was auch immer, könnte über diesen Vorhof eine schnelle und effiziente Sicherung eingerichtet werden, bis Verstärkung von der Castra eintrifft. Aber aus eben jenem Grunde würde ich wiederum, aufgrund der Sicherung, auch darauf achten, dass es im Erdgeschoss zu den beiden ungesicherten Seiten hin keine Möglichkeit des unmittelbaren Zugangs zum Gebäude gibt." Damit wollte Canus an die Gedanken des Centurios anknüpfen und dessen Gedanken über ein Zusammenleben statt eines Aneinandervorbeilebens aufnehmen. Auch war ein Zugang, eine Befestigung, leichter zu sichern als dies eben zu drei Seiten hin der Fall war. Doch nachdem der Klang seiner Stimme erloschen war, machte sich der Quintilier eben doch Gedanken darum, wie dies auf den Centurio und vor allem auch den Praefectus Urbi wirken würde. Als Aufmüpfigkeit eines einfachen Untergebenen, der einfach keine Ahnung haben konnte? Auch wenn er dies nicht hoffte, er rechnete damit. Und auch wenn er sich einreden wollte keine Furcht vor den Konsequenzen dieser Meldung zu haben, so sehr erkannte er auch, dass er sich in dieser Hinsicht selbst belog.

  • Auch zu diesem Wortbeitrag nickte Menecrates, denn er fand ihn durchdacht. Zwar ging eine Befestigung um das gesamte Gebäude ohnehin nicht einzurichten, weil zumindest die Rückseite an Nachbargebäude stieß, aber es gab die beiden Möglichkeiten einer ausschließlich frontal zugänglichen Befestigung und einer dreiseitigen. Der Preafectus Urbi erkannte in letzterer ebenfalls mehr Nach- als Vorteile, was der Miles offensichtlich genauso sah.


    "Wir können bei der Planung leider auf keinerlei Vorerfahrung zurückgreifen. Hinzu kommt, dass bei jedem Bauvorhaben häufig genug erst im Nachhinein ersichtlich wird, was sich bewährt und was eine Fehlplanung darstellt. Wir bemühen uns, möglichst die richtigen Prognosen zu treffen. Deswegen ist sowohl die Sichtweise der Architekten und Führungskräfte als auch die derjenigen von Nutzen, die tagtäglich mit der Praxis konfrontiert sind. Also keine Scheu, jede Meinung ist es wert, gehört zu werden. Das sehen wir an den Anmerkungen des Miles." Menecrates kannte ihn nicht namentlich, richtete aber die Hand auf den Qquintilier.


    "Nach meinem Dafürhalten erzeugen wir tatsächlich ein größeres Verteidigungsproblem und einen erhöhten Personalbedarf, wenn wir drei Zugänge einrichten. Ich sehe es auch nicht als Behinderung an, wenn eine Streife wenige Doppelschritte mehr und anfänglich in einem Bogen laufen muss, wenn wir nur ein Tor in Richtung Nordosten installieren. Nun könnten wir uns natürlich weiter fragen, ob wir den Aufwand nicht noch mehr reduzieren sollten, indem wir die Station nicht nur von hinten, sondern auch seitlich an Gebäude grenzen lassen. In diesem Fall bliebe ausschließlich eine Front zu sichern. Kein Vorteil ohne Nachteil: Gleichzeitig schränken wir unsere Sicht erheblich ein, die wir nach drei Seiten aus erhöhter Position hätten, wenn wir bei dem Eckgrundstück bleiben. Ich bevorzuge diese Variante."


    Er blickte in die Runde.
    "Gibt es weitere Hinweise? Denkt daran, diese Station wird euer zukünftiges Quartier. Ihr habt jetzt die Möglichkeit, es mitzugestalten."

  • Furius verstand eher weniger von den Problemen die sich hier auftaten. Eine Station direkt an bzw in dieser Gegend zu errichten war wie ein zweischneidiges Schwert. Einerseits vermittelte es den Bewohnern Sicherheit und Präsenz der Urbaner, andererseits schuf man hier, nicht direkt folgend, einen Grund des Anstosses.


    Der junge Miles fand den Ort eher ungünstig. Zu nahe waren andere Gebäude. Vieel eher würde er für Grundstück plädieren dass für sich allein lag. Problem war.....wo eines finden in diesem Gewirr von Gassen und Häusern. Sein Gesichtsausdruck ließ darauf schliessen dass er sich diverse Fragen stellte. Laut wollte er aber nicht sagen was ihm so im Kopf vorging.

  • Maro war etwas verblüfft gewesen, als sich plötzlich Canus aus derReihe gemeldet hatte. Was der allerdings gesagt hatte, hatte allerdings in der Tat Hand und Fuß. Der Miles war ob seines vergleichsweise fortgeschrittenen Alters jedenfalls unter den Milites schon immer eine Respektsperson gewesen. Verschiedentlich hatte er gezeigt, dass er in Situationen, in denen es darauf ankam auch gut das Kommando übernehmen konnte. Eigentlich war er als einfacher Miles verschwendetes Soldatenmaterial. Maro hatte die Frage nach einem Optio aufgeschoben, bis sich Frugis Lage nach der Germanienmission geklärt hätte. Aber eigentlich sah er Canus mittlerweile durchaus auch als geeignet an.


    Aber diese Überlegungen hatten Zeit und so wandte er sich wieder dem Problem zu, dass ihm vor der Nase stand. Die neue Station.


    "Praefectus, Wünsche könnte ich einen ganzen Haufen äußern. Meiner Ansicht nach muss der Bau mehrere Funktionen erfüllen. Einerseits muss er funktional sein. Milites müssen von dort aus schnellstmöglich in Einsätze kommen können oder sich andererseits auch effektiv verschanzen können, falls es hart auf hart kommt. Außerdem sollte es in Krisenzeiten in der Subura vielleicht als Lagezentrum dienen können, in denen sich der Stab nötigenfalls vor Ort treffen kann und so nah am Geschehen Befehle gegeben werden können. Darüber hinaus muss es angemessen repräsentieren. Bei der Zurschaustellung unserer Kraft sollte nicht gespart werden. Geschütze in den Fenstern? Fernkampfstellungen auf dem Dach? Eine wuchtige Optik wäre sehr vorteilhaft. Und zur Abrundung noch einen Haufen Banner zum Aufhängen. zeigen wir, wer wir sind. Der Bau ist die Festung und sollte in ihrer Wirkung meines Erachtens durchaus abschreckend wirken - auf die Kriminellen jedenfalls. Kombiniert mit der karitativen Operation entstünde für mich jedenfalls für die ehrlichen Bürger der Eindruck, dass die Schutzmacht endlich ein Ding mit Hand und Fuß zum Schutz der Cives in der Gegend eingerichtet hat."


    Er hätte noch weiter machen können, aber er wartete ersteinaml, was der Befehlshaber so denken mochte.

  • Die meisten Soldaten blieben stumm, was Menecrates durchaus erwartet hatte. Allein die Möglichkeit, mit einbezogen zu werden, konnte aber bewirken, dass die neue Station offener angenommen wurde. Auch das beabsichtigte der Praefectus.


    "Bevor ich auf Centurio Octavius' Anmerkungen eingehe, ein Hinweis an alle. Jedem einzelnen von euch bietet sich durch die Station eine weitaus größere Chance, sich hervorzutun als jedem anderen Miles. Wer hier mit anpackt und zum Gelingen des Vorhabens beiträgt, kann sich Lorbeeren der verschiedensten Art verdienen. Der Zugang zu meinem Gedächtnis besteht außerdem unmittelbar und ich kann euch versichern, mein Gedächtnis arbeitet gut. Das muss es auch, denn Auszeichnungen und Beförderungen nehme ich nicht routinemäßig vor, sondern ausschließlich auf der Grundlage erbrachter Leistungen." Dass er selbst durch eine harte Schule ging, die ihn prägte, erwähnte er nicht. Zum einen hinkte jeder Vergleich und zum anderen galt es, die Motivation hochzuhalten.


    Der Exkurs - weg vom eigentlichen Thema - verschaffte ihm Zeit, die er brauchte, um Maros Worte länger wirken zu lassen. Menecrates' Haltung stand fest, nicht aber die Wortwahl für die Antwort. Er wusste, er brauchte einen Centurio mit Schneid, aber für die Planung der Station gab es ein Potpourri an Dingen zu beachten. Sie befanden sich auf einer sensiblen Mission.
    "Wenn wir uns ausschließlich hinter Mauern sicher fühlen, die mit Geschützen gespickt sind, erwecken wir einen ängstlichen Eindruck. Durchschnittlich bewaffnete Streifensoldaten dürften dann kaum noch ernst genommen werden. Ich verstehe deinen Gedankengang, Centurio." Das traf zu, selbst in dem Moment, als die Sprache auf einen Haufen an Bannern zum Aufhängen kam. Kurzzeitig dachte Menecrates an einen Scherz, bis er die Ernsthaftigkeit erkannte.
    "Ich möchte das Präsentieren von Kraft und Entschlossenheit weg vom Bauwerk hin zu den Soldaten lenken. Unser Ziel, große Teile des Viertels zu schützen, wird von den Streifen umgesetzt. Sie stehen in unserem Focus, sie sind die Aktiven. Das Bauwerk beherbergt die zum jeweiligen Zeitpunkt überwiegend Passiven und sein Einfluss reicht nur wenige Blocks weit. Vom Bauwerk aus haben die Streifen wenig und auch keine schnelle Unterstützung zu erwarten. Sie müssen selbst Stärke ausstrahlen.
    Vorschläge, wie?"
    Die fundamentale Frage schwebte über allen. Menecrates schwieg, denn nichts sollte von ihr ablenken.


    Die Station nahm inzwischen feste Konturen an. Sie würde in einer Straßengabelung errichtet werden, einen einzigen frontalen Zugang mit Tor und Hof besitzen, zu beiden Flanken hin erst in 'Übermannhöhe' Fensteröffnungen aufweisen, aber keine Tür und sich an der Rückseite die Außenwand mit dem Nachbargebäude teilen. Sollte es das Budget und Material erlauben, würde Menecrates für eine doppelte Außenwand plädieren.

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