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Geschrieben von Marcus Decimus Livianus am 08.08.2018 um 10:08:

  Die Gemächer des Statthalters

Sie waren nun schon einige Zeit hier und auch wenn Livianus sehr stark in seinem neuen Amt eingespannt war, hatte er das Gefühl, dass sich auch Aglaia einigermaßen gut eingewöhnt hatte. Das Leben an der Seite einen Statthalters war gewiss nicht immer einfach, aber die gesellschaftliche Stellung in der Provinz und das residieren im Statthalterpalast entschädigten auf der anderen Seite gewiss einigermaßen wieder dafür. An einem Abend entschied Livianus jedoch trotzdem Aglaia einmal direkt darauf anzusprechen und beendete er seine Amtsgeschäfte früher als sonst und kam in die Gemächer, die sie sich die meiste Zeit teilten, auch wenn Aglaia eigene, nicht weniger kleine oder pompöse Räumlichkeiten zur Verfügung standen in die sie sich zurückziehen konnte wenn ihr danach zu Mute war.

Als er eintraf war sie gerade mit irgendetwas Beschäftigt und stand ganz vertieft vor einem großen Tisch. Offensichtlich hatte sie sich, ebenso wie der Decimer, an die ständige Anwesenheit diverser Sklaven und Bediensteten gewöhnt, so dass sie gar nicht mehr wirklich darauf reagierte, wenn hinter ihr irgendjemand den Raum betrat oder durchhuschte. Der der sichtlich erfreute Decimer, der immer noch hin und wieder in der trauten Zweisamkeit zu einem pubertierenden Jugendlichen mutierte, nutzte diese Unaufmerksamkeit, trat an seine Angebetete heran, legte von hinten seine kräftigen Arme um sie und bedachte ihren zarten und sinnlichen Nacken mit einem zärtlichen Kuss.



Geschrieben von Aglaia am 09.08.2018 um 14:50:

  RE: Die Gemächer des Statthalters

Es hatte gewiss Vorteile, die Königin der Provinz zu sein. Aglaia hatte viele Sklaven und Diener, eigene Räumlichkeiten, jede Menge Freiheiten, et cetera, et cetera. Aber nichts desto trotz war dies hier die Provinz, und all die Freiheit nützte nur wenig, wenn sie sich nicht entsprechend ablenken konnte. Ihr fehlte ein wenig der Zeitvertreib, die Unterhaltung. Diese Germanen waren langweilig, und die Stadt bot kaum Abwechslung. Es gab eine Therme, aber die war kaum ein Hort der Gerüchte. Überhaupt hatte Aglaia Zweifel daran, dass sich hier alle regelmäßig wuschen.

Aber was könnte man ändern? Es gab ein Theater, aber keine wirklichen Schauspieler. Vielleicht, wenn man welche kommen ließe? Regelmäßige Theateraufführungen wären zumindest ein wenig Kurzweil. Aglaia hatte auch etwas von einer Gladiatorenschule gehört, aber noch keine einzige Aufführung auch nur ansatzweise gesehen. Bei so vielen Tieren in den Wäldern Germaniens müsste aber doch wenigstens ein Bär für eine Tierhatz aufzutreiben sein?
Aglaia überlegte, als unvermittelterweise ein paar Arme um sie gelegt wurden und ein Kuss in ihren Nacken gedrückt wurde. Natürlich erschreckte Aglaia sich, dennoch zuckte sie nicht einmal. Körperbeherrschung war das A und O einer guten Kurtisane. Stattdessen schmiegte sie sich in die Umarmung und ließ ein wohliges Seufzen hören. “Ich wusste gar nicht, dass du solche Sehnsucht nach mir hast“, säuselte sie mit halb geschlossenen Augen, ohne sich umzudrehen.



Geschrieben von Marcus Decimus Livianus am 22.08.2018 um 09:10:

  RE: Die Gemächer des Statthalters

"Nun wie du selbst weißt, werden meine Arbeitstage immer länger und die Zeit für dich dadurch auch immer begrenzter. Natürlich wächst damit auch meine Sehnsucht nach dir.... zusammen mit den Gewissensbissen, dich so lange alleine lassen zu müssen."

Ihr sinniges Seufzen gefiel dem Decimer und so ließ er sich dazu hinreißen ihren zarten Hals mit einem zweiten, etwas längeren Kuss zu bedecken, ehe er seine Umarmung löste und nach einer Haussklavin rief, welche ihm aus seiner unbequemen Amtstoga helfen und diese gleich ordentlich verstauen sollte. In der Zwischenzeit wandte er sich aber weiterhin an Aglaia.

"Erzähl mir.... wie war dein heutiger Tag?"


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