Iulius Licinus und Esquilina kommen zur Cena

  • Alpina hatte einen ganzen Korb voller Kräuter aus dem Kräutergarten geholt. Gwyn würde daraus ein paar leckere Speisen für die Cena mit dem Praefectus Castrorum zaubern. Ursi guckte neugierig, welche Kräuter in dem Korb waren und Alpina beschloss sie in den Kochvorgang mit einzubeziehen. Sie stellte der Kleinen einen Hocker neben den Tisch auf dem sie die Kräuter ausbreitete, damit sie über die Tischplatte gucken konnte und drückte ihr einen Stängel Pimpinelle in die Hand.
    "Du kannst mir helfen, die Blätter abzuzupfen. Ja? Guck mal, so!"


    Die Mutter zeigte ihrer Tochter wie man die Blätter vom Stängel zupfte und in eine Schüssel gab. Ursis kleine Hände waren noch nicht so geschickt, aber sie gab sich redlich Mühe. Nicht lange allerdings. Als Runas Stimme aus dem Haustrakt der Familie Curios ertönte, war die Konzentration verschwunden. Ursi hüpfte vom Hocker und rannte Runa entgegen.
    "Ruuunaaa!" mit diesem Ausruf streckte sie der Tante die vom Blätter zupfen grünen Fingerchen entgegen.

  • Runa ging in die Knie um Ursi aufzufangen. "Na meine Kleine, hilfst du deiner Mutter?" Sie besah sich die grünen Hände undfragte ihre kleine Nickte neugierig. "Was kochst du uns denn leckeres Ursi?" Runa sah hoch und nickte Alpina lächelnd zu. Hinter ihr kam auch schon ihr Sohn Leif angerannt. "ESSEN?" und grinste über beide Backen. "Kann ich dir helfen Tante Alpina?" Runa sah Alpina lachend an, ja die Rsselbande konnte einen schon auf Trap halten. "Soll ich dir zur Hand gehen?" fragte nun auch Runa. Schließlich musste nicht die ganze Arbeit an Alpina hängen bleiben.

  • Lachend stellte fest, dass sich ihre Küchenhilfe verwandelt hatte. Aus Ursi war Leif geworden.
    "Natürlich darfst du helfen." Auch ihm drückte sie einen Stängel in die Hand und zeigte ihm wie er die einzelnen Blätter herunterzupfen sollte.


    Als Runa jedoch ihre Hilfe anbot, schüttelte sie den Kopf. "Ich kümmere mich nur um die Kräuter. Gwyn hat die Zubereitung unter Kontrolle. Aber wenn du möchtest könntest du den Tisch decken. Wie viele werden wir eigentlich sein?"

  • Leif war ganz begeistert und zupft nun konzentriert die Blätter von den Stängeln. Er war ganz vertieft in seine Aufgabe.
    Runa lächelte ihren Sohn an, bevor sie sich Alpina zuwandte. „Nun ich denke wir vier, der Peräfectus und seine Tochter. Ich hoffe, dass Curio es einrichten kann.“ Sagte Runa und blickte dann zu Ursi. „Hilfst du mir?“ begeistert nickte die Kleine und schon schepperte sie mit dem Geschirr zum großen Esstisch. „Ich freue mich, dass wir mal wieder Gäste begrüßen können und dann noch so gern gesehene. Der Iulier ist....“ Runa blicke Alpina lange an. „...sehr nett, findet du nicht auch?“ Runa fand ja eh, dass die beiden ein schönes Paar wären. An den treulosen Corvinus verschwendete zumindest Runa keine Gedanken mehr. Und außerdem hatte auch die Tochter des Präfecten einen narren an Alpina und Uris gefressen es wäre also perfekt. Natürlich sprach Runa das nicht an, aber sie und Alpina kannten sie wohl lange genug, dass sie wissen würde worauf Runa hinaus wollte. „Du magst ihn auch nicht wahr?“

  • Ursi war begeistert Runa beim Tischdecken helfen zu dürfen und Alpina freute sich über Leifs fleißige kleine Hände. Doch dann fragte die Freudin Alpina über den Praefectus aus. Das war Alpina sichtlich peinlich.
    "Ja, Gäste zu bewirten macht mir auch Freude, noch dazu die beiden. Du weißt, den Iulier und mich hat die Sorge um Esquilina zusammengeschweißt. Wir haben bange Stunden der Sorge gemeinsam verbracht. Wenn man Emotionen teilt bringt einen das ganz automatisch näher zusammen. Aber es ist nicht so wie du vielleicht vermutest, Runa."


    Alpina war rot geworden. Ja, sie fühlte sich oft alleine. Die Doppelbelastung von zeit- und kraftraubendem Beruf und Kindererziehung setzten ihr zu. Aber würde sie es anders wollen? Wohl kaum. Sie liebte ihren Beruf und konnte sich nicht vorstellen, dass es irgendwann anders sein könnte. Ursi machte sich hervorragend. Sie war ein aufgewecktes kleines Mädchen, das nur selten nach dem Vater fragte, den sie nicht richtig wahrgenommen hatte bevor er aus ihrer beider Leben verschwunden war.
    Und sie ahnte, dass es Iulius Licinus ähnlich ging. Auch er versuchte seinen verantwortungsvollen Beruf mit der Erziehung eines kleinen Mädchens zu kombinieren. Für einen Mann eine ungleich schwierigere Aufgabe unter den Bedingungen einer männerlastigen Umgebung. Sie bewunderte sein Engagement für die Kleine und rechnete ihm hoch an, dass er alles tat um Esquilina eine bestmögliche Erziehung zu bieten.Kein Wunder also, dass er ihre Sympathien hatte.

  • Runa nickte verstehend. „Alpina und selbst wenn es anders wäre. Ich würde dich immer unterstützen, dass weißt du.“ Sprach es und drückte ihre Freundin liebevoll. Leise sagte sie dann noch. „Und auch wenn du mir den Kopf abreißt. Ich finde ihr beiden würdet gut zueinander passen.“ Ein fröhliches Lächeln, dass fast jugendhaft anmutete huschte über Runas Gesicht. Eine Seltenheit in letztere Zeit. Da wirkte Runa eher in sich gekehrt und zurückhaltend. „Los Ursi laß uns den Tisch decken." Sagte sie fröhlich und ging Ursi nach. Von da ab hörte man Teller die klimperten, Besteck und immer wieder das Gekicher der Beiden.

  • Licinus und Esquilina hätten nur dem klappern folgen müssen, hätte der Türsklave ihnen den Weg nicht ohnehin gewiesen gehabt.
    So kamen sie mit Abschluss der Tischdeckarbeiten an. Offensichtlich und typischerweise ein klein wenig zu früh. Was aber keiner von ihnen beiden bemerkte.


    "Salve Duccia Silvana, danke für die Einladung" grüßte Licinus Runa und drückte ihr die Hand. Ein wenig kräftig vielleicht. Dann ging er in die Knie (das war auch schon mal besser gegangen) und war so auf Augenhöhe mit Ursicina.
    "Salve Ursicina" grüßte er sie und stupste ihr ganz leicht mit der Fingerspitze auf die Nase.
    Währenddessen hatte Esquilina vor Silvana Aufstellung genommen und meinte ganz artig "Salve und danke auch von mir".
    Das jüngere Mädchen wurde dann ganz anders begrüßt
    "Uuursi!" quietschte sie etwas hochfrequent und umarmte ihre kleine Freundin.

  • Zum Glück für Alpina wurde das peinliche Gespräch durch die Ankunft der Gäste unterbrochen.
    Alpina hatte gerade noch beide Hände in den Kräutern als der Praefectus castrorum mit dem kleinen Wirbelwind Esquilina das Haus betrat.
    Alpina wischte sich die Hände an ihrem Überwurf ab. Sie hatte sich über die dunkelgrüne Tunika eine einfachen Überwurf gezogen um das gute Stück nicht zu beflecken. Schließlich war diese Tunika die beste die sie besaß.
    Sie wollte eben Iulius Licinus begrüßen als Ursi ihr zuvor kam. Mit sanftem Lächeln beobachtete sie die liebevolle Begrüßung des Praefectus.



    Ursicina


    Ursi kicherte als der Praefectus sie mit der Fingerspitze auf die Nase stupste. Schüchtern erwiderte sie die Begrüßung mit einem gehauchten. "Salve!"


    Alpina begrüßte Esquilina und wartete ab bis Esquilina sie entdeckt hatte und nach der Begrüßung sogleich mitgezogen wurde, das Decken des Tisches zu bewundern.
    Die raetische Hebamme trat lachend zu Iulius Licinus.
    "Salve, es ist schön, dass ihr beide zum Abendessen kommen konntet. Unsere Rasselbande freut sich darüber, wenn Besuch kommt."

  • Runa drückte ebenso die Hand des Gastes. „Salve Iulius Licinus.“ sagte sie mit einem kleinen Kopfnicken. „Ich freue mich, euch heute hier begrüßen zu können. Alpina kommt sicher...“ Sie hatte es noch nicht ganz ausgesprochen, da kam sie auch schon und begrüßte die Gäste. „Salve auch dir Esquilina.“ Sagte sie, doch ehe sie auch noch ein Wort sagen konnte war die Tochter des Iulliers auch schon damit beschäftig Ursi zu begrüßen und gemeinsam mit ihr den gedeckten Tisch zu bewundern.
    Runa trat auch einen kleinen Schritt zurück, als Alpina den Gast begrüßte. Sie besah sich die beiden und lächelte in sich hinein.


    Sie wäre wohl noch länger in Gedanken geblieben, wenn ihr kleiner Sohn nicht an ihrem langen dunkelblauen Kleid, welches aufwendig mit Runen bestickt war, zupfen würde.



    Cornutus - Leif


    „Mama? Ist das unser Besuch?“ Runa nickte und stichelt ihrem Sohn über den Schopf und wand sich an den Gast des Hauses. „Darf ich dir meinen Sohn vorstellen, Decimus Helvetius Cornutus.“ Der Kleine aber blieb schüchtern am Rockzipfel seiner Mutter und piepste förmlich. „Salve....Iuli...Iuli....Iulis.“ Unsicher sah er zu seiner Mutter, die ihrem Sohn den Namen zuflüsterte und dann verbesserte der Kleine sich schnell. Salve Iulius Licinius.“

  • Wie auf das Stichwort erschien die Hebamme und Licinus erkannte, dass sie wohl gerade noch gearbeitet hatte. "Hallo Pina" begrüßte Esquilina sie kurz, bevor sie sich von Ursicina an den Esstisch ziehen ließ und sich geduldig erklären ließ, was da alles und warum lag.


    "Salve Susina Alpina," lachte Licinus und drückte ihr die Hand. "Es ist schön hier zu sein. Und was die Rasselbande angeht, Esquilina freut sich schon den ganzen Tag auf sie. Und auf euch." setzte er an beide Damen gewandt fort.
    Das stimmte, wenn man ehrlich war, freute sie sich auf Alpina doch mehr als auf Silvana.


    "Natürlich!" sagte Licinus. Dann sagte der Junge ein salve undetwas, was Licinus nicht wirklich verstand. Er bemerkte nur, dass seine Mutter sich nach unten beugte und er ihn dann mit dem namen ansprach.
    "Salve et tu, Helvetius Cornutus. Dann bin ich wohl doch nicht der einzige Mann in dieser Frauenrunde" er zwinkerte dem Jungen zu und drückte ihm patriarchalisch die Schulter. Und erst in diesem Moment wurde ihm klar, dass die Frauen ihnen hier 2:1 gegenüberstanden. Recht ungewohnt für ihn, der seit über 20 Jahren in einer Männergesellschaft lebte.

  • Während die Kinder durch das Haus tobten, entledigte sich Alpina ihres Überwurfs. Dann nahm sie die Becher entgegen, die Gwen ihr reichte. Mulsum, Gewürzwein mit Honig. Eine eigene Mischung mit Gewürzen und Kräutern aus dem Garten.
    "Auf die Götter und Göttinen der Römer und Germanen und darauf, dass wir euch noch öfter als Gäste unter unserem Dach bewirten dürfen
    ", sprach Alpina den Trinkspruch. Dabei lächelte sie den Praefectus mit aufrichtiger Freude an. Dann warf sie Runa einen Blick zu. Wollte sie noch etwas ergänzen?

  • Eigentlich hatte Curio ja schon früher nach Hause kommen wollen, um die heutigen Gäste persönlich in der Casa willkommen zu heißen, doch war die Contio des Ordo decurionum in der Curia mal wieder ein wenig ausgeartet und hatte erst beendet werden können, als der amtierende Duumvir dem dauerredenden Decurio schließlich das Wort abgeschnitten hatte, weil die Sitzung aus rituellen Gründen hatte beendet werden müssen. Spaßeshalber hatte Curios Sitznachbar ihm noch zugeraunt, dass er ja als amtierender Pontifex die Vorzeichen für ungenügend erklären konnte, um dem Amtskollegen das Wort abzuschneiden, doch hatte sich der Helvetier darauf natürlich nicht eingelassen. Dummerweise hatte sich der Decurio damit allerdings seinen eigenen Antrag blockiert, der wohl zweifellos eine Mehrheit der anwesenden Decuriones auf sich hätte vereinigen können, wäre er denn zur Abstimmung gekommen. Tja, dumm gelaufen, konnte man da nur sagen, doch war der Helvetier dadurch in die Verlegenheit geraten, den Beginn der Cena zu verpassen, da er in seiner Toga sicherlich nicht so schnell zu Hause sein würde, wie eigentlich geplant, und auch nicht bereit gewesen war, sich eine teure Mietsänfte zu nehmen, nur weil einer seiner Amtskollegen die Regel nicht kannte, dass man über alles reden konnte, aber nicht über eine Stunde...


    Als Curio schließlich zu Hause ankam, war bereits das laute Lachen der Kinder durch die Öffnung des Atriums zu hören und da er mindestens ein Lachen nicht erkannte, mussten die Gäste also schon da sein, was ihm beim Eintreten durch Liam auch gleich nochmal bestätigt wurde. Curio nickte daraufhin nur, gab seinem Leibsklaven Acanthos die Anweisung, dass er bereits in das Schlafzimmer vorgehen und ihm eine Schale Wasser und eine gute Tunika herauslegen sollte, was er auch sogleich tat. Curio trat indes ins Atrium, wo die drei Kinder grade dabei waren, am Impluvium mit dem Wasser zu spielen. Der erste, der ihn erblickte, war sein Sohn, der auch gleich auf ihn zulief, ihn umarmte und ihm etwas umständlich erklärte, dass der iulische Lagepräfekt da war und das kleine dunkelblonde Mädchen dessen Tochter war. Curio wuschelte ihm lächelnd durch die Haare, freilich nicht ohne ihm noch mit einem väterlichen Schmunzeln zu verstehen gab, dass man seine Worte auch ordnen konnte, bevor sie aus einem heraussprudelten, bevor er auch Ursicina kurz in in die Arme schloss und der kleinen Iulia die Hand zur Begrüßung hinstreckte.


    Allerdings sollten die Kinder ohnehin unter sich bleiben, sodass er sich nun erstmal in sein Zimmer zurückzog, um von der doch eher unbequemen Toga in eine deutlich angenehmere Tunika wechselte und dann mit schnellen Schritten von seinem Zimmer über das Atrium ins Triclinium eilte, wo bereits die Getränke ausgeschenkt wurden.


    Salvete.


    grüßte er erstmal in die Runde und trat auf die drei Erwachsenen zu.


    Entschuldigt bitte meine Verspätung und die, Iulius, herzlich Willkommen in der Casa Helvetia.

  • Licinus empfand den Trinkspruch ausgesprochen passend gewählt. Sowohl für die Stadt, als auch für diese spezielle Gesellschaft. Er nahm den Becher aus Alpina Hand entgegen und nahm sofort den intensiven Geruch wahr und erkannte, dass dies kein-null-acht-fuffzehn Mulsum war. Er fragte sich, was Alpina diesmal hinzugegeben hatte. Ihre Freude war ansteckend und Licinus konnte nicht umhin ein wenig linkisch ihr Lächeln zu erwiedern.


    Noch bevor er jedoch trinken konnte, erschien der Hausherr persönlich mit leichter Verspätung.
    "Salve et tu, und keine Ursache. Wir danken für die Einladung." mit der Hand wieß er in die Richtung der spielenden Kinder und schloss so Esquilina in den Dank ein. "Die Amtsgeschäfte, nehme ich an?" fragte Licinus, der ja selbst wusste, wie das war, wenn der Papierkram wieder nicht fertig wurde.

  • Curio kam spät, aber immerhin. Runa war sich nicht sicher gewesen, ob er es überhaupt zum gemeinsamen Convivium schaffen würde. Alpina begrüßte ihren Schwager herzlich.
    "Schön, dass du es geschafft hast, Curio." Sie drückte ihm einen Becher in die Hand.


    Alpina freute sich sichtlich, dass Iulius Licinus an ihrem Mulsum schnupperte. Sie kam seiner Frage zuvor.
    "Beifuss, Lavendel und Waldhonig."

  • Nachdem der decurio nun auch von den beiden Damen des Hauses begrüßt worden war* und sich flugs auch ein Becher in seine Hand gefunden hatte, konnten sie also dort weitermachen, wo sie zuvor unterbrochen waren.
    "Wir wollten gerade auf die römischen und germanischen Götter unser Glas heben, Helvetius."


    Zuvor hatte er aber hatte Licinus Alpina noch einen ertappten Blick zugeworfen und murmelte verhalten und zugleich anerkennend: "Erwischt. Dir entgeht nicht viel, nicht wahr?"

  • Runa wollte gerade mit den anderen auf die Götter ihren Becher erheben, als ihr Mann den Raum betrat. Sie nickte ihm zu, ließ ihm aber jedoch den Raum zunächst die Gäste zu begrüßen. Nachdem er alle begrüßt hatte nahm Alpina ihr die Worte aus dem Mund, so nickte sie ihm nur lächelnd zu. So erhob sie nun ihren Becher. „Auf die Götter, die römischen und die germanischen. Auf das sie immer ihre schützenden Hände über uns halten.“ Runa stand da und beobachtete Alpina und Licinius. Ein versonnenes Lächeln lag auf ihren Lippen. Leise trat sie an ihrem Mann heran. „Ich hoffe dein Tag war nicht zu anstrengend?“ Sagte sie leise zu ihm. Ja auch wenn die alte Vertrautheit zwischen dem Paar noch nicht wieder da war, machte sie sich dennoch Sorgen um ihren Mann. Sie wusste, dass er sich kaum schonte und genau das bereitete ihr Sorge. Er musste auf sich achten, nicht dass er wieder zusammenbrach.

  • Offenbar war Curio mitten in den Eröffnungstrinkspruch für den heutigen Abend geraten, sodass er Alpina, Licinius und seine Frau erstmal zu Ende sprechen und ihre Trinksprüche beenden wollte, bevor er auf die an ihn gerichteten Fragen antwortete, bevor seine Frau an ihn herantrat, ihren Blick allerdings auf Alpina und den Präfekten gerichtet.


    Nein, nein, nur ein wenig länger als gedacht.


    sagte er ruhig zu ihr, legte ihr kurz liebevoll seine freie Hand auf den Unterarm und wandte sich dann an den Iulier.


    Ja, genau, ich komme direkt aus der Curia, wo eine Sitzung des Ordo decurionum stattgefunden hat. Leider ist sie zeitlich ein wenig aus dem Ruder gelaufen, weil einer der Decurionen bei seiner Rede kein Ende gefunden hat.


    erklärte der Helvetier und trank nun ebenfalls einen Schluck aus dem Becher. Es war halt alles sehr unglücklich verlaufen, zumal der Antrag sicherlich durchgegangen wäre, nur leider praktisch totgeredet worden war.


    Wenn du also mal in die Verlegenheit kommst, mit Decurio Seppius Frugi eingeladen zu werden, stell dich auf lange Reden von ihm ein.

  • Alpina lauschte ein wenig dem Gespräch der Männer. Sie hatte sich vorgenommen, Iulius Licinus zu beobachten, um herauszufinden, ob er eventuell nicht alles verstand was man ihm sagte. Curios Stimme war laut und deutlich. Da war nicht zu erwarten, dass es zu Verständnisproblemen kam. Aber bei den Kindern oder auch wenn mehrere Leute sich bei Tisch unterhielten würde sich vielleicht einen Hinweis bekommen, warum der Praefectus die kleine Esquilina rügte, lauter und deutlicher zu sprechen, wo sie doch für Alpinas Dafürhalten verständlich sprach. Mit kindlicher Stimme natürlich und nicht mit der Kraft eines geübten Offiziers, der seine Soldaten auf Zack halten musste.
    "Ich glaube, Gwyn ist soweit. Wir können ins Triclinium wechseln", bot sie den Familienmitgliedern und Gästen an.

  • Sim-Off:

    Wie ist die Liegeordnung? und wie halten es die Damen, Clinen oder Korbstühle?


    Licinus kannte das, Sitzugen tendierten auch beim Militär länger zu dauern als angesetzt. Das konnte dann bei einem zivilen Politikgremium nur noch schlimmer sein. Davon war er überzeugt. Daher nickte er knappe. "Verstehe ich gut!"


    "Ich danke für die Warnung, Helvetius." antwortete er auf den Seitenhieb auf den decurio. "ich hoffe, dass wenigstens das Thema nicht vollständig ermüdent war?"


    Augenblicke später lud Alpina die Gesellschaft in das tricilinium ein. "Ausgezeichnete Idee." bestätigte Licinus, der sich eines deutlichen Hungergefühls nicht erwehren konnte.

  • Alpina übernahm die Führung und brachte den Praefectus in das Triclinium der Casa Helvetia. Wie es sich gehörte bekam der Gast die Kline in der Mitte zugewiesen. Dem Hausherren und seiner Frau überließ die Raeterin die Wahl zwischen der rechten oder linken Seite des Gastes, während sie den Kindern einen kleinen Extratisch und die Korbstühlchen in Kindergröße, die auch bei den gemeinsamen Abendessen und Festlichkeiten im Hause den Kindern als Sitz und Speisemöbel dienten. Sie selbst würde auf der verbliebenen Kline Platz nehmen.


    Gwyn hatte bereits einige Vorspeisen aufgetragen. Verschiedene Brotspezialitäten, Pasten aus Ziegen- und Schafskäse mit verschiedenen Kräutern, Gewürzen, Zwiebeln und Knoblauch sowie die obligatorischen hart gekochten Eier mit einer Füllung aus Oliven mit Kräutern oder Ziegenfrischkäse. Selbstverständlich fehlte auch das allseits beliebte Garum nicht.
    Während für die Erwachsenen ein Mischkelch für Wein und Wasser vorbereitet war gab es für die Kinder einen warmen Kräutertrank oder wahlweise Wasser aus einer Karaffe.


    Zwei Kohlebecken spendeten behagliche Wärme, Fackeln und Öllampen erhellten den Raum.


    Sim-Off:

    Ich reiche die Entscheidung über links oder rechts an Runa und Curio weiter ;)

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