Ankunft in Alexandria

  • Es war endlich soweit. Ein kleiner Junge, der zusammen mit Xenophanes und vielen anderen die lange Schifffahrt vom Isthmos bei Korinth nach Alexandria auf sich genommen hat, rannte zu Xenophanes, um ihn zu wecken. Sie waren in Alexandria angekommen. Am großen Leuchtturm vorbei, glitt das Schiff durch die Wellen hin zu Hafen der Stadt.


    Xenophanes packte seine Papyri zusammen, die er auf seiner Fahrt nach Ägypten mit sich genommen hatte. Dem Kapitän wurde ein Anlageplatz zugewiesen und die Passagiere stiegen vom Bord. Und so verließ auch Xenophanes das Schiff. Da war er nun angekommen, und er blickte umher. Was würde er jetzt machen? Wo würde er jetzt hingehen? Wo müsse er sich melden?

  • Cryomenes, seines Zeichens Vorsteher der Hafenverwaltung "begrüßte" die Neuankömmlinge und trug ihre Namen und Aufenthaltsgründe ins Hafenbuch der Polis ein ...


    "Chaire, wer bist du und was willst du hier in Alexandria?"


    Die Monotonie seiner Stimme war auf meisterhafte Weise geschult und hätte sicher jeden Preis gewonnen, sofern es denn Wettbewerbe für solcherlei Dinge gegeben hätte. Auch Xenophanes wurde von dem grauhaarigen Griechen gemustert, besonders da er im "gefährlichen Alter" war, was bei Cryomenes so ziemlich jeden der jünger war als 50 miteinbezog ...


    "Chaire, wie ist dein Name?"

  • Xenophanes bemerkte erst gar nicht, dass er angesprochen wurde. Er hatte sich zwar instinktiv der breiten Masse folgend in die richtige Schlange eingereiht, schaute allerdings immer noch erstaunt hinter sich und bewunderte den Pharos aus der Ferne. Er konnte gar nicht genug vom Anblick des Megas Limen bekommen, der durch seine Form abgegrenzt durch die Halbinsel Pharos und der künstlich gebauten Hafeneinfahrt beinahe ein neues kleines Meer bildete. Von hinten wurde Xenophanes immer wieder nach vorne geschoben, bis er schließlich aus seiner Bewunderung geholt wurde.


    "Khaire, o kyrie. Mein Name ist Xenophanes der Athener."


    Sein Gegenüber trug seinen Namen in eine lange Liste ein, ein Pergament, das bereits abgeschabt wurde und nun wieder beschrieben wird. Erwartungsvoll schaute ihn dann der Verwalter an, als hätte Xenophanes nicht ausreichend Informationen geliefert. Hatte er was vergessen? Ohne genau zu wissen, ob und - wenn ja - welche Antwort nun von ihm verlangt wird, erklärte er kurz seinen Aufenthalt in Alexandria.


    "Ich bin um meiner Bildung willen hier in Alexandria. Gerne würde ich das berühmte Museion aufsuchen."

  • Cryomenes nickte zögerlich und winkte den Athener durch, seiner Meinung nach war er dennoch eher ein Dieb oder "Herumlungerer" ...


    "Dann melde dich beim Gymnasion um dein Bürgerrecht anerkannt zu bekommen!"


    Und schon hatte der alte Hafenverwalter den Mann wieder vergessen und widmete seine misstrauischen Augen dem nächsten Neuankömmling ...

  • Xenophanes war also angekommen. Alexandria, er hatte es endlich erreicht. Als erstes würde er sich wohl um die Bürgerrechtsangelegenheiten kümmern. Er hatte bereits einige Dokumente aus Athen, seiner Heimatstadt, mit, die sie hier in Alexandria vielleicht anerkennen. Also machte er sich auf den Weg zum Gymnasion, das schien wohl der Ort zu sein, wo man am ehesten jemanden findet, der einem in dieser Hinsicht weiterhelfen könnte.


    Also erkundigte er sich bei einem Fischer, der gerade dabei war seine frische Ware in einen Wagen zu heben. Der Weg sei ganz leicht, es reichte eine kurze Erklärung des Fischers und Xenophanes würde - den Anweisungen vertrauend - in Kürze vor dem Gymnasion Alexandrias stehen. Mal sehen, ob er sich heute verlaufen würde.

  • Sim-Off:

    klau mir mal den Thread, die Überschrift passt so gut :D


    Appius war mit seinem gefolge nun ach endlich wieder in Alexandria eingetroffen. Theben war nicht schlecht aber man gewöhnte sich sehr schnell an die Annehmlichkeiten einer Großstadt. Und so war er nicht unglücklich als er von dem Flusschiff ging und mit seinem Gefolge Richtung Palast aufbrach.

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