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Thema: [Cubiculum] Gaius Iulius Caesoninus
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Zum Wohle der Wahl 22.06.2019 17:38 Forum: Domus Iulia


Die Rede, an der Caesoninus schon seit Stunden herumdokterte kam langsam aber sicher über das erste Viertel hinaus, das er nicht sofort wieder in die Tonne treten wollte. Soweit so gut. Diese eine Formulierung dort am Schluss gefiel ihm noch nicht so ganz, da musste er noch einmal ran. Götter! Wieso konnte er das heute einfach nicht?! Sonst war er doch auch ein Meister der Worte! Es war zum Augen ausreißen! Und Finger! Und Fingernägel! Und nicht zu vergessen noch die Ohren, die wären bei einem Vortrag auch beteiligt!
Ärgerliche Sache.

Als dann die Tür aufging und sein gerufener Sklave eintrat, sah sich Caesoninus genötigt, kurz seine Arbeit zu unterbrechen und aufzusehen. "Ah...Maahes! Ja, habe ich. Du wirst mir in einer besonderen cursorischen Weise bei meinem Wahlkampf als Vigintivir zur Hand gehen! Überziehe ganz Rom, oder zumindest die wichtigsten dafür bekannten Plätze und Orte mit Wahlkampfgraffitis bzgl. meiner Kandidatur im Einstiegsamt des Cursus Honorum. Falls du Hilfe dabei brauchen solltest, sei sie dir natürlich gewährt. Phocylides wird dir bestimmt mit Freuden Männer und Materialien zur Verfügung stellen, solltest du sie benötigen. Wenn du fertig bist, melde dich wieder bei mir, das wäre alles." Und schon senkte Caesoninus wieder seinen Blick und begann sich weiter zu quälen mit diesem unsäglichen Holzklotz von Rede.
Thema: [Sklavenmarkt] Grian - Der ganz normale Wahnsinn
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Grian - Der ganz normale Wahnsinn 22.06.2019 17:27 Forum: Mercatus Urbis




Tuff Tuff der Sklavenhändler

Neunhundert Sesterze! Ein bomben Geschäft für eine Ware von... "solche Qualität" wie Tuff Tuff fand! Wunderbar! Perfekt! Breit grinsend machte er die Hand auf und meinte: "Aber gerne doch, edelster, gütigster Herr! Mit Freuden darfst du sie von mir aus mitnehmen, nachdem du mich bezahlt hast! Und nicht vergessen! Alle Geschäfte sind entgültig! Kein Umtausch, keine Rücknahme!"

Aber das verstand sich doch natürlich von selbst.
Thema: Porta
Gaius Iulius Caesoninus

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Klinken putzen III 22.06.2019 06:34 Forum: Domus Purgitia


Heute hatte Caesoninus viel vor. Er wollte allen Senatoren seine Aufwartung machen, mit denen er persönlich bekannt war, um so ein wenig schon einmal vorzufühlen, inwieweit sie wohl bereit wären Caesoninus bei seiner Kandidatur zu unterstützen.

Natürlich durfte auch Caesoninus‘ politischer Mentor auf seiner Liste nicht fehlen. Doch da es sich hierbei dieses Mal wie gesagt um Purgitius Macer handelte, hatte Caesoninus etwas besonderes vor. Auch in Anbetracht ihrer früheren gemeinsamen Zeit, wollte er Macer nicht einfach so zwischen Tür und Angel zum Gespräch bitten, sondern das ganze in einen etwas besseren Rahmen stellen, weshalb die Sänfte beim Nachhauseweg zurück zur Domus Iulia bei der Domus Purgitia nicht stoppte, sondern gemächlich weiterzog, während sich der Ankündigungssklave trotzdem, wie zuvor instruiert, kurz von der Gruppe löste und klopfte, um danach zu verkünden: „Salve! Mein Herr, der Aedituus Gaius Iulius Caesoninus, lädt Senator Purgitius Macer heute Abend zur Cena in die Domus Iulia ein, zur ersten Stunde nach Sonnenuntergang, um die kommende Wahl zu erörtern!
Thema: Die Porta
Gaius Iulius Caesoninus

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Klinken putzen II 22.06.2019 06:23 Forum: Villa Flavia Felix


Heute hatte Caesoninus viel vor. Er wollte allen Senatoren seine Aufwartung machen, mit denen er persönlich bekannt war, um so ein wenig schon einmal vorzufühlen, inwieweit sie wohl bereit wären Caesoninus bei seiner Kandidatur zu unterstützen.

Als nächstes ließ er sich zum Tore der Flavier tragen, um auch bei Senator Flavius Gracchus vorstellig zu werden. Hoffentlich war er zuhause, doch das würde sich gleich herausstellen. Also stoppten die Sänftenträger vor der Porta und der Ankündigungssklave sprang vor, um zu klopfen und zu verkünden: „Salve! Mein Herr, Gaius Iulius Caesoninus, bittet darum, von Hausherr Flavius Gracchus empfangen werden zu dürfen in Angelegenheit der kommenden Wahl!
Thema: Porta - Der Eingang der Villa Claudia
Gaius Iulius Caesoninus

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Klinken putzen I 22.06.2019 06:18 Forum: Villa Claudia


Heute hatte Caesoninus viel vor. Er wollte allen Senatoren seine Aufwartung machen, mit denen er persönlich bekannt war, um so ein wenig schon einmal vorzufühlen, inwieweit sie wohl bereit wären Caesoninus bei seiner Kandidatur zu unterstützen.

Der erste auf seiner Liste war Senator Claudius Menecrates. Dieser Besuch war besonders, da er mit ihm auch erörtern wollte, inwieweit ein Rennen realistisch war, denn dann könnte er sich auch gleich die entsprechende Genehmigung einholen, die ja vom Praefectus Urbi nötig war. Dass es möglich war und wie das funktionierte, hatte Caesoninus ja schon zwei Mal gesehen bei seinen vergangenen beiden Trainingsrennen. So also hatte er heute seine beste Toga am Leibe und ließ sich in einer der iulischen Familiensänften zur Villa Claudia tragen, wo hernach ein Sklave an die Porta trat, klopfte und anschließend ankündigte: „Salve! Mein Herr, Gaius Iulius Caesoninus, bittet darum, Senator Claudius Menecrates in Angelegenheit der kommenden Wahl zu sprechen.
Thema: [Cubiculum] Gaius Iulius Caesoninus
Gaius Iulius Caesoninus

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Zum Wohle der Wahl 22.06.2019 06:07 Forum: Domus Iulia


Wieder hatte Caesoninus eine harte Arbeitsschicht an seinem Schreibtisch hinter sich gebracht. Er war wirklich froh, wenn das ganze wieder vorbei war. Er hatte gerade wieder an einer Rede gearbeitet, die er im Zuge seines Wahlkampfs als Vigintivir zu halten gedachte. Schon komisch, normalerweise flossen im beim reden die klugen Redewendungen und Worte nur so aus dem Mund, doch wenn es darum ging im vorraus eine Rede zu verfassen, hörte sich das ganze wahnsinnig steif und unmelodiös an. Nicht zu gebrauchen!
Doch da musste man eben durch als Anfänger. Wer weiß, vielleicht erging es allen so am Anfang. Irgendwann würde es gewiss besser werden. Er wusste ja von sich, dass er das eigentlich konnte!

Als ein Sklave sein Cubiculum betrat, um Caesoninus eine kleine Zwischenmahlzeit zu servieren, kam dieser nicht davon, ohne zuvor einen kleinen Auftrag zu kassieren: „Hol mir Maahes her, ich habe einen kleinen Auftrag für ihn.
Der angesprochene Sklave füllte Caesoninus‘ Weinbecher und nickte dabei mit dem Kopf zum Zeichen, dass er ihn verstanden hatte, anschließend zog er sich wieder zurück, um den Cursor holen zu gehen.
Thema: [area capitolina] G.I.C. et M.F.G. | Von Göttern und Götterlenkern
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: [area capitolina] G.I.C. et M.F.G. | Von Göttern und Götterlenkern 19.06.2019 14:23 Forum: Templa Urbis


Caesoninus hatte das Gefühl, dass sie inzwischen tief in der Materie angelangt waren. Ob dem auch wirklich so war, davon hatte er keine Ahnung. Jedenfalls sprachen sie jetzt über das ureigene Wesen und die Motivation der Götter selbst und das empfand Caesoninus schon als "sehr tief drinnen". Hernach folgte die Frage, ob er denn mit den Lehren Epikurs vertraut sei. Natürlich hatte jeder Römer aus der Oberschicht jede der großen Weltphilosophien zumindest schon einmal dem Namen nach gehört. Epikureismus, Stoizismus, Platonismus und wie sie nicht alle hießen. Doch genauere, tiefere Kenntnisse hatte er trotzdem nicht über Epikur. Zeit dies also zu ändern, indem man dem Magister doppelt so aufmerksam zuhörte jetzt. "Nur so am Rande, ja", war deshalb die vorsichtige Antwort.
Dann erfuhr Caesoninus, was es bedeutete, die Götter aus dem Blickwinkel der Epikuräer zu sehen. Überaus interessant, jedoch war er selbst zweifelsohne wirklich keiner von ihnen. Dafür war er zu sehr Römer und deren Glaube war ja nun einmal, dass die Götter sehr wohl auf das reagierten, was die Menschen dort auf der Welt den lieben langen Tag so anstellten. Dann hatte Caesoninus die Chance, ein wenig etwas über die Vergangenheit des Pontifex zu erfahren. Ebenfalls ein spannendes Thema, wo er ja eines schönen Tages eben dorthin wollte, wo Gracchus bereits längst war. "Ich stimme dir zu. Die Lehren Epikurs in Bezug auf die Götter muss einfach falsch sein. Das habe sogar ich mit meinen jungen und noch wenigen Lebensjahren schon am eigenen Leib erfahren!" Man denke nur an jene Taube (-> das Wappentier der Iulier), die da einst auf Caesoninus' Schulter herabgeschwebt und sich an ihn geschmiegt hatte! Und das nach einem Opfer, an dem alle in Rom damals anwesenden Iulier aktiv in irgendeiner Form teilgenommen hatten! Das konnte einfach kein Zufall gewesen sein, das hatte einfach ein Zeichen der Götter sein müssen.
Nachdem Gracchus auch die Sichtweise der Stoa dargelegt hatte (mit der er, Caesoninus, schon eher etwas anfangen konnte), gab es noch etwas, das ihn im Moment sehr interessierte. "Was ist deine persönliche Ansicht, o Pontifex? Hälst du es mit dem tradierten römischen Weg des Geben und Nehmens zwischen Göttern und Sterblichen, oder siehst du es eher so wie eine der großen Philosophien, oder hast du eine Mischung aus Teilen von diesen für dich geschaffen? Und natürlich würde ich mit Freuden einmal zu einem philosophischen Abend kommen!" War die Antwort klar. Gracchus hatte zwar zuvor schon teils Caesoninus' Frage nach seiner Sicht der Dinge beantwortet, jedoch ging es ihm jetzt um das große ganze, um die einzig gültige Hauptantwort des Flaviers mit Fokus auf eben jenes und nicht nur als kleiner Teilbereich eines anderen Stoffkomplexes.
Thema: [Subura] Die neue Station
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Die neue Station - Fundamente 19.06.2019 14:03 Forum: Roma


Natürlich war Caesoninus wie versprochen am nächsten Morgen wieder mit von der Partie. Eigentlich hätte er heute Vormittag Tempeldienst gehabt, jedoch hatte er mit einem Kollegen die Schicht getauscht, um heute dem Senator weiter zur Hand gehen zu können. Heute wollten sich der Praefectus Urbi und die Mitglieder der Baukommission mit den Vermessern treffen.
Caesoninus' Aufgabe dabei war es vorerst, dass er sich um die Messstäbe kümmern sollte. Er hatte nicht gleich eine Ahnung gehabt, woher er solche nehmen sollte, doch nach einem kurzen Gespräch mit der Stadtverwaltung und ein, oder zwei privaten Unternehmern hatte er eine genügende Zahl des angeforderten Materials zusammentragen können. So zog er am Morgen einen mittelgroßen Handkarren hinter sich durch Roms Straßen her, auf dem er stapelweise Stäbe dabei hatte. Sich den Schweiß von der Stirn wischend, kam er endlich an der Baustelle an, wo er die Stäbe in eine geeignete Ecke abstellte und dann zuerst einmal alle begrüßte. Dann ging es für ihn an die eigentliche Arbeit; dem Treffen mit den Vermessern.
Thema: [Forum Iulium] Templum Veneris Genetricis
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Beten für die Liebe in der Ferne 18.06.2019 17:38 Forum: Templa Urbis


Caesoninus nickte. Das Opfer war vorbei.
Da es sich nun gebot, die Cella möglichst rasch und geordnet wieder zu verlassen, um die Ruhe der Göttin nicht weiter zu stören nach der erforderlichen Ehrenbezeugung ihrer Person, geleitete Caesoninus Carbo wieder hinaus unter das luftige Dach des säulenbekränzten Portikus des Tempels der Venus Genetrix. "Alle Achtung, nicht schlecht gemacht! Toll! Falls du wieder einmal ein Anliegen an die Göttin der Liebe haben solltrst, zögere nicht zurückzukehren, wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit dir!" Dann natürlich noch der abschließende obligatorische Hinweis: "Falls du zufrieden mit deiner Opferung warst, würden wir uns sehr über eine kleine Spende an den Tempel freuen. Solltest du dich dazu entschließen, ist Kollege Gnaeus dort hinten die richtige Ansprechperson für dich." sagte er und wies auf einen der anderen Tempelmitarbeiter ein Stück von ihnen entfernt. Der Tempel musste ja auch in Schuss gehalten und die Aedituui von etwas leben! Sie bekamen zwar regelmäßig großzügige Spenden von vermögenden Privatpersonen, so wie so ziehmlich jeder große Tempel hier in Rom, jedoch hatte Caesoninus festgestellt, dass sich diese Summe nochmal erheblich steigern ließ, wenn man die Leute nach Beihilfe zur Opferung auch nochmal direkt auf eine kleine Spende ansprach. meist waren es zwar nur ein paar wenige Münzen, aber bedacht auf die Massen, die täglich den Tempel frequentierten, ergab sich das Sprichwort; Viel Wenig ergibt ein Viel.
"Nun denn, dann, Norius Carbo aus Mogontiacum, viel Glück und einen schönen Tag noch!" verabschiedete Caesoninus seinen Kunden freundlich und wandte sich ab, um zu sehen, ob nicht schon der nächste auf ihn wartete.
Thema: [Cubiculum] Gaius Iulius Caesoninus
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Der Entwurf eines Briefes 18.06.2019 17:27 Forum: Domus Iulia


"Aulus Iunius Seneca aus Germanien also, so so". wiederholte Caesoninus, während er kurz darüber nachdachte, ob er so einen Namen schon einmal gehört hatte. "Wir haben gewisse lose Verbindungen, oder besser gesagt Bekanntschaften zu den Iuniern, z.B. waren vor einiger Zeit einmal Iunia Axilia und Iunia Caerelia hier im Haus zum Abendessen, doch ein Iulius Seneca ist mir leider nicht bekannt. Aber ja, wenn er tatsächlich Praefectus Alae gewesen ist, muss er in der Tat ein wichtiger Mann in der Armee gewesen sein." Das fand Caesoninus schon interessant, nun einen Sklaven zu besitzen, der zuvor einem Offizier gedient hatte. Ob er auch ein wenig was von dessen Alltag mitbekommen hatte? Vielleicht war es doch nicht so eine Fehlinvestition gewesen, Maahes zu behalten auf Drängen des Maiordomus. Apropo Maiordomus, hatte Maahes gerade tatsächlich behauptet, dass er ein eben solcher für diesen Seneca gewesein sein wollte? Bei allen Göttern! Als nächstes kam vielleicht auch noch ans Licht, dass er mit irgendeiner berühmten Persönlichkeit oder so verwandt wäre! Doch Caesoninus beschloss, vorerst darauf nicht zu reagieren, sondern es einmal im Hinterkopf zu behalten. "Nun gut, das wäre dann alles." verabschiedete er seinen Cursor, um sich wieder seiner Arbeit zuwenden zu können. Die Aufmerksamkeit seines Herrn hatte der Ägypter heute auf jeden Fall erregen können.
Thema: [Cubiculum] Gaius Iulius Caesoninus
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Der Entwurf eines Briefes 15.06.2019 12:33 Forum: Domus Iulia


Zitat:
Original von Maahes
Offenbar schien der Dominus zufrieden zu sein. Nicht weniger als ein tadelloseses Benehmen war gefordert. Rein äußerlich würde dies sicherlich leistbar sein. Verdrängte man den Weindurst, den er dann und wann verspürte, würde dem auch sicherlich nichts im Wege stehen. Ob er noch eine Frage oder ein Anliegen hatte? Flüchtig dachte der Ägypter nach. Sicherlich gab es Fragen, doch war der Iulier sicherlich nicht derjenige, welcher ihm die Antworten geben könnte. Also schüttelte Maahes zunächst einmal den Kopf. “Nein, Dominius, ich habe keine Fragen mehr und auch nichts, was ich ansonsten vortragen könnte,“ gab er bekannt und verneigte sich wieder leicht. Schließlich wendete er sich ab und machte sich auf den Weg zur Tür. “Das heißt, eine Frage hätte ich vielleicht,“ sagte er dann und drehte sich noch einmal herum. “Ist es mir erlaubt eine Opfergabe zum Grab meines ehemaligen Herrn zu bringen?“, fragte er dann vielleicht etwas zögerlich. Sein neuer Dominus hätte gewiss nichts dagegen, wenn er nach seinen Botengängen einen Abstecher machte, doch das größere Problem bestand sicherlich darin, dass der Ägypter rein gar nichts zum Opfern hatte. Kein Geld und auch keine Speisen, um sie einem Toten am Grabe darbringen zu können.


Ob Maahes es wusste oder auch nicht, jedenfalls hatte er sich gerade mit seiner Opferfrage ein ordentliches Plus bei seinem Meister verdient. Caesoninus war immerhin selbst ein Aedituus und als wahrer Römer tief religiös, so wie sich das eben nun mal gehörte und da freute es ihn ungemein, dass auch sein neuer Unfreier ähnlich behaftet war.

Er lächelte Maahes an und sagte: „Es ist sehr nobel von dir, deinem alten Herrn gedenken zu wollen, das zeugt von einem guten Verhältnis. Wer war es denn, der dich zuletzt besaß? Und natürlich darfst du das tun! Nimm dir Lebensmittel aus den Vorratskammern, oder lasse dir von Phocylides ein paar Münzen als Opfer geben, falls du selbst nichts haben solltest, du hast meine Erlaubnis dafür!
Besser so, als wenn der Kerl sie deswegen stehlen würde, denn das müsste er zweifellos, wo er doch sonst nichts hatte.
Thema: [Cubiculum] Gaius Iulius Caesoninus
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Rückkehr nach Hause 15.06.2019 02:31 Forum: Domus Iulia


Bitte sehr!“, waren Caesoninus‘ Worte, während er seinem Verwandten nochmal Wein nachreichte. Er plauderte gerne mit Licinus, immerhin war dieser in letzter Zeit öfters in der Domus Iulia anwesend und daher eher eine Art Familienoberhaupt gewesen, als z.B. Centho. Außerdem war er ein bärbeißiger alter Soldatenhaudegen, noch etwas, was Caesoninus an Licinus überaus schätzte.

Als das Gespräch dann noch einmal kurz auf Caesoninus‘ Karriere zu sprechen kam, war er der Meinung erneut noch einmal so etwas wie Demut und Dankbarkeit zeigen zu wollen: „Danke für deine netten Worte! Doch Weisheit und Lebenserfahrung aus vielen Jahren sind auch nicht zu verachten! Ich bewundere es immer wieder, wie du es schaffst, einen so hohen Posten wie den deinen bei den Prätorianern auszufüllen und trotzdem noch als guter Vater für Esquilina da sein zu können. Die Kleine hat echt Glück mit dir, ich bin sicher, sie wird sich eines Tages noch wunderbar machen, dank deiner Erziehung.“ Er hatte jedes Wort ernst gemeint, wenn sie auch im üblichen fröhlichen Umgangston ausgesprochen worden waren. Licinus war für Caesoninus auf jeden Fall das beste Beispiel dafür, wie man Familie und Karriere unter einen Hut bringen konnte. Genauso wollte er es auch einmal machen. Was die Frage über die Damen des Hauses Iulia anging, so war die schnell erledigt. „Ausnahmsweise einmal nicht viel, außer, dass Iulia Stella sich auf meinem Fest sehr gut mit Annaeus Florus Minor verstanden hat. Gewissen Andeutungen und Anzeichen nach darf man die beiden also schon fast als Verlobt und Verheiratet betrachten. Für Iulia Phoebe steht das aber noch aus.
Thema: The voice of Rome
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: The voice of Rome 15.06.2019 00:45 Forum: Ideen-Board


Ein rhetorischer Wettstreit, bei dem ich bis in den Olymp hinauf glänzen, oder jämmerlich scheitern kann?!

Ich bin dabei. großes Grinsen Applaus
Thema: [Sklavenmarkt] Grian - Der ganz normale Wahnsinn
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Grian - Der ganz normale Wahnsinn 11.06.2019 13:26 Forum: Mercatus Urbis




Tuff Tuff der Sklavenhändler

Hatte man sowas schon gesehen! Brach doch einfach so unversehens ein Gebotssturm sondergleichen um diese, in Tuff Tuffs Augen, doch recht unscheinbare Sklavin los!
Doch egal! Begeistert zeigte er auf Casca.
Siebenhundert der Herr! Siebenhundert! Höre ich Siebenhundertfünfzig?
Tuff Tuffs Wunsch wurde sofort erfüllt, denn ein anderer bot die gewünschte Menge. So zeigte er jetzt auf ihn und rief: „Siebenhundertfünfzig! Siebenhundertfünzig! Wer bietet achthundert?“ Der Bieter von vorhin wollte anscheinend nicht locker lassen und bot die achthundert Sesterze. So hatte er die Ehre wiederum nun das Objekt der Begierde von Tuff Tuffs Zeigefinger zu sein. „Achthundert Sesterze! Es sind achthundert Sesterze geboten! Wer...“ da wurde er plötzlich von einer weiblichen stimme unterbrochen die den Preis um weitere zwanzig Sesterze anhob. Tuff Tuff konnte sie in der Menge nicht erblicken, weshalb er einfach so rief: „Achthundertzwanzig! Achthundertzwanzig Sesterze!“ Der, der dem Sklavenhändler zuvor schon aufgefallen war, überbot die Unsichtbare um nochmal dreißig Sesterze. Tuff Tuff wies auf ihn. „Achthundertfünfzig! Achthundertfünfzig für diesen Edelmann!“ Noch jemand rief etwas dazwischen, doch verstand er es nicht so recht, bis der eine plötzlich sein eigenes Gebot von sich aus nach oben korrigierte. Tuff Tuff war begeistert!
Und schon folgte auch darauf das Gegengebot. „Achthundertachtzig! Achthundertachtzig zum ersten, zum zweiten...
Noch ein Gebot!
Neunhundert Sesterze! VERKAUFT! An diesen ehrenwerten Edelmann hier vor mir! grinste Tuff Tuff sein zahnloses Grinsen und wies auf Casca.
Thema: [Forum Iulium] Templum Veneris Genetricis
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Beten für die Liebe in der Ferne 11.06.2019 13:06 Forum: Templa Urbis


Nicht schlecht, was der Nordling dort fabrizierte! Das Eröffnungsgebet konnte man zweifellos so stehen lassen.
Sehr gut gemacht! Jetzt geht es an das Hauptopfer. Lege die Votivfiguren und die Zwiebeln auf den Foculus und sprich dein Gebet. Anschließend vollführe ein Trankopfer, wahlweise als Abschluss der Hauptopferung, oder als gesonderte Nachopferung mit eigenem Spruch. Dann bist du fertig.
Trankopfer waren wirklich etwas so sehr alltägliches, dass es Caesoninus hierbei doch riskierte und ihm die nähere Prozedur (nämlich ausgießen) nicht erläuterte, sondern als bekannt annahm. Immerhin sollte er als Aedituus den Bittstellern am Tempel nur kurze Anleitungen und Hilfestellungen geben und während der Opfer möglichst wenig auffallen, wenn er nicht selbst vor dem Foculus stand. Immerhin wollten sie hier ja der Lieblichsten aller Göttinnen huldigen und nicht miteinander vor ihrer Goldstatue ein Pläuschchen halten.
Thema: [Cubiculum] Gaius Iulius Caesoninus
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Der Entwurf eines Briefes 11.06.2019 12:53 Forum: Domus Iulia


Das war die richtige Antwort gewesen. Zufrieden nickte Caesoninus und sprach: „Sehr gut, denn nichts geringeres erwarte ich auch von dir.
Natürlich konnte jeder alles behaupten, so auch ein Störenfried, der hoch und heilig Besserung versprach, obwohl dem nicht so war, doch Caesoninus‘ Intuition sagte ihm, dass Maahes schon ganz ordentlich wäre. Mit einem Seitenblick auf die am Schreibtisch herumliegenden Papiere bekam er leichtes Kopfweh. So viel Arbeit noch vor sich und trotzdem bisher nichts handfestes mit dem er arbeiten konnte.
Doch es half alles nichts, Zeit sich also wieder diesem Metier zu widmen. Er blickte noch einmal Maahes an.
Von meiner Seite her wäre es das. Hast du noch Fragen oder Anliegen an mich? Ansonsten könntest du dich um den Brief kümmern.
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Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Der Entwurf eines Briefes 11.06.2019 04:23 Forum: Domus Iulia


Der Anflug eines Lächelns huschte über das Gesicht von Maahes‘ Herrn. Behauptete der Kerl doch tatsächlich, dass er so „wunderbare“ Aufgaben wie Heizdienst, oder Stall ausmisten gerne machen würde. Wers glaubt.
Anscheinend hatte sein ungeplant gekauftes Anhängsel von Clarissa und Aesara Sinn für Humor, das imponierte Caesoninus.
Sicher tust du das“, meinte er nur und ließ es absichtlich offen, ob er diese Antwort auf Maahes‘ Beschreibung seiner beiden neuen Lieblingsarbeiten, auf seinen letzten Satz, oder auf alle beide gleich bezog. So konnte man sich das beste selbst aussuchen.

Es erfüllt mich mit Freude, dass du dich anscheinend so gut in dieses, dein neues Leben, hier einfügst. Nur Kameradschaft, bestmögliche Eintracht und eine enge Abstimmung in allerlei organisatorischen Sachen können ein Haus und seine Familie groß machen. Mag der mächtigste Politiker Roms vor dem Senat auftreten und Reden schwingen, er ist Nichts und dazu noch ein machtloser Wurm, wenn es bei ihm zuhause nicht vollkommen glatt läuft. Bedenke dies bei allem was du tust, immer und überall; In der Öffentlichkeit bestimmst und formst auch du zusammen mit allen anderen Sklaven das Ansehen der Gens Iulia, wenn ihr außerhalb des Hauses unterwegs seid. Daher erwarte ich auch in Zukunft eine tadellose Zusammenarbeit mit den anderen Angehörigen der iulischen Hausgenossenschaft, ja?
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Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Der Entwurf eines Briefes 08.06.2019 18:16 Forum: Domus Iulia


Caesoninus schrieb noch eine kleine Weile weiter, um die ihm eben gekommenen Gedanken nicht zu verlieren, ehe er den Stilus beiseite legte und aufsah. „Es ist ein Brief aufzugeben. Bring diesen Brief zum Cursus Publicus für mich.
Kurz langte er über den Tisch und griff nach dem schon verschlossenen und gesiegelten Brief für Lucius Annaeus Florus Minor und reichte ihm seinen Cursor. Damit war eigentlich schon wieder alles erledigt, doch Caesoninus war beim Anblick von Maahes spontan neugierig geworden, wie es ihm in seinem neuen Zuhause wohl bisher so ergangen war. Ehrlich gesagt hatte er mit ihm von seinen neuen drei Sklaven bisher am wenigsten zu tun gehabt, da war es nur recht und billig, wenn er sich einmal auf den aktuellen Stand innerhalb seines eigenen Besitztums brachte. „Maahes, dienstlich wäre das alles, doch ich möchte hören, wie es dir bisher so in der Domus Iulia ergangen ist. Erzähle mir davon.
Erwartungsvoll lehnte er sich mit interessierten Blick zurück und legte die Fingerkuppen aneinander.
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Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Der Entwurf eines Briefes 08.06.2019 16:02 Forum: Domus Iulia


Zum Glück für Maahes hatte Caesoninus nach dem Brief an Florus Minor gleich weitergearbeitet, um sich ein wenig um seinen Wahlkampf zu kümmern und dabei gar nicht auf die Zeit geachtet, weshalb er überhaupt nicht merkte, wieviel davon tatsächlich verstrichen war, als der Sklave endlich anklopfte. Einen kurzen Moment sah Caesoninus hoch; „Herein!“, ehe er sich dann wieder über seine Unterlagen hermachte und eine Wachstafel bekritzelte.

Es war einfach so verflixt! Nichts verwendbares wollte ihm für seine Kandidatur einfallen, was er ankündigen, oder später gar umsetzen konnte!
Thema: [Forum Iulium] Templum Veneris Genetricis
Gaius Iulius Caesoninus

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RE: Beten für die Liebe in der Ferne 07.06.2019 22:52 Forum: Templa Urbis


So konnte es also beginnen. Caesoninus stand mit Carbo im Halbdunkel des Tempels, mit einem Zipfel seiner Toga über sein Haupt gezogen. Da Carbo als Peregrinus keine Toga tragen durfte, erübrigte sich dies natürlich für ihn.

So stellte sich Caesoninus etwas abseits, rechts vom Kultbild und sprach mit etwas gedämpfter Stimme, angesichts der Würde dieses Ortes: "Genauso wie jedes große Opfer muss zuerst Weihrauch verbrannt werden, um die Brücke hinüber in die Welt der Götter zu schlagen. Dabei erhebe deine Handflächen gen Himmel und rufe Gott Ianus dafür an, die Tore zu öffnen. Danach schließt du das Gebet mit einer Wendung nach rechts ab."

Dies war zwar eigentlich allgemein bekannt, wie man ein Gebet sprach, jedoch da sein heutiger Kunde ein Fremder aus dem Barbarenland war, ging Caesoninus lieber auf Nummer sicher und erzählte alles haarklein. Immerhin wollte er sich vor der Lieblichsten aller Göttinnen keine Blamage erlauben!
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