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Thema: [OFFICIUM IMPERATORIS] Privataudienz für Faustus Decimus Serapio
TIBERIUS AQUILIUS SEVERUS AUGUSTUS

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RE: Privataudienz für Faustus Decimus Serapio - Die Nabataea-Frage 05.10.2019 20:58 Forum: Domus Flaviana


Der Kaiser nickte bedächtig zu den Informationen zum Zeitrahmen. Es schien keine Eile geboten zu sein, auch wenn ihm der Rahmen von zwei Jahren doch etwas arg lang vorkam. Aber vielleicht war das auch eine Eigenheit großer Reiche, dass sie kaum so lange ohne Herrscher sein konnten. Das kleine Nabataea konnte das villeicht besser. "Nun gut, das gibt uns etwas Zeit für die Planung der weiteren Schritte. Um die Via Maris können sich die lokalen Statthalter kümmern und bei dieser Gelegenheit weitere Informationen sammeln. Unsere Aktivitäten dort werden ja zudem kaum unbemerkt bleiben." Damit war dieses Thema für en Kaiser erst einmal abgeschlossen.

Statt ein wenig Plauderei über die Karte brachte Decimus Serapio dann jedoch gleich eine andere heikle Frage auf den Tisch. Es schien die Eigenschaft der Prätorianer zu sein, immer in Nestern stochern zu müssen. Den Mann wieder in den Dienst zu nehmen erschien dem Kaiser zunehmend eine gute Idee zu sein. "Von Sorge habe ich bisher nichts vernommen", relativierte der Kaiser die Einschätzung. "Die Gesetzeslage ist ja auch eindeutig: Wir gestatten ihnen, ihren Praktiken nachzugehen, solange sie sich bedeckt halten und unsere Götter nicht beleidigen. Das sollte eigentlich für alle leicht zu verstehen und zu befolgen sein. Mir sind bisher auch keine rechtswidrigen Prozessionen, verweigerten Opfer oder dererlei offensichtliche Verstöße gemeldet worden. Hast du andere Informationen?" Der Kaiser war hier durchaus interessiert, denn bisher hatte er dem Thema keine große Bedeutung beigemessen.
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TIBERIUS AQUILIUS SEVERUS AUGUSTUS

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RE: Privataudienz für Faustus Decimus Serapio - Die Nabataea-Frage 11.09.2019 21:03 Forum: Domus Flaviana


Der Kaiser folgte dem Finger auf der Karte. Die Aussicht auf einen parthischen Brückenkopf war alles andere als verlockend. "Du sagst es. Eine Spaltung Nabataeas sollten wir dann wohl eher vermeiden." Damit schien zu der Sache nun aber erst einmal alles gesagt zu sein, denn der Decimer setzte diesmal nicht zu einer umfassenden Erläuterung an. Der Kaiser schaute noch eine Weile auf die wirklich beeindruckende Karte und blickte dann wieder auf. "Was ist unser Zeitrahmen? Wie lange warst du jetzt überhaupt für die Rückreise unterwegs und wie schnell entwickeln sich die Dinge vor Ort zur Zeit vermutlich?" Der Kaiser hoffte inständig, dass sich die Situation nicht so schnell entwickelte, dass die Hälfte der Informationen veraltet war, bevor er sie sich überhaupt hinreichend einprägen konnte. Die Hälfte der eben genannten Namen drohte er ja jetzt schon wieder zu vergessen.

Noch einmal wanderte der Bick des Kaisers zur Karte. "Hast du die eigentlich selber angefertigt? Kartographische Fähigkeiten scheinen unter Prätorianern eine gute Tradition zu haben." Womit sie dann auch wieder bei der Frage des Dienstpostens waren. "Ich werde in Erfahrung bringen lassen, ob kurzfristig ein Tribunat zu besetzen ist und wir es dir geben können, ohne in irgendwelche Fettnäpfchen zu treten." Der Kaiser konnte solche Posten zwar besetzen wie er wollte, aber gleichzeitig musste er natürlich darauf achten, niemandem die Karriere zu ruinieren, den er sich eigentlich gewogen halten wollte. Aber im Moment war Rom ruhig und alle Parteien schienen zufrieden, so dass die Gefahr von Fehlern gering war.
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TIBERIUS AQUILIUS SEVERUS AUGUSTUS

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RE: Privataudienz für Faustus Decimus Serapio - Die Nabataea-Frage 06.09.2019 21:19 Forum: Domus Flaviana


Der Kaiser lehnte sich zurück und dachte nach. Während er das tat strich er sich leicht und unbewusst durch den Bart ohne zu ahnen, dass sein Gesprächspartner gerade noch über eben jenen nachgedacht hatte. Die vorgestellte Option hörte sich durchaus vielversprechend an. Optimale Kandidaten waren ohnehin nicht zu erwarten und ein respektierter Händler, der vermögend genug war, um sich eine schlagkräftige Söldnertruppe zu leisten, war in dieser Region vermutlich alles andere als eine schlechte Option.

Dann kam ein neuer Name ins Spiel. Bostra. Der Kaiser beugte sich vor und blickte auf die Karte. "Könnte das Reich in zwei Teile zerfallen? Einen Süden, der sich uns zuwendet und einen Norden, der unter parthischer Kontrolle steht?" Der Kaiser versuchte, die Geografie anhand der Karte einzuschätzen. "Würde unsere Grenze zu den Parthern damit einfacher kontrollierbar werden oder schwieriger?" Wieder ging der Blick des Kaisers zur Karte. "Die Straße von Bostra nach Süden geht über Petra nach Aila, oder? Wo wäre auf dieser Straße in etwa ein Wechsel der kontrollierenden Macht zu erwarten?"

Während sich der Kaiser versuchte, anhand der Schilderungen und der Karte ein Bild von der Region zu machen, die er noch nie mit eigenen Augen gesehen hatte, war die Frage nach der Aufklärungsarbeit eine eher leichte Aufgabe. "Ja, sicher sollten wir unsere Aktivitäten dort verstärken, auch um einem Klientelkönig einige Sicherheit bieten zu können. Wir müssen dort zweifellos informiert und handlungsfähig erscheinen, wenn wir unseren Einfluss halten und ausbauen wollen." Auf die Frage nach dem Dienstposten hin schaute der Kaiser seinem Gegenüber eine Weile in die Augen. Dann schmunzelte er ein wenig, als wenn er ein einfache Antwort auf eine schwierige Frage gefunden hätte. Tatsächlich hatte er aber nur eine Feststellung und eine Gegenfrage im Angebot. "Bei deinem Lebenslauf und deiner Erfahrung in derartigen Angelegenheiten ist es wohl weniger die Frage, ob ich dich dort wieder im Dienst sehen möchte, sondern vielmehr die Frage, auf welchem Posten du dies tust. Ich kann dich zu meinem Sonderbeauftragten in der Nabataea-Frage machen und dir einige Praetorianer dafür unterstellen, ohne dass du Teil der Truppe wirst. Alternativ ein Tribunat, wobei wir dazu natürlich erst noch in Erfahrung bringen müssen, wer dafür seinen Posten räumt. Momentan sind alle Tribunate besetzt, aber das ist nur eine Formsache. Irgendjemand kann es sicher kaum erwarten, den nächsten Schritt auf der Karriereleiter zu machen. An der Spitze wird das weniger einfach. Ich vertraue meinen beiden derzeitigen Praefekten uneingeschränkt und keiner hat Absichten geäußert, seinen Platz in Kürze zu räumen. Zumal sie ohnehin genug andere Aufgaben haben und sich nicht im Detail um die Nabataea-Frage kümmern können."
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TIBERIUS AQUILIUS SEVERUS AUGUSTUS

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RE: Privataudienz für Faustus Decimus Serapio - Die Nabataea-Frage 01.09.2019 20:38 Forum: Domus Flaviana


Der Kaiser dachte diesmal einen Augenblick länger im Stillen nach, davor er wieder zum lauten Denken überging. Es war ja auch alles andere als eine leichte Debatte, die sie gerade führten und auch als Herrscher eines großen Weltreiches musste man manchmal seine Gedanken erst ordnen, bevor man begann, sie auszusprechen. "Wie steht dieser Sospitos denn in Relation zu jenen Fraktionen, die du eben aufgezählt hast?" fragte er dann vorsichtig nach. "Du erwähntest eben die Zimthändler und Beduinen, die Tribute von den Karawanen eintreiben. Ich bin mir sicher, beide werden seine sehr klare Meinung über einen einflussreichen Weihrauchhändler haben. Ist es eine gute oder eine schlechte Meinung? Und wem könnte sich dieser Tayim zuwenden, wenn er die Unterstützung des Sospitos verliert? Könnte ihn das in die Arme eines gefährlicheren Gönners treiben und eine Allianz heraufbeschwören, die uns vor Probleme stellt?"

Der Kaiser stellt die Frage nach dem alternativen Verlauf eines Limes Arabicus bewusst zurück, nahm sich aber vor, später noch einmal darauf zurück zu kommen. Aber je unklarer die Frage war, ob, wann und wie sie das Land gewinnen konnten, umso weniger drängend wurde die Frage, wie man es sichern konnte. Auch zum Angebot des Decimus Serapio, die Verbindung mit ihrem Kandidaten aufzunehmen, sagte er erst einmal nichts. Dass dies der nächste logische Schritt war, lag allerdings ohnehin auf der Hand und die Frage war wohl eher, mit welchen Vollmachten und Begleitern man ihn dafür ausstattete.
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TIBERIUS AQUILIUS SEVERUS AUGUSTUS

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RE: Privataudienz für Faustus Decimus Serapio - Die Nabataea-Frage 23.08.2019 20:40 Forum: Domus Flaviana


Der Kaiser schien von der ausgerollten Karte angetan zu sein. Zumindest ließ er den Blick über die Zeichnung schweifen, auch abseits des Zeigefingers seines Gespärchspartners. Trotzdem hörte er weiter aufmerksam zu und wog im Kopf die verschiedenen Optionen ab. Da sie hier in vertraulicher Runde waren, konnte er allerdings etwas lauter denken. "Ein uns geneigter Stadtherr? Zweifellos, das sollten wir anstreben. Truppenverlegungen? Ja, das könnte ein geeignetes Zeichen sein. Wobei wir schauen müssten, welche Einheit geeignet ist. Vielleicht auch eine weiter entfernte Ala dauerhaft verlegen." Reitereinheiten waren leider teuer und daher nicht so leicht verfügbar wie die kostengünstigere Infanterie. "Einen Limes Arabicus errichten? Nun, diese Idee ist ja schon häufiger Thema gewesen. Wenn ich mich richtig erinnere, haben meine flavischen Vorgänger die Einrichtung der Provinz Iudaea zum Anlass genommen, derartige Pläne auszuarbeiten und zumindest das Straßennetz dafür in Teilen auch schon zu ertüchtigen. Vielleicht ist es wirklich eine lohnenswerte Investition, diese Pläne wieder zu intensivieren."

Der Kaiser schien die Idee jedenfalls als Option behalten zu wollen, während im die weiteren Ideen augenscheinlich weniger zusagten. "Ja, wenn die Parther nicht wären, wäre die Eroberung des Landes unter den genannten Bedingungen sicher eine günstige Option. Aber wir sollten es meines Erachtens vermeiden, eine Konfrontation heraufzubeschwören, derer wir nicht sicher gewachsen sind. Unser letzter Krieg dort war ja nicht so ruhmreich. Aber andererseits hast du sicher Recht, wenn wir auf unser Vorrecht pochen, bei der Besetzung des Throns mitzureden, wie es in der Vergangenheit auch der Fall war. Es wäre demnach eine Eskalation von Seiten der Parther, wenn sie uns dieses Recht offensiv streitig machen wollen und angesichts der ebenfalls offenen Lage in Armenia bezweifle ich, dass sie das tun würden, wenn wir nur selbstbewusst genug auftreten. Würde Parthia sich stark genug für einen Krieg fühlen, würden sie den in Armenia beginnen, nicht in Nabataea." Zumindest war der Kaiser davon überzeugt.

"Wer ist denn unsere Option als neuer Vasallenkönig? Was bietet er uns und was erwartet er dafür?" Eine solche Besetzung war immer ein Handel und Rom hatte immerhin einiges zu bieten.
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TIBERIUS AQUILIUS SEVERUS AUGUSTUS

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RE: Privataudienz für Faustus Decimus Serapio - Die Nabataea-Frage 15.08.2019 21:07 Forum: Domus Flaviana


Der Kaiser nahm die erhoffte Antwort mit einem sichtbaren Zeichen der Erleichterung auf. Natürlich wäre eine erfolgreiche Mission noch besser gewesen, aber so war er jetzt zumindest kein Getreibener der Ereignisse, sondern konnte souverän entscheiden, wie Rom in Nabataea weiter verfahren sollte. Oder zumindest konnte er sich das einreden und es politisch so verkaufen.

Bei den weiteren Ausführungen wurde sein Blick zunehmend leerer, je mehr verschiedene Parteien er zu hören bekam. "Hohepriester, Fächerträger, Zimthändler, Stammesfürsten? Das ist ja eine wirklich illustere Runde an Rivalen", kommentierte er. Bei genauerer Betrachtung war es zwar in anderen Provinzen des römischen Reichs auch nicht so anders und auch in Rom selber gab es zuweilen sehr schillernde Fraktionen, aber trotzdem wirkte die Situation in Nabataea zumindest für den Kaiser gerade ziemlich verworren. "Die Kanzlei wird einiges aufarbeiten und du sicher einiges doppelt und dreifach erzählen müssen, um die Lage zumindest halbwegs zutreffend zu erfassen", sagt der Kaiser dann mit Blick auf das Dossier, welches ihn am Vorabend eher dürftig vorbereitet hatte. "Wir werden immerhin die Consuln und den Senat unterrichten müssen über die Lage an unseren Grenzen. Und die Statthalter der Nachbarprovinzen ohnehin."

Der Kaiser rechnete damit, dass das zu Fragen führen würde und er versuchte, sich die drängendsten davon gerade vorzustellen. "Die Via maris ist noch einigermaßen sicher, sagst du? Welche der Interessengruppen hat dort das Sagen und verfolgt welche Interessen? Haben wir Möglichkeiten, zumindest hier unseren Einfluss zu sichern?" Die Landverbindung von Iudaea nach Aegyptus erschien dem Kaiser einfach zu wichtig, um sie fahrlässig und ohne Not in Gefahr zu bringen.
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TIBERIUS AQUILIUS SEVERUS AUGUSTUS

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RE: Privataudienz für Faustus Decimus Serapio - Die Nabataea-Frage 11.08.2019 20:47 Forum: Domus Flaviana


Der Kaiser folgte dem ersten Teil des Berichtes aufmerksam und mit einem zustimmenden Gesichtsausdruck. Offenbar stimmten die Informationen mit dem überein, was er dem eilig zusammengestellten Dossier entnommen hatte. Bei der Nennung der Parther verzog er kurz die Miene. "Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn sie ihre Finger mal rausgehalten hätten", warf er brummend ein. Dann fiel ihm ein, dass Decimus Serapio über andere Entwicklungen möglicherweise nicht ganz informiert war und hängte noch eine Erklärung an. "Im Streit um den armenischen Königsthron haben sie natürlich auch ihre Interessen vertreten müssen. Ich schickte meinen Sohn dorthin auf Mission, um ein angemessenes Gegengewicht aufzubieten." Über das Ausmaß des Erfolgs der Mission schwieg sich der Kaiser aus, was für sich genommen ja auch schon eine Information war. Immerhin sollte es hier aber auch nicht um Armenia gehen, sondern um Nabataea.

Dass auch die dortige Mission nicht als Erfolg zu verbuchen war, schien den Kaiser nicht gänzlich zu überraschen. Die Völkerschaften an der Ostgrenze des Reiches waren bekanntlich alles andere als einfach und man konnte wahrlich nicht behaupten, dass Rom dort zu irgendeiner Zeit ununterbrochen Erfolge feiern konnte. "Das ist nicht gut. Schön, dass du es zumindest lebend zurück geschafft hast", kommentierte der Kaiser. "Galt der Hinterhalt dir persönlich, als Vertreter Roms, oder gibt es eine Interessengruppe, die allgemein verhindern möchte, dass jemand Kontakt mit der Königsfamilie aufnimmt?" Insgeheim hoffte der Kaiser wohl auf letzteres, denn ersteres wäre ein nur schwer zu verneinender Kriegsgrund. Auf einen Krieg wiederum war wohl derzeit niemand erpicht und die Truppen im Osten auch nicht hinreichend vorbereitet, was man wiederum als Schwäche oder Desinteresse auslegen könnte, wenn man auf einen guten Kriegsgrund hin nicht aktiv wurde. Und um den Eindruck des Desinteresses zu wecken hätte es völlig gereicht, die Mission gar nicht erst anzutreten, was für alle Beteiligten günstiger, erfreulicher, gesünder und schneller gewesen wäre. Erwartungsvoll blickte der Kaiser seinen Gesandten also an, in der Hoffnung auf eine zumindest diplomatisch akzeptable Erklärung.
Thema: [OFFICIUM IMPERATORIS] Privataudienz für Faustus Decimus Serapio
TIBERIUS AQUILIUS SEVERUS AUGUSTUS

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RE: Privataudienz für Faustus Decimus Serapio 05.08.2019 21:20 Forum: Domus Flaviana


Der Kaiser hatte tatsächlich einen winzigen Augenblick nachdenken müssen, als die Kanzlei ihm den kurzfristigen Termin mit Decimus Serapio mitteilte. Natürlich war ihm die Nabataeafrage grundsätzlich bewusst, aber da es in der Region ruhig war und auch sonst niemand ein Interesse an einer schnellen Beantwortung eben jener Frage artikulierte, hatte er seine Aufmerksamkeit anderen Dingen gewidmet. Das heutige Treffen schob sie daher eher überraschend in den Mittelpunkt und der Kaiser hatte extra am Vorabend noch ein eilig zusammengestelltes Dossier der Kanzlei studiert, um heute informiert zu wirken.

"Salve, Decimus!" erwiderte er den Gruß des weitgereisten Ritters und lud ihn zum Sitzen in einer weniger militärischen Haltung ein. Er schätzte den Respekt für die militärische Rangordnung, aber für ein Gespräch im Büro erschienen ihm zu viele Förmlichkeiten eher hinderlich. "Deine Rückkehr erfolgt überraschend. Wir haben hier nicht viel aus Nabataea gehört, was für sich genommen wohl eher gut als schlecht ist. Was kannst du mir berichten?"
Thema: Am Vorplatz: Rückreise einer Kaiserin aus der Provinz
TIBERIUS AQUILIUS SEVERUS AUGUSTUS

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RE: Am Vorplatz: Rückreise einer Kaiserin aus der Provinz 19.04.2019 22:39 Forum: Palatium Augusti


Der Kaiser hatte diesem Moment in den letzten Tagen zumindest ein wenig entgegengefiebert, sich das freilich in der Öffentlichkeit nicht anmerken lassen. Allenfalls daran, dass er bei seinen Terminen darauf bedacht war, jederzeit abkömmlich zu sein, hatte man erkennen können, dass er für die Rückkehr seiner Gattin unbedingt bereit sein wollte.

Auch jetzt zeigte er unter den Augen der Diener und Wachen keine unangemessenen Emotionen, erwiderte das strahlende Lächeln seiner Gattin jedoch ebenso erfreut und herzlich. "Willkommen daheim. Ich bin glücklich, dich gesund und strahlend begrüßen zu können." Sanft ergriff er ihre Hände und zog seine Gattin damit zu sich. Nach einem Begrüßungskuss sah er ihr lächelnd ins Gesicht. "Du scheinst die Reise gut überstanden zu haben und hast bestimmt viel zu erzählen."

Anschließend machte Severus eine Geste in Richtung des Wohngebäudes der kaiserlichen Familie. "Das Haus erwartet seine Herrin und steht ganz zu deiner Verfügung."
Thema: > Tablinum Besprechung mit dem A Memoria
TIBERIUS AQUILIUS SEVERUS AUGUSTUS

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RE: Aufgestautes 29.03.2019 20:56 Forum: Domus Augustana


Der Kaiser hatte die krankheitsbedingte Abwesenheit seines Procurator a Memoriae in den letzten Tagen kommentarlos hingenommen, erfreute sich aber dennoch an seiner Rückkehr. "Schön, dass die Götter dir gewogen waren und deine Krankheit nur kurz währte." Dann hörte er sich das erste Anliegen an. "Was bereits geprüft ist, soll veröffentlicht werden", lautete hierzu seine Entscheidung.
Thema: [OFFICIUM IMPERATORIS] Privataudienz für M' Flavius Gracchus und Sex. Aurelius Lupus
TIBERIUS AQUILIUS SEVERUS AUGUSTUS

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RE: Privataudienz für M' Flavius Gracchus und Sex. Aurelius Lupus 12.08.2018 21:02 Forum: Domus Flaviana


Der Kaiser nickte verständnisvoll. Einige Patrizierfamilien waren sehr weit verzweigt. Aber es war immer begrüßenswert, wenn noble Familien sich für den Staat einbringen wollten. "Dann bin ich sicher, dass meine Prüfung zu einem positiven Ergebnis kommen wird." Er musste die Angaben des Aureliers ja verifizieren lassen. Nicht, dass er Lupus nicht traute. Aber die Einschätzung eines Fürsprechers musste doch mit den Richtlinien der eigenen Politik abgeglichen werden.

Damit war die Audienz wohl tatsächlich beendet. "Dann wünsche ich euch viel Erfolg bei eurer Überprüfung. Haltet mich auf dem Laufenden!" Er erhob sich, kam zu den beiden Priestern herunter und reichte ihnen zum Abschied die Hand.
Thema: Bekanntmachungen
TIBERIUS AQUILIUS SEVERUS AUGUSTUS

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06.08.2018 11:47 Forum: Palatium Augusti


   
IN NOMINE IMPERII ROMANI
ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTI



MIT WIRKUNG VOM
ANTE DIEM VIII ID AUG DCCCLXVIII A.U.C.
(6.8.2018/115 n.Chr.)

WIRD
NERO TIBERIUS CAUDEX

IN DEN
ORDO SENATORIUS
ERHOBEN.

Es ist ihm fortan gestattet die Standesabzeichen der Senatoren zu tragen, den Senatorenring, den Latus Clavus und den Calceus Mulleus.




Thema: [OFFICIUM IMPERATORIS] Privataudienz für M' Flavius Gracchus und Sex. Aurelius Lupus
TIBERIUS AQUILIUS SEVERUS AUGUSTUS

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RE: Privataudienz für M' Flavius Gracchus und Sex. Aurelius Lupus 06.08.2018 11:44 Forum: Domus Flaviana


Der Kaiser machte sich schon gedanklihc auf den Weg zum nächsten Termin, als Lupus noch eine völlig andere Sache ansprach. Ein Tiberier, der den Ordo Senatorius benötigte. Er strich sich durch den Bart.
"Ich werde das prüfen." erklärte er schließlich. Für einen Patrizier war es ziemlich leicht, diesen Ordo verliehen zu bekommen. Wenn sich dann noch ein Senator für ihn einsetzte und er sich in einer Priesterschaft engagierte, umso mehr. "Stammt er dann aus der Stirps des Tiberius Lepidus?" Dieser weitere tiberische Senator war in Rom schon länger nicht mehr gesehen worden.
Thema: Einsetzung des neuen Praefectus Urbi
TIBERIUS AQUILIUS SEVERUS AUGUSTUS

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RE: Einsetzung des neuen Praefectus Urbi 03.08.2018 11:42 Forum: Exerzierplatz


Der Kaiser quittierte die Beteuerungen des Claudiers mit einem zufriedenen Lächeln. Er war zuversichtlich, dass er eine gute Wahl für dieses Kommando getroffen hatte.

Nach den Auspizien kehrten sie auf das Tribunal zurück, von wo aus Menecrates seine kurze Ansprache hielt. Er deutete an, dass es Änderungen geben würde. Auch Severus war gespannt, wie sich seine Pläne entwickeln würden. Er selbst war ja skeptisch. Aber der Claudier würde schon keine allzu gravierenden Dummheiten begehen.

Am Ende klatschte auch er ein wenig Beifall, ehe er sich den Offizieren zuwandte. "Meine Herren, es war mir eine Freude, euch wieder einmal zu treffen. Leider habe ich heute noch einige Termine zu absolvieren, die Kalenden des Augustus sind ja geradezu voll von Tempelweihfesten. Aber ich habe ja glücklicherweise gerade eben einen Stellvertreter bestimmt." Er zwinkerte dem Claudier vergnügt zu.

Dann nickte er seinem Privatsekretär zu, der unterhalb des Tribunals beim kaiserlichen Stab stand. Sofort machte sich Aufbruchstimmung breit. Die Liktoren formierten sich und auch die Centurionen der Stadtkohorten brachten ihre Männer in hab-Acht-Stellung. Dann zog der Kaiser auch schon wieder ab.
Thema: Bekanntmachungen
TIBERIUS AQUILIUS SEVERUS AUGUSTUS

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02.08.2018 16:21 Forum: Palatium Augusti


   
IN NOMINE IMPERII ROMANI
ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTI


ERNENNE ICH
HERIUS CLAUDIUS MENECRATES

MIT WIRKUNG VOM
KAL AUG DCCCLXVIII A.U.C.
(1.8.2018/115 n.Chr.)


ZUM
PRAEFECTUS URBI



Thema: Einsetzung des neuen Praefectus Urbi
TIBERIUS AQUILIUS SEVERUS AUGUSTUS

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RE: Einsetzung des neuen Praefectus Urbi 02.08.2018 16:17 Forum: Exerzierplatz


Der Kaiser nickte kurz auf den Gruß des Claudiers. Dann wandte er sich als letztes der versammelten Truppe zu.
"Soldaten Roms!" rief er auf die Reihen der Männer in Paradeuniform herab. "Es ist mir eine Freude, heute wieder einmal euch alle versammelt zu sehen. Der Anlass meines Besuches ist euch sicherlich allen bekannt: Es gilt einen verdienten Präfekten zu verabschieden und einen neuen zu ernennen: Publius Stertinius Quartus wird am heutigen Tag sein Kommando über euch niederlegen, dafür wird Herius Claudius Menecrates es übernehmen, um euch auch in Zukunft gut zu führen."

Er blickte hinter sich und zog mit einer freundlichen Geste seinen alten Kampfgefährten Stertinius an die Brüstung des Tribunals. Quartus und Severus waren bereits seit langer Zeit Freunde und der Stertinier hatte seinen "Wahlkampf" als Kaiser organisiert. Zum Dank hatte er das Consulat und die Stadtpräfektur erhalten. "Stertinius und ich blicken auf eine lange gemeinsame Geschichte zurück. Ganz Rom ist seine Karriere bekannt, wie er den Cursus Honorum bis zum Consulat durchlief, wie er sich in der Verwaltung Roms als Curator Operum Publicorum und Curator Viarum hervortat. Über die Stationen Lycia et Pamphylia und die Legio IX Hispana sammelte er auch außerhalb unserer italischen Heimat Erfahrungen und diente mir nun in den vergangenen Jahren treu als mein Vertreter für die Urbs und euer Kommandeur." Er strahlte Quartus fröhlich an. "Die Zahl der Jahre, die er dieses Amt ausfüllte, beweisen die Qualität seiner Arbeit. Ich möchte ihm deshalb ganz herzlich für seine Dienste danken und hoffe, dass er unserem Imperium noch lange zur Verfügung steht." Wieder drehte er sich zu dem Stertinier und umarmte ihn. Die Soldaten jubelten.

Damit war die Entlassung abgeschlossen. Stertinius Quartus war kein großer Redner. Also hatte er darum gebeten, auch heute keine Ansprache halten zu müssen. Stattdessen trat er mit einem zufriedenen Lächeln wieder zurück in die Reihe der Offiziere.

Der Kaiser blickte dagegen wieder zu den Männern. "Um euch aber auch weiter in guter Obhut zu wissen, möchte ich euch auch gleich euren neuen Präfekten vorstellen." Wieder blickte er zu den Offizieren und gab nun dem Claudier ein Zeichen, an seine Seite zu treten. "Dieser Mann hier ist Herius Claudius Menecrates. Auch er wird euch bekannt sein, denn vor nicht einmal einem Jahr bekleidete er das Consulat hier in Rom und machte sich mit zahlreichen Spielen und öffentlichen Opfern unvergesslich!" Er hob beschwichtigend den Zeigefinger. "Was euch aber sicherlich besonders freuen wird: Er ist trotz dieser Leistungen weniger ein Mann des Geredes und der Politik als ein Soldat! Obwohl Patrizier diente er als einfacher Soldat und stieg bei der Legion Trajans in den Rängen bis zum Tribun auf! Und kaum hatte er die erforderlichen Ämter im Cursus Honorum bekleidet, kehrte er als Legat zum Exercitus zurück und kommandierte die Legio II Germanica." Dass er dabei erkrankte und deshalb kaum am Feldzug gegen Salinator teilnahm, sparte Severus aus. Er hatte ja sowieso vor, dieses Kapitel der römischen Geschichte weniger hervorzuheben. Es spaltete nur. "Ihr könnt also versichert sein, dass ihr unter seinem Kommando stets ein offenes Ohr habt." Er lächelte verschmitzt. "Vielleicht sogar mehr als die Bürokraten in der Praefectura Urbis." Nun wandte er sich an Menecrates selbst. "Aber ich bin sicher, dass du, Claudius, mir ebenso wie Stertinius Quartus ein würdiger Stellvertreter in allen Fragen der Cura Urbis sein wirst. Lasst uns also auch die Zustimmung der Götter einholen, um dich in das neue Amt einzuführen."

Der Augur hatte sich nicht mit auf das Tribunal begeben, sodass auch der Kaiser nun wieder hinunter auf den Exerzierplatz stieg und Menecrates bedeutete, ihm zu folgen. Die Einholung der Auspizien ex tripudiis war eine uralte Zeremonie, die schon Divus Iulius auf Feldzügen angewandt hatte. Da auch Menecrates ein Soldat war, hatte Severus sich für diese Form entschieden. Auch wenn der Claudier selbst keinen Anteil an der Zeremonie hatte (nur der Träger eines Imperium wie der Kaiser durfte Auspizien einholen), sollte er aus nächster Nähe zusehen. So wurde er Zeuge, wie Severus in einer uralten, festgelegten Form die Zustimmung des Iuppiter Optimus Maximus für die Entscheidung einholte, den Quiriten Herius Claudius Menecrates als Praefectus Urbi zu berufen. Daraufhin erfolgten Gebete des Auguren, bis schließlich der kleine Hühnerkäfig geöffnet wurde und das Federvieh herauskam. Unter weiteren Formeln wurden Körner auf den Boden gestreut, die die Vögel fraßen. Dann erklärte der Augur die Zustimmung des Göttervaters zu der Entscheidung des Kaisers.
"Herzlichen Glückwunsch, Claudius!" bemerkte der Aquilier daraufhin in Richtung Menecrates und schüttelte ihm zufrieden die Hand. "Möchtest du ebenfalls ein paar Worte an die Truppe richten?"
Thema: [OFFICIUM IMPERATORIS] Einsetzunggespräch für Herius Claudius Menecrates als Praefectus Urbi
TIBERIUS AQUILIUS SEVERUS AUGUSTUS

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RE: Einsetzunggespräch für Herius Claudius Menecrates als Praefectus Urbi 02.08.2018 15:45 Forum: Domus Flaviana


"Ausgezeichnet." erwiderte der Kaiser. Natürlich hätte er sonst selbst etwas organisieren lassen. Aber wenn der Claudier das übernahm, war es auch in Ordnung.

Er sah noch einmal kurz zu seinem Privatsekretär, der kaum merklich den Kopf schüttelte. "Dann wäre das wohl alles für heute. Ich danke dir für dein Kommen!" Er erhobt sich und reichte dem Consular die Hand, dann war Menecrates vorerst entlassen. Sie würden sich zukünftig ja sicherlich häufiger sehen.
Thema: Domus Cornelia | Pacta sunt servanda oder die flavisch-cornelische Hochzeit
TIBERIUS AQUILIUS SEVERUS AUGUSTUS

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RE: Ad laudem et gloriam nominis sui, ad utilitatem quoque nostram - Das Festmahl 02.08.2018 15:43 Forum: Domus Gentium Romae


Bei Fragen von Omen und Götterzeichen verließ Severus sich lieber auf die Fachleute. Entsprechend hielt er zu dieser Frage den Mund. Bei der Bedeutung von Regen für die Kriegführung hatte er dagegen eine Anekdote beizusteuern: "Das ist wahr. In der Nähe von Tapae musste ich die Verfolgung von Decebalus wegen des regnerischen Wetters abbrechen. Er hatte sich ins Bergland zurückgezogen und der Pass wurde durch das Wasser unpassierbar." Das hatte den Ausgang des Krieges eine Weile verzögert. Am Ende hatte der Aquilier aber doch triumphiert.
Thema: Einsetzung des neuen Praefectus Urbi
TIBERIUS AQUILIUS SEVERUS AUGUSTUS

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RE: Einsetzung des neuen Praefectus Urbi 02.08.2018 07:39 Forum: Exerzierplatz


Die Castra Praetoria befand sich außerhalb des Pomerium. Entsprechend konnte auch der Kaiser mit großem militärischem Gepränge erscheinen. Er trug die Rüstung des Oberkommandierenden mit einer Feldbinde, dazu das Paludamentum und einen Lorbeerkranz. Seinem Pferd voraus gingen zwölf Liktoren mit Beilen in ihren Rutenbündeln, ihm folgte eine Schar an Dienern, aber auch ein Augur mit seinen gefiederten Helfern, die hinter ihm in einem Käfig geführt wurden. Zuletzt folgte natürlich auch noch eine Abteilung Prätorianer, die den Kaiser heute ausnahmsweise in Rüstung begleitete.

Severus nutzte den Anlass gleich für eine kleine Inspektion der Stadtkohorten und blickte seine Männer aufmerksam an, während er an ihnen vorbeiritt. Erst vor dem Tribunal stieg er ab und kam zu den Offizieren herauf. Dann begrüßte er zuerst den alten Amtsinhaber, dann den Neuen mit einem freundlichen "Claudius!" und schließlich die übrigen Tribune.
Thema: > Tablinum Besprechung mit dem A Memoria
TIBERIUS AQUILIUS SEVERUS AUGUSTUS

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RE: Ein Versprechen 31.07.2018 17:20 Forum: Domus Augustana


Der Kaiser traf Heius Vibulanus häufig und wusste daher, dass der Mann amtsmüde war - zuletzt sprach er immer häufiger von seinem Landgut in der Nähe von Brundisium, wo er seinen Lebensabend verbringen wollte. Allerdings brauchte Severus dafür zuerst einen geeigneten Nachfolger.
"Iunius Silanus hatte ich in der Tat auch schon im Auge." bestätigte er. "Ich hatte ihn ja zuerst als Tribun zu den Prätorianern geschickt, um seine Eignung so kurz nach der Rückkehr nach Rom noch einmal zu prüfen. Hast du Informationen, wie er sich bei der Truppe macht? Gibt es beispielsweise Neuigkeiten über seine Ermittlungen wegen der Christen und so weiter?" Ganz zu schweigen von den ungeheuerlichen Vorgängen im Palast, bei denen er die Verantwortlichen finden sollte.
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