Patrouillenfahrt nach Carthago

  • Nachdem die Flotille von Alexandria aus aufgebrochen war, hatte sie recht bald die Grenzen der Provinz Aegyptus hinter sich gelassen und war in die Gewässer der übrigen afrikanischen Provinzen vorgestoßen.


    Für Lucius war schon der erste Tag nervenaufreibend - immer wieder ging er auf der Concordia auf und ab, kletterte auf den Turm hinauf und kam dann, wenn die Hitze zu groß wurde, wieder nach hinten in den Unterstand, wo man ihm seinen Platz frei hielt. Doch alles, was sie bisher gesehen hatten, waren Handelsschiffe gewesen.
    Am späten Nachmittag hatte man ihn dann so weit - er ließ sich von Armin aus der Rüstung schälen und blieb in der sichtlich verschwitzten Tunica auf seinem Platz sitzen.
    "Was macht man nur gegen diese verdammte Hitze auf See?"
    fragte er den Nauarchus an seiner Seite.

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  • Ein unruhiger Geist, der Petronier. Man merkte deutlich, dass er unerfahren auf See und in diesen warmen Gefilden war. Keiner ging freiwillig bei der Hitze, es war eben ein bisschen wärmer als in Italia, auf Deck herum oder kletterte in den Mastkorb. Irre da oben. Ich hatte es selbst probiert, kein Vergnügen der Sonne ungeschützt ausgesetzt zu sein. Irgendwann kam dann sein Einsehen sich kleidertechnisch zu erleichtern und das ruhelose Herumlaufen aufzugeben. „ Hitze? Ein bisschen wärmer als sonst. Gewöhnungssache.“ Ich reichte ihm einen Becher Posca. „ Viel trinken. Einfache trockene Kleidung. Die Sonne meiden.“ Da war noch etwas Wichtiges. Ich dachte an unsere Überfahrt von Ostia nach Alexandria. „ Öl für die Haut, als Schutz gegen die kräftige Sonne. “ Ein kurzer Seitenblick zum Petronier. Ein heranzitierter Nautae rannte los und erschien kurze Zeit später mit einer Phiole in der Hand bei uns. „ Für dich Subpraefectus, alle, der Sonne ausgesetzten Körperteile damit behandeln. Einen Masseur haben wir leider nicht, aber der Nautae ist geübt. Er kann dir behilflich sein.“ Bei mir war es nicht so dringend, trotzdem bediente ich mich und massierte das Öl auf meinen Armen ein. Ein leichter Ölfilm blieb auf den Handflächen zurück. Damit fuhr ich mir über das Gesicht.
    Die Sonne zog ihre Bahn. Bald hatte sie den Horizont erreicht um scheinbar im Meer zu versinken. Auf See ein schöner Anblick. Wie sie ihre letzten Strahlen über das Wasser schickte.


    Wir waren noch ein Ende von Appolonia weg. Ich wollte eigentlich den Hafen dort ansteuern. In der Stadt gab es mehr Möglichkeiten uns zu versorgen und bessere, sichere Lagerplätze. Eventuell ein Bett für den Subpraefectus bei einer der wohlhabenderen Familien. Aber daraus wurde nichts. Ich musste umdisponieren. Das war hier relativ einfach und kam für mich nicht ungelegen. Zwei Dörfer lagen auf unserer Route. Beide nahe an der Küste. Fischfang war der Haupterwerb des einen. Ziegen und Schafe Haupterwerb des anderen. Der Ertrag aus Dattelpalmen und Oliven ergänzte ihr Einkommen. Sie lebten ganz gut davon. Wir hatten gute Chancen an frische Vorräte zu kommen.


    „Bis Appolonia schaffen wir es heute nicht. Wir müssen vorher anlanden. Zwei Dörfer an der Küste dürften für unsere Zwecke genügen.“ Um sie wissen zu lassen, dass wir an Land gingen und nicht nur vorbei fuhren, hatten wir Zeichen vereinbart. „Ein Nauta in den Mastkorb. Er soll Bescheid geben, wenn er einen Mann auf der Klippe sieht und ihm zuwinken.“ Der Korb war besetzt und wir warteten. Kein „ Bescheid“ von oben. Die Klippe kam näher. Sie reichte ein Stück ins Meer und schirmte den Strand dahinter ab. Es dauerte mir zu lange. Er müsste längst was sehen. „ He, da oben bist du blind?“ Er rief herunter. „ Nein, da steht keiner. Nichts zu sehen.“ Ungewöhnlich. Sie wussten, dass wir unterwegs waren. Egal ob wir anlandeten oder vorbei fuhren. Auf der Klippe stand immer einer aus dem Dorf und hielt nach uns Ausschau. Wir kamen näher. Ein ungutes Gefühl beschlich mich. „ Nauarchus, da.“ Der Nauta im Mastkorb zeigte aufs Wasser. Ich ging Backbord an die Reling. Undeutlich und nicht leicht zu erkennen, trieb etwas auf dem Meer. Nicht lange und es war klar was da trieb. Ein lebloser Körper, das Gesicht im Wasser. „ Es gibt zwei Möglichkeiten, warum er da treibt. Vom Felsen abgerutscht oder es hat jemand nachgeholfen.“ Ich musste auf Nummer sicher gehen. „ Fischt ihn raus.“ Beim Hoch holen war deutlich zu erkennen was ihn getötet hatte. Ein Pfeil steckte in seiner Brust. „ Kampfbereit machen. Der Signalgeber soll es an die anderen Liburnen weiter geben. Die Frachtschiffe bleiben auf Abstand.“ Ich drehte mich zum Subpraefectus. „ Gleich werden wir sehen ob es Piraten oder streitsüchtige Nomaden sind.“ Natürlich bestand auch die Möglichkeit, dass die Dörfer geplündert und die Übeltäter längst über alle Berge waren. Endlose Sekunden verrannen. Unterdessen zog ich die Lorica Hamata über und legte meinen Gladius an. Der Dolch steckte hinter dem cingulum. Der Pugio war für mich zum schmückenden Beiwerk degradiert worden.
    Die Klippe gab endlich die Sicht auf den Strand frei. Zwei Liburnen lagen dort. Kein Mann war zu sehen. Das hatte nichts zu bedeuten. Da! Wieselflink rannte einer vom Strand weg Richtung Dorf. „ Anlanden! Alle Milites auf den Strand und Aufstellung nehmen. 20 Milites von der Spes übernehmen die zwei Piratenschiffe.“ Ausgerechnet die ersten Piraten erwischten wir an Land. Das war mir gar nicht recht. Ein Grüner Subpraefectus bekam die Befehlsgewalt über 100 Milites. 100 Milites reichten im Normalfall aus, die Piraten unter zu buttern. Aber ließen die Götter heute den Normalfall zu? Ich hatte schon einiges erlebt und wusste, dass alles ganz anders kommen konnte. Mit gemischten Gefühlen sah ich zum Subpraefectus. Während die Milites das Schiff über die ausgelegten Planken verließen, rief ich mir die Lage der Häuser des Fischerdorfes ins Gedächtnis zurück. Die Piraten ließen sich auf keinen Fall auf einen Kampf auf freiem Feld ein.
    Erster Kampflärm schwappte von einem der Piratenschiffe herüber. Die wenigen zurückgelassenen waren schnell niedergekämpft. Zwei Mann mit Äxten schlugen am auf dem Strand liegenden Bug unterhalb der Wasserlinie ein Loch in den Rumpf. Damit war der erste Teil erledigt.
    „ Gehen wir an Land. Dort hast du das Kommando.“ Die ersten Schritte an Land waren wie immer komisch. Das gab sich zum Glück schnell und es wurde Zeit der Wirklichkeit ins Auge zu sehen. Die Milites waren angetreten. Kurz und schmerzlos verkündete ich „ Der Subpraefectus übernimmt das Kommando.“ Jetzt waren es seine Milites und mir wurde flau im Magen. Nichts ließ ich mir anmerken.

  • Olivenöl gegen die Sonne? Misstrauisch beobachtete Lucius den Nauarchus dabei, wie er sich einrieb. Bei Hitze und Öl konnte er nur daran denken, wie die Garköche in Rom irgendwelche Speisen in fleckigen Pfannen brieten - angenehm sah das nicht unbedingt aus. Andererseits brannten Fleisch an, wenn man kein Öl zugab - insofern war es vielleicht doch nicht so irrational wie auf den ersten Blick.


    Also nickte er und nahm sich ebenfalls etwas Öl, um es auf die bereits wieder sonnenverbrannte Haut zu verteilen. Es brannte und zog, aber tapfer verkniff er sich jede Regung - er wollte ja nicht wie ein Weichling wirken, wo er jetzt schon wie ein Krebs aussah. Schließlich belohnte er sich mit einem großen Schluck Posca, obwohl er am liebsten den ganzen Becher über sienen glühenden Kopf gegossen hätte.


    Den Rest des Tages blieb er ruhig auf seinem Platz und wartete, dass das Olivenöl irgendeine Wirkung entfaltete. Es geschah aber nichts - wobei das vielleicht auch nicht unlogisch war, denn er konnte ja nicht beurteilen, wie es ohne das Olivenöl verlaufen wäre. So blieb ihm nur, ein wenig abergläubisch möglichst viel Öl aufzutragen. Aber lieber allein, denn die kräftigen Finger dieses Nauta wollte er lieber nicht an seine verbrannte Haut lassen...

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  • Als bekannt wurde, dass sie Apolonia nicht mehr erreichen würden, verzog der Subpraefectus mürrisch das Gesicht - er hatte nicht die geringste Lust, in einem afrikanischen Kuhkaff zu übernachten, wo er wahrscheinlich nicht einmal einen vernünftigen Brunnen gab. Feindselig sah er daher zum Nauarchus hinüber, der dafür die Verantwortung trug - Wind hin oder her, angeblich war es doch so superkomplex mit der Segelei, da musste man das doch ausgleichen können! Und außerdem, was war mit den Ruderern?
    Die Hitze machte ihn allerdings viel zu fertig, als dass er darüber hätte diskutieren können, sodass er den Mund hielt und weiter vor sich hinschwitzte. Wieder einmal beschäftigte er sich mit der Suche nach Primzahlen.


    Selbst als Massa Kommandos an den Ausguck ausgab, blickte er nur kurz auf und verlor dabei den Faden. Dass dieses komische Dorf einen Mann nur damit beschäftigte, aufs Meer hinauszuschauen kam dem junge Petronier reichlich irrational vor. Insofern wunderte er sich auch nicht, dass dieser Typ zwischendurch Pause machte - zumindest war das die logischste Erklärung dafür, dass der Ausguck nichts fand. Wahrscheinlich passte von diesen Kameltreibern sowieso niemand darauf auf, ob er auf Posten war...
    Als der Nauarchus dann einen neuen Hinweis bekam, zuckte Lucius nur kurz. Er war viel zu müde und außerdem hatte der Typ im Korb sowieso nur einen Delfin gesehen. Oder irgendsoeine nautische Sache, die er dann sowieso wieder nicht erkannte!


    Was dann kam, traf ihn völlig unerwartet: Da trieb jemand? Lucius sah zum Horizont, wo das Land zu sehen war - trotzdem, sie waren viel zu weit weg, als dass hier jemand schwimmen gehen würde. Logischerweise war er also tot.
    Interessiert stand er doch auf und stellte sich neben den Decimer an die Reling. Tatsächlich, da schwamm er mit dem Gesicht im Wasser! Schlagartig war er wieder wach und spürte bereits ein leichtes Kribbeln im Bauch. Ein Toter, womöglich erlegt von einem Schützen - wie aufregend! Sofort hatte er wieder das überraschte Gesicht von Caius vor Augen - endlich ging es los!


    Voller Aufregung stand er so bereit, als man den leblosen Körper aufs Deck hievte und sofort erkannte der Subpraefectus, was hier los war. Blieb die Frage, warum man diesen armen Kerl abgeschossen hatte. Die Wahrscheinlichkeit für ein Versehen war sehr gering, dafür steckte der Pfeil zu präzise. Das gezielte Ausschalten einer Wache ließ aber nur einen logischen Schluss zu - ein Überfall!
    Als der Befehl zum Bewaffnen kam, war Lucius schließlich hellwach. Die Bemerkung des Nauarchus analysierte er blitzschnell und erklärte ein wenig klugscheißerisch:
    "Wenn es Nomaden wären, hätten sie keinen Grund, einen Ausguck außerhalb des Dorfes auszuschalten. Und einen feindlichen Nomaden hätte der Kerl doch sicherlich erkannt!"
    Ehe Massa antworten konnte, war er dann losgerannt, um sich selbst wieder in die viel zu warme Rüstung zu quetschen. Armin stand schon bereit und half, so gut er kann. Trotzdem schrammte das gehärtete Leder immer wieder über seine krebsroten Arme und den Hals, was einen brennenden Schmerz verursachte.
    "Ah, pass auf, du Idiot!"
    schimpfte er, doch hatte er keine Zeit allzu vorsichtig zu sein. Noch der Gürtel mit dem Pugio und der Gurt mit Pythagoras, seinem Gladius, darüber, dann noch den Helm.
    "Was ist mit den Beinschienen des Alten?"
    "Ja wo sind die?"
    Er fand das Stierrelief auf ihnen zwar irgendwie affig, aber erstens hatte er sie geschenkt bekommen - wenn auch vom Alten - und zweitens war es rational, sie im Kampf zu tragen. Ein gezielter Stich ins Bein konnte einen schließlich ganz schnell in eine ungünstige Duellsituation bringen! Trotzdem kehrte er an die Reling zurück und beobachtete abwechselnd den Strand, wo sich bereits etwas regte, und das Deck, auf dem die Marineinfanterie Aufstellung nahm. Gleich ging es los!

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  • Kurze Zeit später stürmte der Subpraefectus - im letzten Moment doch noch mit den Beinschienen des Alten ausgerüstet - an der Spitze der Truppen über die Planke auf den Strand. Er hatte noch nicht den Sand berührt, da fuhr Pythagoras aus der Schwertscheide und glänzte blutgierig in der Sonne. Eine Begeisterung schäumte in Lucius auf, wie er sie lange nicht mehr erlebt hatte - endlich wieder ein richtiger Kampf, endlich ein Gefecht auf Leben und Tod! Beinahe wäre er den Soldaten, die die Piratenschiffe leck schlugen, direkt hinterhergerannt. Glücklicherweise konnte er sich aber gerade noch bremsen - er hätte dabei wohl ausgesehen wie ein Schoßhündchen, das seinem Herrchen hinterherwieselte!


    Dabei erwartete ihn etwas ganz anderes, denn der Nauarchus gab ihm ganz offiziell das Kommando über die in Reih und Glied angetretene Truppe! Das setzte dem ganzen die Piemontkirsche auf das Sahnehäubchen - endlich ein richtiges Kommando über eine ganze Einheit! Er hatte schon jetzt das Gefühl zu wachsen - die Soldaten waren nun gewissermaßen zu einem Körperteil geworden, den er nach Herzenslust benutzen konnte. Und sogar benutzen musste, um diese Feinde Roms niederzumetzeln!
    "Jawohl, Nauarchus!"
    bestätigte er, obwohl er in weniger aufgewühlter Stimmung vermutlich zu dem Schluss gekommen wäre, dass es ja ganz selbstverständlich war, dass er das Kommando hatte - immerhin war er der formal ranghöchste Offizier! Aber da er bisher immer nur Schreibtischtäter und Helfershelfer des Nauarchus gewesen war, hatte er sich doch irgendwie daran gewöhnt, von diesem Befehle zu empfangen. Oder zumindest von seinen Entscheidungen abhängig zu sein.


    Jetzt aber war die Macht unhinterfragbar an ihn gefallen, sodass er sich zu seiner Truppe umwandte.
    "Milites, wir erstürmen das Dorf! Mir nach!"
    rief er den Soldaten zu und eilte im Laufschritt voraus in Richtung des kleinen Fischerdorfes, das verdächtig still in Sichtweite lag. Unterwegs rief sich der junge Petronier noch einmal in Erinnerung, was der Alte ihm so über Kampftaktik beigebracht hatte - wichtig war es, die Einheit zusammenzuhalten, am besten auf freiem Feld zu kämpfen. Aber die Gladii waren auch gut geeignet für den Kampf im Handgemenge und die Parmae der Marineinfanterie würden sich auch als nicht so sperrig erweisen wie die Scuta der Legionäre. Am rationalsten war es wohl, das Dorf zuerst einmal zu reinigen - Haus für Haus. Und wenn sich diese Seeräuber doch irgendwo zum Kampf stellten, konnte man die Centuria ja zusammenziehen und den Feind einkesseln!


    Die Befehle waren schnell gegeben:
    "Wir teilen uns auf! Je ein Contubernium pro Haus! Durchsucht das Dorf! Der Cornicen geht mit mir!"
    Dann erreichten sie die erste Hütte, die der Subpraefectus an der Spitze seines Contuberniums höchstpersönlich mit einem festen Tritt gegen die Tür öffnete. Ein wenig übermotiviert stürzte der junge Petronier hinein, um... sich verdutzt umzusehen - scheinbar war das hier ein Lager, gefüllt mit Tongefäßen voller Getreide. Ein wenig enttäuscht trat er gegen eine der Vasen und wandte sich um.
    "Weiter!"
    Lucius drängte sich zwischen den ihm nachgefolgten Soldaten durch und ging zum nächsten Haus...

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  • Als Lucius die nächste Tür aufstieß, kam ihm ein schwertbewehrter Arm entgegen, dem er gerade noch so ausweichen konnte. Von der Wucht des eigenen Angriffs mitgerissen stürzte dann ein wettergegerbter Mann mit rasiertem Schädel hinterher. Lucius Erregung machte noch einmal einen Sprung - ein Kampf auf Leben und Tod! Mann gegen Mann!
    Ein erfahrener Schwertkämpfter hätte den Piraten wohl schnell in die Seite gestochen, solange er noch damit beschäftigt war, sein Gleichgewicht zu halten - dem jungen Petronier fehlte es aber an Erfahrung und so schaute er einen Moment zu lange und stand dem Gegner doch voll einsatzbereit gegenüber. Der Subpraefectus machte einen Ausfallschritt und stieß zu, der Pirat wich aus. Dann war der Pirat an der Reihe - eine Finte und ein Stoß, den wiederum Lucius mit dem Gladius parierte, um dann aber mit der freien Hand des Pirates einen wenig gezielten, aber doch treffenden Faustschlag direkt auf die Wangenklappe des Helms zu erhalten. Lucius hörte ein Klingeln in den Ohren, dazu brannte seine sonnenverbrannte Wange extra stark. Wütend biss er die Zähne zusammen - er hatte eine ganze Menge Schmerz zu ertragen gelernt! Dennoch gelang es ihm gerade noch rechtzeitig, einen weiteren Schlag abzuwehren. Als er dann wiederum zustieß, kippte sein Gegner ganz plötzlich weg - einer der Milites Classici hatte ihm das Schwert in den Hals gerammt und zog es routiniert wieder hinaus.


    "VERDAMMT!"
    brüllte Lucius zornig - er hatte diesen Typen gerade gehabt und dann nahm ihm dieser dämliche Soldat seinen ersten Sieg des Tages weg! Als er die verwirrten Gesichter um sich herum sah, bemerkte er aber gerade noch rechtzeitig, dass es wohl nicht verstanden werden würde, wenn er aus dieser Sache ein Spiel machte.
    Also egal. Weiter!


    Als der junge Subpräfekt zur nächsten Hütte kam, war dort bereits ein heftiger Kampf entstanden. Drei Seesoldaten hatten offensichtlich ein ganzes Piratennest ausgehoben - das Ergebnis war, dass zwei von ihnen offenbar verletzt waren und einer davon sich kaum auf den Beinen halten konnte. Er musste diese Barbaren zur Strecke bringen!
    "Zu mir!"
    rief er daher und ging direkt zum Angriff über. Dummerweise hatte er durch seinen Ruf auf sich aufmerksam gemacht, sodass er die Überraschung nicht mehr auf seiner Seite hatte - dafür aber jede Menge aufgestauten Zorn, mit dem er den ersten Piraten attackierte. Stoß - Ausweichen - Parade - Finte - es war fast wie daheim beim Training mit dem Alten! Und diesmal landete er tatsächlich einen Treffer. Mit leuchtenden Augen beobachtete er das glänzende Blut, das aus der Wunde in der Brust des Seemanns sprudelte. Einen Moment verharrte er vor der Schönheit des Todes, dann aber hörte er ein
    "Vorsicht!"
    und wurde beiseite gerissen - gerade noch rechtzeitig, um nicht von einem Flankenangriff eines weiteren Piraten getroffen zu werden. Ein wenig beschämt drehte Lucius sich nach seinem Retter um - was für eine Blöße! - dann riss er Pythagoras hoch und ging in Verteidigungsstellung. Er musste auf alle Gegner gleichzeitig achten - der Alte hatte es immer gesagt! Aber zu dritt hatten sie das natürlich nie so richtig trainieren können!


    Er machte einen Ausfallschritt weg von dem größeren Pulk, in den nun von mehreren Seiten Milites eindrangen, um ihren Kameraden zu Hilfe zu eilen. Dann fixierte er wieder den Kerl, der ihm beinahe den Arm abgesäbelt hatte - mit tödlichem Hass ging er langsam, aber gespannt auf ihn zu. Jetzt wandte er sich einem anderen Soldaten zu und bot eine offene Seite - die Gelegenheit für Lucius! Mit einem schnelle Ausfall stieß er vor, rammte Pythagoras ein ganzes Stück in die Flanke dieses Narren, der so leichtsinnig gewesen war, Lucius Petronius Crispus anzugreifen! Feiger Angriff, feige Retourkutsche - so war das eben!
    Eine leichte Drehung des Gladius, dann hatte er die blutüberströmte Klinge wieder in der Hand. Jetzt war es Zeit, diese Bastarde alle zu machen!

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  • Zufrieden betrachtete er noch den glänzenden Lebenssaft auf der Schneide seines Schwertes, der ihn so sehr erregte. Suchend blickte er um sich, doch seine Männer waren inzwischen aufgerückt und hatten eine Art Wand gebildet, hinter der die Piraten für Lucius kaum zu erreichen waren - ausgerechnet jetzt, wo ihn sein erster Erfolg so sehr anheizte!


    Jede Sehne seines Körpers war noch gespannt, mit leuchtenden Augen sah er, wie einer der Soldaten sein Schwert in den Arm eines Piraten versenkte - wieder spritzte Blut und man hörte Schmerzensschreie - seltsam, dass er die bisher gar nicht registriert hatte! Ein wenig unschlüssig blickte er um sich, um seinen Gegner von gerade eben wieder zu sehen. Der Kerl lag am Boden und blutete aus seiner Bauchwunde wie ein Schwein - aber er röchelte noch, sah voller Panik um sich und versuchte mit seinen schmierigen Händen, das Blut am Austreten aus dem Körper zu hindern. Das hatte dieser Idiot jetzt davon!
    Mit kaltem Lächeln ließ der Subpräfekt das Schwert sinken und stellte sich direkt über ihn. Eigentlich eine interessante Frage, woher dieses ganze Blut kam - er hatte einmal gehört, dass das Herz das ganze Blut produzierte. Vielleicht sollte er sich einmal näher damit beschäftigen. Am Museion gab es angeblich eine ganze Reihe berühmter Ärzte, die sogar Schweine bei lebendigem Leib sezierten - fast ein wenig, wie er das tat...


    "Na, Pech gehabt, was?"
    sagte Lucius mit höhnischem Unterton und wischte sein Schwert an der Tunica des Sterbenden ab, der irgendetwas in einer fremden Sprache plapperte. Wahrscheinlich bettelte er um sein Leben. Doch der junge Petronier war unbeeindruckt. Eher beiläufig meinte er
    "Das hast du jetzt davon."
    Dann setzte er sein Schwert auf den Solarplexus des jammernden Piraten und drückte es mit all seiner Kraft in den Brustkasten, sodass der Kerl noch einmal aufbrüllte und schäumendes Blut aus seinen Lungen durch die Wunde drängte. Schaum, aus so ein seltsames Ding... ob die Gelehrten im Museion dazu auch etwas wussten?


    "Subpraefectus, was sollen wir tun?"
    riss ihn wieder einer der Soldaten aus den Gedanken, während der Blick seines Opfers gerade starr und seine Muskeln schlaff wurden. Verwirrt blickte Lucius auf und brauchte wieder einen Augenblick, um zu sich zu kommen. Richtig, er war hier der Befehlshaber! Seine Leute brauchten seine Befehle! Aber wie war die Lage? Als er zum Kampffeld sah, stellte er fest, dass die Piraten die Flucht ergriffen. Diese Feiglinge hauten einfach ab!


    "Verfolgung aufnehmen! Macht keine Gefangenen!"
    brüllte er schließlich und riss Pythagoras aus diesem wertlosen Stück Fleisch zu seinen Füßen. Blitzschnell analysierte er die Situation: einige Piraten waren noch in Kämpfe verwickelt, doch den Typen war die Angst ins Gesicht geschrieben. Gerade eben versuchte wieder einer, seinem Gegner den Rücken zu kehren und wegzurennen - dabei stolperte er aber und fiel zu Boden.
    "Stich den Bastard ab!"
    rief der Subpräfekt dem Soldaten zu, der sofort gehorchte - wie eine Maschine war so eine Militäreinheit. Zufrieden grinste Lucius. Dann rannte er los, um sich selbst an dieser kleinen Jagd zu beteiligen - es war höchste Zeit, dass er auch hier einmal auf die Jagd ging! Mit Menschen war es noch aufregender, aber die Langeweile des Stützpunkts würden auch ein paar Gazellen oder Schakale auflockern! Aber zuerst diese Ganoven!


    Im Gegensatz zu seinem Opfer hatte der Petronier nicht besonders lange um sein Leben gekämpft und sich gerade kurz ausgeruht, sodass er weitaus frischer war als der Pirat, den er verfolgte. Lucius dachte zurück an die unzähligen Male, die der Alte Armin und ihn um die Villa Rustica gescheucht hatte - sie waren damals gerannt, als rannten sie um ihr Leben. Jetzt rannte dieser arme Wurm um sein Leben, das er aber bereits verwirkt hatte!
    Lucius dachte zurück an die Wälder Germaniens, wo er einmal ein Wolfsrudel bei der Jagd beobachtet hatte - jetzt war er der Wolf, der ständig näher kam, bis er sein Rehlein endlich einholen und schlagen würde. Aber der Kerl kämpfte - sie hatten bereits das letzte Haus des Dorfes hinter sich gelassen, als Lucius endlich bei ihm war. Der Pirat versuchte über seinen Rücken mit seinen beiden Messern nach seinem Verfolger zu schlagen, doch der war viel zu weit weg.
    Voller Übermut sprang der junge Petronier vor, die beschlagenen Sandalen voraus in die Beine des Piraten - wie damals, als er mit Armin gerangelt hatte. Wie Jahrhunderte später die Gladiatoren der Moderne rutschte er ihm mit gestreckten Beinen hinein und säbelte ihn um. Erst als der Pirat strauchelte, bemerkte Lucius, dass er ja noch ein Schwert in der Hand hatte, das er vor Schreck fallen ließ, als er das Gleichgewicht suchte und dafür immerhin recht elegant wieder zu Stehen kam, während der Pirat noch herumkugelte. Er ächzte, aber kämpfte sich ebenfalls wieder auf die Beine, auf denen man deutlich den Abdruck von der Caligae des Petroniers sah. Außerdem hatte er sich im Fallen mit seinen eigenen Dolchen in die Schulter geritzt - was für ein Trottel!


    Zu spät bemerkte Lucius, dass er ohne sein Schwert wehrlos war und der Pirat nun seinerseits zum Angriff ging. Zwar hinkte er, aber gegen zwei Dolche nützte auch der rasch herausgerissene Pugio des Subpräfekten nichts. Ein wenig panisch sah er zu dem Schwert, das etwa zwei Schritt weiter im Staub lag - aber der Pirat sah es auch. Ihre Blicke trafen sich, dann stürzten beide los.

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  • Wahnsinniger !! Was dachte er sich dabei, allen voran in das Dorf zu stürmen. Mir blieb nichts weiter übrig, als ihm zu folgen. Die Contubernien verteilten sich auf die Häuser und lieferten sich mit den Piraten blutige Handgemenge. „ Subpraefectus !“ Mein Rufen ging im Geschrei und Kampflärm unter. Die Milites um ihn herum mühten sich ab, dass ihm nichts passierte. Ich konnte nichts tun. Jetzt zwischen die Männer ins Gedränge zu laufen käme einem Selbstmordversuch gleich. Hier auf meiner letzten Fahrt den Löffel abzugeben und ins Elysium einzukehren war nicht mein Wunsch. Also bleib ich auf Abstand. Meine Hasta bereit im Notfall einzugreifen. Viele hatte ich kämpfen sehen. Einige taten es mit Abscheu, viele waren durch die Jahre abgestumpft und folgten einfach nur dem Befehl. Der Petronier gehörte zu der Sorte, die Spaß am Töten hatte. Diese Sorte war gefährlich. Ihm gefiel das Abstechen, Morden, Blut vergießen. Sein Befehl bestätigte alles Gesehene. In diesem Fall hier, muss ich gestehen hätte ich keinen anderen gegeben. Alle stürmten los und verfolgten die Fliehenden. Die Truppe wurde auseinander gezogen. Der Petronier trennte sich von seinen Milites und heftete sich an die Fersen eines Piraten. Ich dachte nur an eins. Dran bleiben und zusehen, dass nicht ausgerechnet beim ersten Kampf ein toter Petronier im Sand liegen blieb. Verdammt was machte er da? Instinktiv hatte ich die Hasta gehoben und wollte werfen. Nein, warum? Die Konstellation war relativ ausgeglichen. Ein kleiner Nachteil beim Petronier. Ich änderte schnell meine Position. Die Hasta wurfbereit. Währenddessen kehrten einige der Milites zurück. Ich gab ihnen durch Zeichen deutlich zu verstehen, dass sie nicht eingreifen sollten.
    Keiner rührte sich. Im Hintergrund das leise Grollen der sich am Felsen brechenden Brandung. Alles lief wie in Zeitlupe ab. Der Petronier wurde sich bewusst, dass er ohne seinen Gladius da stand. Der Pirat sah die Chance seine Gegenüber abzustechen. Mit dem Pugio alleine stand die Sache schlecht für den Petronier. Er musste unbedingt an seinen Gladius kommen. Beide wussten was die Stunde geschlagen hatte. Voll auf ihren Kampf konzentriert nahmen sie uns nicht einmal war. Die Anspannung wuchs. Ein Schweißtropfen perlte meine Schläfe herunter. Ich versuchte ruhig zu bleiben. Nur nicht zu spät reagieren. Schaffte der Petronier es nicht, musste ich eingreifen. Dann ging alles blitzschnell…..

  • Tatsächlich erreichte Lucius als erster sein Gladius, bekam es aber nicht recht zu fassen, sondern konnte es gerade irgendwie mitschleifen - dummerweise mit der Hand an der Schneide, die wie immer sorgfältig geschliffen war, sodass er sich in die Finger schnitt. Aber immerhin konnte er dem ebenfalls losstürzenden Piraten ausweichen, der - Dolche voraus - ebenfalls auf die Stelle stürzte, wo gerade noch Pythagoras gelegen hatte. Jetzt packte den jungen Petronier ein Gefühl, das er lange nicht mehr gehabt hatte: Angst! Hektisch versuchte er seine Waffe zu packen, aber der Pirat war viel zu schnell bei ihm und trat mit voller Wucht gegen das Gladius, das der Subpräfekt beinahe gehabt hätte.


    Erschrocken kniete der junge Petronier vor dem Piraten, der zornig nach seinem nun klar unterlegenen Gegner stach. Immerhin funktionierten Lucius' Reflexe noch, sodass er es wieder schaffte auszuweichen, fiel dabei aber nach hinten um. Erneut holte der Pirat aus...

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  • Die Klinge sauste nieder, aber der Dolch war ziemlich kurz, sodass er sich herunterbücken musste. Das wiederum ging aber nicht ganz so schnell wie mit dem Schwert zuzuschlagen - zumindest wenn man wie der Pirat nicht das Gleichgewicht verlieren wollte. Er ging also in die Hocke und holte dabei erst aus, sodass es dem junge Petronier wie durch ein Wunder gelang, sich gerade noch rechtzeitig wegzudrehen.


    Ehe sein Gegner schalten konnte, rannte Lucius los wie damals in Germania. Er musste sich kurz orientieren - wo war sein Schwert? Richtig, er hatte es dort hinten verloren, und es musste in einem 30°-Winkel weggeflogen sein. Bei der Stärke eines Trittes und dem Gewicht von Pythagoras musste es irgendwo... - da war es ja!


    Im Vorbeilaufen bückte der Subpräfekt sich und nahm das Schwert auf, wobei er ein heißes Brennen an seinen eingeschnittenen Fingern spürte. Aber dieser kleine Schmerz war kaum spürbar, so voller Adrenalin, wie er war. Er wirbelte herum und sah den Piraten, dann den Nauarchus - da war ja endlich Verstärkung! Aber warum hatte der Trottel ihm nicht geholfen? Das war verdammt knapp gewesen gerade!


    Egal, er würde ihm schon helfen! Also stürzte er wieder auf den Piraten.

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  • Schweiß lief die Schläfe herunter, nur nicht in die Augen….Brennen, Zwinkern, hektisches Wischen, es brannte weiter. Verdammt der sticht den Petronier unter meinen Augen ab. Scheiße !! Nur gut, dass der Petronier sich zu helfen wusste und nicht starr vor Angst liegen blieb. Du musst werfen! Wirf endlich!! dröhnte es in meinem Kopf. Die Hasta werfen, alles lag wie hinter einem Schleier. Das war zu unsicher, ich musste näher an ihn ran. Der Helm störte. Ich riss ihn vom Kopf, ließ ihn fallen, fuhr mir mit meinem Focale übers Gesicht. Es wurde klarer, trotzdem war ich mir nicht sicher ihn zu hundert Prozent zu treffen. Alles lief automatisch ab, ewig einstudiert, geübt, in Fleisch und Blut übergegangen. Anlauf fünf Schritte, linker Fuß vor, rechter hinten. Der Oberkörper drehte sich zur Seite, der rechte Arm mit der Hasta ging nach hinten, der linke holte mit Schwung. Das rechte Bein leicht eingeknickt, die Muskeln angespannt. Der Pirat rannte eins, zwei, beim dritten Schritt, warf ich die Hasta. Wie eine freigegebenen gespannte Sehne am Bogen, aus der Hüfte heraus gedreht, alle Muskel spannten sich an, bekam mein Wurfarm Unterstützung, schnellte nach vorn, mit dem rechten Bein drückte ich nach. Der ideale Abwurfpunkt war erreicht, die Hasta verließ meine Hand. Schnell und meist tödlich fand sie ihr Ziel. In den Lauf des Piraten hatte ich sie geschickt. Sie traf ihn in die rechte Schulter, bremste seinen Lauf ab, brachte ihn aus dem Takt, er stolperte ein paar Schritte. Der Schmerz war ihm ins Gesicht geschrieben. Die Hasta hatte sich tief in seine Schulter gebohrt. Seine Beine knickten ein, er ging auf die Knie.
    Während ich warf, war der Petronier dem Piraten wieder entgegen gelaufen. Ich meinerseits lief auf den Knienden zu. Nicht so getroffen wie ich wollte, eingerostet? Trainingseinheiten hatte ich mir ausreichend gegönnt. Der Schweißtropfen, der mir in die Quere kam? Woran es lag? Eigentlich war es unwichtig. Der Kerl hatte seine Kampfkraft eingebüßt. Fehlte nur noch eins…..

  • Auch der Pirat schien Massa entdeckt zu haben, denn er trat wieder die Flucht an. Wieder spurtete Lucius ihm hinterher, aber er musste nicht weit laufen, denn plötzlich schoss ein Speer an ihm vorbei und fällte den Piraten. Überrascht blieb der junge Petronier inne und sah den Kerl in sich zusammensinken. Dieser Bastard, der ihn beinahe umgebracht hatte! Der Hass trieb ihn weiter - mit einem Schrei startete der Subpräfekt erneut, war mit wenigen Schritten bei dem Piraten, riss grob seinen Kopf hoch und schlitzte ihm mit seinem Gladius die Kehle auf. Gierig fraß der sauber geschliffene Pythagoras sich in die Haut, durch das Fleisch und bis hinab zur Wirbelsäule. Blut quoll hervor und aus dem weinerlichen Schnaufen wurde ein ersticktes Gurgeln.


    Mit großer Befriedigung blickte Lucius in die heraustretenden Augen seines überwundenen Feindes. Er spürte das warme Blut auf seiner Faust, die Pythagoras noch immer fest umklammerte. Dann ließ er los und der Tote fiel wie ein Sack in sich zusammen. Trotzdem dauerte es einen Moment, bis seine Erregung wieder abebbte. Er hob sein Schwert und sah mit Befriedigung das frische Blut daran. Ein bisschen hatte er das Bedürfnis, Pythagoras abzulecken. Aber das wäre dann doch etwas irrational gewesen.
    Stattdessen lenkte er sich ab, indem er zu Massa hinübersah.
    "Den hätten wir erledigt!"

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  • Sim-Off:

    Der andere Erzählstrang kann gerne weitergehen ;)


    Es war Nacht geworden und Lucius lag am Strand. Noch immer brannte seine Hand, wo Pythagoras ihn gebissen hatte - auch wenn der Miles Medicus die Wunde mit Wein ausgewaschen und verbunden hatte. Das war auch der Grund, warum er sich noch nicht in sein Zelt verkrochen hatte um sich auszuruhen. Deshalb hatte er sich auf seinen Umhang gelegt und starrte in den Himmel in der Hoffnung, endlich müde zu werden.


    Über ihm leuchteten die Sterne klar und hell, dazwischen der Mond, der heute eine Sichel bildete. Der junge Petronier hatte all das noch nie recht beachtet - er hatte sich immer nur gefreut oder geärgert, wenn es nachts besonders hell oder besonders dunkel gewesen war. Aber heute stellte sich ihm plötzlich die Frage, warum der Sternenhimmel eigentlich so aussah, wie er aussah. Und warum war der Mond manchmal voll und hell und manchmal so schmal wie heute? Der Alte hatte ihm als Kind erzählt, dass der Mond eben aß und fastete und je nach dem seine Größe hatte - aber dass das Unsinn war, hatte er schon damals geahnt. Er glaubte sich zu erinnern, das Xanthippus einmal erzählt hatte, dass Euklid neben den Elementen auch etwas zur Astronomie geschrieben hatte... aber natürlich hatte er sein einziges Buch nicht mit auf die Reise genommen.


    Als er so an die wenigen interessanten Lehrstunden bei seinem griechischen Lehrmeister in Mogontiacum zurückdachte, erinnerte er sich plötzlich noch an etwas anderes: War Euklid nicht aus Alexandria? Vielleicht war es doch einmal an der Zeit, sich dieses Museion näher anzusehen...

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  • Der letzte von den Verbrechern lag tot in einer Lache aus Blut. Der Boden war gierig und sog das Nass auf. Ein rostroter Fleck blieb übrig. Erleichtert atmete ich durch. Ja, wir hatten ihn erledigt. Mit was für eine Befriedigung er ihm die Kehle durchgeschnitten hatte. Man konnte die Lust am Töten bei ihm spüren. „ Das war der letzte. Schade. Ich hätte ihn lieber am Leben gelassen und an der Küste ans Kreuz genagelt. Eine Warnung für die restliche Brut, die sich da draußen auf dem Meer herum treibt.“ Mit dem Armrücken wischte ich mir den Schweiß von der Stirn. Ein lauer Luftzug wehte mir übers Gesicht. Ich rekapitulierte. Alle Piraten waren drauf gegangen. Drei Tode auf unserer Seite, 4 Verletzte. Die Schiffe unbrauchbar. Der Wert der Ladung ergab sich nach Sichtung.


    Ein Milites brachte mir meinen Helm, den ich mir vorhin vom Kopf gerissen hatte. „ Na dann gehen wir ans aufräumen. Am besten verbrennen, bevor sie anfangen zu stinken. “ Der Gestank damals in der Wüste war unerträglich gewesen. Einmal eingeatmet, setzte er sich über Tage in der Nase fest. „ Damit wäre der Zweck unserer Fahrt erfüllt, Subpraefectus. Es wird sich schnell herumsprechen. Wir könnten morgen die Ladungen der Piratenschiffe sichten und umladen, Vorräte auffüllen und Übermorgen die Heimfahrt antreten.“ Die vollgeladenen Transportschiffe wären bei einer Weiterfahrt nur hinderlich und so schnell ließ sich keiner mehr hier und an der voraus liegenden Küste blicken lassen.


    Das Dorf erwachte nur zögerlich wieder zum Leben. Viele kamen von den Feldern und aus den Olivenhainen zurück. Verwirrt sahen sie auf die Toden. Das erste Weinen war zu hören, Schreie, Wehklagen. Von denen, die das Dorf behütet hatten, waren mehrere den Piraten zum Opfer gefallen. Immer das Gleiche. Egal wo Blut vergossen wurde. Ich setzte meinen Helm auf. „ Alles Antreten und auf weitere Befehle des Subpraefctus warten.“

  • Die Idee des Nauarchus gefiel ihm und fast bereute er es, diesem nichtsnutzigen Banditen ein so schnelles Ende bereitet zu haben. Aber dann besann sah er wieder das Blut auf Pythagoras und die Befriedigung, ihn selbst erledigt zu haben, durchströmte ihn - nein, er machte es doch am liebsten selbst!


    Mit der Schwertspitze drehte er den Kopf des Toten zu seinen Füßen. Schade, dass man niemanden zweimal töten konnte. Aber andererseits - was sprach eigentlich dagegen, die Leichname an der Klippe an Kreuze zu hängen? Logischerweise kamen Piraten immer vom Meer her und vom Meer aus würde man kaum unterscheiden können, ob eine blutige Leiche nun am Kreuz gestorben war oder nicht!
    "Ich würde sagen, wir hängen die Leichen einfach an Kreuze - oben auf der Klippe, für alle sichtbar!"
    Das würde vielleicht auch dem Ausguck, der dort ja scheinbar immer herumsaß, das gute Gefühl geben, dass seine Dorfbewohner gerächt waren - falls ihn der Gestank verrottender Leichen nicht störte! Aber wie hatte der Alte immer gesagt? Abschreckung und Einschüchterung war besser, als das Schwert wirklich auspacken zu müssen! Was für die mogontinische Miliz galt, galt für die Piratenjagd nicht anders!


    Der Decimer machte sich auf den Weg zu seinem Schiff - er war ja primär für die Flottille verantwortlich, während Lucius als Subpräfekt das Kommando - ja, das Kommando(!) - über die Marineinfanterie bekommen hatte. Jetzt, wo es ihm wieder ausdrücklich übergeben wurde, konnte er ein befriedigtes Grinsen nicht verstecken - Macht zu haben fühlte sich fast so gut an, wie irgendjemandem Pythagoras zwischen die Rippen zu stecken!


    Jetzt galt es aber auch, rationale Befehle zu geben - also musste er die Situation zuerst einmal analysieren: Sie würden hier Nachtlager machen, das hieß, dass sie dieses Lager erst einmal aufschlagen mussten. Der Alte hatte ihm genau eingebläut, wie man das machte - Graben, Wall, Tore, Zelte in Reih und Glied - alles ordentlich und römisch! Aber wenn er die Kreuze aufstellen wollte, mussten sie zuerst die Toten in die passende Position bringen - immerhin gab es die Leichenstarre, die schon bald einsetzen würde und die Körper dann unhandlich und vor allem unbeweglich machen!
    "Milites venite! State!"
    lautete also der erste Befehl, dem dann weitere folgten:
    "Wir werden die Leichen am Strand zusammentragen. Wir werden sie oben auf dem Felsen kreuzigen zur Warnung für alle Piraten! Damit wir sie morgen ans Kreuz bekommen, sind sie so hinzulegen, wie sie später am Kreuz hängen würden."
    Er nahm an, dass der ein oder andere der Soldaten schon einmal an einer Kreuzigung teilgenommen und deshalb eine grobe Vorstellung hatte. Andererseits waren das einfache Soldaten - die meisten waren wohl nicht besonders helle. Um sicher zu gehen demonstrierte er also die Hängebewegung.
    "Also so! Danach wird das Lager am Strand aufgeschlagen!"
    Er wusste nicht recht, ob man die Schiffe über Nacht an Land zog - sie waren groß, aber lagen relativ flach im Wasser, soweit er wusste. Aber das war auch schon alles, was er dazu wusste - der Alte hatte ihm nie etwas über Marine beigebracht und in seinem Kabuff in Alexandria hatte er zwar viel über die Versorgungszahlen so einer Flotte gelernt, aber wenig über die praktischen Aspekte. Um diesen Mangel nicht zugeben zu müssen, beschloss er einfach:
    "Aufsicht darüber führt der Nauarchus! Ich kümmere mich - äh - um die Kreuzigungen!"
    Das hatte außerdem den Vorteil, dass es ihm weitaus mehr Spaß machte, diese Hunde im Dreck liegen zu sehen, als untalentierten Milites beim Aufstellen von Zelten!


    Damit war hoffentlich alles klar - zumindest vorerst...

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  • Irgendwann wurde Lucius doch müde und er beschloss, doch noch sein Zelt aufzusuchen. Auf dem Weg ins Lager zurück ging er noch einmal an den toten Seeräubern vorbei - der Anblick der inzwischen in ihrer Kreuzigungsposition erstarrten Körper ließ ihn grimmig grinsen. Mit dem Fuß stieß er gegen eine starre Hand - es war schon seltsam, dass der Körper hart wie ein Brett wurde, wenn das Leben ihn verließ. Wenn er über die Sterne nachdachte, war es vielleicht klug, gleich noch etwas mehr über Medizin zu erfahren. Aufklärung war das A und O, wie der Alte sagte - und wenn er einem Feind Schmerz bereiten oder ihn töten wollte, war es klug, etwas über seinen Körper zu wissen...
    Mit diesen Gedanken ging der junge Petronier zu Bett.


    Am nächsten Morgen hatte er seine Überlegungen allerdings wieder vergessen. Vielmehr freute er sich trotz aller Diesigkeit - er hatte sich immer noch nicht an das Frühaufstehen beim Militär gewöhnt - darauf, seine Gegner wie Trophäen am Kreuz ausgestellt zu sehen. Er hatte es irgendwie noch gar nicht so recht realisiert, dass er gestern seinen zweiten, dritten und vierten Menschen erlegt hatte! Von Caius hatte er damals leider keine Trophäe mitgenommen - das überwältigende Machtgefühl war zu überwältigend gewesen. Aber heute, wo er einen weitaus klareren Kopf hatte, erschien es ihm doch logisch, zur Erinnerung an so einen Triumph ein kleines Andenken zu besitzen.


    Nachdem daher die Befehle gegeben worden waren - es mussten ja Kreuze aufgerichtet werden, was auf dem Fels gar nicht so einfach war - kehrte er noch einmal zu den Toten zurück, die seltsamerweise wieder erschlafft waren und suchte die drei, die er erwischt hatte. Der, den er verfolgt hatte, fand er recht leicht wieder - bei den anderen war es schon schwieriger - Tote sahen irgendwie immer so anders aus. Trotzdem war er sich recht sicher, als er einen kräftigen Kerl und einen oben ohne gefunden hatte. Er begann bei letzterem - vorsichtig zog er die zusammengekrümmte Hand auf, holte Pythagoras heraus und schlug mit einem beherzten Hieb nach dem kleinen Finger.
    Beim ersten Mal klappte es noch nicht ganz so gut - er hackte voll in die Hand und metzelte gleich mehrere Finger von der Hand. Beim zweiten sparte er mit der Kraft, drang dabei aber nichr durch, sodass er den Finger abdrehen musste. Daraus kombinierte er dann eine bessere Methode - zuerst sägte er das Fleisch mit dem Schwert durch, dann brach er mit einer kraftvollen Drehung den Knoch ab. Zufrieden betrachtete er dann im Licbt seine Beute - sie fühlte sich irgendwie seltsam an.... so unerwartet für ein Stück Mensch...


    In diesem Moment entdeckte er einen herbeieilenden Nauta.
    "Was ist?"
    blaffte er ihn an - so ein schöner Moment, eine wunderbare Erinnerung an seinen gestrigen Triumph, gestört von einem dämlichen Soldaten, der wie so oft irgendwelche Anweisungen brauchte!
    "Ich soll fragen, ob wir wirklich alle Piraten kreuzigen müssen. Der Centurio meint, das ist zu aufwendig"
    "'Zu aufwendig, Subpraefectus', Nauta! Der Centurio kennt wohl das Konzept des Befehls nicht!"
    Und weg war die Freude - alles musste man selbst machen!

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  • Einige Zeit später stand Lucius doch halbwegs zufrieden vor einem Wald aus Kreuzen oben auf der Klippe. Er hätte gerne noch ein paar mehr gehabt, aber der Nauarchus hatte ihn nach einem längeren Streit mit dem Centurio Classicus schließlich überzeugt, dass diese Menge an Kreuzigungen einen Aufwand bedeutete, der in keinem Verhältnis zum Nutzen stand - es mochte dem jungen Petronier nicht gefallen, aber es war doch unlogisch, am Ende einen ganzen Reisetag zu verlieren, und ein paar mehr Warnungen aufzustellen. Letztlich hatte er sich mit der Beute abgelenkt, die zwar nicht allzu üppig ausgefallen war - die Schiffe waren ja zerstört und die Ladung war doch eher überschaubar gewesen (vor allem, weil man sie auch noch teilen musste) - aber immerhin einen gewissen Bonus darstellte, die der recht beschränkt begüterte Subpräfekt gut brauchen konnte.


    So stand er jetzt zumindest wieder einigermaßen zufrieden da und suchte noch einmal seine drei Opfer. Die pralle Sonne hatte schon dafür gesorgt, dass sie zu stinken begonnen hatten - das hatten sie jetzt davon, dass sie so dämlich gewesen waren, sich mit dem Imperium anzulegen! Unbewusst ging sein Griff noch einmal zu dem Beutel an seinem Gürtel, wo er seine Trophäen verstaut hatte - die herrenlosen Finger ließen ihn plötzlich an einen Spruch von Gunda denken: Wenn man dir den kleinen Finger hinhält, nimmst du die ganze Hand! Das passte zwar logisch nicht unbedingt in die Situation - aber der Umstand, dass er jetzt doch einmal den kleinen Finger genommen hatte (samt dem ganzen Leben), ließ ihn doch kurz auflachen.


    Der Soldat neben ihm sah ihn verwirrt an, aber Lucius zuckte nur mit den Schultern.
    "Wir fahren nach Hause! Zurück zu den Schiffen! Milites abite!"
    rief er schließlich - so angenehm war der beginnende Verwesungsgestank schließlich auch nicht...


    Kurz darauf hatte der Petronier endlich Gelegenheit, ihre kleine Abschreckung aus Piratenperspektive zu betrachten, als er vom Heck des Flaggschiffes aus zurück auf den Ort seines ersten Kampfeinsatzes blickte. Der Anblick war enttäuschend - man sah nur die vorderste Reihe der Kreuze und die war auch noch durch die Steigung des Felsens unten abgeschnitten. Der blöde Nauarchus hatte doch recht gehabt, dass man sich viel Arbeit hätte sparen können...

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  • Wieder auf den Schiffen, zurück nach Hause. Das Resümee der Fahrt, den Küstenabschnitt Piraten-frei gemacht, magere Beute, ein unzufriedener Subpraefectus mehr, ein paar Kreuzigungen weniger und die Verluste waren nicht der Rede wert. Alles in allem blieb diese Fahrt hinter den Erwartungen um diese Jahreszeit zurück. Ich hatte mir aus der Beute einen Dolch und zwei Gewänder herausgefischt. Mehr war da nicht was mir zusagte. Ich verzichtete auf den Rest zugunsten der Gefallenen. Die Verwandten von ihnen sollten den Erlös aus dem Verkauf erhalten.
    Ein kurzer Blick nach oben. Wie erwartet war nicht viel von den Gekreuzigten zu sehen. Der Anführer der Meute hätte gereicht. Zum Glück hatte der Subpraefectus nach langem Reden, widerwillig zugestimmt und nur eine Hand voll Kreuze aufstellen lassen.
    Ich warf ein paar Duftkräuter in die aufgestellte Schale. Es knisterte leise, Rauch stieg auf und übertünchte den unangenehmen Verwesungsgeruch, der mir immer noch in der Nase hing. „ Es geht nach Alexandria zurück.“ mehr eine Feststellung als ein Befehl. Der war zuvor an die Ruderer gegeben worden. Die Schiffe entfernten sich von der Küste um die Untiefen zu umfahren. Die Segel wurden gesetzt, die Ruderer konnten pausieren. Ich stellte mich zum Subpraefecten. „ Der erste Rausch vorüber? Du würdest sicher am liebsten gleich nochmal zuschlagen.“ Im Gegensatz zu meinem ersten Kampf, war das hier ein Fest. So hätte ich wahrscheinlich später auch alles ganz anders gesehen. Er hatte sich richtig hinein gesteigert. Blutrausch schierer Blutrausch. „ Dein Anteil willst du bestimmt versilbern. Beauftrage einen der hiesigen Nautae damit. Die holen das meiste beim Verkauf heraus.“ Der Wind bauschte die Segel auf. Wir kamen gut voran. „ Ich werde einen Bericht für den Praefectus Aegyptii schreiben. Möchtest du ihn vorab lesen?“ Der Praefectus wollte unterrichtet sein und während der Fahrt war genug Zeit.

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