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Thema: Atrium | Domine, quo vadis?
Manius Flavius Gracchus

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RE: Atrium | Domine, quo vadis? Gestern, 07:21 Forum: Villa Flavia Felix


Beinahe schon hatte Gracchus die junge Cornelia ob ihrer Unscheinbarkeit vergessen als sie selbst das Wort ergriff. Sie war keine Schönheit, doch aus noblen Hause und in ihren Adern floss nobles Blut, welches der ältere Flavier mit dem seinen mochte konfundiert wissen - was zu seinem Bedauern noch nicht geschehen war. Indes hatten Antonia und er zu Beginn ihrer Ehe ebenso ihre Schwierigkeiten mit der Nachkommenschaft gehabt, bis endlich der lang ersehnte Erbe Minimus das Licht der Welt hatte erblickt.
"Selbstredend"
, beantwortete er die Frage seines Sohnes nach den Räumlichkeiten, welche sogleich nach der Ankündigung ihrer Rückkehr nach Rom waren hergerichtet worden. Die Frage nach Neuigkeiten indes verlangte Gracchus ein wenig mehr Bedenkzeit, ehedem er ansetzte:
"Meine Base Domitilla ist in den Schoß der Familie zurückgekehrt, sie hat ihre Scheidung von Tiberius ver..kündet und lebt vorerst wieder hier im Hause."
Dies waren im Grunde bereits alle Neuigkeiten der Familie, da es einen Großteil der Flavier weiter auf dem Lande hielt, während Prisca beständig ihre Rolle als Matrone des Hauses ausfüllte und Gracchus jede Erwartung weiteren Aufstieges hatte ad acta gelegt und sich mit der Routine des Senates und des Collegium Pontificum begnügte.
"Und in der Urbs? Nun, Rom gedeiht, was auch im Senat ruhige Zeiten bedeutet. Morgen werden wir..."
Fragend blickte er zu Ikarus, welcher zwar nicht ganz so geschickt darin war, Gracchus' Schatten zu sein wie es Sciurus' Eigenheit gewesen war, indes stets ebenso unauffällig in seiner Nähe blieb. "Die Lageberichte der Provinzen Aquitania und Gallia Narbonensis werden diskutiert", beantwortete der Leibsklave und Sekretär die unausgesprochene Frage.
"Ah, da hörst du es. Dies wird kaum erquicklicher als die Einkünfte unserer Ländereien zu bespre'hen."
Nur mit viel Glück waren die Berichte mit einer narrativen Note versehen, was insbesondere bei Tiburtius Pudens, dem Legatus Augusti pro Praetore
der Provinz Aquitania überaus unwahrscheinlich war.
"Sonstig bereitet die Stadt sich auf das Equus October in wenigen Tagen vor. Es wäre angemessen, wenn du mich dorthin begleitest."
Gleichwohl dies nach einer Option klang, so war es doch unmissverständlich eine Weisung des Vaters an seien Sohn, denn Gracchus würde nicht tolerieren, dass Minor sich im Hause verkroch.
Thema: Peristylium | MFG et FD - Geschiedene Leute
Manius Flavius Gracchus

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RE: Peristylium | MFG et FD - Geschiedene Leute Gestern, 07:09 Forum: Villa Flavia Felix


"Dein Wohl ist keine Lappalie, insbesondere da du eine Flavia bist! Ver..giss niemals, Domitilla, was auch immer dort draußen in der Welt um uns herum geschieht, in dir und mir fließt das Blut einer Familie, und für dieses Blut würde ich stets weiter gehen als für alles andere."
Dies mochte ein wenig pathetisch klingen, doch für die Zukunft und das Wohl seiner Familie hatte Gracchus bereits einen Kaiser ermordet und einen Bürgerkrieg heraufbeschworen. Früher einmal mochte er die Wahrheit und Rom der Familie vorangestellt haben, doch er wusste längst, dass im Zweifelsfalle einzig auf das eigene Blut Verlass war.
"Und ich bin ni'ht bereit zu konnivieren, dass ein Mann meine Base diffamiert, auch nicht ein Senator!"
Insbesondere nicht ein gänzlich unbedeutender Senator. Gracchus ließ nun von Domitilla ab und nahm auf der Kline Platz, die Brauen wieder zornig zusammengezogen.
"Es soll sein Glück sein, solange er keinen Fuß nach Rom setzt. Dennoch werde ich ihm eine unmissver..ständliche Nachricht zukommen lassen."
Ein toter Hund auf der Schwelle seines Hauses allfällig, oder ein Pferdekopf in seiner Schlafstatt. In diesem Augenblicke vermisste Gracchus seinen Sciurus, dieser hatte für solcherlei Fälle stets eine passende Idee bereitgehalten. Ikarus indes - welche Talente dieser besaß musste sich erst noch zeigen, doch womöglich war dies eine Gelegenheit für ihn, die Güte seiner Zucht zu beweisen.
"Prisca in jedem Falle wird zweifellos froh sein über deine Anwesenheit."
So schnell der Vulkan flavischen Zornes ausbrach, so schnell war ebenso wieder erkaltet.
"Das Haus ist in letzter Zeit doch ein wenig leer. Selbstredend hat sie die Kinder um sich und die Aufsi'ht über den Haushalt inne. Indes... ich wünschte mir, ich könnte ab und an in ihre Gedanken blicken, um darin zu lesen, ob sie wirklich zufrieden ist."
Thema: Triclinium | Am Kreuze sollen sie hängen
Manius Flavius Gracchus

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RE: Triclinium | Am Kreuze sollen sie hängen 18.10.2020 14:08 Forum: Villa Flavia Felix


Leidenschaft war kein Bestandteil ihrer Ehe - zumindest von Gracchus' Seite aus -, doch die Vehemenz, mit welcher Prisca sein Ansinnen teilte, hätte durchaus dazu gereichen können, jene in diesem Augenblicke zu entfachen. So indes bedachte der Flavier seine Gemahlin mit einem Blick der Verbundenheit und Erfüllung. Seine Verbindung mit Claudia Antonia war eine von Menschenhand arrangierte gewesen, und obgleich sie nach Jahren der Distanz spät ihre Gemeinsamkeiten hatten entdeckt, so hatte Antonia ihn zwar stets unterstützt, war indes dabei eher passiv geblieben. Die Ehe mit Prisca indes war durch das Schicksal besiegelt worden, durch eine Fügung der göttlichen Prinzipien, und obgleich es in seinem Leben ihm beinahe ominös schien, so waren die Götter ihm mit zunehmendem Alter augenscheinlich etwas mehr gewogen, da ihn mit Prisca so viel mehr verband als nur der Zwang ihrer Verbindung.
"Die Christianer stellen somit eine Bedrohung diverser Aspekte unserer Kultur und des Wohlergehens unseres Rei'hes dar"
, fasste Gracchus das bisherig gehörte - in seinem eigenen Übereifer allfällig es sich ein wenig zu einfach machend - zusammen. Er blickte über Serapio und Salassus zu Valerius Flaccus und zurück zu Salassus.
"Nun, wie lautet eure Einschätzung? Können wir die Umtriebe der Christianer generell prohibieren, oder sollten wir uns auf einzelne Bestandteile ihres Kultes kon..zentrieren, dann allfällig sogar separiert von diesem?"
Thema: Auf dem Marsfeld – Equus October
Manius Flavius Gracchus

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RE: Auf dem Marsfeld – Equus October 17.10.2020 20:11 Forum: Roma


Flavius Gracchus liebte Regen, denn üblicherweise spülte er nicht nur Dreck und Unrat von den Straßen, sondern auch viele Menschen, und hinterließ die Stadt in einem glänzenden Schimmer. Deplorablerweise ließ sich an einem nefastus publicus kaum jemand davon abhalten, aus dem Hause zu gehen - weder bei sengender Hitze, noch bei Wind oder Regen, und erst recht nicht nachdem der Regen hatte nachgelassen-, ob dessen das Marsfeld bereits mehr als gut gefüllt war. Obgleich dem Flavier an diesem Tage keine kultische Funktion zukam, so war er doch einerseits in seiner Funktion als Senator und Pontifex anwesend, dem Ritus des Equus October beizuwohnen, darob gewandet in eine toga praetexta. Andererseits indes war er als Bewunderer Decimus' Serapios gekommen und hielt ob dessen wie versprochen eine kleine, goldene Fahne in seinen Händen - nichts im Vergleich zu den wahren Anhängern der Rennställe, welche bisweilen gar von Kopf bis Fuß in die Farben ihrer Favoriten waren gehüllt, doch weitaus mehr als der Flavier üblicherweise zu solchem Anlass bereit war, zur Schau zu stellen. In einem jedoch stand er den Rennbegeisterten durchaus in diesem Augenblicke in nichts nach, denn wie diese streckte auch er sich ein wenig mehr, um die Fahrer während ihrer Vorstellung in all ihrer Pracht sehen zu können - dabei indes nur nach einem einzigen Ausschau haltend.
Thema: Atrium | Domine, quo vadis?
Manius Flavius Gracchus

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RE: Atrium | Domine, quo vadis? 17.10.2020 19:57 Forum: Villa Flavia Felix


Aus Minors recht distanziertem Gebaren schloss der Vater, dass sein Zustand noch desolater war als die Reise rechtfertigte. Zugegeben, ihre Beziehung war von Tiefen, weniger tiefen Tiefen und nur wenigen flachen Höhen geprägt, doch gleichwohl sein Sohn nach der Eheschließung sich weniger und weniger hatte in Rom blicken lassen, so mochte dem älteren Flavier nicht in den Sinn gelangen, welchen Anteil er an einer neuerlichen Tiefe hätte getragen. Vielmehr hätte Gracchus selbst Grund, dem Erstgeborenen gram zu sein, welcher seine Pflicht - kaum in den Senat erhoben - hatte so lange vernachlässigt. Doch der Vater war an diesem Abend jovial gesinnt, dass er sich mehr mit Sorge trug über seines Sohnes Wohlbefinden. In diesem Augenblicke trat auch Prisca heran, welche Gracchus mit einem liebevollen Blicke bedachte, ehedem er sich wieder Minor zuwandte - welcher seine Nachfrage zweifelsohne nur aus Höflichkeit stellte, indes kaum wohl an den Einzelheiten einer Geburt interessiert war.
"Die Kinder sind bereits auf ihrem Zimmer und es ist vorzuziehen, sie nicht noch einmal in Aufruhr zu ver..setzen"
, griff er jedoch das Thema seiner beiden jüngsten Nachkommen auf.
"Indes werden sie morgen früh zweifelsohne verzückt sein, endlich ihren großen Bruder wieder zuhause zu wissen."
Da der Vater nicht die geringste Vorstellung davon hatte, was in seinen Kindern vorging, und diese sich auch noch nicht in einer Weise artikulierten, welche ihm verständig war, war dies selbstredend nur Spekulation, doch schloss er jene Freude aus seiner eigenen Verehrung, welche er als Knabe seinem älteren Bruder hatte entgegen gebracht.
"Und die Pfli'ht sollte ebenfalls bis morgen warten"
, nachdem sie ohnehin bereits so lange hatte gewartet.
"Ihr solltet euch erst einmal wieder zur Gänze akkommodieren."
Thema: Tablinum I MFG et Fabii Torquatii
Manius Flavius Gracchus

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RE: Tablinum I MFG et Fabii Torquatii 17.10.2020 19:44 Forum: Villa Flavia Felix


Selbstredend bemerkte auch der schöne Demostratos, dass das Glas des Fabiers geleert war und eilte sich es wieder aufzufüllen.
"Ah, Senator Purgitius"
, nickte Gracchus währenddessen zufrieden. Zwar gehörten sie nicht zum gleichen Lager, doch Gracchus schätzte den Purgitier als einen gemäßigten Mann, und mehr noch ob seiner Attitüde stets konstruktiv und sachlich zu bleiben. Nur ein einziges Mal hatte er erlebt, dass Senator Purgitius emotional wurde, und dies hatte ihn nur noch mehr in seinem Ansehen erhoben, war es doch bei jener Gelegenheit gewesen, bei welcher sich der barbarische, germanische Consul ein zweites Amtsjahr hatte erschlichen.
"Nun, in diesem Falle steht einem tirocinium fori deines Sohnes bei mir nichts im Wege."
Der Flavier beugte sich ein wenig über den Tisch, um Cnaeus Fabius Torquatus seine Hand zu reichen, das Übereinkommen zu besiegeln.
Thema: Triclinium | Am Kreuze sollen sie hängen
Manius Flavius Gracchus

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RE: Triclinium | Am Kreuze sollen sie hängen 11.10.2020 20:18 Forum: Villa Flavia Felix


"Nun, ich möchte doch einwerfen, dass die Toleranz gegenüber den Christianern eine andere Qualität hat als jene gegenüber anderen Kulten. Denn jene anderen Kulte streiten übli'herweise nicht die Existenz unserer Götter ab, respektive die Vergöttlichung unserer Kaiser. Sofern sich nicht ohnehin eine Überschneidung der Kulte zeigt, respektive eine Überlagerung, die nur in der Nomenklatur differiert, tolerieren sie den Cultus Deorum wie wir ihr Götterkontinuum. Die Christianer hingegen streiten die Existenz jedweder anderer Götter ab und ge..fährden somit mit jedem ihrer Akte die pax deorum. Nicht umsonst sind sie von staatlichen Karrieren ausgeschlossen, während diese Bürgern anderer Kulte offen stehen."
Als Faustus wieder das Wort ergriff hing Gracchus regelrecht an seinen Lippen. Es war das erste mal, dass sie gemeinsam an einer Konversation dieser Art partizipierten, und es gefiel dem Flavier, dass Serapio nicht nur sein Schwert konnte schwingen - in tatsächlichem, wie metaphorischen Sinne - und in trauter Zweisamkeit große Worte fand, sondern auch in einer eloquenten Runde sich konnte behaupten. 'Indem wir sie restlos allesamt hinrichten' - dies war in der Tat ein Vorschlag, der Gracchus' Zuspruch fand. Eine Woche lang Spiele im Theatrum Flavium, die gesamte Arena vollgefüllt mit Christianern und dazu einige Rudel ausgehungerter Löwen oder Wölfe - oder Löwen und Wölfe. Doch noch während er diesen bildlichen Szenen mehr Raum in seiner Vorstellung konnte geben, warf Serapio einen Scherz ein, der nicht im geringsten von Humor zeugte - die Christianer in den Staatskult integrieren!
"Integrieren - ja das würde auf jeden Fall alle Gerichtsfälle lösen!"
pflichtete Salassus lachend bei, während Gracchus nur missbilligend ein Braue empor hob. Immerhin konnte Faustus einiges an Fakten aufbieten, darunter vieles, das Gracchus in diesem Detail bisherig nicht bekannt war.
"Haben sie noch immer einen Episcopus*, einen Bischof in Rom?"
Allein die Erwähnung trieb Gracchus einen Schauer über den Rücken. Selbst nach all diesen Jahren loderte noch immer die Wut auf seinen Bruder und dessen Christianer-Eskapaden, respektive auf die Christianer und ihr zerstörerisches Werk in ihm.

Sim-Off: * Vorsicht, dieser Linke geht weit, weit in der IR-Historie zurück, weit über die Grenzen von Zeit und Raum SimOn und SimOff hinaus und ist nicht für empfindsame Rollenspielseelen geeignet. Öffnung auf eigene Gefahr ;-)
Thema: Atrium | Domine, quo vadis?
Manius Flavius Gracchus

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RE: Atrium | Domine, quo vadis? 11.10.2020 19:05 Forum: Villa Flavia Felix


Die Cena war Gracchus auf den Magen geschlagen - die in Essig eingelegten Sardellen hatten sich nicht mit der in Hypotrimma ertränken Gänsebrust vertragen -, und gleichwohl er dies bereits vorher hatte geahnt, hatte er doch beidem nicht widerstehen können. Indes - weshalb bereitete Attalus, der Coquinus beide Gerichte an einem Abend zu? Der Flavier hatte dafür Sorge getragen, dass dies nicht noch einmal geschah - eine Nacht im Kellerloch würde dem Koch ausreichend Zeit gewähren, über seine Speisefolge zu sinnieren - und vertrat sich nun ein wenig die Beine im Garten als die Nachricht über die Ankunft seines Sohnes und dessen Gemahlin ihn erreichte. Augenblicklich war alles Unbehagen vergessen und er eilte großen Schrittes zurück ins Haus.
"Minimus! Willkommen zuhause!"
begrüßte er diesen freudig schon vom Rande des Atriums aus und überwand die letzte Distanz - zumindest physische Distanz - zwischen ihnen.
"Wie war die Reise?"
Der jüngere Gracchus sah nicht eben wohlbehalten aus, er schien dem Älteren ein wenig blass um die Nase und Schatten lagen unter seinen Augen. Indes - so er seinem Vater in Hinsicht auf das Reisen und die damit einhergehende Malaise nachkam, war dies nicht weiter verwunderlich.
Thema: Tablinum I MFG et Fabii Torquatii
Manius Flavius Gracchus

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RE: Tablinum I MFG et Fabii Torquatii 11.10.2020 18:56 Forum: Villa Flavia Felix


Wie er ohnehin wenig über die Fabier wusste, so war Gracchus auch der Fakt neu, dass der ältere Torquatus in der Classis hatte gedient, eine Einheit, deren Mitglieder dem Flavier generell suspekt waren. Dies hatte nichts mit ihrer Funktion zu tun, auch nicht mit Herkunft oder Stand, nein, es war schlichtweg dem Umstand geschuldet, das Gracchus das Reisen an sich bereits ein Übel war, das Reisen auf einem Schiff jedoch eine echte Tortur. Männer, welche freiwillig einen Dienst taten, der beständige Anwesenheit auf einem Schiff inmitten des Meeres inkludierte, mussten darob etwas zu verbergen haben. Verstohlen blickte Gracchus über den Rand des Glases hinweg, das er eben an seine Lippen hatte gesetzt, doch an Fabius Torquatus schien nichts suspekt. Allfällig da er letztendlich schon viele Jahre im Palast diente. Wer darüberhinaus seinem Sohn eine gedeihliche Ausbildung in Alexandria zuteil werden ließ, konnte so so verkehrt nicht sein.
"Ah, am Museion! Mein ältester Sohn, Gracchus Minor, hat dort ebenfalls seine Ausbildung ab..geschlossen. Allerdings"
, er zögerte kurz und blickte zu dem jüngeren Fabier.
"Nun ja, dies war zweifelsohne bereits vor deiner Zeit."
Immerhin war Minor längst in den Senat erhoben, obgleich er bisher nicht allzu viel damit hatte anzufangen gewusst, wie der Vater wieder einmal nicht umhin kam voller Bedauern - und ein wenig Unmut - festzustellen. Die besten Grundbedingungen waren letztendlich nutzlos, so ein Mann sie nicht annahm, um seine Zukunft zu gestalten. Während andere aus weit weniger opportunen Bedingungen weit mehr zu gestalten bereit waren. Blasierte Emporkömmlinge, welche laut polternd und blökend sich die Stufen des Cursus Honorum hinaufkauften und dabei Sitte und Anstand mit Füßen traten, waren dem Flavier ein Graus - wie etwa der Usurpator Vescularius einer gewesen war, oder der germanische Rohling, der kaum dass er ein Konsulat inne hatte altehrwürdiges Recht außer Kraft gesetzt und seine Amtszeit verlängert hatte. Hinwieder hing dies Gracchus' Ansicht nach nicht von Geburt aus mit Stand und Herkunft zusammen, wiewohl auch eine patrizische Herkunft kein Garant für Vortrefflichkeit war, sondern lediglich ein guter Nährboden. Die Anlage eines jungen Mannes zu Höherem zu fördern, welcher bereits in seiner Ausbildung ein Talent dazu hatte gezeigt, war darob für Gracchus nicht unbedingt nur eine Frage des Standes.
"An deinen Überlegungen gibt es nichts zu beanstanden und ich bin durchaus bereit, deinen Sohn in diese Welt einzuführen so er sich als taugli'h erweist."
Ein Mann mit mehr machthungrigem Ehrgeiz hätte den Preis hierfür zweifelsohne weit über eine unspezifische Zusage für Unterstützung getrieben, insbesondere in Anbetracht Fabius' Nähe zum Kaiser. Doch Gracchus hatte nicht nur selbst bereits seine Pflicht erfüllt und einen Status erreicht, welcher ihn kaum noch zu Höherem antrieb, das Geschacher mit immateriellen Werten war ihm schlichtweg ebenso zuwider wie das mit Sesterzen.
"Eine Frage jedoch musst du mir zuvor noch beantworten, Fabius. Wer ist dein Patron, und hat er Kenntnis von diesem Ansinnen?"
Es war immerhin naheliegend, ein solches Gesuch - zumindest für den Einstieg in die politische Welt - an seinen Patron oder dessen Patron zu richten, was wiederum nicht immer mochte möglich sein - immerhin verrichteten viele Senatoren auch ihren Dienst in den Provinzen. Bevor er sich festlegte mochte Gracchus sich jedoch versichern, dass er niemanden auf die Füße trat oder aber mit dem jungen Fabius seine Opponenten stärkte.
Thema: Ein Möchtegern-Quaestor namens Ravilla
Manius Flavius Gracchus

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RE: Ein Möchtegern-Quaestor namens Ravilla 09.10.2020 20:24 Forum: Ideen-Board


Möchtest du tatsächlich Quaestor werden, dein Charakter wäre also bereits Virgintivir gewesen?
Oder möchtest du mit dem cursus honorum beginnen (also als Virgintivir)?

Wie auch immer, du findest alle Voraussetzungen und Hinweise dazu auf dieser Seite: Handbuch: Senator.

Kurz auf deine Fragen eingehend:
- Ungeachtet deines Vaters/ Familie benötigst du den "Ordo senatorius". Dieser kann von einem Senator-Vater oder Großvater geerbt sein. Oder aber der Kaiser hat ihn dir verliehen (das würde deiner Wahl entsprechen)
- Die Grundstücke benötigst du erst zur Erhebung in den Senat
- SimOn macht es viel Sinn, sich einen Patron zu suchen
Thema: Tablinum I MFG et Fabii Torquatii
Manius Flavius Gracchus

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RE: Tablinum I MFG et Fabii Torquatii 09.10.2020 13:42 Forum: Villa Flavia Felix


"Vielen Dank, so ri'hte ihr denn bitte wiederum auch meine Grüße aus"
, quittierte Gracchus die Grüße Axillas, und schloss mit einem
"Auch meine Gemahlin befindet sich wohl"
das unwichtige Geplänkel ab, zweifelsfrei überzeugt, dass dies der Wahrheit entsprach - schlussendlich war Prisca zurück in Rom und hatte ihre Kinder um sich, was konnte sie sich mehr wünschen? Sodann wandte er sich dem jungen Fabier zu, der gerade im rechten Alter schien, um erste, ernsthafte Schritte in der Politik zu gehen - somit nicht der Sproß aus Torquatus' Verbindung mit Axilla konnte sein, was indes ohnehin irrelevant war. Und obgleich eine gewisse Ähnlichkeit zu seinem Vater nicht zu verhehlen war, so hatte der doch viel weichere, beinahe zarte Gesichtszüge, welche eine latente Aufmerksamkeit des Flaviers erregten.
"Es ist mir eine Freude, dich kennenzulernen, Fabius. Dein Vater hat bereits in seiner Nachri'ht erwähnt, dass du den Schritt in Politik und Cultus publicus wagen möchtest. Wie ausgereift sind diese Pläne?"
Da Gracchus die beiden nicht näher und insbesondere den bisherigen Werdegang des jüngeren Fabius nicht kannte, mochten diese Pläne von der Einholung eines Ratschlages eines Pontifex, über ein tirocinium fori bis hin zu konkreter Unterstützung im Wahlkampf alles beinhalten können. Seine Frage stellte der Flavier dabei in Richtung des Vaters, denn wie auch immer die Pläne des Jüngeren mochten aussehen - in Rom bestimmten die Väter den Weg ihrer Söhne, und obgleich Gracchus an dieser Konvention in seiner Jugend selbst verzweifelt war, so würde er sie niemals offen infrage stellen. Was Titus Torquatus antrieb, würde er - sofern es dazu überhaupt kommen mochte - ein andermal herausfinden.
Thema: Ausblicke in die Zukunft
Manius Flavius Gracchus

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08.10.2020 19:02 Forum: Forums-Umzug 2020


Zitat:
Original von SPIELLEITUNG
.. sind es nun 1908 Artikel geworden, die übertragen werden mussten.

Ein großes Dankeschön für diese Mühe!

Allfällig stand es schon irgendwo, aber muss das Wiki auch noch umgezogen/übertragen werden?
Thema: Epistolae
Manius Flavius Gracchus

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Antwort an Cnaeus Fabius Tosquatus 08.10.2020 18:53 Forum: Domus Iunia


Ein unwichtiger, indes darob nicht weniger wohlgestalteter Sklave aus dem flavischen Hause brachte eine Antwort für Cnaeus Fabius Torquatus:

   

M' Flavius Gracchus Cnaeo Fabio Torquato s.p.d.

Deiner Vermählung entsinne ich mich durchaus mit Freude, darob wird es mir eine ebensolche sein, dich und deinen Sohn in zwei Tagen* zur achten Stunde in der Villa Flavia zu empfangen.








Sim-Off: Sim-off natürlich jederzeit, zudem könnt ihr die Porta gerne umgehen und direkt im Tablinum ankommen: Tablinum I MFG et Fabii Torquatii
Thema: Tablinum I MFG et Fabii Torquatii
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 8
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Tablinum I MFG et Fabii Torquatii 08.10.2020 18:49 Forum: Villa Flavia Felix


Eine sonnenverwöhnte Bank im von Schatten durchwirkten Winter hatte Gracchus einst eine zufällige Bekanntschaft mit lunia Axilla beschert, und das Drängen seiner Gemahlin dafür Sorge getragen, dass er auf ihrer Vermählung mit Cnaeus Fabius Torquatus gelandet war, welcher ihm bis dato in seiner Funktion als Procurator a Memoria nur flüchtig bekannt gewesen war. Diese Hochzeit war nicht außergewöhnlich gewesen, indes jedoch auch nicht derart dröge, dass er sie bereits wieder hätte vergessen, dabei durchaus derart vergnüglich, dass er der Bitte des Fabiers um ein Treffen gerne hatte entsprochen. Nach einer Sitzung des Collegium Pontificum hatte der Flavier sich etwas frisch gemacht, trug auch nicht mehr die toga praetexta, sondern nurmehr eine dunkelgrünfarbene Tunika aus fein gewirktem Wolltuch, deren Säume durchzogen waren mit goldfarbenen Fäden - welche zwar wie alle Kleidung der flavischen Familie edel anmutete, jedoch in ihrer patrizischen Alltäglichkeit eher dem informellen Charakter des Treffens entsprach. Auch das Tablinum, in welchem Gracchus sich bereits befand, strahlte jene zurückhaltende Eleganz aus, stellte zwar durch edle Materialien und die Büsten der flavischen Kaiser Vespasianus und Titus das Bewusstsein um die eigene Stellung heraus, ohne jedoch zu protzen.
"Cnaeus Fabius Torquatus und sein Sohn Titus Torquatus", führte ein junger Sklave die beiden Gäste in das Tablinum.
"Willkommen! Bitte, nehmt doch Platz"
, wies der Flavier auf zwei Stühle, welche ihm gegenüber um einen kleinen, runden Tisch aus Walnussholz standen. Der schöne Demostratos brachte drei Gläser und eine Kanne verdünnten Wein, den er sogleich ausschenkte. Es war nicht der allerbeste Wein aus den exquisiten Vorräten des Flavius Felix, doch durchaus ein schmackhafter Tropfen.
"Wie geht es deiner Gemahlin, Fabius? Ich hoffe, sie befindet sich wohl."
Gleichwohl Gracchus kein Freund belangloser Gesprächseröffnungen war, so mochte er doch die lunia nicht unerwähnt lassen, da letztlich ihre bisherige Verbindung über Torquatus' Vermählung mit dieser bestand.
Thema: Peristylium | MFG et FD - Geschiedene Leute
Manius Flavius Gracchus

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RE: Peristylium | MFG et FD - Geschiedene Leute 08.10.2020 12:26 Forum: Villa Flavia Felix


"Über all die Jahre?"
echote er leise, und diese Worte nahmen all seinem Zorn den Wind aus den Segeln, Beklemmung und Unbehagen legten sich über den Oceanos seiner Affekte, erstickten jede weitere Wallung. All die Jahre!
"Oh Domitilla"
, flüsterte er leise, zog sie ein wenig mehr an sich, legte die Arme um sie und hielt sie fest. Früher einmal hatte solch körperliche Nähe ihn stets in Verlegenheit gebracht, selbst gegenüber der Familie. Doch im Laufe der Jahre beschlich ihn mehr und mehr das Gefühl, dass vieles letztendlich nur aus dem Grunde ihm entglitten war, da er es nicht hatte festhalten können. Wie viele seiner Verwandten waren bereits entschwunden, ohne dass er sie hätte halten können, ohne dass er es überhaupt hätte versucht?
"Warum hast du nicht ge..schrieben?"
Rein rechtlich gesehen war Gracchus nicht für seine Base verantwortlich, doch rein rechtlich hatte in der Flavia Romuli nie ausgereicht. Er war Consular und Pontifex in Rom - er trug eine familiäre Verantwortung, ein familiäres Erbe, welches schlichtweg über das Recht hinaus ging. Darüberhinaus, ungeachtet aller familiären Erwartung, war die Familie stets eine seiner Maximen gewesen und seit den Geschehnissen des Bürgerkrieges ihm die höchste. Er hätte sie persönlich nach Hause geholt. Gracchus hielt Domitilla weiter an den Schultern als er ein wenig Abstand zwischen sie brachte, seine Augen sich ein wenig verengten.
"Ist er ebenfalls in Rom?"
fragte er mit lauernder Couleur in seiner Stimme. Der Flavier hatte Tiberius lange nicht im Senat gesehen, und als Gemahl - ehemaliger Gemahl - seiner Base wäre es zweifelsohne ein Akt des Anstandes gewesen, dass jener ihn bei seiner Rückkehr hätte angesprochen. Andererseits ahnte Lepidus allfällig bereits, das Gracchus nicht eben gut auf ihn zu sprechen würde sein, und war darob womöglich ihm aus dem Weg gegangen.
Thema: Überarbeitung des Rangsystems
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 27
Hits: 472
RE: Überarbeitung des Rangsystems 08.10.2020 10:46 Forum: Forums-Umzug 2020


Insbesondere bzgl. des Cultus Deorum stimme ich Pompeius und Petronius zu. Das ist wirklich ein sehr, sehr altes Schaubild - für den Cultus Deorum gab es wenn ich mich recht erinnere zwei Reformen seitdem, davon zuletzt die größere Historifizierung (allfällig sollte ich nicht "sehr, sehr alt" schreiben, immerhin hat Gracchus als Camillus hier angefangen... ). Dadurch gibt es weniger "direkte" Karrierelinien - die Kollegien etwa sind Schritte einer allgemeinen Ritter oder Senatoren-Laufbahn.

Auch der Cursus Honorum wurde zwischenzeitlich historifiziert und passt nicht mehr zu dem Schaubild.

Ich kann aber durchaus den Wunsch der Spielleitung verstehen. Für einen Neuling ist diese gesamte Karriere-Welt überaus komplex und vermutlich sehr undurchsichtig. Natürlich kann man es im Handbuch auf vielen Seiten mit noch viel mehr Worten nachlesen, doch ein Schaubild wäre vermutlich für die erste Orientierung wesentlich besser.

Dafür könnte ich mir zwei Ansätze vorstellen. Der eine wäre das Ziel: ich suche mir als Spieler z.B. aus, dass ich irgendwann flamen dialis sein möchte. Dann bräuchten wir für jeden dieser Posten ein eigenes Schaubild, welches aufzeigt welche Möglichkeiten (vielleicht begrenzt auf die direktesten oder gängigsten) zu diesem Ziel führen. Der Nachteil daran ist, dass dies ziemlich viele Schaubilder benötigen würde. Es sei denn, mann kann eine geeignete Datenstruktur anlegen, welche die Schaubilder generiert (ähnlich wie die Familien-Stammbäume im Tabularium).

Der andere Ansatz ist "von unten". Du bist ein männlicher, plebeischer Civis - das sind alle Möglichkeiten, die du (z.B. im Bereich "Kult", "Militär", "Kaiserpalast") hast. Das wäre etwa die grafische Abbildung der Beschreibungen im Handbuch. Dabei würden jedoch wieder viele Faktoren Einfluss nehmen (Statusänderung, CH-Karriere, ...) , so dass die Schaubilder wiederum sehr komplex werden würden.
Thema: Moderation der Casa- und Domus-Foren
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 9
Hits: 649
08.10.2020 09:52 Forum: WiSim und Technik


Ich bitte um die Mod-Rechte für die Villa Flavia Felix in Rom.


Darüberhinaus wäre es allfällig eine Möglichkeit, dass der Cultus Deorum-NPC Marcus Valerius Mercurinus die Moderation im CD-Bereich erhalten würde:
- Templa Urbis

- Pietas et Cultus (im allgemeinen Bereich) und dort die "staatlichen" Unterforen:
-- Regia des Cultus Deorum
-- Atrium Vestae
-- UIpianum
Thema: Peristylium | MFG et FD - Geschiedene Leute
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 4
Hits: 95
Peristylium | MFG et FD - Geschiedene Leute 04.10.2020 11:43 Forum: Villa Flavia Felix


"... und deine Base Domitilla hat ihre Scheidung von Tiberius Lepidus erklärt" fasste Ikarus die Neuigkeiten des vergangenen Tages zusammen. Als Vilicus der flavischen Familie, Privatsekretär und Leibsklave des Manius Gracchus musste er selbstredend auch über alle Geschehnisse im Haus informiert sein. Obwohl Ikarus erst in diesem Jahr in die Villa eingezogen war hatte er zum Glück gute Kontakte zu allen anderen Sklaven des Hauses - er stammte immerhin wie viele von ihnen aus der Zucht der Flavia Agrippina, was seine Arbeit erleichterte.
"Was?"
fuhr Gracchus nun auf. Er hatte seit Domitillas Rückkehr nach Rom keinen Anlass gesehen, sich mit ihr über ihre Ehe zu unterhalten. Doch er hatte angenommen, dass ihre Anwesenheit nur dem Zwecke eines Besuches in der Hauptstadt diente und sie hernach zu ihrem Gemahl zurückkehren würde.
"Ihre Scheidung?! Wes..halb?"
"Darüber liegen mir keine Informationen vor, Herr."
Gracchus schnaubte unwirsch und stand auf. Scheidung! Eine Flavia reichte die Scheidung ein! Er spürte, wie Hitze sein Blut in Wallung brachte, doch wie der flavische Furor sich seines Geistes bemächtigte lag außerhalb seiner Wahrnehmung.
"Wo ist sie?"
brüllte er nun schon beinahe, achtete jedoch nicht mehr auf Ikarus, der ohnehin nicht wusste, wo die Flavia sich aufhielt, und rauschte aus dem Zimmer. Im Atrium blaffte der Flavier Sklave um Sklave an - und je länger dies dauerte, desto mehr mögliche Szenarien malte er sich aus und desto mehr Ingrimm brodelte in ihm - bis er einen gefunden hatte, der ihn ins Peristylium verwies, wo Domitilla entspannt auf einer Kline lag.
"Was hat er ge..tan!?"
fuhr er sie regelrecht an, packte sie bei den Schultern und zog sie auf die Füße.
"Was hat er dir angetan?"
In einem Winkel seines Geistes sammelten sich zu all den möglichen Szenarien bereits mögliche, flavische Vergeltungsmaßnahmen, welche von einer öffentlichen Verunglimpfung bis hin zu einem klandestinen Attentat allerlei beinhalteten.
Thema: Triclinium | Am Kreuze sollen sie hängen
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 11
Hits: 197
RE: Triclinium | Am Kreuze sollen sie hängen 04.10.2020 11:14 Forum: Villa Flavia Felix


"Dem kann ich nur zustimmen" tat Marcius Salassus eben dies. "Viel zu vage! Das hat mich schon den ein oder anderen Erfolg vor Gericht gekostet. Ganz davon zu schweigen, dass vieles erst gar nicht vor Gericht landet. Eine Reform ist dringend nötig!"
"Gut"
, nickte der Flavier und auf einen Wink hin verteilte sein Vilicius Ikarus Wachstafeln, welche eine Abschrift des Decretum enthielten.
"Du erwähnst die braven Leute, Serapio. Ich bin dennoch der Ansicht, dass bereits der erst Paragraph über die Religionstoleranz das gesamt Gesetz ver..wässert: Im Grundsatz übt das Imperium Romanum eine religiöse Toleranz gegen das Christentum aus. Es wird den Christen gestattet ihren religiösen Praktiken nachzugehen. Keine andere Sekte, kein Kult kann sich auf solche einen Paragraphen berufen. Glei'hwohl öffnet der Term Praktiken doch Tür und Tor für allerlei Schandtaten, die im weiteren Decretum nicht näher ausgearbeitet sind."

/edit: Schriftfarbe für Salassus angepasst
Thema: Galloi im Imperium Romanum
Manius Flavius Gracchus

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RE: Galloi im Imperium Romanum 02.10.2020 21:14 Forum: Ideen-Board


Die Galli der Magna Mater sind nicht zu vergleichen mit den Aedituui, die im Grunde eher Verwalter der Tempel waren. Die Galli dagegen waren echte Priester, deren Aufgabe es war, den Kult der Göttin auszuführen, ihr zu dienen und zu huldigen.
Als der Kult der Kybele um 200 v. Chr. nach Rom kam wurde er wegen seiner unrömischen Ausschweifungen streng reglementiert. An gewissen Tagen wurde ihm erlaubt, eine Kollekte durchzuführen, um sich zu finanzieren. Römischen Bürgern war es nicht erlaubt der Göttin nach ihrem Ursprungs-Ritus zu opfern, ebenso wie auch kein römischer Bürger Priester der Magna Mater werden durfte, da diese sich selbst kastrierten, was nach römischem Recht verboten war.
Später unter Claudius wurden einige Einschränkungen aufgehoben, und der Kult ein Teil der Staatsreligion. Die Wahl der Galli und der Priesterinnen (sacerdotes) der Magna Mater mussten durch die Quindecimviri Sacris Faciundis genehmigt werden.

Was bedeuted dies nur für das IR und die "Gehaltsfrage"?

Teil der Staatsreligion legt "Teil des Cultus Deorum" nahe , und damit WiSim-technisch auch ein Gehalt. Ebenso jedoch auch die Voraussetzung "SimOff-Kurs Religion 1". Sofern der Rang (und das Gehalt) höher sein sollen aIs der Aedituus eine entsprechend SimOn erspielte Karriere und den "SimOff-Kurs Religion 2".

Indes habe ich hier nichts zu sagen, das ist nur meine Ansicht als langjähriger CD-Spieler (und ehemaliger CD-Moderator). Augenzwinkern

/edit: ich habe grade gesehen, dass du aus "dem anderen Forum" gekommen bist. In diesem Fall sollte die Spielleitung natürlich entscheiden, inwiefern du dir dort unter welchen Voraussetzungen deine "Karriere" schon aufgebaut hast.
Ich gehe schlichtweg davon aus, dass du dort schon deinen Weg gegangen bist. Und da du ihn hier weitergehen möchtest, sollte der Spielspaß m.E. nicht an einem Gehalt scheitern.
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