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Thema: Gärten des Sallust | Schimmernde Winde
Manius Flavius Gracchus

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RE: Gärten des Sallust | Schimmernde Winde Gestern, 09:01 Forum: Roma


"Ah"
, nickte der Flavier verständig.
"Die eigene Historie! Dies ist fürwahr ein stabiles, wenn nicht gar bis..weilen forcierendes Band. Mich dünkt - aus eigenem Erleben zugegeben -, es wird um so stärker, je mehr man sucht ihm zu entrinnen."
Sodann erhob er sich.
"Verzeih, wie unbotmäßig unser Verhalten doch ist! Ich hoffe es sind die betörenden Reize dieses Gartens oder die Folgen der bleiernen Hitze des Tages, welche den Anstand uns vergessen lassen. Ich bin Manius Flavius Gracchus, Senator und Pontifex Roms, und ob dessen durchaus nicht selten in öffentli'he Belange involviert oder zugegen."
Dass Menschen ihn kannten, ohne dass er sie kannte, irritierte Gracchus bisweilen, doch über die Jahre als Person des öffentlichen Lebens hinweg hatte er sich damit abgefunden, respektive abfinden müssen. Dies einzig war ein Vorteil in der Fremde - die Anonymität der Person. Er wandte sich Carbo zu.
"Und der junge Philosoph hier ... Zugegebenermaßen, auch unser Gespräch begann mit dem Versäumnis unserer Vorstellung."
In diesem Augenblick war jenes Versäumnis Gracchus indes nicht weiter dramatisch erschienen, erhob sich ein tiefgründiger Austausch im Zweifelsfalle doch über jeden Stand und jede Herkunft, war einzig von der geistigen Beweglichkeit des Gegenübers abhängig.
Thema: In Exilium
Manius Flavius Gracchus

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Gestern, 08:57 Forum: Allgemeines


Zitat:
Original von Faustus Decimus Serapio
Ich bitte darum, Serapio aus dem Desideratus-Status zu holen. Danke!

geschockt

Freude
Thema: Gärten des Sallust | Schimmernde Winde
Manius Flavius Gracchus

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RE: Gärten des Sallust | Schimmernde Winde 11.07.2019 17:03 Forum: Roma


Mogontiacum - augenblicklich empfand der Flavier Mitleid mit seinem Gesprächspartner, schien ihm doch die Germanische Provinz - gleichwohl er sie noch niemals mit eigenen Augen hatte erblickt - als eine der schlimmsten, in welcher man konnte wohnhaft sein. Andererseits erweckte diese Eröffnung eine gewisse Neugierde in ihm, denn da er selbst ungern reiste blieb die Fremde ihm verborgen, übte indes gleichzeitig den Reiz des Unbekannten auf ihn aus, dem somit nur durch die Erzählungen anderer beizukommen war. Ehedem er indes näher darauf konnte eingehen äußerte Carbo seine Vermutung, welche Gracchus' linke Braue deutlich in die Höhe trieb und einen Herzschlag lang ihm die Sprache verschlug.
"Dies ist ... ein wahrhaft bemerkenswerter Gedanke"
, musste er zugeben.
"Aus... Rücksicht..."
Weil die Römer Rom liebten verließen sie es. Brilliant.
"Andererseits macht uns dies selbst zu rücksi'htlosen Einwohnern der Stadt, welche schamlos an der Jovialität anderer sich gütlich tun"
, gab er die Konsequenz zu bedenken, ohne dabei Carbo als Einwohner Mogontiacums und somit augenscheinlichem Besucher der Stadt auszunehmen. In diesem Augenblicke wurde Gracchus der Frau sich gewahr, welche vor der Bank stehen geblieben war und sie nun grüßte.
"Salve"
, grüßte der Flavier schon aus reinem Höflichkeits-Reflex zurück und suchte im gleichen Moment sich zu entsinnen, woher er sie kannte. Denn zweifelsohne hatte er diese wenig unauffällige Person schon einmal getroffen. Die Frage nach dem "wann" und "wo" indes trat in den Hintergrund in Anbetracht der bedeutsamen Überlegung, welche ihrem Erscheinen vorangegangen war. Gracchus war keine Person, die mit Fremden - nicht einmal mit weitläufigen Bekannten - in banale Gespräche verfiel, doch wenn sein Geist die Spur einer tiefsinnigen Erörterung hatte aufgenommen, vergaß er bisweilen Raum und Stand, nur um einer Erkenntnis hernachzujagen.
"Verzeih"
, wandte er sich darob an die Tiberia.
"Wir sind gerade einer womöglich gar philosophisch relevanten Causa gewahr geworden, und ob der schlichten Tatsa'he wegen, dass du heute hier bist, vermagst du uns allfällig zu helfen. Sofern diese Frage dir nicht zu nahe tritt - weshalb weilst du in diesen sommerlichen Tagen hier in Rom und nicht wie viele andere außerhalb der Stadt?"
Thema: Atrium | MFG et SFM - Salve Roma! Salve Familia!
Manius Flavius Gracchus

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RE: Atrium | MFG et SFM - Salve Roma! Salve Familia! 11.07.2019 16:52 Forum: Villa Flavia Felix


Ein wenig wanderte Gracchus' linke Braue empor bei der Erwähnung seiner Taten und seines Wirkens, evozierte diese Bemerkung seines Neffen doch sogleich die Frage danach, was genau er damit meinte. Wusste Maecenas von seinen Taten in Hinblick auf den Bürgerkrieg? Hatte Minor allfällig etwas gegenüber der Familie erwähnt? Es wäre nicht das erste Geheimnis, welches die Familie der Flavier vor der Geschichte verborgen hielt, schlussendlich wusste jedes Kind in der Familie etwa die Wahrheit über Domitianus und die Intrige, durch welche er zu Fall und um das öffentliche Ansehen war gebracht worden - ob dessen sein Name im Kreis der Familie mitnichten der damnatio memoriae unterlag, sondern mit großem Stolz ausgesprochen wurde. Auch Minor hatte seinem Vater mitnichten gerzürnt, sondern die Notwendigkeit dessen Tat gesehen, zum Wohle der Familie und zum Wohle Roms. War es möglich, dass er mit der Familie darüber hatte gesprochen? Gracchus ergriff das mit neuem Wein gefüllte Glas, welches der Sklave ihm für Maecenas Trinkspruch anreichte.
"Auf die Zukunft, diejenige Roms, die unserer Familie und insbesondere die deine."
Ohne einen Blick in das Gefäß trank er einen Schluck und spürte dem leicht herben Abgang des Weines nach. Auch dieser indes konnte nicht seine Neugierde hinfortspülen.
"Solange du der Familie Keine Schande bereitest, wirst du dir meiner Unterstützung stets versichert sein können. Doch verrate mir, von welchen Taten und welchem Wirken sprichst du?"
Thema: Gärten des Sallust | Schimmernde Winde
Manius Flavius Gracchus

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RE: Gärten des Sallust | Schimmernde Winde 09.07.2019 08:30 Forum: Roma


Sim-Off: Ich habe dies versäumt explizit zu erwähnen, doch an diesem Abend ist Gracchus als Privatmann unterwegs, respektive ohne toga praetexta. Einen Hinweis auf seine Herkunft geben somit nur die feinen Stoffe seiner Kleidung und die Senatorenstiefel mit lunula.


Als Gracchus an den Oleanderbüschen vorbei trat wurde er sich des jungen Mannes gewahr, welcher auf der von ihm auserkorenen Bank saß. Innerhalb eines Herzschlages trieben diverse Gedanken durch seinen Geist: ein Bedauern darüber, dass die Bank bereits belegt war, sowie die Überlegung sich ein neues Ziel zu suchen. Andererseits verspürte er ein leichtes Zwicken in seiner Hüfte - woraus ein Seitengedanke entsprang, dass er allfällig wieder regelmäßige Ertüchtigung in der Therme sollte absolvieren -, ob dessen er die Entfernung zur nächsten Rastgelegenheit abschätzte, welche ihm sodann zu weit erschien. Noch ehedem er dazu konnte übergehen den Sitzenden zu mustern, um eine Entscheidung zu treffen, ob eine kurze Pause an seiner Seite akzeptabel war - zwar hatte der Flavier wenig zu befürchten, achtete doch stets irgendwo im Hintergrund sein Vilicus auf ihn, doch gab es in Roms Öffentlichkeit bisweilen Gestalten, welchen er Iieber nicht mochte zu nahe kommen - war bereits der Augenblick einer Wahl vorrüber, da der junge Mann ihn freundlich grüßte. Gracchus war durchaus gewohnt, dass man ihn grüßte, hatte er doch in seiner Position als Pontifex und Consular oberflächlich stets mit vielen Menschen zu tun, gleichwohl er aus dem selben Grund nicht jeden der ihn grüßte konnte memorieren, geschweige denn zuordnen. Da der Gruß zwischen gänzlich Fremden in Rom indes sonstig unüblich war nahm der Flavier dies zum Anlass anzunehmen, dass es dem Mann wenig würde ausmachen die Bank - zumindest für einige Augenblicke - zu teilen.
"Salve"
, grüßte er zurück und wies auf die Bank.
"Darf ich?"
Aus schlichter Gewohnheit - da es weder privat, noch in der Öffentlichkeit kaum je geschah, dass jemand ihm eine solche Bitte würde verweigern - nahm Gracchus Platz noch ohne eine Antwort abzuwarten und ein Seufzen der Zufriedenheit echappierte seiner Kehle. Er zog sich einen Zweig des Oleander vor die Nase, um an den Blüten zu riechen und wandte sich sodann beseelt von einer leisen Euphorie über die Schönheit der Natur seinem Sitznachbarn zu. Auch in dessen zwar ein wenig müde wirkenden, dennoch gefälligem Antlitz war die Natur nicht geizig gewesen mit ihren Gaben - tatsächlich glaubte Gracchus gar eine eigentümliche Vertrautheit darin zu erkennen.
"Ist es nicht wahrhaft deplorabel, dass die Welt Roms Sommer stets nur in stinkenden Kloaken, dem brackigen Wasser des ausge..dörrten Tibers und stickiger Luft in den engen Gassen der Täler bemisst? Was suchen all die Menschen nur jeden Sommer auf ein Neues auf dem Lande, was an diese Schönheit"
er umfasste eben diese Schönheit mit einer ausladenden Geste durch den Garten,
"je könnte heranrei'hen?"
Thema: Officium | Manius Flavius Gracchus
Manius Flavius Gracchus

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Empfehlungsschreiben 07.07.2019 07:34 Forum: Villa Flavia Felix


Wie er es seinem Großneffen hatte versprochen diktierte Gracchus seinem Vilicus eine Nachricht an den Magister der palatinischen Salier, so dass Maecenas sich damit konnte vorstellen.

   

Pontifex M' Flavius Gracchus Magistro Salii Palatini s.d.

Aus meiner eigenen Zeit als Magister der ehrenwerten Salii Platini ist mir noch sehr gewahr wie bedauerlich stets eine Lücke in den Reihen der Sodales ist, gleich wie schwer geeignete junge Männer zu finden sind, welche bereit sind die Tradition ihrer Vorfahren fortzuführen.
Um so erfreulicher - allfällig gar eine Fügung der Götter - ist der Umstand zu bewerten, dass erst kürzlich mein Großneffe Sextus Flavius Maecenas seinen Weg nach Rom hat gefunden. Er ist ein Enkel des Marcus Aristides, welcher ebenfalls lange Jahre in den Reihen der Palatini dem Mars zu Diensten gewesen ist. Tief verwurzelt in den Traditionen Roms und seiner Familie ist der junge Maecenas bestrebt, dem Weg seiner Vorfahren zu folgen und ob dessen einen Platz in den Reihen der Salii Palatini einzunehmen.

Ich bitte dich darob, ihn den Sodales vorzustellen, als dass der vakante Sitz in euren Reihen allfällig bald gefüllt werden kann.





Nachdem das Schreiben gesiegelt war trug ein Sklave es zu Maecenas.
Thema: Mitspieler erwünscht
Manius Flavius Gracchus

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Auf zu neuen Ufern? 04.07.2019 22:11 Forum: Ideen-Board


In Rom, um Rom, um Rom herum? Ebenfalls auf der Suche nach kurzweiligen Spiel ohne Blockade durch Stände, Ränge oder sonstige Hindernisse?
Im Garten sind alle gleich und alles ist möglich!
Gärten des Sallust | Schimmernde Winde
(Einziges Manko: Geduld ist gefragt, schnelle Beträge sind nicht meine Stärke.)
Thema: Gärten des Sallust | Schimmernde Winde
Manius Flavius Gracchus

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Gärten des Sallust | Schimmernde Winde 04.07.2019 22:04 Forum: Roma


Es war ein lauer Sommerabend wie er angenehmer kaum konnte sein, der Himmel bedeckt von einem seichten Wolkenflaum, welcher allzu große Hitze an diesem Tage von der Stadt hatte abgehalten, dazu ein leichter Windhauch aus westlicher Richtung, eine angenehme Brise vom fernen Meer heranwehend. Nach einer frühen, leichten Cena, welche Gracchus hatte alleine eingenommen - seine Gemahlin fühlte sich unpässlich ob der voranschreitenden Gravidität, sein Großneffe war noch in der Stadt unterwegs - stand ihm der Sinn nach der Schönheit des Sommers, welche im Rom sommerlicher, trockener Hitze nur wenig zu finden war. Eine Ausnahme hierzu stellten die öffentlichen Gärten dar, welche nur dann nicht mehr wurden bewässert wenn Rom kurz vor dem Notstand war. Die Gärten des Sallust zwischen der Aurelianischen und Servianischen Mauer gehörten Gracchus dabei zu den Liebsten, nicht nur aufgrund der Tatsache, dass seine Sänfte sich nicht durch Roms Zentrum musste schlängeln, um hierher zu gelangen, sondern auf dem Quirinal konnte bleiben, sondern auch da die Gärten derart weitläufig waren, dass es unzählige Schönheit und Anmut zu sehen gab. Manchen Tages bevorzugte der Flavier eines der kleinen Laubwäldchen, an anderen das Nymphäum, einen der Obelisken oder eine Statue, einen der beiden kleinen Tempel der Venus, den Ruhepavillon des Lucullus mit seinen Wasserspielen, die Labyrinthgärten oder die von Wasserkaskaden durchzogenen Terrassen. An diesem frühen Abend hatte Gracchus nach einem Spaziergang an der Aqua Sallustiana entlang eine steinerne Bank auserkoren, deren Blickfeld zwischen den Bäumen hindurch auf die Kollonaden des Cryptoporticus ging und deren Seiten gesäumt waren von prächtigen Oleanderbüschen. Genussvoll sog er den Blütenduft in die Nase und fragte sich, ob wohl Lucullus bisweilen in diesen Gärten nicht nur Speisen, sondern auch die Natur hatte verköstigt.

Sim-Off: Offen für ein gemächliches Spiel in jedwede Richtung.
Thema: Hortus | M.F.G. et G.I.C. - Klinken putzen
Manius Flavius Gracchus

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RE: Hortus | M.F.G. et G.I.C. - Klinken putzen 03.07.2019 20:21 Forum: Villa Flavia Felix


Aufmerksam lauschte der Flavier den Worten Caesoninus, welcher angetrieben von großen Vorbildern und erfüllt von großem Enthusiasmus schien.
"Ich möchte dich ungern desillusionieren, Iulius, doch sofern du in der Politik möchtest Fuß fassen, wirst du dich daran ge..wöhnen müssen, dass kaum etwas ohne Hintergedanken geschieht, beinahe möchte ich sagen nichts. Indes klingt 'nichts' doch ein wenig endgültig und allfällig sollte ich ein kleines Schlupfloch für deine Zukunft offen lassen."
Ein Schmunzeln legte sich über seine Lippen, denn letztlich war er selbst auch einst unbedarft in diese Welt getreten, um seine Lektionen zu lernen.
"Darüber hinaus solltest du diese Gelegenheit durchaus nutzen, mich von deiner Tauglichkeit zu überzeugen, denn sofern sich eine kompromittierende Situation ergibt oder du keine Antworten auf meine Fragen hast, so wirst du genügend Zeit haben noch einmal bis zu deiner Kandidatur darüber na'hzudenken und vor dem versammelten Senat - welcher weitaus einschüchternder ist als ich es je könnte sein - eine passende Replik parat zu halten."
Ein neuerlicher Wink zu dem nahen, wenn auch sehr unauffälligen Sklaven hin ließ diesen kurz verschwinden.
"Nun, ich denke durchaus, dass du gut bist für Rom."
Das aber schwang bereits am Ende des Satzes mit, und nach einem kurzen Augenblick des Innehalten fuhr der Flavier fort.
"Aber gut genügt nicht, um in den Hallen des Senates dauerhaft Einlass zu erhalten. Viele junge Männer lieben Rom und möchten für es einstehen, das Wohl seiner Bürger mehren und Großes errei'hen. Doch um diesen Weg zu gehen braucht es mehr als Ideale und Ideen, es braucht vor allem Tatkraft und Beharrlichkeit. Nicht umsonst beginnen in jedem Jahr zwanzig Männer den Cursus Honorum mit einem Vigintivirat, doch nur wenige schließen ihn als Consuln ab."
Der Sklave kehrte zurück mit einem Tablett, auf welchem zwei Gläser standen, in welche er sogleich gekühltes Wasser, welches mit einem geringen Anteil Wein war versetzt, eingoss und servierte.
"Auf deine Zukunft, Iulius"
, prostete Gracchus seinem Gast zu und trank einen Schluck, ehedem er weiter sprach.
"Welches Ziel also ist es, das dich be..strebt all diese Mühe auf dich zu nehmen, um als Senator etwas gutes für Rom tun zu können? Was wirst du tun sobald du in einigen Jahren den notwendigen Stand und Einfluss dafür hast?"
Der Flavier war durchaus sich bewusst, dass diese Fragen nicht einfach zu beantworten waren, allfällig aus seiner Position heraus auch nicht ganz fair, und darüber hinaus seine Worte über die obersten Männer des Staates nicht immer gänzlich den Tatsachen entsprachen - denn wie viele inkompetente und eklektizistische Senatoren hatte Rom bereits gesehen, welche schlichtweg durch Geld oder andere Gefälligkeiten durch den Cursus Honorum waren hindurch korrumpiert worden, manche gar bis zum Consulat. Doch letztlich war dies nicht der Senat, zu welchem Gracchus wollte beitragen, ob dessen er in der Pflicht sich sah, den jungen Iulier ein wenig herauszufordern.
Thema: Cubiculum | Manius Flavius Gracchus
Manius Flavius Gracchus

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Familienbande 02.07.2019 21:02 Forum: Villa Flavia Felix


~~~ Gefangen in Morpheus' Reich ~~~

"Manius?"
Blinzelnd öffnete er seine Augen und blickte in den türkiesfarbenen Himmel, über welchen träge sich ein Schwarm aus Wolken-Vögeln hinweg schob. Ein Hauch von sommerlicher Hitze umspülte seine Nase - eine verbotene, und darob um so verlockendere Verheißung gebräunter Haut und unbotmäßiger Transpiration und Erschöpfung bereits durch geringste Bewegung.
"Manius?"
Träge drehte er seinen Kopf zur Seite, um Caius' Stimme zu folgen. Das ledrig grünfarbene, bisweilen durch die Temperaturen gelbfarben verdorrte Gras pikste sanft in seine Wange. Caius lächelte ihm zu und drehte seinerseits sich zurück auf seinen Rücken. Er betrachtete ihn und versank in der Herrlichkeit des Augenblickes, der geziert war von unschuldiger Anmut.
"Du bist wunderschön"
hauchte er - gleichwohl er sich solcherlei Worte in seiner jugendlichen Unsicherheit niemals hätte erlaubt - und wusste bereits im Verhallen seiner Stimme, dass Worte diese Schönheit nicht konnten fassen. Caius' Seele erstrahlte aus seinem Innersten in purpur-goldenem, weichen Glanze, wurde umweht von einem elysischen Odem der Mandelblüte im Frühling gleich, und erfüllte den Raum mit einer Resonanz dunkelgrünfarbener, behaglicher Melodien. Er drehte sich ein wenig mehr zur Seite und hob seine Hand, im Versuch diese Schönheit zu begreifen - die Stirn, in vollkommener Entspannung geglättet, die makellose Linie des Nasenrückens, die Berge und Täler der feinsinnigen Lippen, das weiche, dunkelblonde Haar Maecenas'.
~~~

"Nein!"
Keuchend erwachte Gracchus und suchte sich aufzurichten, sein Herz bis zum HaIse pochend. Es dauerte einige Augenblicke bis dass er sich gewahr wurde, dass die dunklen Schemen um ihn her sein Cubiculum formten und er nur einem Alb entronnen war. Seinen Atem allmählich zur Ruhe zwingend suchte er sich zu entsinnen, was ihn derart hatte verstört. War er nicht eingebettet gewesen in ein Befinden tiefster Glückseligkeit? War nicht der jugendliche Caius bei ihm gewesen? Er vermisste ihn, selbst nach all der Zeit, selbst nach all der Wut auf seine kleinmütige Wahl, der Familie den Rücken zu kehren (respektive durch sein Handeln die Abkehr der Familie zu provozieren). Er vermisste auch Faustus - dieses Gefühl tiefster Geborgenheit in einem anderen Seelenleben, die Inniglichkeit zweier Herzen, das Einssein zweier Leiber. Zweifelsohne, Gracchus liebte Prisca. Ja, er mochte dies durchaus so betiteln: Liebe. Doch es war ein Gefühl erwachsen aus dem Bund, welchen sie hatten geschlossen, aus den Tagen und Ereignissen, welche sie miteinander teilten, war hart erarbeitet und nicht zuletzt auch erhöht worden durch das Kind, welches sie erwarteten. Doch während er selbstredend ihre Schönheit zu ästimieren wusste - die äußere, wie innere -. während er ihre Meinung und ihren Rat schätzte, sie aus Gewohnheit misste sofern sie einige Zeit lang getrennt waren, fehlte doch dieser Beziehung das lodernde Glühen, welches ihn mit Caius oder Faustus hatte verbunden, die blinde, bedingungslose Hingabe vom ersten Augenblicke beginnend, die körperlich schmerzende Sehnsucht in jeder Stunde, welche sie voneinander waren getrennt, das tiefe Vertrauen, welches nicht auf gegenseitigem Kennenlernen basierte, sondern schlichtweg gegeben war durch die Wiedervereinigung zweier Seelenpartner.
"Aber nicht Maecenas"
, murmelte er und erschrak im nächsten Moment, nicht nur aufgrund der Lautstärke, mit welcher seine Worte durch die Stille der Nacht hallten, sondern mehr noch ihres Inhaltes wegen. Was suchte Maecenas in seinen Sehnsüchten? Er schüttelte den Kopf als wolle er diesen Gedanken abschütteln, seufzte und legte sich zurück in sein Bett. Wenige Augenblicke hernach schlummerte er bereits wie der in einem traumlosen Schlaf.
Thema: [area capitolina] G.I.C. et M.F.G. | Von Göttern und Götterlenkern
Manius Flavius Gracchus

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RE: [area capitolina] G.I.C. et M.F.G. | Von Göttern und Götterlenkern 02.07.2019 09:47 Forum: Templa Urbis


Der Flavier blickte einen Moment lang zum Horizont als könne dort die Antwort auf des Iuliers Frage zu finden sein - und allfällig war es für ihn tasächlich so, waren doch die göttlichen Gefilde nicht in seinem Gedankengebäude archiviert, sondern über seinen Gedankenhorizont hinaus.
"Ich bin überzeugt, dass die göttlichen Prinzipien allumfassend sind und in stetiger We'hselwirkung zueinander und zu allem anderen stehen. Darob hat jede Aktion, jede Handlung ebenfalls eine Auswirkung auf das göttliche Wirken, wenn wir es so nennen wollen. Die Götter wirken, ob wir sie beachten oder nicht, doch die Chance, sie zu unseren Gunsten zu bewegen ist schlichtweg größer wenn wir ihnen eine Gegenleistung anbieten."
Gracchus hielt kurz inne, um sodann einen neuerlichen Bogen durch wohldurchdachte Ideen zu seinen eigenen Vorstellungen zu schlagen.
"Was oben ist, ist gleich dem, was unten ist, und was unten ist, ist gleich dem, was oben ist - dies überliefert uns ein weiterer Philosoph, Hermes Trismegistos. Gleichwohl möchte ich dies er..gänzen um ein: ist gleich dem was zwischen unten und oben ist. Denn Ietzlich ist es zwischen Menschen und Göttern wie unter Menschen auch. Ich werde etwa mein Handeln nach eigenem Ermessen und Gutdünken ausri'hten, ohne dass dir meine Ziele dabei geläufig sind. Du wirst allfällig bemerken, dass meine Aufmerksamkeit gewissen Bereichen gilt - etwa dass es mir ein Anliegen ist, die kultischen Traditionen zu bewahren und ich ob dessen im Collegium für die staatliche finanzielle Unterstützung diverser Kultvereine eintrete. Kommst du nun also zu mir und gibst mir eine Gegenleistung ver..bunden mit der Bitte die Societas Claudiana et Iuliana stärker zu fördern, so bin ich allfällig eher geneigt, dies zu tun als ohne dein Zutun. Womöglich gar erwecktst du langfristig mein Interesse an deinem Tun. Vielleich aber auch nicht. Doch ohne dein Handeln würde ich dies wohl nicht einmal in Erwägung ziehen. Similar verhält es sich meiner Überzeugung nach mit den Göttern, was auch der Grund ist, dass eine Bitte an die Götter unsere Chancen erhöht, aber nicht immer von Erfolg gekrönt ist. Gleichwohl weshalb je größer oder bedeutsamer die gewünschte Gegenleistung, desto größer oder aufwändiger die Gabe."
Ein unscheinbares Zucken hob und senkte Gracchus' Schultern.
"Im Grunde deckt sich meine persönliche Ansi'ht somit mit den traditionellen und pragmatischen Ansichten der meisten Bürger Roms - mit dem Unterschied, dass ich mich mehr mit den hintergründigen Zusammenhängen habe auseinander gesetzt als die meisten Bürger Roms, welche schlichtweg der Tradition aus einer ihnen inhärenten Kultur heraus folgen, welche wiederum auf die Erfahrungen und Gedanken der Vergangenheit sich stützen."
Thema: Atrium | MFG et SFM - Salve Roma! Salve Familia!
Manius Flavius Gracchus

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RE: Atrium | MFG et SFM - Salve Roma! Salve Familia! 30.06.2019 21:22 Forum: Villa Flavia Felix


"Nun, an Besitztümern mangelt es Fortuna in Rom gewiss nicht, zu den schönsten zählen die drei Tempel der tres Fortunae hier auf dem Quirinal, am Ende der Alta Semita kurz vor der Porta Collina. Diese wurden zwar erri'htet zur Einlösung von Gelübden nach siegreichen Schlachten, doch die siegbringende Fortuna ist auch stets eine, welche den Zufall lenkt. Darüberhinaus empfehle ich dir auf dem Weg die Vorhänge deiner Sänfte geöffnet zu lassen, unser Viertel gehört zu den schönsten der Stadt, gleichwohl kannst du dabei auch den Tempel der göttlichen Flavier visitieren."
Die kaiserlichen Foren im Zentrum der Stadt mochten zwar beeindruckend sein, ebenso die Theater oder der Circus, doch einem schöngeistigen Besucher würde Gracchus stets die Alta Semita nahelegen, welche zwar durchaus zu manchen Tageszeiten stark frequentiert war, doch zu ihren Seiten so manches Kleinod barg - beginnend mit dem Tempel des Serapis, über jene des Quirinus und der Gens Flavia, die Kapelle der Laren oder des Sylvanus, bis eben zu den Tempeln der Fortuna und zahlloses mehr. Wäre Gracchus je Kaiser geworden - und tatsächlich hatte es eine Zeit gegeben, in welcher die Gelegenheit dazu greifbar gewesen wäre -, so hätte er seinen Triumphzug über diese Straße begangen.
"Über beide Männer gibt es zweifelsohne viel zu sagen"
, griff der Flavier sodann den Wunsch seines Großneffen auf.
"Lupus entstammt entstammt mütterli'herseits einem etruskischen Zweig der Antonier und wurde von seinem Großvater in die disciplina etrusca eingewiesen, aufgrund dessen er in Rom sich um die Aufnahme in den Ordo Haruspicum bewarb - und angenommen wurde. Schlussendlich ist er ebenso ein Enkel des Claudius Aurelius Crassus, welcher Legatus Augusti in mehreren Provinzen, darunter Italia, gewesen ist. Seine politische Karriere begann er als Klient des Tiberius Durus, ... was ihm auch über dessen Tod hinaus nutz..bringend war, fiel es doch ihm zu dessen Lei'henspiele auszurichten. Glei'hwohl hatte er sich in dieser Zeit auch selbst bereits einen Namen gemacht im ... im Bürgerkrieg gegen Ves..cularius."
Gracchus bemerkte wie die Erwähnung und die damit aufkommende Erinnerung an jene Zeit ihm seine Gelassenheit nahmen. Es waren die zahllosen Toten, deren Larven mit einem Male wieder vor seien Augen erschienen, das Kreischen der Strigae über der Stadt, die mit ihrem Wahnsinn die Geister der Lebenden infizierten, der Leichenkarren, der Minor und ihn aus Rom hatte gerettet, die tiefe Furcht, die ungekannte Entbehrung der Flucht, der Verlust seiner Ehre und Hernach seiner Identität, der brutale Mord in der Casa Decimal beim Einmarsch Palmas' Truppen, der Verrat Durus', der zu Lupus' Freundschaft und der Ehe mit Prisca hatte geführt. Sein Herzschlag beschleunigte sich, seine Kehle wurde trocken und sein Griff um das Glas fest, dass die Knöchel seines Handrückens weiß hervortraten. In einem einzigen Zug leerte er den wässrigen Inhalt.
"Einen Schluck Wein"
, wies er den Schanksklaven an, welcher diesem Wunsch sogleich nachkam. Rubinrot schwappte die Flüssigkeit in sein Glas, blutrot. Blut. Rot. Blut. Wie der Tod, der sich auf dem Boden im Atrium der Casa Decima hatte ausgebreitet. Das Glas entglitt Gracchus' Hand und fiel zu Boden, auf welchem der Wein sich ergoss, das Gefäß indes keinen Schaden nahm. Abrupt stand der Flavier auf, ging einige Schritte von den Klinen fort, atmete tief ein. Den Sklaven, welcher in seinem Rücken das Malheur beseitigte, registrierte er nicht. Er konnte die Vergangenheit nicht mehr ändern. Die Vergangenheit. Nicht. Ändern.
"Lupus war mit deiner Großtante Nigrina ver..heiratet"
, fuhr er fort ohne sich umzuwenden und zählte schlichtweg Fakten auf.
"Ihr Sohn wird bei Lupus' Verwandten in die disciplina etrusca eingeführt. Seine jetzige Gemahlin ist noch ein halbes Kind und lebt nicht in der Stadt. Meine Gemahlin Prisca ist seine Cousine."
Stets gab die Familie ihm Halt, selbst in seinen Gedanken. Gracchus drehte sich wieder zum Impluvium und trat zurück auf die Klinen zu, nahm Platz als wäre nichts geschehen und blickte Maecenas ernst an.
"Es gibt in Rom keinen Mann, dem ich mehr Vertrauen schenke als Aurelius Lupus."
Dies setzte zweifelsohne auch die Erwartungen an seinen Großneffen hoch, sollte dieser ein tirocinium bei ihm absolvieren.
Thema: Hortus | M.F.G. et G.I.C. - Klinken putzen
Manius Flavius Gracchus

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RE: Hortus | M.F.G. et G.I.C. - Klinken putzen 30.06.2019 21:04 Forum: Villa Flavia Felix


Der linke Mundwinkel des Flaviers hob sich ein wenig empor.
"Die Theogonie - der Götter und Göttinnen Geschlecht -, dies ist in der Tat ein wunderbares Werk"
, stimmte er zu ohne zu erwähnen, dass selbstredend sich eine Abschrift davon in der flavischen Bibliothek befand, um den jungen Iulius nicht in Verlegenheit zu bringen. Er gab einem Sklaven einen unscheinbaren Wink, auf den hin jener einen hölzernen Scherenstuhl der unweit entfernten Sitzgruppe nahe den Musen herbei brachte.
"Bitte, nimm Platz"
, wies Gracchus Caesoninus an, sich zu ihm in den Schatten zu gesellen.
"Siehst du die Hummeln dort?"
Mit einem Nicken wies er zu den Rosenstöcken.
"Sie nehmen sich den nährenden Nektar aus den Blütenkel'hen, doch gleichzeitig geben sie den Rosen die Bestäubung. Do ut des - dies gilt nicht nur zwischen Menschen und Göttern, es ist ein universelles Weltengesetz."
Er ließ eine kurze Pause folgen, ehedem er fortfuhr.
"So ich deine Präsente annehme, werde ich meine Unter..stützung geben müssen, mindestens meine Stimme. Bevor ich ersteres also tue und dir meinen Dank ausspreche, überzeuge mich weshalb es vorteilhaft wäre für Rom, dir meine Stimme zu gewähren?"
Thema: Post der Legio II in Mogontiacum
Manius Flavius Gracchus

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RE: Post der Legio II in Mogontiacum 30.06.2019 20:54 Forum: Ideen-Board


Die Poststationen des Cursus Publicus sind zumeist in der Regia der Legati Augusti zu finden, so auch in Mogontiacum: https://www.imperium-romanum.info/forum/...?threadid=10329

Im Nachbarthread bezüglich der Ein-Und-Ausgänge ist auch zu finden, dass die Legion augenscheinlich noch einige Schreiben auf Wertkarte versenden kann:
https://www.imperium-romanum.info/forum/...2801#post912801
Thema: The voice of Rome
Manius Flavius Gracchus

Antworten: 12
Hits: 148
30.06.2019 20:48 Forum: Ideen-Board


Nun denn, so lassen wir es schlichtweg ein wenig langsamer angehen und gen August starten. Ohnehin würde ich SimOff eine Zeit von etwa 3 Wochen einrechnen, in der die Beträge vorbereitet werden können, so dass einerseits niemand in Druck gerät, andererseits das Sim0n-Ereignis halbwegs flüssig bleibt.
Thema: Die Porta
Manius Flavius Gracchus

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RE: Klinken putzen II 24.06.2019 17:29 Forum: Villa Flavia Felix


| Acanthus

Acanthus, der mürrische lanitor der Villa musterte den Ankündigungssklaven emotionslos und ließ ihn hernach warten, während ein Türsklave den Hausherrn, respektive den Vilicus suchte. Als die Nachrichtenkette sich nach kurzem bis zu ihrem Anfang in umgekehrter Reihenfolge wiederholt hatte, zog Acanthus die Tür auf und wies in das Haus hinein.
"Flavius Gracchus befindet sich im Garten, dein Herr möge eintreten."
Selbstredend stand ein Türsklave parat den lulier durch das halbe Haus hindurch bis in den Garten zu geleiten.


IANITOR - VILLA FLAVIA
Thema: Hortus | M.F.G. et G.I.C. - Klinken putzen
Manius Flavius Gracchus

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Hortus | M.F.G. et G.I.C. - Klinken putzen 24.06.2019 17:28 Forum: Villa Flavia Felix


Unter einem sandfarbenen Sonnensegel, welches ihn vor der Sonne ein wenig zumindest abschirmte, saß Gracchus auf einer Bank und betrachtete die rot-rosafarbenen Nuancen im Blütenmeer der flavischen Rosensträucher. Seit sein Vetter Felix Rom den Rücken hatte gekehrt kümmerte sich zwar kein Flavier mehr darum, sondern ein Gärtner, dies hielt Gracchus jedoch nicht davon ab, sich daran zu erfreuen. Ohnehin mochte er den hortus sehr, und seit er ein gewisses Alter hatte überschritten kümmerte ihn auch die Sonne, respektive ihre Auswirkung auf seinen Hautfarbenton nurmehr wenig. Im Anblick der sommerlichen Blütenpracht mochte ihm selbst die Politik nicht die Laune verderben, welcher man in Rom - zumindest in seiner Position - ohnehin nicht konnte entkommen.
"Salve, Iulius"
, grüßte er ebendiesen als er den Rosen sich näherte.
"Was führt dich zu mir?"
Gleichwohl Sciurus das angekündigte Anliegen ihm hatte mitgeteilt, so mochte er doch dem jungen lulier die Gelegenheit geben, dies selbst zu eröffnen und sogleich auszuführen.
Thema: The voice of Rome
Manius Flavius Gracchus

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17.06.2019 20:26 Forum: Ideen-Board


@Florus: Nun ja, bei mir geht es ja nie schnell voran, von daher wäre noch etwas Zeit. Wann wird es besser bei dir, Ende des Monats?

@Norius: Im Grunde spricht für Peregrine auch nichts gegen eine direkte Teilnahme.
Thema: The voice of Rome
Manius Flavius Gracchus

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RE: The voice of Rome 16.06.2019 17:12 Forum: Ideen-Board


Zitat:
Original von Spurius Purgitius Macer
Für die ID Macer ist das wohl eher nichts, aber mit einem NSC (ein Klient Macers oder so) kann ich mir das durchaus vorstellen.

Auch erfahrene Senatoren dürfen durchaus noch ihre Talente beweisen. großes Grinsen

Ein NSC ist aber selbstredend auch gut.
Dies ist im übrigen auch eine perfekte Lösung für SpielerInnen, die in Rom nur eine weibliche ID und/oder einen Peregrinen oder Sklaven spielen. SimOn können diese immerhin Mäzene oder der Geist hinter der Stimme sein.

Drei Kandidaten (plus meiner außer Konkurrenz) reichen mir indes schon aus, so dass ich den Wettbewerb alsbald in die Wege leiten werde.
Thema: Atrium | MFG et SFM - Salve Roma! Salve Familia!
Manius Flavius Gracchus

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RE: Atrium | MFG et SFM - Salve Roma! Salve Familia! 16.06.2019 17:06 Forum: Villa Flavia Felix


Der ältere Flavier nickte wohlgefällig ob der Pläne seines Neffen.
"Viele Männer unserer Familie waren Teil der Salii Palatini, wie etwa dein Großvater und auch ich, bis dass ich meinen Sitz an Minor weiter gab. Dies wäre zweifelsohne auch eine passende Aufgabe für dich."
Gracchus kam nicht umhin, sich Maecenas in der traditionellen Gewandung der salischen Tänzer vorzustellen.
"Wenn du mö'htest werde ich dem Magister ein Empfehlungsschreiben senden, ich meine mich zu entsinnen, dass erst kürzlich der ehrenwerte Volumnius Volusus ausgeschieden und ob dessen ein Sitz vakant ist. Seine Gicht plagt ihn dermaßen, dass er kaum noch die Füße heben mag, geschweige denn zu Ehren des Mars tanzen kann."
Zwar waren die Tänze mehr ein rhythmisches Schreiten, doch die Füße heben musste man dennoch. Auch auf die Frage des Tirocinum Fori musste Gracchus nicht allzu lange überlegen.
"Der Haruspex Aurelius Lupus ist ein guter Freund. In diesem Jahr ist er Praetor, du könntest also zweifel..sohne als Tiro viel von ihm lernen. Eine andere Möglichkeit wäre Claudius Menecrates. Seine politische Vorgehensweise ist bisweilen ein wenig eigenwillig, doch er ist unbestreitbar ein Mann großer Erfahrung, der stets dem Wohle Roms dient. Er ist Praefectus Urbi, damit zwar eher im militärischen Bereich tätig, doch selbstredend auch in der Politik aktiv."
Einen Augenblick erwägte er auch seinen Freund Cornelius Scapula anzuführen, indes hielt der Pontifex mehr und mehr sich aus aller Politik - insbesondere der alltäglichen - heraus.
"Senator Purgitius Macers Bekanntschaft ist zwar nicht unabdingbar, doch er hat großen Einfluss auf den plebeischen Block. Sobald du bereit bist zu kandidieren solltest du zumindest bei ihm vor..stellig werden."
Gracchus versuchte sich dessen zu entsinnen, wie er in Maecenas' Alter hatte ausgesehen und wie er sich selbst zur Gegenwart hatte imaginert. Im Laufe seines Lebens hatte es durchaus Zeiten gegeben, da er sich nicht hatte im Spiegel sehen mögen oder aber nicht erst erkannt. Indes musste er sich eingestehen, dass seit einiger Zeit - recht langer Zeit gar - ihn eine gewisse Zufriedenheit hatte erfasst, nicht zu vergessen das Glück, welches mit seinem nächsten Sohn herannahte.
"Darüberhinaus ist es durchaus klug, vorauszuplanen. Den Zufall jedoch wirst du nicht überlisten können, so dass es stets weise ist, sich ein wenig von ihm treiben zu lassen, statt versu'hen zu wollen gegen seinen Strom zu schwimmen."
Schmunzelnd hob er sein Glas und ließ einen Schluck daraus neben die Kline auf den Boden schwappen.
"Dir gegeben mit Freude, o Fortuna!"
geleitete er das kleine Trankopfer an die Göttin des Zufalls.
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